Melanie Golding - Kalte Wasser / Little Darlings

  • Kurzmeinung

    Emili
    Weder Spannung, noch Mystery. Eine Menge offenen Fragen. Nicht zu empfehlen, gibt´s besseres.

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  • Inhalt: Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden. Das Übernatürliche greift in ihr Leben ein, und sie muss glauben, dass ihr Wechselbälger untergeschoben worden sind. Lauren nimmt den Kampf auf, um ihre Jungen wiederzubekommen.

    Originell

    Die junge Autorin Melanie Golding liefert, worauf der Leser kaum noch zu hoffen wagte: ein Thriller, der sein Spannungsmoment nicht aus dem Bemühen bezieht, nie zuvor erdachte Grausamkeiten haarklein und blutrünstig zu präsentieren. Stattdessen wählt sie ein Sujet, das ganz harmlos daherkommt, vollkommen aus der Alltagserfahrung erwächst: Mutterschaft und alle Überforderung, alle Ängste, die mit ihr verbunden sind. Höchst gekonnt orientiert sie sich an dem Kunstgriff, wie ihn der Altmeister des suspense, Henry James, in seiner „Drehung der Schraube“ etabliert hat: greift das Übersinnliche wahrhaftig in das Leben der Romanfiguren ein, oder hat der Leser es ausschließlich mit den Hirngespinsten eines kranken Bewusstseins zu tun? Ausgesprochen charmant, wie sie am Anfang mancher Kapitel literarische und kulturhistorische Zeugnisse zitiert. Das aktuelle Geschehen, dem der moderne Mensch wenig geneigt ist, mythische Dimensionen zuzubilligen, erhält doch plötzlich eine Aura archaischer Wucht. Eine spannende Lektüre, die vermag, den Leser in Bann zu schlagen.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Melanie Golding, Kalte Wasser“ zu „Melanie Golding - Kalte Wasser / Little Darlings“ geändert.
  • Leseempfehlung!


    Lauren und Patrick Tranter sind gerade Eltern von Zwillingsjungen geworden. Noch im Krankenhaus, und mit den Folgen der Geburt kämpfend, wird Lauren eines nachts total verängstigt aufgefunden. Sie hat sich mit den Babys im Badezimmer eingeschlossen und gibt an, dass eine fremde Frau versucht hat, ihr eines der Kinder zu stehlen. Dabei hat sie Lauren einen Tausch, ein Kind gegen eines von Laurens Kindern, vorgeschlagen. DS Jo Harper wird auf den Fall aufmerksam und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Denn ihr Chef, die Aerzte, ja selbst Patrick sind überzeugt, dass Lauren phantasiert.



    Endlich wieder einmal ein Buch am Thrillerhimmel, dessen Plot nicht nur neu, sondern auch gut ausgearbeitet wurde. Endlich wieder einmal eine Geschichte, bei der ich nicht ständig dachte "Das habe ich doch so schon mal gelesen". Endlich wieder einmal ein Buch, das ich kaum aus der Hand legen mochte.

    Zuerst, und als Einführung in die Figuren, erlebt man Lauren und Patrick als frischgebackene Eltern. Sehr realistisch wurde die Zeit nach der Geburt beschrieben und ich muss gestehen, dass ich hier etwas in Sorge war, dass sich die Story die ganze Zeit rund um Fläschchen, Stillen, Babygebrüll und körperliche Befindlichkeiten dreht. Als Ausgleich empfand ich die Perspektivwechsel zu DS Harper als wohltuend. Joanne Harper verfügt über eine ungeheure Ausstrahlung und ich wäre sehr glücklich, wenn das zweite Buch, an dem die Autorin laut Information auf der Buchinnenseite schon schreibt, auch wieder diese Figur einen neuen Fall lösen lässt. Harper und ihr Chef sind sich nicht wirklich grün, und sie versucht mit allen Mitteln und mit sarkastischen Bemerkungen, ihr Ding durchzuziehen. Was teilweise sehr unterhaltsam war!

