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Alexander Osang – Die Leben der Elena Silber

Die Leben der Elena Silber

3.8 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Verlag: S. Fischer

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 624

ISBN: 9783103974232

Termin: August 2019

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  • Verlagstext

    Alexander Osang schreibt den großen Roman seiner Familie – es ist der Roman des 20. Jahrhunderts.

    Russland, Anfang des 20. Jahrhunderts. In einer kleinen Provinzstadt östlich von Moskau wird der Revolutionär Viktor Krasnow hingerichtet. Wie eine gewaltige Welle erfasst die Zeit in diesem Moment Viktors Tochter Lena. Sie heiratet den deutschen Textilingenieur Robert Silber und flieht mit diesem 1936 nach Berlin, als die politische Lage in der Sowjetunion gefährlich wird. In Schlesien überleben sie den Zweiten Weltkrieg, aber dann verschwindet Robert in den Wirren der Nachkriegszeit, und Elena muss ihre vier Töchter alleine durchbringen. Sie sollen den Weg weitergehen, den Elena begonnen hat zu gehen – hinaus aus einem zu engen Leben, weg vom Unglück. Doch stimmt diese Geschichte, wie Elena sie ihrer Familie immer wieder erzählt hat? 2017, mehr als zwanzig Jahre nach Elenas Tod, macht sich ihr Enkel, der Filmemacher Konstantin Stein, auf den Weg nach Russland. Er will die Geschichte des Jahrhunderts und seiner Familie verstehen, um sich selbst zu verstehen.


    Der Autor

    Alexander Osang, geboren 1962 in Berlin, studierte Journalistik in Leipzig und arbeitete nach der Wende als Chefreporter der Berliner Zeitung. Für seine Reportagen erhielt er mehrfach den Egon-Erwin-Kisch-Preis und den Theodor-Wolff-Preis. Alexander Osang schreibt heute für den ›Spiegel‹ aus Tel Aviv, davor lebte er in Berlin und acht Jahre lang in New York. Sein erster Roman ›die nachrichten‹ wurde verfilmt und mit zahlreichen Preisen, darunter dem Grimme-Preis, ausgezeichnet. Im S. Fischer Verlag und Fischer Taschenbuch Verlag sind darüber hinaus die Romane ›Comeback‹, ›Königstorkinder‹ und ›Lennon ist tot‹ erschienen, die Reportagenbände ›Im nächsten Leben‹ und ›Neunundachtzig‹ sowie die Glossensammlung ›Berlin – New York‹.


    Inhalt

    1923 arbeitet Jelena Krasnowa als Sekretärin einer russischen Fabrik für Angelschnüre und Fischernetze. Um die industrielle Großproduktion von Fischreibedarf auf Vordermann zu bringen, hat sich ein Experte aus Deutschland angekündigt, den Jelena betreuen und für den sie dolmetschen soll. Robert Silber lernt schnell Russisch, ist überhaupt hoch motiviert für seine Arbeit als Unternehmensberater. Auch Jelena lernt fix, dass sie als Dolmetscherin wie ein Scharnier zwei Gesellschaftssysteme verbindet und jeder Seite besser nur das mitteilt, was die Person verarbeiten kann. Als Robert und Jelena heiraten, Robert in Moskau Direktor einer Spinnerei wird und immer längere Reisen in den Westen unternimmt, fragte ich mich, ob er im Kostüm des Textilexperten als Doppelagent aktiv war. Jelena fragt Robert nicht nach den beiden Welten, in denen er lebt, sie folgt ihm und hält sich für frei von Gefühlen. 1945 verschwindet Robert Silber ganz, zusammen mit den Wertgegenständen der Familie, die er auf der Flucht hätte in den Westen retten sollen.


