Sabine Weigand - Die englische Fürstin: Zwischen Glanz und Rebellion

  • Buchdetails

    Titel: Die englische Fürstin: Zwischen Glanz un...


    Verlag: Fischer Krüger

    Bindung: Broschiert

    Seitenzahl: 576

    ISBN: 9783810530592

    Termin: Neuerscheinung August 2019

  • Bewertung

    4.7 von 5 Sternen bei 10 Bewertungen

    93% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die englische Fürstin: Zwischen Glanz un..."

    Debütantin, Fürstin, Kämpferin – der dramatische Roman über den Weg einer starken Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie ist die schönste Debütantin Londons, ihre Heirat führt sie 1891 ins deutsche Kaiserreich. Doch in der kalten Pracht von Schloss Fürstenstein fühlt sich Daisy einsam und unsicher. Ständig eckt sie an, das steife Zeremoniell nimmt ihr den Atem. Muss sie das alles hinnehmen? Daisy wagt es, Regeln über den Haufen zu werfen, bezaubert mit ihrem Charme den Hof und selbst den Kaiser. Gleichzeitig beginnt sie im Geheimen einen gefährlichen Kampf gegen das Elend der Armen, der Grubenarbeiter in Schlesien. Aber was ist mit ihrem eigenen Glück? Darf sie eine Liebe leben, die alles gefährdet, was sie erreicht hat? Erfolgsautorin Sabine Weigand führt uns mit dem Schicksal der Daisy von Pless nach London, Berlin und Schlesien, in eine Welt im Wandel, zwischen Kaiserreich und Krieg, zwischen Glanz und Rebellion.
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  • Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    Debütantin, Fürstin, Kämpferin – der dramatische Roman über den Weg einer starken Frau am Anfang des 20. Jahrhunderts
    Sie ist die schönste Debütantin Londons, ihr Heirat führt sie 1891 ins deutsche Kaiserreich. Doch in der kalten Pracht von Schloss Fürstenstein fühlt sich Daisy einsam und unsicher. Ständig eckt sie an, das steife Zeremoniell nimmt ihr den Atem. Muss sie das alles hinnehmen? Daisy wagt es, Regeln über den Haufen zu werfen, bezaubert mit ihrem Charme den Hof und selbst den Kaiser. Gleichzeitig beginnt sie im Geheimen einen gefährlichen Kampf gegen das Elend der Armen, der Grubenarbeiter in Schlesien. Aber was ist mit ihrem eigenen Glück? Darf sie eine Liebe leben, die alles gefährdet, was sie erreicht hat?
    Erfolgsautorin Sabine Weigand führt uns mit dem Schicksal der Daisy von Pless nach London, Berlin und Schlesien, in eine Welt im Wandel, zwischen Kaiserreich und Krieg, zwischen Glanz und Rebellion.


    Autorin (Quelle: Verlagsseite)
    Sabine Weigand stammt aus Franken. Sie ist promovierte Historikerin, arbeitete als Ausstellungsplanerin für Museen und ist nun Abgeordnete im bayerischen Landtag. Historische Originaldokumente sind der Ausgangspunkt vieler ihrer Romane, wie ›Die Markgräfin‹, ›Das Perlenmedaillon‹, ›Die Königsdame‹, ›Die Seelen im Feuer‹ und ›Die silberne Burg‹. In ›Die Tore des Himmels‹ gestaltet sie das Leben der Hl. Elisabeth, in ›Das Buch der Königin‹ das Schicksal der deutschen Kaiserin Konstanze, in ›Ich, Eleonore. Königin zweier Reiche‹ der europäischen Skandalherrscherin. Ihr neuer Roman ›Die Manufaktur der Düfte‹ schildert das Schicksal einer Seifenfabrikantendynastie.


