Tove Alsterdal - Die einzige Zeugin / Väng dig inte om

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Die einzige Zeugin

4.5|1)

Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 512

ISBN: 9783404178858

Termin: August 2019

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  • Beckomberga, Stockholm: Hier lag einst eine der größten psychiatrischen Anstalten Europas. Inzwischen ist auf dem Gelände eine exklusive Wohngegend entstanden. Hierhin zieht auch Svante Levander mit seiner neuen Liebe.


    Als er auf dem Heimweg hinterrücks ermordet wird, fällt der Verdacht auf seine Ex-Frau. Sie wird verhaftet. Aber ist sie schuldig? Nur eine Person könnte bezeugen, was wirklich vorgefallen ist: eine Frau, die in unmittelbarer Nähe saß und bettelte. Doch die ist spurlos verschwunden.

    1. (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)


  • Über die wirklich wichtigen Dinge reden


    Dieser Krimi ist ungewöhnlich, er weicht vom “gewohnten” Format Mord - Polizeiermittlungen - langes Miträtseln - Lösung schon teilweise stark ab. Das mag zum einen daran liegen, dass die Autorin Tove Alsterdal ihre erzählerischen Stärken einbringen wollte, aber auch, dass ihr gesellschaftliche Themen am Herzen liegen und sie dazu auch ausführlich recherchiert.


    Die Schwedin verknüpft einen fiktiven Mord mit Stockholmer Vergangenheit (vieles rund um den Stadtteil und die Anstalt Beckomberga gibt es wirklich und geschah vor wenigen Jahrzehnten tatsächlich so) und den Lebensbedingungen von Rumänen, die nach Schweden betteln.


    Da die Ex-Frau des Opfers, Eva, beschuldigt wird, den Mord begangen zu haben, macht sie sich daran, das Rätsel selbst zu lösen. Der Leser erfährt viel von ihrer inneren Zerrissenheit und den Problemen, die sie aktuell belasten, aber auch welche sie früher hatte. Ihr Verhalten nach der Scheidung und die schwierige Beziehung zu ihrem Sohn macht es für sie nicht leichter und sie selbst erst recht verdächtig.


    Dass Eva auch noch zufällig am Tatort war, glaubt ihr dann natürlich niemand mehr. Aber sie ist entschlossen, die einzige mögliche Zeugin der Tat zu finden und nutzt das, um ihren erwachsenen Sohn Filip besser kennenzulernen. Der Krimi wandelt sich zu einem Roadtrip durch halb Europa, immer begleitet von Evas Gefühlschaos.


    Parallel passieren in Beckomberga noch einige andere Dinge und die Angst vor einem Serienmörder geht um. Auch dieser Erzählstrang bleibt trotz einer gewissen Spannung erzählerisch, schafft es nicht zu einem thrillerartigen Element zu werden.


    Am Ende ist dieses Buch ein Kriminalroman, bei der die Betonung auf der zweiten Worthälfte liegt. Statt Polizei und Befragungen stehen zwischenmenschliche Spannungen, Gesellschaftskritik und die leise Moral, mehr miteinander über wirklich Wichtiges zu reden, im Vordergrund. Nebenbei erfährt man einiges über Stockholms Bettlerszene und auch die Zustände in Rumänien.


    Wer sich darauf einlassen kann und keinen “klassischen” Schweden-Krimi erwartet, kann mit diesem Buch seine Freude haben.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • yesterday Bitte pack Deine Rezension in einen Beitrag hinein und nicht so verteilt auf mehrere Posts. Danke :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Ha Jin - Nanking Requiem

    :study: James Hawes - The shortest history of Germany

  • yesterday Bitte pack Deine Rezension in einen Beitrag hinein und nicht so verteilt auf mehrere Posts. Danke :wink:

    Meine Rezension ist ein Beitrag. Inhalt und Originalbuch gehören da nicht dazu.

  • Meine Rezension ist ein Beitrag. Inhalt und Originalbuch gehören da nicht dazu.

    Allgemein werden Inhaltsangaben als Teil einer Rezension gesehen und so wird es auch in unserem Rezensionsmuster vorgestellt. Den Originaltitel geben die Meisten aber tatsächlich in einem eigenen Eintrag an. 8)

  • Inhalt und Originalbuch gehören da nicht dazu.

    Der Inhalt gehört auf jeden Fall dazu!

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Wenn ich nicht den Thread eröffne, sondern nur meine Rezension unten dranfüge, ist da auch nicht der Inhalt dabei. Und da sagt niemand was. :-k Ich mag das nicht, wenn jeder die Angabe bei sich reinkopiert. Die Rezension sind Eindrücke zum Gelesenen und dabei fließt die Geschichte auch mit ein in gewissem Maße, aber nicht als Klappentext.

  • Wenn ich nicht den Thread eröffne, sondern nur meine Rezension unten dranfüge, ist da auch nicht der Inhalt dabei. Und da sagt niemand was

    Dann ist es ja auch meist nicht mehr notwendig, da in aller Regel bereits genügend zum Inhalt geschrieben wurde. Aber bei einer Erstrezension sieht das anders aus, da ist dann der Threadersteller derjenige, der für die notwendigen Informationen sorgt. Aber das kann man eben alles in einem Post einstellen, gekennzeichnet nach Inhalt (mit Zitatquelle, falls man zitiert), Buchangaben, Autor und Meinung. Nur das Original (bei Übersetzungen) kommt natürlich in einen separaten Post, da man nur ein Buch verlinken kann. :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

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