Alex Michaelides - Die stumme Patientin / The Silent Patient

Die stumme Patientin

4.2 von 5 Sternen bei 9 Bewertungen

Verlag: Droemer HC

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783426282144

Termin: Mai 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Der internationale Spannungs-Bestseller des Jahres 2019. 'Ein seltenes Juwel: der perfekte Thriller. Dieser außergewöhnliche Thriller hat mein Blut zum Kochen gebracht.' A.J. Finn ( #1-New-York-Times-Bestseller-Autor von 'The Woman in the Window') Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden - dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? Einen exzellenten, psychologischen Thriller hat der Brite Alex Michaelides, hoch erfolgreicher Drehbuchautor von 'The devil you know', mit 'Die stumme Patientin' geschrieben. Eine internationale Thriller-Entdeckung, die Fans von 'The woman in the window' oder 'Gone girl' elektrisieren und überraschen wird. Hochkarätige Thriller-Autoren wie A.J. Finn, David Baldacci, Lee Child, Joanne Harris und Black Crouch sind sich sicher: hier kommt DIE Thriller-Entdeckung des Jahres 2019. Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden - dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? 'Ein exzellenter, psychologischer Thriller: Elegant, clever und mit einer Wendung, die mich komplett überrascht hat (und um mich zu überraschen, braucht es eine Menge!) Hut ab vor Alex Michaelides. Bitte mehr!' JOANNE HARRIS 'Absolut brillant ... 'Die stumme Patientin' hat mir aufregende, atemlose und intensive Lesestunden gebracht - wobei ich das Ende nie vorhersehen konnte - nicht eine Sekunde lang.' STEPHEN FRY 'Intelligentes, durchdachtes Storytelling plus Hochspannung - ein hervorragender Thriller in jeglicher Hinsicht.' LEE CHILD
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  • Autor: Alex Michaelides

    Titel: Die stumme Patientin

    Seiten: 379

    ISBN: 978-3-426-28214-4

    Verlag: Droemer

    Übersetzerin: Kristina Lake-Zapp


    Autor:

    Alex Michaelides wurde 1977 auf Zypern geboren. Er studierte zunächst in Cambridge und Los Angeles, schreibt Drehbücher für's Fernsehen und Kino. Er ließ sich zum Psychotherapeuten ausbilden und arbeitete zwei Jahre in einer psychiatrichen Klinik für Jugendliche. Dies ist sein erster Roman, der zugleich in über 39 Ländern erschienen ist. Michaelides lebt in London.


    Inhalt:

    Blutüberströmt hat man die Malerin alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden - dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat. Seit Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrichen Anstalt. Und schweigt. Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt. Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist? (Klappentext)


    Rezension:

    Krimis und Thriller zu rezensieren, fällt schwer. Wie leicht lässt sich hier spoilern oder verraten, dass es der Butler war oder der Gärtner der Mörder ist, doch ich bleibe bei der Inhaltsangabe laut Klappentext. Das ist in diesem Falle mal unverfänglich und verrät nichts. Wer möchte, kann also getrost weiterlesen, gleichwohl ich es schwierig finde, eine vernünftige Rezension zu schreiben.


    Der Inhalt ist dann auch schnell ersichtlich, gehen wir also gleich zum Aufbau dieses einzigartigen Debüts über. Gegliedert ist das Buch in kurzweilige Kapitel aus der Sicht des Hauptprotagonisten, anfangs sehr einseitigen, später wandlungsfähigen Theo Fabers und Tagebucheinschüben eben jener stummen Patientin, Dreh- und Angelpunkt des Thrillers. Weitere Perspektiven gibt es nicht. Alex Michaelides beschränkt sich hier auf das Notwendige. Andere Protagonisten dürfen und können hier auch bemerkenswert blaß bleiben, was auf den Leser sehr wohltuend wirkt. In ruhiger Erzählweise geht der Autor mit seinem Hauptprotagonisten, dieser ist anfangs nur wenig facettenreich, was sich im Verlauf der Handlung jedoch bessert, auf Spurensuche und lullt den Leser damit ein.