    Auch Lauren, ihr Mann Patrick und ihre ambivalente Beziehung sind gut beschrieben. Patrick, überfordert als Vater, überlässt die Brutpflege sehr schnell mal seiner Frau. Dann Lauren, bei der ich mich lange Zeit nicht sicher war, ob sie sich die fremde Frau, die ihr ein Kind stehlen wollte, einbildet oder nicht. Überhaupt, ist gerade dieser Punkt unheimlich spannend und hat mich sehr schnell durch das Buch rasen lassen. Pränatale Depression? Oder doch jemand, der Lauren Böses will?

    Je mehr ich gelesen habe, desto bohrender empfand ich die Frage, ob Lauren sich das alles einbildet oder nicht.

    Die Verbindung zu Sagen und Märchen rund um Zwillinge, sowie die öfters eingeschobenen Verse bei Kapitelbeginn, haben mir weniger gut gefallen. Erst nach und nach ergeben sie einen Sinn und stellen die Verbindung zwischen besagten Sagen und Märchen, die in den Plot eingewoben sind und der Story her. Das Buch wird als Mysterythriller gehandelt. Da ich an mystische Phänomene und ähnliches nicht glaube, habe ich mir eine andere Richtung zurecht gestrickt. Was das ist, werde ich hier spoilern um potentiellen Lesern nicht diese Entdeckung zu nehmen. Was ich sagen kann, ist, dass wohl etliche Leser zu einem ganz unterschiedlichen Schluss kommen könnten. Normalerweise mag ich offene Enden in Büchern ganz und gar nicht, doch hier mache ich eine Ausnahme.

    Denn gerade das offene Ende birgt ordentlich Potential für eigene Ueberlegungen und Schlüsse.

    Von mir eine Leseempfehlung für diesen tollen Thriller!


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


  • guter Inhalt/Idee - aber ...

    Thematisch hat das Buch die perfekte Geschichte für einen Mysterythriller. Eine tolle Idee, die bereits in der Inhaltsangabe neugierig auf das Buch macht.



    Leider ist in meinen Augen der Schreibstil absolut missglückt - das Buch liest sich einfach nicht flüssig und es ist sehr mühsam sich durch die Absätze zu quälen. Auch der Spannungsaufbau ist dadurch etwas beeinträchtigt.

    Obwohl ich die Geschichte/Idee gut finde, musste ich mich oft etwas überwinden weiterzulesen.

    Teilweise sind die Szenen extrem in die Länge gezogen - wie zum Beispiel der Aufenthalt in der Klinik.



    Schade - von mir gibt es keine Empfehlung.

  • Nach einer schwierigen Geburt ist Lauren nun Mutter von zwei Jungen. Glücksgefühle kommen nach den Strapazen noch nicht bei ihr auf. Da steht in der Nacht eine Frau an ihrem und will eines von Laurens Kindern gegen ihres tauschen. Lauren flüchtet mit ihren Kindern und ruft die Polizei. Da niemand die andere Frau gesehen hat, glaubt ihr keiner. Man schiebt es auf die Nachwirkungen der Geburt. Doch nachdem Lauren mit ihren Kindern wieder zu Hause ist, passieren merkwürdige Dinge. Sie fühlt sich bedroht, aber weder ihr Mann noch ihr Arzt nehmen sie ernst. Nur die Polizistin Joanna Harper glaubt Lauren. Dann werden die Kinder entführt. Sehr schnell hat man die Schuldige ausgemacht und die Kinder gerettet, doch Lauren ist sich sicher, dass das nicht ihre Söhne sind. Sie will ihre eigenen Kinder zurück. Wird sie langsam verrückt?

    Dieses Buch ist keinem Genre richtig zuzuordnen. Aufgrund des Klappentextes habe ich an einen Thriller gedacht, aber es kommen mystische Elemente hinzu und für Lauren artet es in blanken Horror aus.