    Als Kind hatte Pawel seiner kleinen Schwester Jelena eingeschärft „traue den Geschichten nicht, die sie dir erzählen, Feuerköpfchen.“ (S. 68) Die Legende vom Tod des einfachen Seilers Viktor Krasnow, die die Mutter offiziell vortrug, hatte Jelena schon immer bezweifelt. Der abwesende Bruder Pawel wird selbst zur Legende, mit dem Jelena lange Zeit Briefe wechselt, weil sie das halbgare Wissen nicht begreifen kann, das Lehrer und Stiefvater im kommunistischen Russland ihr einzutrichtern versuchen.


    Die Legendenbildung im Clan der Krasnows/Silbers beginnt mit Viktor Krasnows Tod bereits 1905 in Gorbatow östlich von Moskau, setzt sich im Moskau der 30er fort und ist in der unmittelbaren Gegenwart noch immer nicht beendet. Weitere Stationen der Familie sind Schwarzenberg/Erzgebirge, der Familiensitz der Silbers in Sorau/Lausitz, Pirna und das russisch besetzte Ost-Berlin der 40er. Aus Jelena wird im Westen Elena, Lena, schließlich für ihre Enkelkinder Baba. In der Gegenwart nimmt Elenas Enkel Konstantin Stein die Spur seines verschollenen Großvaters auf. Konstantins Vater Claus hatte sich im DDR-System als Tierfilmer in die innere Emigration begeben, musste jedoch feststellen, dass selbst das Familienleben der Füchse in seinem Staat nicht unpolitisch genug war, um unbehelligt leben zu können. Die Generation von Kostjas Eltern und Tanten war fest in der Ost-Berliner Kunst-Bohéme verankert, Kostjas Tante Vera lebt noch heute in einer Kultur aus gegenseitigen Gefälligkeiten wie in DDR-Zeiten. Konstantins Entscheidung, beruflich ausgerechnet in die Fußstapfen seines Vaters zu treten, lässt befürchten, dass ein weiter Weg vor ihm liegt, ehe er seinen Familienkanon abgeschlossen ins Regal stellen kann. Als Dokumentarfilmer scheint er mit 40 Jahren noch immer kein Thema gefunden zu haben, für das er brennt. Selbst seine als Coaching verklärte Psychotherapie konnte ihm bisher nicht verdeutlichen, dass sein Lebensthema seine Mutter Maria ist, von der er sich nie angenommen fühlte, und in gerader Linie seine hartherzige Großmutter.


    Konstantin sticht auf seiner Suche förmlich in einen Ameisenhaufen, in dem hinter jeder Frage das ganz große Drama lauern kann, er entdeckt brodelnde Temperamente, es wird beschönigt und relativiert, was das Zeug hält. Alle Fäden treffen in der komplexen Persönlichkeit Elenas aufeinander, die ihren überlebenden vier Töchtern stets genau den Lebensweg aufzuzwingen versucht, der die jeweilige Tochter unglücklich machen wird. Die jüngste Tochter Katja muss aufgrund einer fragwürdigen Diagnose jahrelang im Heim leben und flüchtet später in den Westen. Was Maria als Kind erlebte, während sie von Jelena als Schutzschild mit zum Dolmetschen genommen wurde, könnte vermutlich eine ganze Generation von Therapeuten beschäftigen. Am liebsten hätte Elena die Mädchen vermutlich - wie im Jahr nach Kriegsende - ganz bei fremden Menschen ausgesetzt. Erst 1965 kann Elena ihren Bruder Oleg in Russland treffen, der mit dem zweiten Familienzweig nach Kasachstan verbannt wurde und der als einziger Pawels Schicksal kennt. Konstantin erkennt, dass Familientrauma auch bedeuten kann, dass Menschen an der Suche nach Angehörigen gehindert werden.


