Sarah Nierwitzki - Über mir der Sturm

Anzeige

  • Worum es geht

    Bei einem Autounfall verliert die 18-jährige Läuferin Hanna ihren Unterschenkel – und ihre beiden besten Freundinnen. Ihr Traum, an der Deutschen U20-Leichtathletik-Meisterschaft, teilzunehmen, und die Goldmedaille zu gewinnen, ist geplatzt. Einsamkeit, Phantomschmerzen und Panikattacken bestimmen fortan ihren Alltag. Doch dann lernt sie David kennen, den Jungen im Rollstuhl. Er scheint der Hoffnungsstreifen am Horizont zu sein, denn er ermutigt sie wieder und wieder, gegen den Sturm der Verzweiflung, der seit dem Unfall über ihr tobt, anzukämpfen, statt in ihm unterzugehen. Und am Ende bleibt nur eine Frage: Wird Hanna es schaffen, dem tosenden Sturm zu entkommen?

    Meinung

    Über mir der Sturm ist ein offenes und ehrliches Buch. Ich finde das trifft es ganz gut, denn die Autorin hält hier nicht hinter den Berg mit den Dingen die so ein Schicksalsschlag mit sich bringt.

    Da ich selbst weiß was es heißt traumatisiert zu sein und Panikattacken zu haben (wenn auch aus andere Gründen) kann ich sagen, dass dieser Teil der Geschichte sehr gut geschrieben ist. In dem Buch hat Sarah Nierwitzki die Panikattacken wirklich gut beschrieben, so dass ich das Buch teilweise erst mal weg legen musste. Besonders in der Reaktion, wenn Hannah in Menschenmassen gerät, fand ich mich absolut wieder. Richtig gut geschrieben und dargestellt. Die Autorin hat mir verraten das sie selbst noch nie eine Panikattacke hatte und grade deswegen finde ich das recht beeindrucken.

    Hannah ist leidenschaftliche und erfolgreiche Läuferin und verliert bei einem Unfall nicht nur ihre beiden besten Freundinnen sondern auch ihren Unterschenkel und auch ihre Leichtigkeit, ihren Lebensmut. Es ist keine leichte Geschichte, sie nimmt einen mit und treibt einem auch die Tränen in die Augen. Aber sie kommt auch mit so viel Gefühl daher, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Das Buch ist nicht sehr dick und hat aber trotzdem alles was es für diese Geschichte braucht.

    Neben Hannah lernt man auch teilweise Davids Geschichte kennen, die nicht weniger schlimm ist.

    Das Buch ist traurig, ja, aber auch sehr lebensbejahend. Sie lehrt einen nicht aufzugeben und für seine Träume zu kämpfen, auch wenn es mal aussichtslos erscheint. Aber ohne erhobenen Zeigefinger.

    Eine absolut runde Geschichte die ich vielleicht nochmal in die Hand nehmen werde.


    Sterne

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel.

Anzeige