Szczepan Twardoch – Drach

  • Buchdetails

    Titel: Drach


    Verlag: Rowohlt Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783499271748

    Termin: August 2017

  • Bewertung

    3 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

  • Inhaltsangabe zu "Drach"

    Szczepan Twardochs monumentaler, kühner Roman über eine schlesische Familie. Ausgezeichnet mit dem Brücke Berlin Literatur- und Übersetzerpreis 2016.Die Erde weiß alles. Sie kennt Josef Magnor, der 1906 als Kind den Geschmack von Wurstsuppe entdeckt und nie mehr vergisst. Der im Schützengraben landet und später im Bett der jungen Caroline. Nachdem er eine Tragödie angerichtet hat, bietet die Erde ihm ein Versteck in einem schlesischen Stollen. Sie sieht auch Josefs Urenkel, den Architekten Nikodem. Dem alles entgleitet, was er liebt: Frau und Tochter, die Geliebte, das Haus, das er sich gebaut hat – was wird er retten können? Die Erde kennt das Ende ... Szczepan Twardochs «Drach» entfesselt einen grandiosen Reigen von Werden und Vergehen – ein gewaltiges Panorama des 20. Jahrhunderts.
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  • Original : Drach (Polnisch, 2014)


    INHALT :

    Ein Roman über eine schlesische Familie, über Werden und Vergehen : ein Panorama des 20.Jahrhunderts.

    Die Erde weiß alles. Sie kennt Josef Magnor, der 1906 als Kind den Geschmack von Wurstsuppe entdeckt und nie mehr vergisst. Der im Schützengraben landet und später im Bett der jungen Caroline. Nachdem er eine Tragödie angerichtet hat, bietet die Erde ihm ein Versteck in einem schlesischen Stollen. Sie sieht auch Josefs Urenkel, den Architekten Nikodem. Dem alles entgleitet, was er liebt: Frau und Tochter, die Geliebte, das Haus, das er sich gebaut hat – was wird er retten können? Die Erde kennt das Ende ...

    (Quelle : Klappentext, leicht arrangiert und gekürzt)


    BEMERKUNGEN :

    Aufmerksam geworden auf den Autor wurde ich durch diese hervorragende Vorstellung Szczepan Twardoch - Der Boxer / Król und da ich mir für dieses Jahr eh als einen Schwerpunkt Polen vorgenommen hatte, griff ich zu eben diesem Buch. Was für eine kuriose Entdeckung, die das Lob der erwähnten Rezi zunächst bestätigen !


    Verankert ist die Geschichte in der engen Heimat des Autors selber in Schlesien, in der Gegend von Gleiwitz. Sprache und Kultur prägen das Ganze, das Mit-, und Gegeneinander von Deutschen, Polen, nein : Schlesiern… - aber wer schaut da durch ? Grenzen wanderten, und Menschen brauchten nicht immer zu emigrieren um sich woanders wiederzufinden.


    Was sicherlich auf den ersten Blick, aufs erste Lesen auffällt ist der gewählte Gesichtspunkt einer allwissenden Erzählerin : die Erde selbst ! Diese sieht alles quasi zeitlos miteinander verwoben, alles in seiner Wichtigkeit und gleichzeitigen Unwichtigkeit. Die vier großen Teile des Romans sind unterteilt in Unterkapitel, die jeweils mit einer chronologisch aufeinander folgenden Reihe von Jahreszahlen betitelt sind ! Zwar geht von Kapitel zu Kapitel das Hauptaugenmerk und die Geschichte sichtbar und mehr oder weniger chronologisch voran, doch zur selben Zeit beinhalten alle Kapitel dauernde Verweise auf Vergangenes und Zukünftiges, fliessen dabei dauernd gar von Satz zu Satz. Diese ziemlich « konstruiert » wirkende Vorgehensweise ist gewöhnungsbedürftig. Wenngleich auch ein genialer Wurf ! Die « Allwissenheit » nimmt manchmal scheinbare Pointen vorweg, enthüllt quasi vor der Zeit, wie das ausgehen wird oder wo diese oder jener Protagonist landen und enden wird.