    Fazit

    Eine Hauptfigur, die sich in Kriegs- und Nachkriegswirren neu erfindet, ein nicht gerade zuverlässig wirkender Erzähler und Staatsideologien, die Bürgern als Legenden aufgezwungen werden, fordern die Geduld von Alexander Osangs Lesern kräftig heraus. Nach einem eher unspektakulär wirkenden ersten Drittel hat das Zusammenwirken dieser drei Elemente mich doch noch gefesselt. Die Frage, wer Robert Silber war, hat mich im Text ebenso vorwärts getrieben wie die Symbolik der 6 Flüsse in Elenas Leben, ihre Ost-West-Perspektive (Berlin lag aus ihrer Sicht lange im Süd-Westen) und das Rätseln, ob sie - an Altersdemenz erkrankt -, gerade authentische Ereignisse durchlebt oder eine ihrer Legenden. Erleichtert wurde mein Bild des Silber-Clans durch Landkarte und Stammbaum im Buch. Die zahlreichen Handlungsorte und Zeitebenen ließen sich problemlos zuordnen, vermutlich weil Elenas Bewegung Richtung Westen der Zeitgeschichte folgt. Ein Roman um staatlich verordnete und persönliche Legendenbildung, Schuld, Verdrängung der nationalsozialistischen Vergangenheit, getrennte Familien und ungeliebte Kinder. Der Kalte Krieg der Nachkriegszeit teilte Ost und West auch sprachlich. Wer ein Ohr für Euphemismen, Verharmlosungen und Legendenbildung jener Zeit hat, sollte hier unbedingt bis zum Schluss durchhalten.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    :study: -- Das Leben des Vernon Subutex 2


    #Autorinnenschuber

    Jackie Thomae – Brüder|Delia Owens – Der Gesang der Flusskrebse|Louise Erdrich – Spuren|Annalee Newitz - Autonom|Franziska Hauser - Die Gewitterschwimmerin|Chimamanda Ngozi Adichie – Blauer Hibiscus|Hilary Mantel – Wölfe|Sarah Moss – Gezeitenwechsel|Isabelle Autissier – Herz auf Eis|Margriet de Moor – Sturmflut|

  • Alexander Osang wurde durch die eigene Familiengeschichte inspiriert und hat diesen Roman über Elena Silber geschrieben, die es in ihrem Leben nicht leicht hatte. Nachdem man ihren Vater, den Revolutionär Viktor, hingerichtet hat, musste die Familie fliehen. Jelena war da gerade mal zwei Jahre alt. Später heiratet sie den deutschen Textilingenieur Robert Silber und folgt ihm nach Deutschland. Sie überlebt mir ihren Töchtern die Kriegszeit, doch dann verschwindet ihr Mann spurlos und sie muss sich und die Kinder alleine durchbringen. Sie wünscht ihren Töchtern, dass sie ein glücklicheres Leben in Freiheit führen können.

    Auf Betreiben seiner Mutter Maria macht sich 2017 der Filmemacher Konstantin Stein nach Russland auf, um die Familiengeschichte zu erforschen und vielleicht auch, um Orientierung im eigenen Leben zu finden.

    Der Schreibstil ist etwas distanziert, aber gut und flüssig zu lesen. Streckenweise ist die Geschichte aber auch etwas langatmig. Doch vielleicht ist das wichtig, um die Geschichte von Elena zu begreifen. Elena muss immer wieder Ortwechsel hinnehmen und landet am Ende in Ostberlin. Die Umstände erfordern es, dass sie sich durchschlägt. Dafür muss sie Stärke beweisen, aber ihr ersehntes glückliches Leben bleibt dabei auf der Strecke.

    Sie hat immer wieder von ihrem Leben erzählt, doch durch Konstantins Recherche werden einige Dinge zurechtgerückt.

    Es gibt recht viele Personen in dieser Geschichte, die alle ihre eigene Persönlichkeit haben und sehr authentisch dargestellt sind. Der Stammbaum und das Namensverzeichnis im Buch sind hilfreich, um den Überblick zu behalten. Trotzdem ist mir keiner der Charaktere wirklich nahegekommen, selbst Elena nicht, die nun wahrlich viel mitgemacht hat.

    Das Buch hat mich ein wenig zwiespältig zurückgelassen. Einerseits ist die Geschichte Elenas interessant, andererseits wurde ich aber nicht wirklich gepackt.

    Es ist eine traurige Familiengeschichte.