    Viele Frauen haben nach einer Geburt eine Wochenbettdepression. Aber das was Lauren hier erlebt, geht weit darüber hinaus. Ist sie verrückt oder nicht? Die ganze Zeit über fragt man sich, was wohl wirklich geschehen ist. Alle Personen wirken undurchsichtig und man weiß nicht, ob man ihnen trauen kann.

    Immer wieder fragt man sich, wie die Realität wirklich aussieht und so bleibt es spannend und man muss einfach weiterlesen. Am Ende bleiben jedoch eine Reihe Fragen unbeantwortet, was mir nicht so gefallen hat.

    Ein außergewöhnliches Thema und ein spannender Roman.

  • Eins gegen Deins


    Kalte Wasser, Mysterythriller von Melanie Golding, 400 Seiten, erschienen bei Harper Collins Germany.


    Eine gruselige Geschichte über Zwillinge, Elfen und Wechselbälger.


    Lauren ist frisch gebackene Mami von Zwillingen. Nach einer komplizierten Geburt und der mangelnden Hilfe ihres Gatten Patrick, ist sie eher überfordert denn glücklich. Dazu kommt eine massive Wochenbettpsychose. Schon im Krankenhaus versucht eine unheimliche Frau Laurens Babies mit ihren eigenen zu vertauschen, Lauren ruft die Polizei, doch die geheimnisvolle Frau kann nicht identifiziert werden. Als Lauren mit den Zwillingen zuhause ist, bricht das Unheil über sie herein. Sie behauptet die Kinder sind vertauscht worden und niemand außer der Polizistin Jo Harper glaubt ihr.
    Zuerst einmal möchte ich anmerken, dass es sich bei vorliegendem Buch um einen Mysterythriller handelt. Für eine frischgebackene bzw. werdende Mama ist diese Lektüre m. M. nach völlig ungeeignet. Schon alleine die Beschreibung der Geburt wie auch die Gefühle von Überforderung und Schlafmangel kann einem ganz schön an die Nieren gehen. Trotzdem hat mich dieses Buch fasziniert, gegruselt und super unterhalten. Die 43 Kapitel sind atemberaubend gut geschrieben. Am Kapitelanfang ist jeweils ein Yeats-Text, ein Auszug aus einer irischen Sage oder eines Märchens der Gebrüder Grimm gestellt, schon dadurch allein wird eine unheimliche Stimmung geschaffen. Außerdem ist das Alter der Kinder und Datum und Uhrzeit eingefügt, dadurch konnte ich stets den zeitlichen Überblick behalten. Melanie Golding hat als Erzählstil die auktoriale Form gewählt, das hat mir gut gefallen, dadurch ist es dem Leser möglich die Sicht auf das Geschehen von verschiedenen Personen zu erfahren. Zwischendurch sind Kurznachrichten, Gedanken, oder Tagebuchaufzeichnungen kursiv eingefügt, das macht die Story lebendig. Die Autorin hat ihre Charaktere gut beschrieben, die Gefühle der Mutter, die Recherchen der Journalistin Amy Larsen oder die Bemühungen von D.S. Jo Harper sind glaubhaft und fesselnd beschrieben. Die Erlebnisse von Lauren im Mittelteil in der Therapieeinrichtung fand ich etwas langatmig, doch immer wieder war das Verhalten der Zwillinge ein Grund mir heftig Gänsehaut über den Rücken laufen zu lassen.

