Sarah Nierwitzki - Der Ort in mir

  • Inhalt

    Das strenge Leben in der religiösen Gemeinde ist das einzige, das Leah kennt. Als ihr bester Freund Simon plötzlich an ihrem Arbeitsplatz auftaucht, ändert sich auf einen Schlag alles. Zusammen mit ihrem Bruder Aaron ist er vor einem Jahr aus der Gemeinde geflohen und kehrt nun zurück, um Leah zu enthüllen, dass ihr Leben ein Sumpf aus Lügen und Geheimnissen ist. Obwohl Leah weiß, dass es falsch ist, sich auf die Welt "da draußen" einzulassen, kann sie ihrer Familie nicht mehr vertrauen. Sie folgt Simon in eine Welt, die ihr gleichzeitig fremd und voller Versuchungen ist. Je weiter sie ihr Weg führt, desto deutlich erkennt sie, dass sie sich entscheiden muss: Ist ein Leben voller Musik und Freiheit es wert, ihre Familie und die Sicherheit der Gemeinde für immer aufzugeben?


    Meinung

    Das Buch „Der Ort in mir“ war für mich das erste Buch der Autorin, die ich bis dahin aber schon von Instagram kannte. Ausgesucht hab ich es mir, weil ich nun gern mal was von ihr lesen wollte und ehrlich gesagt auch, weil es nicht so lang ist und ich momentan gern Abwechslung habe. Eigentlich lese ich nicht gern Bücher die eher etwas kurz sind, weil mir da meist die Emotionen und die Tiefe zu kurz kommt (bisherige Erfahrung). Tja was soll ich sagen, Sarah Nierwitzki hat es geschafft so viel Tiefgang, so viele Gefühle und Emotionen in die knapp 300 Seiten zu legen wie ich es selten erlebt habe (und das meine ich auf alle Bücher bezogen). Man sucht ja immer nach Büchern die einen „vom Hocker hauen“ und hier bin ich fündig geworden. Das Buch wird definitiv ein Highlight für mich bleiben und ich werde jedem sagen (auch dem der es nicht wissen will) das er es lesen soll…. :)

    Leah lebt in einer Glaubensgemeinschaft die ziemlich streng ist. In dem Buch geht es darum, was sie mit ihrem Leben anfangen will, ob sie dort richtig ist oder nicht und auch das Thema Liebe spielt eine Rolle. Die Autorin gibt einem perfekt Einblick in Leahs Seelenleben und so war ich total in der Geschichte gefangen habe mit gefiebert, mit gelitten und mich mit gefreut. Dieses Buch hat so viele verschiedene Emotionen die die Autorin so toll eingefangen hat, es gibt einige Konflikte, auch innere, die die Figuren bewältigen müssen. Und dabei bleibt die Autorin nah am Leben. Ich konnte mich sehr gut in alles hineinversetzen und alles war genau richtig dosiert. Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen der auf Geschichten mit viel Gefühl und Tiefgang steht. Lest es, ihr werdet es nicht bereuen. Für mich einige der schönsten Lesestunden.

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)

  • Auf jeden Fall hat mich gerade der Titel ziemlich angesprochen: schön und vielsagend.


    Wird die Glaubensgemeinschaft "nur" verdammt? Ist die empfundene Sicherheit tatsächlich das einzige Kriterium eventuell dabeizubleiben? Gibt es eine spirituell-religiöse Komponente und Fragestellung oder ist es rein soziologisch betrachtet?

    Elisa Shua Dusapin - Vladivostok Circus

    Jan Trefulka - Der verliebte Narr

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)

    Constant Tonnelier - 15 days of prayer with Saint Therese de Lisieux


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library


    Bin bis zum 22.9. unterwegs! Ciao!

  • Auf jeden Fall hat mich gerade der Titel ziemlich angesprochen: schön und vielsagend.


    Wird die Glaubensgemeinschaft "nur" verdammt? Ist die empfundene Sicherheit tatsächlich das einzige Kriterium eventuell dabeizubleiben? Gibt es eine spirituell-religiöse Komponente und Fragestellung oder ist es rein soziologisch betrachtet?

    Nein die Glaubensgemeinschaft wird nicht nur schlecht dargestellt. Es geht eigentlich eher um das Verhältnis zwischen ihr und ihrem Vater. Und später dann eher darum wie Leah sich entwickelt das steht im Vordergrund.

    Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen. (Zitat: Johann W. von Goethe)