  • Eure Rezis haben mich sehr neugierig gemacht; ich habe mir das Buch jetzt mal bei NetGalley "gewünscht"... :D

    Lg Sarange :cat:


    :study: Andrea Schacht / Julia Freidank - Das Erbe der Kräuterfrau

    :study: Olga Tokarczuk - Taghaus, Nachthaus / Der Schrank

    :study: Astrid Lindgren - Madita


    :musik: Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen (letztes oder vorletztes Jahr schonmal gelesen)

  • Auf diesen Roman bin ich aufgrund der Nominierung für den Deutschen Buchpreis und der Rezis hier im BT aufmerksam geworden und habe ihn sehr gern gelesen. Die Thematik der Ideologie- und Systemwechsel im Zuge des erstarkenden, dominanten und schließlich zerbrechenden Sozialismus interessiert mich schon aufgrund meiner persönlichen Betroffenheit. Daher freue ich mich, dass diese Epoche der Neueren Geschichte bzw. Zeitgeschichte seit einigen Jahren verstärkt belletristisch aufgegriffen und verarbeitet wird.


    Zum Inhalt wurde weiter oben schon genug geschrieben; da kann ich mich den Darstellungen von Buchdoktor völlig anschließen. Diese teils gruseligen Familiengeschichten haben mich auf jeden Fall gefesselt; mehr jedoch noch die dahinterliegenden Veränderungen im Zuge der wiederholten Systemwechsel.


    Alexander Osang gelingt es auf wunderbare Weise, die verschiedenen, oft zunächst unterschwellig wirkenden politischen und gesellschaftlichen Strömungen, Soziotope und Lebenslagen wie -brüche seiner Figuren einzufangen und gleichzeitig auf eine Weise ironisch zu brechen, dass ich mit den Figuren schmunzeln konnte, aber nur selten über sie. (Über manche kann man auch eher weinen, sich einfach nur wundern oder sie herzlich verabscheuen.) Es ist ein buntes und großes Kaleidoskop an Menschen und ihren Schicksalen, das Osang immer wieder neu schüttelt und damit neue Bilder vom Wesen und Leben dieser Menschen entstehen lässt.


    Darin liegt wohl auch die Hauptaussage des Romans: Biografien sind komplexe Angelegenheiten aus Vorbedingungen, für die man nichts kann, großer und kleiner Politik und dem davon geprägten persönlichen Umfeld, eigenen Entscheidungen, Zufällen, Schicksalsschlägen und vielen anderen Aspekten, aber eben auch ganz vielen Leerstellen - und dies alles ist einem ständigen Fluss von Interpretationen, wenn nicht gar Erfindungen (wer will da die Grenze definieren?) unterworfen, die sich im Laufe des Lebens vielfach ändern können und auch von jeder beteiligten Person anders vorgenommen werden. Manche Leerstellen füllen sich nie, man muss sie ein Leben lang aushalten und entweder als solche benennen oder aber selbst eine Geschichte dazu erfinden. Dass die Umstände dies manchmal erforderlich machen können, aber irgendwann die Fragen nach der Wahrheit immer drängender werden, zeigt sich immer wieder im Leben von Elena Silber und ihrer Nachkommenschaft.


    Deren Lebenswege präsentieren sich als arg verschlungen und werden immer wieder nur ausschnitthaft gezeigt. Ich habe nicht so recht verstanden, warum der Autor einige der Leerstellen in Konstantins Leben für die LeserInnen füllt, während diese Informationen Konstantin versagt bleiben, aber andere wichtige Fragen auch für die LeserInnen am Ende offen gelassen werden. Ja, es soll den Puzzlecharakter des Lebens zeigen und wie sehr man sich eine Biografie aus den Fakten zusammenbastelt, die man kennt und die man in das Bild, das man schön, präsentabel oder auch nur erträglich findet, integrieren möchte, während die Wirklichkeit unter Umständen ganz anders war. Nicht jede betroffene Generation verfügt über alle relevanten Informationen, manche werden bewusst zurückgehalten oder verschleiert; das geschieht im privaten Kleinen wie im politischen Großen. Die ganze Lektüre über kann man sich mit Pontius Pilatus fragen: "Was ist Wahrheit?"


