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Neil Gaiman & Alisa Kwitney - Destiny

Sandman präsentiert: Bd: 4: Destiny

4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 13 der

Verlag: Panini Verlags GmbH

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 152

ISBN: 9783862011797

Termin: Juli 2011

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  • Destiny

    „Eine Chronik angekündigter Todesfälle“

    von Alisa Kwitney, Kent Williams, Rebecca Guay, Scott Hampton und Michael Zulli

    Panini Verlag

    Inhalt: Ein neuer Pesterreger hat einen Großteil der Bevölkerung der USA dahingerafft. Die wenigen Überlebenden in einer von der Außenwelt abgeschnittenen Kleinstadt harren dem unvermeintlichen Ende. Inmitten dieser Apokalypse erscheint ein seltsamer Fremder in der Stadt, der sich auffallend für ein gewisses Pferd der Überlebenden Ruth interessiert. Und er hat einige Buchseiten dabei, die den wenigen noch lebenden Bewohnern Blicke in ihr unweigerliches Schicksal eröffnen können…

    Dies ist die Rahmengeschichte, in die weitere drei spannende Story um die Seuche Pestilenz eingebettet sind. Sie behandeln Ereignisse und Gegebenheiten rund um drei große Pestepidemien in der Menschheitsgeschichte. Den Auftakt macht eine Story während der Justianischen Pest in Konstantinopel im 6. Jahrhundert. Dann folgt eine Geschichte aus dem Südengland des 14. Jahrhunderts während des „Schwarzen Todes“. Den Abschluss bildet eine Erzählung während der „Großen Pest“ von London gegen 1665.

    Das vorliegende „Destiny“ ist ein Spin-off der Fantasy-Comicserie Sandman. Wie bei Neil Gaimans Hauptserie „Sandman“ ist auch die Titelgebende Figur „Destiny“ (er ist einer der Ewigen und großer Bruder von Sandman/Morpheus) nur eine Nebenfigur, die eher am Rande der Geschichten erscheint. Mittelpunkt aller Erzählungen sind Frauen, deren Umfeld und Lebensumstände durch die biblische Seuche begriffen ist, sich massiv zu verändern. Es sind Frauen, die sich auf neue Umstände und Verhältnisse in einer von Männern dominierten Gesellschaft einstellen müssen. Eine Gesellschaft, in denen die Rollenverteilung noch durch eine absolute männliche Herrschaft bestimmt ist.

    Die Autorin Alisa Kwitney stellt hier Frauenschicksale vor, die den Leser berühren. Nur dann ist die Frau in den bestehenden Extremverhältnissen in der Lage zu überleben, wenn sie den Sieg über Mann und Seuche erlangen kann. Dass dieses komplizierte Spiel auch aufgehen kann, beweisen diese drei einfühlsamen Geschichten, in denen Frau auch durch Unterwerfung den Sieg davontragen kann. Ich weis nicht, woran es liegt, aber ich mag einfach Comics und Bücher, die von weiblichen Autoren geschrieben worden sind. Diese gradlinigen und schnörkellosen Geschichten, in denen Frauen über Frauen schreiben, sie sind grandios. Obendrein schafft es Alisa Kwitney, hier fiktive Ereignisse und Figuren mit realen Ereignissen und realen Figuren der Geschichte optimal miteinander zu verknüpfen.

    Für das stimmige Artwork sorgen die Künstler Kent Williams, Rebecca Guay, Scott Hampton und Michael Zulli. Sie passen ihre Zeichnungen und die Farben dem jeweiligen Zeitalter, in dem die Geschichte spielt, hervorragend an.

    Fazit: Für Leser, die ein Interesse an Geschichte und einen Hang zur Postapokalypse haben und auch Neil Gaiman Sandman schon kennen ist dieser „Spin-off“ optimal. Speziell für Leserinnen mit ähnlichen Interessen hingegen vielleicht schon ein „must read“.


    Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.



    H.H.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Sandman präsentiert: Bd. 4: Destiny“ zu „Neil Gaiman & Alisa Kwitney - Destiny“ geändert.
  • Ich habe mal die Überschrift angepasst und das "Geschrei" (Verwendung übergroßer Schrift) runtergefahren 8).

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