Bücherwichteln im BücherTreff

Judith und Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten

Die dreizehn Gezeichneten

4.8 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 592

ISBN: 9783404208920

Termin: Februar 2018

  • Kurzmeinung

    Amalia Zeichnerin
    komplexer, ungewöhnlicher Fantasyroman
  • Kurzmeinung

    Tash98
    Mir fiel es am Anfang etwas schwer, in die Geschichte reinzukommen, aber tolle, neuartige Idee!

Anzeige

  • Klappentext:

    Sygna, die Stadt des Handwerks. Die Stadt der magischen Zeichen. Seit die Armee von Kaiser Yulian die Stadt erobert hat, ist den Einheimischen die Ausübung ihrer jahrhundertealten Magie jedoch verboten. Eine Widerstandsgruppe will dies nicht hinnehmen.

    Auch Dawyd, Mitglied der Fechtgilde, wird für die Ziele der Rebellen eingespannt. Denn die kaiserliche Geheimpolizei strebt danach, die mächtigen Wort-Zeichen unter ihre Kontrolle zu bringen. Mit ihnen wären die Besatzer in der Lage, Gefühle und Gedanken zu manipulieren, und das muss um jeden Preis verhindert werden ...


    Eigene Meinung

    Der Weltenbau in diesem Roman besticht durch viel Liebe zum Detail. Er orientiert sich nicht am Mittelalter, sondern grob am 17. Jahrhundert, schätze ich, was sich u.a. an Fechten mit Degen und an Musketen, also dem Einsatz von Schießpulver, bemerkbar macht. Es gibt hier außerdem ein ganz eigenes Magiesystem, das mich ein bisschen an Sigillen-Magie erinnert hat – magische Zeichen, die nicht von Magiern verwendet werden, sondern an die Tätigkeiten von verschiedenen Gilden gebunden sind. Mithilfe dieser Zeichen können Menschen geheilt oder auch auf verschiedene Weisen manipuliert werden und es gibt noch einige weitere Einsatzgebiete. Zudem gibt es eine Art verborgene Stadt in der Stadt, zu der ich hier nicht mehr verraten möchte.

    Der Roman verfügt über mehrere Protagonist*innen auf Seiten der Rebell*innen, mit jeweils eigener Perspektive, die dann jeweils entsprechend wechselt, auch mehrfach innerhalb von Kapiteln. Auch einer der Antagonisten hat eigene Szenen, sowie einige Nebenfiguren. Die einzelnen Kapitel sind recht lang – die 592 Seiten teilen sich in gerade mal 13 Kapitel auf.

    Die Handlung ist ziemlich komplex, was auch angesichts der politischen Verwicklungen und der heimlich agierenden Rebell*innen kaum anders machbar wäre. Es ist definitiv kein Buch, was sich mal eben locker-leicht nebenbei lesen lässt.

    Zugleich gibt es ein hohes Spannungsniveau, denn die Protagonist*innen geraten immer wieder in Gefahr. Außerdem gibt es einiges an Rätseln, mit denen sie sich konfrontiert sehen.

    Mir persönlich fiel es anfangs schwer, mich mit einem oder mehreren der Charaktere zu identifizieren. Ich konnte zwar durchaus mitfiebern und ihre Handlungen und Gedanken nachvollziehen, aber sie blieben mir zunächst dennoch alle ein bisschen fremd. Es mag auch daran liegen, weil es aufgrund des Handlungsverlaufs immer wieder Perspektivwechsel gibt. Aber vielleicht ist das einfach nur mein Problem und andere Leser*innen sehen das ganz anders. Das änderte sich aber nach einiger Weile zum Glück und so sind mir die Protagonist*innen letztendlich doch noch ans Herz gewachsen.

    Eingewoben in die Handlung findet sich einiges an Gesellschaftskritik – die Rechte von Minderheiten werden thematisiert, systemische Unterdrückung, auch gibt es feministische Töne. Das alles wird aber nicht mit dem „Vorschlaghammer” serviert, sondern eher nebenbei, was mir gut gefallen hat.

    Bei den Namen ist mir aufgefallen, dass manche davon sich stark an realen Namen orientieren, aber durch die Verwendung anderer Buchstaben dann doch etwas anders wirken:

    David – Dawyd

    Elisabeth – Elisabeda

    Ismael – Ismayl

    Nigel (englisch) – Neigel

    Lysander – Lysandre

    Ich finde, das ist eine gute Idee und besser als unaussprechliche, komplizierte Fantasynamen zu kreiieren.

    Positiv fand ich, dass es sowohl zwei queere Charaktere, als auch nicht-weiße gibt. In dieser Welt müssen queere Charaktere sich allerdings bedeckt darüber halten, wen sie lieben. Am Ende des Roman steigt die Spannung noch einmal stark an und es gibt einen interessanten Plottwist. Auch wird hier deutlich, dass es eine Fortsetzung geben wird (die auch bereits erschienen ist). Die Handlung endet aber nicht mit einem starken Cliffhanger, das fand ich sehr gut.

    1. (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)


  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Judith und Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten - Das Geheimnis der Zeichen“ zu „Judith und Christian Vogt - Die dreizehn Gezeichneten“ geändert.

Anzeige