    Allgemeines
    Erschienen am 28. August 2019 im Fischer Verlag als broschiertes TB mit 576 Seiten
    Gliederung: Roman in vier Büchern – Epilog – Nachwort – Personenverzeichnis
    Wechselnde Erzählarten: Erzählung in der dritten Person, zeitgenössische Zeitungsartikel
    Ich-Erzählung Daisys, teilweise auch als Tagebucheinträge und Briefe
    Handlungsorte und -zeit: Verschiedene Orte in England und Deutschland, 1883 bis 1922


    Inhalt und Beurteilung
    Der gründlich recherchierte Roman schildert das Leben der Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, genannt Daisy (1873 – 1943), die den deutschen Fürsten Hans Heinrich XV von Pless (1861 – 1938) heiratete und den Großteil ihres Lebens in Deutschland verbrachte.


    Daisys Familie verkehrt in den besten Kreisen Englands, ist finanziell aber nicht (mehr) gut aufgestellt, deshalb wird das hübsche Mädchen mit 18 Jahren an den steinreichen deutschen Fürsten von Pless verheiratet. Die Ehe bringt drei Söhne hervor, wird aber nicht glücklich. Daisy lebt zwar in großem Luxus, fühlt sich aber im goldenen Käfig an der Seite ihres nüchternen, distanzierten Mannes nicht wohl und die immer gleichen gesellschaftlichen Anlässe, bei denen sie glänzend auftreten, sich aber ansonsten langweilen muss, kommen ihr zunehmend sinnentleert vor. Als sie – eher zufällig – erfährt, wie die Arbeiter in den Kohlegruben ihres Mannes ausgebeutet werden und im Elend leben, beginnt sie sich sozial zu engagieren, um das Leben dieser armen Menschen zu verbessern.
    Fast alle Romanfiguren sind historische Persönlichkeiten, mit Ausnahme des fiktiven Stallmeisters Joschi, der aus einem der Armenviertel stammt und Daisy fortan bei ihren karitativen Tätigkeiten begleitet. Die Protagonisten von „Die englische Fürstin“ sind in ihren Charakteren sehr gründlich ausgearbeitet, besonders Daisy wirkt überaus authentisch, was auch daran liegt, dass sie in Briefen und Tagebucheinträgen, zu denen die Autorin Zugang hatte, direkt zum Leser spricht.


    Der durch seine verschiedenen Erzählformen kurzweilige Roman ist in einem sehr anschaulichen und fesselnden Erzählstil verfasst, der Leser bekommt einen ausgezeichneten Einblick in das Luxusleben des englischen und deutschen Jetsets der Vorkriegszeit, in die entbehrungsreiche Zeit des Ersten Weltkriegs und in die Zeit unmittelbar nach dem Krieg. Dabei trifft man auf einige zur damaligen Zeit sehr bedeutende Persönlichkeiten, wie Kaiser Wilhelm II, mit dem das Ehepaar von Pless gut bekannt war und Professor Fritz Haber, der maßgeblich an der Erfindung und Herstellung chemischer Kriegswaffen (Giftgas) beteiligt war. In den eindringlichen Schilderungen der Gräuel des Ersten Weltkriegs wird ein Plädoyer gegen den Krieg deutlich.
    Die Autorin hat das Leben der Daisy von Pless intensiv recherchiert und sich weitgehend an die Fakten gehalten. In ihrem ebenso ausführlichen wie auch informativen Nachwort klärt sie darüber auf, wo sie die Fakten durch Fiktion ergänzt oder modifiziert hat. Darüber hinaus informiert sie über das spätere Leben der Protagonistin, das im Roman nicht mehr abgedeckt ist.
    Ein Personenverzeichnis der wichtigsten Romanfiguren rundet das Buch ab. Von besonderem Charme sind die Fotos der Daisy von Pless, die den vier Büchern vorangestellt sind und die sie in den jeweiligen Lebensphasen zeigen. Auch das Buchcover zeigt ein Foto der jungen Daisy.


    Fazit
    Ein gründlich recherchierter, ebenso informativer wie gut unterhaltender historischer Roman, wie man ihn von der Historikerin Sabine Weigand gewohnt ist, unbedingt lesenswert für jeden Leser, der sich für die englische und deutsche Geschichte der Zeit zwischen 1890 und 1920 interessiert!


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Wie bei allen ihren Romanen hat sich die Historikerin Sabine Weigand eine außergewöhnliche Frauenfigur zum Thema genommen. Dieses Mal fiel ihre Wahl auf Daisy von Pless. Ein Foto von Daisy gibt es zur Einstimmung auf dem Cover und vor jedem größeren Abschnitt des Buches, so daß man als Leser gleich ein Bild vor Augen hat.