    Das kommt spielerisch und leichtfüßig daher, manchmal mit einem leisen Spott der Herablässigkeit, einem nachlässigen Ton. Die Zeiten, Geschlechter, Generationen werden durcheinander gewürfelt, sind verwoben – wie oft aber sind wir uns dessen bewußt. Alles ist eingebetttet, wichtig - und ohne Bedeutug zugleich. Etwas verbindet all die Handelnden, aber wer sieht diese Fäden, wenn nicht der oder die Allwissende ? Bedeutet jene Gleichzeitigkeit nur Relativität der Dinge, des Einzelnen, oder ist nicht auch Staunen denkbat angesichts der Ewigkeit und des « trotzdem » einer Wichtigkeit jeden Geschehens ?


    Die originale Vorgehensweise des Autors macht das Buch zu was Besonderem, doch ich finde es sehr verständlich, wenn das über vierhundert Seiten dann langsam nervend wird, Literaturpreis hin oder her.


    AUTOR :

    Szczepan Twardoch (geboren 23. Dezember 1979 in Pilchowice) ist ein polnischer Autor. Seine Vorfahren sind seit 350 Jahren in Oberschlesien nachweisbar. Er selbst kam in Żernica, einem Ortsteil der Gemeinde Pilchowice im Westen der heutigen Woiwodschaft Schlesien zur Welt und studierte nach dem Abitur Soziologie sowie Philosophie an der Schlesischen Universität in Katowice. Twardoch hat mehrere Romane veröffentlicht und erzielte mit Morfina 2012 den Durchbruch bei den polnischen Lesern. 2012 erhielt er den Literaturpreis „Paszport Polityki“ und 2013 den „Nike“-Publikumspreis. 2016 wurden sein Roman Drach und dessen Übersetzung durch Olaf Kühl mit dem Literatur- und Übersetzerpreis „Brücke Berlin“ ausgezeichnet. Bei polnischen Lesern wie Kritikern übertraf «Der Boxer» diese Erfolge sogar noch. 2019 erhielt Szczepan Twardoch den Samuel-Bogumil-Linde-Preis.


    Twardoch zählt sich zur Minderheit der (polnischen) Schlesier und pflegt in seiner Familie die schlesische Sprache. Der Roman Drach soll 2018 auch in schlesischer Übersetzung erscheinen, obwohl die Schriftsprache noch wenig normiert ist.


    Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und wohnt in Pilchowice. Laut der taz ist er "der bekannteste zeitgenössische Schriftsteller seines Landes".

    (Quelle : amazo ; wikipedia)



    Taschenbuch: 416 Seiten

    Verlag: Rowohlt Taschenbuch; Auflage: 1. (18. August 2017)

    Sprache: Deutsch

    ISBN-10: 9783499271748

    ISBN-13: 978-3499271748

    ASIN: 3499271745

    1. Drach

      (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


  • Hier ein Link zur polnischen Originalausgabe mit gleichnamigen Titel. Wie oben erwähnt ist eine « schlesische » Ausgabe in Bearbeitung (?). Dies wäre absolut logisch, da weite Teile der Dialoge in jenem « Wasserpolnisch », bzw Schlesisch verfasst sind :


    Drach wie. Wraz z kilkuletnim Josefem przyglada sie swiniobiciu. Jest pazdziernikowy poranek 1906 roku i, choc chlopiec nie ma o tym pojecia, ryk zarzynanego zwierzecia oraz smak wusztzupy powróca do niego kilkanascie lat pózniej, gdy po zakonczeniu wojny bedzie powracal na Slask.

    Nikodem nigdy nie byl w wojsku. Jest za to wzietym architektem. Z poprzedniego zwiazku ma piecioletnia córke, a po samochodowym wypadku blizne nad lewym uchem. Wlasnie rozstaje sie z zona, by ulozyc sobie zycie z inna. Drach jest jednak swiadomy, ze dziewczyna coraz bardziej wymyka sie mezczyznie.

    Miedzy Josefem a Nikodemem piekne, podle, smutne i - ostatecznie - tragiczne losy dwóch rodzin; wiek wojen i powstan, smierci i narodzin, milosci, zdrad i marzen, które nigdy sie nie spelnia. Drach o nich wie. Widzi przeszlosc i zna przyszlosc. Dla niego wszystko jest teraz...

    Saga rodzinna? Wielka opowiesc o Slasku? A moze powiesc totalna, która wymyka sie wszelkim kategoryzacjom? Autor Morfiny w szczytowej formie.

    Broché: 400 pages

    Editeur : Literackie; Édition : 1 (1 janvier 2014)

    Langue : Polonais

    ISBN-10: 8308054315

    ISBN-13: 978-8308054314

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