    Diese Idee gefällt mir an sich sehr gut, denn es wird dabei sehr schön aufgezeigt, wie Geschichtsschreibung / Legendenbildung im Kleinen wie im Großen funktionieren kann. Aber das dafür nötige häufige Springen zwischen den verschiedenen Zeitebenen habe ich als anstrengend empfunden, vor allem am Anfang des Romans, wo die Kapitel noch kürzer waren und man ständig ein Setting, in dem man sich gerade erst halbwegs eingefunden hatte, schon wieder verlassen musste. Für meinen Geschmack folgt der Autor auch zu vielen Figuren, zu vielen Perspektiven - er will ja die Ambivalenzen in der Deutung von Geschichte aufzeigen - , sodass es schließlich unübersichtlich wurde und ich mich an viele Nebenfiguren bei ihrem zweiten Auftauchen nicht mehr so recht erinnern konnte, obwohl ich den Roman innerhalb weniger Tage gelesen habe.


    Vielleicht wollte der Autor an dieser Stelle ein bisschen zu viel: Das Buch macht auf mich den Eindruck, als sollte es eine Art großer russischer Roman werden mit vielen Strängen und Figuren, voll von Lebensweisheit, Dichte und sprachlicher Originalität. Das alles ist der Roman zweifelsohne, aber für meinen Geschmack immer ein bisschen zu viel. Er wirkte streckenweise bemüht, unnatürlich, der Bogen fühlte sich in meiner Wahrnehmung oft leicht überspannt an - nicht am Zerbrechen, aber so, dass ich es beim Lesen immer wieder gespürt und ängstlich auf das Zerbrechen gewartet habe, daher innerlich aus dieser eigentlich packenden Geschichte herausgetreten bin und beobachtet habe, ob der Autor noch die Kurve kriegt. Das finde ich bei diesem ansonsten sehr schönen Roman wirklich schade und denke, ein bisschen weniger an Wucht, intellektuellem Verwirrspiel, ironischer Selbstbespiegelung, aufgesetzter Originalität, nur ein bisschen weniger, wäre in diesem Fall mehr gewesen.


    Dennoch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: .

    Lg Sarange :cat:


    :study: Andrea Schacht / Julia Freidank - Das Erbe der Kräuterfrau

    :study: Olga Tokarczuk - Taghaus, Nachthaus / Der Schrank

    :study: Astrid Lindgren - Madita


    :musik: Maja Lunde - Die Geschichte der Bienen (letztes oder vorletztes Jahr schonmal gelesen)

  • Der Klappentext und auch die Leseprobe haben mich sehr angesprochen. Elena muss bereits als Kleinkind, nachdem ihr Vater als Revolutionär ermordet wird, zusammen mit Bruder und Mutter aus ihrem Heimatdorf fliehen. Als junges Mädchen kommt sie zusammen mit ihren Halbgeschwistern, Mutter und Stiefvater zurück. Die Mutter verspricht eine grandiose Rückkehr - was sich natürlich nicht bewahrheitet. Elena kommt bei ihrer Arbeitsstelle mit dem deutschen Robert Silber, den sie dann irgendwann heiratet. Durch diese Heirat kommt Elena mit einem Wohlstand in Kontakt, den sie bis dahin nicht kannte. Nach Station In Moskau kommt sie nach St. Petersburg, von dort muss sie mit ihren zwei Kindern kurzfristig nach Berlin fliehen. Warum diese Flucht - ich habe keine Ahnung! Überhaupt ergeben sich einige Fragen, da ist einiges nicht ganz schlüssig. Gefallen tut mir, dass Elena recht emotionslos ist, dass dürfte sicher ihrer schwierigen Vergangenheit geschuldet sein. Diese Emotionslosigkeit gibt sie auch an ihre Nachkommen weiter - einzig ihr Urenkel scheint ein liebenswerter Junge zu sein. Der Roman hat mir gefallen, aber nicht begeistert.

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