    Der Roman beginnt mit Daisys Kindheit in England, wo es für Mädchen wenig Bildung gab und den finanziellen Schwierigkeiten ihrer Eltern. Aus diesem Grunde wurde sie gegen ihren Willen mit dem 12 Jahre älteren, aber wohlhabenden Fürsten Hans Heinrich von Pless verheiratet. Sie musste nach Deutschland umziehen und wohnte in Fürstenstein in einem unvorstellbar riesigen, pompösen Schloß – allerdings zu ihrer großen Verwunderung ohne ein einziges Badezimmer. Sie war absolut unglücklich in ihrer Ehe, vor allem auch, weil sie nicht schwanger wurde. Von England war sie es gewohnt, freundlich mit dem Personal zu kommunizieren. In Fürstenstein und bei ihrem Ehemann stieß sie dabei auf Unverständnis, er fand dies unfürstlich und grenzte sich strikt vom Personal und vom Volk ab. Außerdem wird sie von ihm immer wieder gemaßregelt über irgendwelche Fauxpas bei Gesellschaften. Um sie bei Laune zu halten kauft er ihr Kleider und Schmuck und geht viel mit ihr auf Reisen. Ein ganz besonderes Spektakel bietet er ihr auf einer Ägyptenreise. Er heuert Perlentaucher an, die jeweils mit einer Perle auftauchen, aber am Ende stirbt ein Junge beim Tauchen. Daisys Perlenkette hat 738 Perlen und einen Wert von 3 Millionen Goldmark. Allerdings prophezeit eine alte Frau, daß diese Perlen Unglück bringen. Mittlerweile bewegt Daisy sich immer sicherer auf dem gesellschaftlichen Parkett, gewinnt mit ihrer charmanten Art und ihrer Schönheit die Männerherzen. Als sie durch den Stallburschen Joschi mit dem armseligen Leben der Bevölkerung in Berührung kommt, ändert sich ihr Leben von Grund auf und sie rebelliert gegen den Ehemann und engagiert sich für soziale Projekte. Ich möchte nicht zuviel erzählen, nur soviel - die Leser begleiten Daisy noch etliche Jahre, in denen sie viel Mut beweist, sich auch in die Politik mischt, den Krieg übersteht und in denen sie aber auch in der Liebe die ersehnte Erfüllung findet. Um auch die andere Seite zu zeigen, wird parallel dazu das Leben von Joschi weiter verfolgt.




    Ohne Frage die Autorin hat auch für dieses Buch hervorragend recherchiert. Darüber informiert sie im Nachwort und erklärt auch, welche Passagen ihrer schriftstellerischen Freiheit entspringen. Wie immer gibt es im Anhang ein Personenverzeichnis, in welchem die historisch belegten Personen gekennzeichnet sind. Außerdem befinden sich etliche historische Dokumente, Zeitungsausschnitte bzw. Auszüge aus Daisys Tagebuch im Buch, die den Roman Authentizität verleihen. Sabine Weigand hat mir mit ihrem lebendigen und bildhaften Schreibstil Daisy von Pless hervorragend nahe gebracht.


    Wie bei allen ihren Büchern gibt es auch für dieses eine absolute Leseempfehlung!:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Sabine Weigand - Die englische Fürstin: Zwischen Angst und Rebellion“ zu „Sabine Weigand - Die englische Fürstin: Zwischen Glanz und Rebellion“ geändert.
  • €nigma


    Würdest du vielleicht den Thread-Titel ändern in ... Glanz und Rebellion ?