    Das zu Beginn ruhig wirkende Debüt lässt dabei keine Spuren vom melnacholischen Mehltau skandinavischer Krimis zu. Der Autor hat dennoch die Geduld aufgebracht, eine klare Linie mit nicht allzu kaputten Protagonisten zu verfolgen und den Handlungsverlauf Stück für Stück im Spannungsbogen aufzubauen. Am Anfang passiert nicht viel, trotzdem möchte man weiterlesen. Michaelides weiß, welche Stellschrauben er drehen muss, um seine Leser in den Bann zu ziehen. Ja, auch ruhige englische Krimis gibt es, die mit nur einem Mord auskommen. Blut fließt hier nicht gerade in Strömen. Vielmehr werden die psychologischen Komponenten ins Spiel gebracht.


    Hier sieht man die Kenntnisse des Autors aus der Psychologie eingewoben. Eine Arbeit, deren Erfolge man etwa bei anderen Autoren, wie Sergej Lukianenko, in anderer Form beobachten kann. Gutes Autorenhandwerk ist eben nicht nur das Spiel mit der Sprache und das Lebendigwerdenlassen von Protagonisten, sondern eben auch das Einarbeiten von sonstigen Fachkenntnissen. Auch merkt man die Erfahrungen des Drehbuchschreibens von Michaelides, der einen Film vor dem inneren Auge seiner Leser ablaufen lässt, der zu überraschen vermag.


    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die ständig und nur Krimis oder Thriller lesen. Mich haben die, sparsam aber sehr gezielt wirkenden, Wendungen jedoch sehr überrascht. Tatsächlich habe ich fast bis zum Schluss nicht einmal ansatzweise geahnt, worauf die Handlung hinausläuft. Der große Knall kam unerwartet. Das ist eine wunderbare Qualität und einer der vielen Punkte, die es wert macht, die Arbeit des Autoren zu verfolgen. Nicht nur Drehbücher kann Alex Michaelides nämlich schreiben, sondern auch in Buchform begeistern. Und das ist bei der Flut von Krimis sehr bezeichnend. Hoffen wir, dass "Die stumme Patientin" nicht untergeht, sondern viel weiter oben auf dem Leserradar landet. Dieser Thriller hätte das verdient.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Alex Michaelides - Die stumme Patientin“ zu „Alex Michaelides - Die stumme Patientin / The Silent Patient“ geändert.
  • Die stumme Patientin - Alex Michaelides


    Droemer Knaur

    384 Seiten

    Thriller

    Einzelband

    02. Mai 2019


    Inhalt:


    Blutüberströmt hat man die Malerin Alicia Berenson neben ihrem geliebten Ehemann gefunden – dem sie fünf Mal in den Kopf geschossen hat.

    Seit sieben Jahren sitzt die Malerin nun in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Und schweigt.

    Kein Wort hat sie seit der Nacht des Mordes verloren, lediglich ein Bild gemalt: Es zeigt sie selbst als Alkestis, die in der griechischen Mythologie ihr Leben gibt, um ihren Mann vor dem Tod zu bewahren.

    Fasziniert von ihrem Fall, setzt der forensische Psychiater Theo Faber alles daran, Alicia zum Sprechen zu bringen. Doch will der Psychiater wirklich nur herausfinden, was in jener Nacht geschehen ist?


    Meinung:


    Ich versuche dir zu helfen, mir dabei zu helfen, deine Gefühle auf mich zu projizieren, damit du mir dabei helfen kannst mich zu verstehen. Die stumme Patientin ist das psychologische Endspiel.

    Der Endgegner bei einem Videospiel. So komplex in seiner Struktur, dass jeder Schritt, jedes Wort, jede Tat gut überlegt sein will, damit er zum Schluss auch besiegt werden kann.


    Ich hatte hohe Erwartungen an diese Geschichte.

    Was vermutlich daran lag, dass sie alle in den Himmel loben.

