Tilla und der tote Schäfer - Seiten 196-283

  • Jan_Westmann Wie ist das nun eigentlich? Wie alt sind Fiete und Simon Adenbach (gewesen)?

    Wenn ich das noch recht in Erinnerung habe, sollte Simon in den Vierzigern sein - eher Ende als Mitte. Fiete war noch recht jung, keine dreißig. Zumindest habe ich ihn mir beim Schreiben so vorgestellt. Falls es von Interesse ist: Eigentlich war das erste Kapitel die Todesszene von Fiete - wie er also beim Schafehüten mitten in der Nacht eine ominöse Entdeckung macht und daraufhin er und sein Hund totgeschlagen werden. Dieses Kapitel ist dann aber dem Lektorat zum Opfer gefallen.

    Ah. Ja, ich hatte ihn mir irgendwie auch recht jung vorgestellt. Da waren wir uns hier aber nicht ganz einig. Dann passt das ja. Danke für die Erklärung. :D

    Kann man das fehlende Kapitel noch irgendwie lesen? Das würde mich sehr interessieren. :D

    :study: gelesene Bücher 2018: 117


    "Wie? Die 24 Türchen am Adventskalender stehen für Tage, nicht für Stunden? Hm... das ist jetzt aber doof."

    (Zitat von einer Sprüche-Seite)

  • Abschnitt komplett

    Nun habe auch ich das Buch beendet und darf ein paar Eindrücke darlegen:


    In diesem Abschnitt musste ich herzhaft lachen, als Joos in seiner Muttersprache flucht.

    Zitat von Joos, Seite 206


    Blöder Zaun! Dat is kloten! Dat is zwaar kloten! Wat ben jij een ontzettende grote lul! Krijgt toch allemaal de tering!“

    Ich stimme Tilla zu, es klingt wirklich niedlich, und ich mag Holländisch, weil die Sprache viel Ähnlichkeit mit Plattdeutsch hat. Irgendwie habe ich mir in dem Moment meinen Papa vorgestellt, der echter Vorpommeraner ist und Plattdeutsch beherrscht…


    Ben finde ich gar nicht so übel, und ich denke, dass seine (Straf)Versetzung, von deren Ursache wir hoffentlich im nächsten Band erfahren, ihm zu schaffen macht.

    Zitat von Ben, Seite 202

    Mann, Mann, Mann. Lass dich versetzen, haben sie gesagt. Raus aufs Land, wo ohnehin nichts passiert. Wo du darauf warten kannst –„


    Könnte doch sein, dass er in eine Geschichte verwickelt war, die es erforderlich machte, ihn woanders hinzuschicken. Er durfte ja wohl selbst entscheiden, wohin. Jetzt ist er, der die Großstadt gewöhnt ist, dabei, sich zu orientieren, und will es etwas ruhiger angehen lassen. Und er versucht, die völlig konträren Ansätze von Land- und Großstadtpolizisten zu verinnerlichen. Läuft allerdings nicht wie geplant.


    Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Tilla ja inzwischen ebenfalls zu der Ansicht gelangt, dass er gar nicht der "Vollpfosten" ist. Schließlich fühlt sie sich in seiner Gegenwart genervt oder unsicher. Ob sich da etwas entwickeln kann?


    Der Fall „toter Schäfer“ nimmt im Verlauf ein wenig Fahrt auf, nicht rasant, aber doch mit einigen Spannungsmomenten. Vor allem die Briefe-Suche im Keller. Und am Ende die Todesgefahr, in der sich Tilla befindet. Hier setzt die Flippigkeit für einen Moment aus und die Ernsthaftigkeit der Situation wird spürbar. Das ist für mich gelungen umgesetzt.


    Gefallen hat mir, wie Tilla und Joos sich Gedanken machen. Man sollte nicht glauben, wie eine jahrelange Arbeit als (Fernseh)Kommissar die Gehirnzellen ankurbelt. Auf jeden Fall eröffnen sich durch Joos einige interessante Überlegungen. Vor allem in Bezug auf Fiete:

    Zitat von Joos, Seite 228

    Fiete und sein Hund waren nichts weiter als ein Kollateralschaden. Vielleicht ist er auch auf irgendwelche Beweise gestoßen. Oder er hat jemanden dabei erwischt, wie er versucht hat, Beweise zu beseitigen. Das ist doch absolut logisch. Warum sonst wurden er und sein Hund nicht am Tatort gefunden, sondern in einer Höhle?“

    Ein trauriger Aspekt der Geschichte, dass es genauso gewesen ist. Und wie immer erschüttern die Gründe.


    Die Täterverschleierung hat geklappt, recht spät kam mir der Gedanke, dass Fietes Mörder nur jemand sein konnte, der sich umfassend auskennt.