    Ich war so frei, denn nachträglich können nur wir Moderatoren das ändern :wink:

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Yishai Sarid - Siegerin

    :study: Christoph Ransmayr - Die Schrecken des Eises und der Finsternis MLR


  • Ich war so frei, denn nachträglich können nur wir Moderatoren das ändern

    Danke! Das war wohl ein Freud´scher Verschreiber, weil ich daran dachte, dass die arme Daisy zuerst Angst vor ihrem Mann hatte und dann mit zunehmender Reife rebellisch wurde.:pale:Der Titel mit "Angst" hätte jedenfalls auch ganz gut gepasst.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ein Leben im goldenen Käfig


    Mary Theresa Olivia Cornwallis-West kurz Daisy genannt, wächst im England des ausgehenden 19. Jahrhunderts auf. Ihre Eltern stehen kurz vor der Armut, als eine aranchierte Ehe, der einzige Ausweg zu sein scheint. Das junge, naive Mädchen heiratet den überaus reichen deutschen Fürsten von Pless, der seinen Stammsitz in Schlesien hat. Das große Schloss Fürstenstein wirkt furchteinflößend und kalt auf Daisy. Was wird die Zukunft ihr bringen? Das große Glück oder ein Leben in Einsamkeit? Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Jahren des Gehorsams nimmt Daisy die Herausforderung an. Sie wirft Regeln über den Haufen und nimmt den Kampf gegen die Armut und der Langeweile ihres Lebens auf.


    Die Lebensgeschichte der Daisy von Pless liest sich, wie ein Märchen. Schönes, verwöhntes Mädchen heiratet reichen und mächtigen Fürsten. Erst so nach und nach wird klar, ein Märchen ist dieses Leben nicht. Sabine Weigand erzählt die Lebensgeschichte einer jungen Frau, die in Glanz und Gloria aufgewachsen ist. Sie kennt nur den Reichtum, den Adel und die damit verbundenen Pflichten. Jetzt könnte man denken, dies wäre ein erstrebenswertes Leben, aber es ist mitnichten so.


    Im Gegenteil, Daisy hat mein Mitgefühl erregt. Die junge Frau durfte selten das tun, was sie wollte. Immer musste sie auf die Etikette achten. Haben zunächst ihre Eltern über sie bestimmt, trat nun ein Ehemann an ihre Seite, der nur einen Wunsch hatte, nämlich einen Erben. Wie es Daisy ging, war im gleich. Daisy musste schnell lernen, dass sie in Schlesien nicht wirklich viel zu sagen hatte. Sie durfte vieles nicht, was sie von zu Hause kannte. Ich fand es erschreckend, zu lesen, wie wenig ein Menschenleben in diesen Kreisen wert war.


    Ein zweiter Handlungsstrang erzählt die Lebensgeschichte des fiktiven Protagonisten Josef Siebenbürger. Der Junge kreuzt zufällig den Weg des Fürsten und wird dann Stallknecht. Dadurch ändert sein Leben sich schlagartig. Mit seiner Hilfe wird das einfache Leben dieser Zeit geschildert. Mir gefiel dieser Teil sehr gut. Erzählt er doch davon, was sich außerhalb des Schlosses ereignet hat.


    Der Erzählstil von Sabine Weigand ist angenehm flüssig zu lesen. Allerdings wechseln hier immer mal wieder die Perspektiven. Während zum einen aus der dritten Perspektive erzählt wird, gibt es auch immer wieder Passagen in denen Daisy selbst erzählt. Es sind Tagebucheinträge. Auch kleine Zeitungsberichte haben den Weg in diese Biografie gefunden. Sie zeigen, wie öffentlich das Leben der Daisy von Pless gewesen ist. Die Mischung aus Biografie einer Adligen und fiktiver Lebensgeschichte eines einfachen Stallburschen hat mir gut gefallen. Frau Weigand hat ein authentisches Bild dieser Zeit gezeichnet.


    Fazit:


    „Die englische Fürstin. Zwischen Glanz und Gloria“ ist eine wunderbare Romanbiografie über Mary Theresa Olivia Cornwallis-West. Sie erzählt von dem Leben der jungen Frau, aber genauso auch von dieser Epoche. Von den Menschen, die um ihr Überleben kämpften. Und von dem Umbruch der Zeit, der auch in die adligen Kreise Einzug hielt. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und einiges Neues erfahren.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • "Die englische Fürstin - Zwischen Glanz und Rebellion" ist der beste historische Roman, den ich seit langem gelesen habe.