    „Der perfekte Thriller“ steht auf der Rückseite. Und in gewisser Weise stimmt das auch.

    Dennoch konnte er mich nicht gänzlich überzeugen.

    Obwohl die Handlung an sich wirklich perfide ist.


    Alicia Berenson ist Malerin mit Leib und Seele. Fotorealistische Darstellungen sind ihr Spezialgebiet.

    Allerdings nur so lange, bis sie eines Tages aus heiterem Himmel ihren Ehemann erschießt, verstummt und in eine psychiatrische Anstalt überwiesen wird. Der Fall scheint glasklar.

    Für die Presse, die Öffentlichkeit, die Polizei und den Rest ihrer Familie.

    Nur Theo Faber scheint sich dessen nicht ganz sicher und er setzt alles daran, um zu Alicia durchzudringen.

    Ihre Geschichte fasziniert ihn, hebt Psychoanalyse auf eine absolut neue Ebene. Ich kenne mich damit nicht genug aus, um das in Gänze zu verstehen, doch die Grundzüge ihres Schweigens standen laut und deutlich im Raum.

    Wut, Verzweiflung, Trauer, Hoffnungslosigkeit.

    Auch noch nach all den Jahren.


    Zu Beginn war ich wirklich sehr begeistert von der Geschichte.

    Die meiste Zeit über wird sie aus der Sicht von Theo Faber erzählt, dem Psychiater, der sich an das Projekt „Alicia“ wagt. Er berichtet von dem Mord, von der Presse und ein wenig aus seinem Leben, sowie später etwas von den Therapiesitzungen und Lösungsmöglichkeiten, um Alicia wieder zum Reden zu bringen. Aufgeteilt ist das Buch in fünf Teile, die vermutlich die Akte eines Theaterstückes darstellen sollen - aber das sind nur Mutmaßungen.

    Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, was ich bei Thrillern ja oftmals begrüße, da so die Spannung nicht verloren geht. Ich rätselte während der gesamten Handlung.

    Ist Alicia schuldig? Unschuldig?

    Und wenn ja, warum schweigt sie?

    Fragen, auf die Theo eine Antwort finden will.


    Ich fühlte mich ihm auf eine gewisse Art und Weise verbunden.

    Nicht emotional gesehen, aber ich konnte mich gut in seine Seele einfühlen, seine Vergangenheit nachvollziehen, seine Gefühle zuordnen. Nur seine Handlungen haben mich mit fortschreitender Seitenzahl verwirrt.

    Was vermutlich auch der Punkt ist, warum ich nicht zu 100% begeistert bin.

    Als Haupterzähler war er sympathisch, die kleinen Einblicke in sein Leben machten ihn authentisch, doch eine emotionale Verbindung kam nicht zustande. Nichtsdestotrotz hat es diese Geschichte in sich.

    Die Tagebucheinträge von Alicia bringen zusätzlich Schwung in den Verlauf, sodass man fast permanent unter Strom steht. Weil man die Wahrheit wissen will. Kennen muss.

    Doch die einzige Zeugin schweigt.


    Fazit:


    „Die stumme Patientin“ agiert auf einer psychischen Ebene, mit denen normale Menschen vermutlich Veständnisprobleme hätten, wenn der Autor sie nicht geschickt einbinden und erläutern würde.

    Ich hatte zwar immer das Gefühl, der Stil sei ein wenig hochgestochen - doch die Bildhaftigkeit der Story belehrte mich eines Besseren. Die Charaktere sind wie Geschenke, allesamt doppelt und dreifach verpackt, sodass der Leser sie erst entblättern muss und dadurch eine ganz eigene Spannung entwickelt wird.

    Dieser Thriller ist insofern perfekt, dass er bei mir mit Unperfektheit glänzt, mich mit Plottwists überraschte, verwirrte, mein Denken anregte und mich schlussendlich leicht frustriert zurück ließ.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️💫(4,5/5) ⬆️

    (5 Sterne auf den gängigen Portalen)