    Letztendlich muss der Leser selbst entscheiden, ob die Lösung einen mysteriösen Hintergrund hat, oder ob das Erzählte einer postnatalen Psychose der Protagonistin zuzuschreiben ist. Eine befriedigende Lösung des Falls ist nicht vorhanden, das lässt Raum für eigene Interpretationen. Ich hatte Mitleid mit Lauren, vor allem als sie in der ersten Zeit von ihrem Mann so schmählich im Stich gelassen wurde, ihre Überforderung mit zwei Neugeborenen war hervorragend beschrieben, das Gefühl kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Zu Beginn der Erzählung habe ich mich geradezu empört, eine Frau nach einer Zwillingsgeburt mit Zange, der die Beine aufgrund einer PDA noch gefühllos sind, wird zusammen mit ihren frischgeborenen Babys, direkt in ein Zimmer verlegt und keine Schwester oder hilfreiche Hand kümmert sich weiter darum. Das finde ich unglaubhaft. Wen wunderts, dass Lauren total überfordert und erschöpft eine Wochenbettdepression entwickelt?

    Mich hat das Buch gut unterhalten, die kleinen Mängel und der etwas langatmige Mittelteil geben m. M. nach einen Stern Abzug, deshalb von mir 4 von 5 möglichen Sternen und eine Leseempfehlung . :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Pränatale Depression? Oder doch jemand, der Lauren Böses will?

    Bedeutet Pränatal nicht vor der Geburt?

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Lauren ist frischgebackene Mutter von Zwillingen. Doch statt in ein glückliches Familienleben stürzt sie in einen Albtraum. Noch im Krankenhaus taucht eine etwas verwahrloste Frau auf, ebenfalls Mutter von Zwillingen. Sie schlägt Lauren einen Handel vor; eines von Laurens Kindern im Tausch gegen eines von ihren. Lauren gerät in Panik, versucht ihre Kinder zu schützen. Doch keiner will ihr glauben, dass diese Frau existiert. Lediglich die junge Polizistin Jo Harper zweifelt, ob nicht mehr hinter der Geschichte stecken könnte. Als die Zwillinge dann doch plötzlich entführt werden, geraten alle Beteiligten in einen Strudel aus psychischen Problemen und uralten mythischen Geschichten.

    Dieses Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück.
    Auf der einen Seite zeigen Laurens Erlebnisse zeigen einmal mehr, dass eine Geburt für die Frau nicht wirklich der schönste Tag im Leben ist. Die Schilderung der Geburt ihrer Zwillinge ist schon dramatisch. Und diese Dramatik scheint irgendwie im Laufe der Geschichte fast noch eine Steigerung zu erfahren. Aus der anfänglichen Zuneigung zu den Kindern wird Unsicherheit, die beinahe schon ein wenig in Richtung Ablehnung zu gehen scheint. Ebenso wie aus der Liebe und Vertrautheit zwischen Lauren und Patrick langsam eine Distanziertheit erwächst. Beiden steht die enge Verbindung zwischen den Zwillingen gegenüber.
    Auf der anderen Seite steht die Geschichte mit der zweiten Frau mit den Zwillingen im Nachbarbett, die niemand gesehen hat. War es wirklich nur Laurens Phantasie, oder steckt doch mehr dahinter?