    Man merkt deutlich mit wieviel Hingabe und Einsatz die Autorin Sabine Weigand Recherchen für diesen Roman betrieben hat. Dieser Einsatz hat sich gelohnt und zu einem wundervollen und würdigen Roman über das Leben der Fürstin Daisy von Pless beigetragen. Mich begeistert zudem der Sprachstil der Autorin und ihre Fähigkeit geschichtliches von der ersten bis zur letzten Seite spannend, mitreißend und berührend darzustellen.


    Sabine Weigand verwendet verschiedene Stilmittel, um die Geschichte zu erzählen.

    Die Handlung wird immer wieder ergänzt durch Passagen im Tagebuchform, wo Daisy selbst zu Wort kommt, Zeitungsausschnitte, Briefe und Telegramme. Das gefällt mir besonders gut, weil es verschiedene Perspektiven und Sichtweisen ermöglicht, Zeugnis über den damaligen Zeitgeist gibt und die Handlung auffrischt und vorantreibt.


    Toll ist auch, dass parallel zu Daisys Leben auch die Geschichte von Joschi erzähl wird. Er ist ein Kind aus einer Stollenarbeiterfamilie, der mit 9 Jahren Verantwortung für seine vierköpfige Familie übernehmen muss, nachdem sein Vater bei einem Grubenunglück ums Leben gekommen ist. Dieser zweite Handlungsstrang zeigt feinsinnig die Unterschiede zwischen dem Leben der Adels- und der Arbeiterklasse.

    Die zeithistorischen Lebensbedingungen für Frauen, für Dienstboten, für die nichtadelige Bevölkerung finde ich wunderbar in den Roman eingeflochten und ist sehr interessant dargestellt.


    Außerdem erfährt der Leser interessante Hintergründe über den 1. Weltkrieg, durch die ich mein Wissen noch erweitern konnte. Trotz der schrecklichen Zustände während des Krieges hat Daisy von Pless sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten auf beeindruckende Weise eingesetzt, um etwas von dem großen Leid abzumildern. Dieser Roman hat ein bewegendes Persönlichkeitsportrait geschaffen. Die Autorin selbst prägt in ihrem Werk folgenden Satz:


    "Diesen Weg vom unbedarften jungen Mädchen hin zu einer reifen Frau, die weiß, was sie will und das auch durchsetzt, habe ich verfolgt und dabei Hochachtung vor der Persönlichkeit Daisy von Pless gewonnen."


    Die von Sabine Weigand ausgedrückte Hochachtung vor der Persönlichkeit Daisy von Pless empfinde ich ganz genau so. Und ich bin sehr froh, dass diese in diesem Roman gewürdigt wurde.


    Sabine Weigand ist ein ganz besonderes Werk gelungen, das ein wahrer Lesegenuss ist und mich tief bewegt hat. Ich bin sehr froh, dass ich dieses Buch lesen durfte und habe ebenfalls Hochachtung vor der schriftstellerischen Leistung der Autorin.


    "Die englische Fürstin - Zwischen Glanz und Rebellion" kann ich jedem Leser historischer Romane, aber auch jedem der ein Werk sucht, dessen Hauptfigur bewegt, mitreißt und bleibenden Eindruck hinterlässt, empfehlen. Es ist ein ganz besonderer Roman, den es lohnt zu lesen!

  • Inhalt

    Mary Theresa Olivia Cornwallis-West - besser bekannt unter; "Daisy von Pless" war gebürtige Engländerin, bevor sie, durch eine Heirat, eine bekannte Fürstin im deutschen Hochadel wurde. Sie war eine bekannte High Society Lady der Edwardischen Epoche und führte ein Jetset Leben, bevor sie sich um die armen Menschen in Schlesien kümmerte und während des ersten Weltkriegs als britische Spionin verdächtigt wurde.

    Daisy von Pless führte ein spannendes Leben, welches in diesem vorliegenden Werk näher betrachtet wird.

    Meinung

    Ich interessiere mich schon seit Jahren für den Adel, überraschenderweise habe ich von Daisy von Pless, vor diesem Buch, noch nie etwas gehört. Aber meine Neugier war geweckt, galt Daisy doch zur damaligen Zeit, 19/20.Jahrhundert, als eine der schönsten Frauen des Adels.