    Recht hatte ich, dass das verschwundene Mädchen eine Bedeutung hat. Dies ist auch ein erschütternder Fakt, der deutlich macht, wozu Menschen fähig sind...



    Insgesamt habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Und dass am Schluss Mutter Renate auftaucht, ist die Krönung. Das kann ja heite werden...

  • Was es genau mit ihm auf sich hat, löst sich dann in Band 2 auf.

    Darauf bin ich richtig gespannt. :applause:

    Dieses Kapitel ist dann aber dem Lektorat zum Opfer gefallen.

    Einerseits schade, aber andererseits mag ich nicht lesen, wenn Tiere getötet werden (bei Menschen stört mich das nicht so :pale:).

    Hier setzt die Flippigkeit für einen Moment aus und die Ernsthaftigkeit der Situation wird spürbar. Das ist für mich gelungen umgesetzt.

    Das fand ich auch sehr gut gemacht und wirklich angemessen. Da schaltete das Buch vom lustig-leichten Krimi um zur spannenden Verfolgung.

    2020 gelesen: 2 Bücher / 1136 Seiten


    :study: Das Weihnachtswunder - Donna VanLiere

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    Hier setzt die Flippigkeit für einen Moment aus und die Ernsthaftigkeit der Situation wird spürbar. Das ist für mich gelungen umgesetzt.

    Das fand ich auch sehr gut gemacht und wirklich angemessen. Da schaltete das Buch vom lustig-leichten Krimi um zur spannenden Verfolgung.

    ... und eine extrem gefährliche noch dazu. Da war nichts mehr spaßig, und ich hätte nicht tauschen wollen mit Tilla...

  • So ärgerlich, dass ich gerade auf Lesereise durch Baden-Württemberg bin und nur sporadisch in eure Kommentare reinschauen kann. (Ihr glaubt gar nicht, wie viele Pensionen enormen Nachholbedarf in Sache Gast-Wlan haben). Ihr merkt vermutlich, dass ich hoffnungslos hinterherhinke. Aber: Ich muss mich wirklich bei euch bedanken. Ich bin ja gerade am zweiten Band dran, der im Frühling erscheinen soll, und habe durch euch richtig gute Einblicke erhalten, was ich in Sachen Figurenzeichnung noch besser machen kann. Ben kam ja nicht so gut bei euch weg, dabei soll er eigentlich ein ganz netter sein (mit ein paar dunklen Geheimnissen). Liebend gerne würde ich auch zum zweiten Buch eine Leserunde machen und würde mich sehr, sehr freuen, den einen oder anderen von euch wieder mit dabeizuhaben.

  • wir haben auf Arbeit eine Bewohnerin, die liest neben Krimis, viele Bücher die im 2. Weltkrieg spielen oder auch Sachbücher darüber. Jetzt hatte ich ihr dieses mal geliehen, mit der Bemerkung, dass man auch mal was leichteres, zum schmunzeln braucht.

    Die Frau hat sich ein bissel schwer getan rein zu kommen, wie sie sagt. War dann aber von Tilla recht angetan und fand das Buch durchaus lesenswert. Gab mir auch recht, dass zwischendurch "was anderes" gut tut.

    Sie hat übrigens gleich gesagt, der Bürgermeister war es nicht. :wink:


    Nur mal so als zusätzliche Rückmeldung.


    Es ist ein ewiger Zwiespalt: arbeitet man am Abbau des SuB oder am Abbau der WL?




  • Liebend gerne würde ich auch zum zweiten Buch eine Leserunde machen und würde mich sehr, sehr freuen, den einen oder anderen von euch wieder mit dabeizuhaben.

    Also ich wäre auf jeden Fall dabei. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht.:applause:

    2020 gelesen: 2 Bücher / 1136 Seiten


    :study: Das Weihnachtswunder - Donna VanLiere

  • So ärgerlich, dass ich gerade auf Lesereise durch Baden-Württemberg bin und nur sporadisch in eure Kommentare reinschauen kann. (Ihr glaubt gar nicht, wie viele Pensionen enormen Nachholbedarf in Sache Gast-Wlan haben). Ihr merkt vermutlich, dass ich hoffnungslos hinterherhinke. Aber: Ich muss mich wirklich bei euch bedanken. Ich bin ja gerade am zweiten Band dran, der im Frühling erscheinen soll, und habe durch euch richtig gute Einblicke erhalten, was ich in Sachen Figurenzeichnung noch besser machen kann. Ben kam ja nicht so gut bei euch weg, dabei soll er eigentlich ein ganz netter sein (mit ein paar dunklen Geheimnissen). Liebend gerne würde ich auch zum zweiten Buch eine Leserunde machen und würde mich sehr, sehr freuen, den einen oder anderen von euch wieder mit dabeizuhaben.

    Ich werde sofort wieder dabei sein :) bin schon gespannt was Tilla dann so alles erlebt:)