    Das düstere, geheimnisvolle Cover, die wortgewaltige Sprache und die bildhaften detaillierten Schilderungen in der Leseprobe haben mich neugierig auf das Buch gemacht. Am Ende bleibe ich jedoch etwas ratlos zurück. Habe ich von dem Buch zu viel erwartet? Die ausführlichen Schilderungen der Kinderversorgungen waren mir an manchen Stellen dann doch etwas zu viel des Guten, waren manchmal sogar schon etwas nervig. Die eingeschobenen Mythen und Sagen waren dagegen sehr spannend und haben das Buch wieder interessant gemacht.
    Auch die persönlichen Schilderungen von Jo Harper waren sehr glaubhaft in die Geschichte integriert. Durch ihre eigene Vergangenheit wird verständlich, weshalb sie sich so in diesen Fall hinein hängt, obwohl ihr Vorgesetzter den Fall abgeschlossen sehen will. Gemeinsam mit einer Journalistin deckt sie Hintergründe und andere Fälle auf, die nicht nur diese beiden Figuren verwirren, sondern auch beim Leser immer neue Zweifel wecken. Ist diese seltsame Frau Realität und damit eine Bedrohung für Lauren und ihre Kinder, oder entspringt sie doch nur Laurens Phantasie aufgrund einer psychischen Störung? Bis zum letzten Satz bin ich mir hier nicht sicher.
    Trotz einiger Schwächen ist der Autorin hier ein Buch gelungen, das es in jedem Fall wert ist gelesen zu werden. Allerdings muss man als Leser offen dafür sein, dass man am Ende vielleicht doch mit Fragen zurück bleibt. Ich persönlich finde das nicht schlimm, da ich geneigt bin an Mythen und Sagen zu glauben, und es reizvoll finde zu überlegen, ob nun die mythische oder die psychologische Seite überwiegt.
    Insgesamt mit einigen Abzügen ein durchaus empfehlenswertes Werk. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Lauren Tranter hat gerade in einer Klinik in Großbritannien entbunden. Doch kaum sind die Zwillinge, die Jungen Riley und Morgan, auf der Welt, beginnt ihr ganz persönlicher Alptraum. Noch im Krankenhaus erscheint eine Frau mitten in der Nacht an ihrem Bett und will ihr einen schrecklichen Deal aufzwingen: Lauren soll eines ihrer Kinder gegen eines der Frau austauschen. Zwar kann sich Lauren mit ihren Zwillingen noch in die Toilette retten und dort die Polizei rufen. Dann jedoch werden ihre Kinder entführt. Niemand nimmt Laurens Aussagen ernst. Nur eine junge Polizistin, Detective Sergeant Joanna Harper, glaubt ihr. Aber hat sich wirklich alles so zugetragen und was hat es dann damit auf sich? Will man Lauren bewusst in den Wahnsinn treiben? Oder wird sie tatsächlich allmählich verrückt?


    „Kalte Wasser“ ist der Debütroman von Melanie Golding.


    Meine Meinung:

    Der Roman besteht aus 43 Kapiteln, denen ein spannender Prolog vorangestellt ist. Erzählt wird vorwiegend aus der Sicht von Lauren, aber auch der von Harper. Die Handlung umfasst einen Zeitraum zwischen dem 13. Juli und dem 10. Oktober. Orts- und Zeitangaben zu Beginn der Kapitel erleichtern die Orientierung. Ab und an sind Zitate aus literarischen Werken, Mythen, Märchen und Liedern eingefügt. Dieser Aufbau funktioniert sehr gut.


    Der Schreibstil ist anschaulich und detailliert. Nach dem Prolog braucht die Geschichte ein wenig Zeit, um Fahrt aufzunehmen. Dann aber konnte mich der Roman packen.


    Die Protagonisten bleiben insgesamt ziemlich undurchsichtig, was die Spannung aufrechterhält. Niemand außer der Polizistin kommt sehr sympathisch rüber, was mich allerdings nicht gestört hat.


    Die recht kreative Grundthematik der Geschichte hat mir gut gefallen. Zwar wird hier mit Ängsten vieler Leser gespielt, zum Beispiel vor einer Kindesentführung. Dennoch werden auch alltäglichere Probleme wie postnatale Störungen und die psychische Gesundheit thematisiert, was durchaus Denkimpulse geben kann.


    Der Autorin gelingt es, einige falsche Fährten auszulegen. So wird die Spannung größtenteils bis zum Schluss erhalten, obwohl auf blutige Grausamkeiten und derartiges bewusst verzichtet wird. Nur streckenweise ist mir der fast 400 Seiten umfassende Roman ein wenig zu langatmig. Die Auflösung wirkt schlüssig, aber das Ende lässt auch noch Raum für eigene Interpretationen und Überlegungen. Interessant ist in diesem Zusammenhang das mit „Liebe Leserin, lieber Leser“ beginnende Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt, was sie dazu bewegt hat, dieses Buch zu schreiben.


    Das ansprechend gestaltete Cover passt gut. Die deutsche Version weicht bei Optik und Titel von der britischen Originalausgabe („Little Darlings“) ab, was ich in diesem Fall jedoch nachvollziehen kann.