    Daisy von Pleß stammt aus einem armen, englischen Adel und wird im Alter von 18 Jahren nach Schlesien mit dem 12 Jahre älteren Fürsten und Erben; Hans Heinrich XV.Fürst von Pless und Graf von Hochberg verheiratet.


    Die Ehe der beiden erfüllte nur den Zweck, Erben für den Fortbestand der Dynastie in die Welt zu setzen. Zudem bekam Hans Heinrich mit der blutjungen Daisy eine hübsche Frau an die Hand für die nötigen Repräsentationen am Kaiserhof in Berlin. Die Ehe war nicht glücklich, doch sie erfüllte ihren Zweck und das Paar bekam drei Söhne.


    Ein sehr interessanter und aufschlussreicher, historischer, Roman über die Fürstin Daisy von Pleß. Die Autorin schafft es eindrucksvoll, das Leben der Fürstin, zur damaligen Zeit, richtig authentisch und bildhaft zu beschreiben.

    Die Geschichte der jungen Fürstin, dich sich in diesem Buch über mehrer Jahrzehnte zieht, ist spannend und packend erzählt. Zudem ist das Buch auch sehr aufschlussreich, den so erfährt man viel über das Leben in der damaligen Zeit! Besonders eindrucksvoll wird auch beispielsweise auf den ersten Weltkrieg eingegangen. So wird beschrieben, wie euphorisch die Männer waren und wie sich hauptsächlich auch die Männer, auf den Krieg gefreut haben. Dies mag zwar makaber klingen, doch dies war damals offensichtlich Normalität.

    Die Autorin; Sabine Weigand, erzählt so detailreich und authentisch das Leben des damaligen Adels, sodass man sich buchstäblich alles sehr gut vorstellen kann!


    Fazit

    Eine spannende Biographie über eine starke Persönlichkeit.


    Dieses Buch gehört gelesen, denn es ist so viel mehr, als nur eine Biographie über eine starke Frau, die sich ihren Platz und ihr Glück erkämpft.


    5 von 5 Sternchen!:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Mary Theresa Olivia Cornwallis-West, genannt Daisy, wächst als englische Adelstochter auf. Die Eltern sind finanziell nicht besonders gut gestellt und so muss die Ausbildung der Tochter sich auf das Nötigste beschränken. Ziel ist es daher, sie möglichst bald mit einem gut betuchten Mann zu verheiraten. Sie muss den 12 Jahre älteren Hans Heinrich XV., Graf von Hochberg, Fürst von Pless, heiraten. Mit ihm geht sie nach Deutschland und lebt dort im Schloss Fürstenstein. Ihr Mann erwartet, dass sie ihm einen Erben schenkt, doch sie wird nicht schwanger. War sie in England recht frei aufgewachsen, so eckt sie nach der Hochzeit ständig an. Ihr Ehemann legt Wert auf Etikette und Abstand zum niedrigen Volk. Die Männer sind sehr von ihr angetan, auch der Kaiser. Daisy ist nicht wirklich glücklich. Als sie erkennt, wie es den Arbeitern in den Kohlebergwerken ergeht, setzt sie sich heimlich für die Armen ein. Ihr Interesse an Politik wächst. Als der Erste Weltkrieg droht, versucht sie zu vermitteln, doch als Engländerin gerät sie zwischen die Fronten.

    Das Buch liest sich sehr angenehm und gibt einen guten Einblick in das Leben bei Hofe und in die Zeit. Viele Perspektivwechsel sorgen dafür, dass man einen umfassenden Überblick bekommt.

    Anfangs war Daisy noch ziemlich naiv, aber sie entwickelt sich zu einer starken Frau, die etwas bewegen will und weiß, wie sie das schaffen kann. Ihr Mann wirkt neben ihr sehr blass. Während er sie zunächst sehr einengt, nimmt er sich alle Rechte heraus. Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Charaktere, die gut dargestellt sind.

    Eine authentische Geschichte, die mir gut gefallen hat. Im Nachwort erklärt die Autorin, was Realität und was Fiktion ist.

    Ein unterhaltsamer historischer Roman um eine starke Frau.

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