    Mein Fazit:

    „Kalte Wasser“ von Melanie Golding ist ein mystisch angehauchter Spannungsroman, der für fesselnde Unterhaltung sorgt. Eine empfehlenswerte Lektüre für alle, die nicht viel Blutvergießen brauchen, um auf ihre Kosten zu kommen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Ich bin hier wirklich hin- und hergerissen was dieses Buch angeht. Ich hatte es als Hörbuch. Die Sprecherin Nicole Engeln war mir bis dato unbekannt aber hat ihre Sache gut gemacht. Das ist aber auch der einzige Punkt den man nennen kann, der klar ist.


    Das Ganze war anfangs sehr spannend und richtig gruselig. ich konnte gar nicht aufhören und hatte fast ein wenig Angst dabei :lol:

    Aber ich muss sagen irgendwie hab ich immer gewartet dass da noch etwas passiert womit man nicht gerechnet hätte. Dem war aber nicht so.

    Zum Schluss bleiben einige Fragen offen und ich fand das Ende fast enttäuschend. Auch die Rolle des Ehemannes ist mir bis zum Schluss unverständlich geblieben.


    Mir waren die Protagonisten durch die Bank alle unsympathisch, auch die lesbische Ermittlerin. Nicht weil sie lesbisch war sondern weil sie für eine Polizistin naiv und undiszipliniert rüberkam.


    Denn gerade das offene Ende birgt ordentlich Potential für eigene Ueberlegungen und Schlüsse.

    Ich fand das eher sehr unbefriedigend.


    Ich habe lange überlegt, und habe jetzt die 4 Sterne welche ich zuerst vergeben hatte, in 3,5 Sterne geändert. Es war spannend, keine Frage und hat mich auch sehr gut unterhalten aber ich mag keine Bücher die mich ratlos und mit zehn Fragezeichen über dem Kopf zurücklassen:scratch: ?(

    Seltsame Geschichte irgendwie...


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Dieser Roman von Melanie Golding bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne.

    Es sollte ein Mystery-Thriller sein. Thriller war es schon mal gar nicht. Vermutlich ein einfach gestricktes Mystery, der schlecht erzählt worden ist.


    Man nehme:

    1. Eine Geburt von Zwillingen, wobei die junge Frau nach dem schweren Eingriff, völlig auf sich allein gestellt ist.

    2. Eine postnatale Depression und Psychose mit Halluzinationen oder auch einer wirklichen Bedrohung. Die Frau hat Angst, dass die Zwillinge entführt werden.

    4. Obendrauf, ein geheimnisvolles Buch voller böswilligen, erschreckenden Mythen und Sagen, das die Frau von unbekannten geschenkt bekommen hat.

    5. Nicht zu vergessen, was äußerst wichtig ist: Eine Psychiatrie Anstalt, wo die Frau untergebracht wird.


    Fertig ist der „gruselige“ Roman. :-, Vom Grusel habe ich tatsächlich null gespürt, von der Spannung ebenso wenig. :thumbdown:


    Mystery war an den Haaren herbeigezogen. Die Handlung war stellenweise völlig unlogisch. Die Polizistin, die sich selbst mit dem Fall betraut hat, undiszipliniert und vorbelastet. Der Ehemann mit seinem Egoismus für die Tonne. Und die Hauptprotagonistin ein weinendes, nicht denken könnendes, mitleiderregendes Geschöpf. Nur die Zwillinge waren süß. :D

    Leider werden einige Fragen bis zum Ende nicht aufgeklärt, worauf ich doch gehofft habe.


    Ich würde diesen Roman niemanden empfehlen. Gibt´s besseres. :winken:

    2022: Bücher: 92/Seiten: 40 261
    2021: Bücher: 205/Seiten: 93 417
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    „Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz“

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Ludwig, Stephan - Zorn-Opferlamm

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