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Sophie L. Gellar - Her fear & his darkness

Her fear & his darkness

3.5 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Verlag: Independently published

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 303

ISBN: 9781096308508

Termin: Mai 2019

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  • Her Fear & His Darkness - Sophie L. Gellar


    Selfpublishing

    303 Seiten

    Dark Romance

    Band 1

    16. Mai 2019


    Inhalt:


    »Weil du genauso bist wie ich. Vom Wahnsinn in die Dunkelheit getrieben.«


    Er ist ein Biest, ihr Untergang, ihr schlimmster Albtraum und alles, was sie fürchtet. Er lockt die Dämonen ihrer Vergangenheit hervor.

    Er konfrontiert sie mit ihrer größten Schwäche, ihrer größten Stärke und dem, was ihr Leben zur Hölle macht: Angst.

    Elizabeth Green will einen Neuanfang, doch sie bekommt mehr. So viel mehr.

    Ist es Schicksal, auf Parker Baldwin zu treffen oder der Preis, den sie bezahlen muss?


    Das Buch beinhaltet sensible Themen sowie eine Triggerwarnung.


    Meinung:


    Es soll sie ja geben, die Phasen, in denen man sich schwer tut mit dem Lesen.

    Gabs selten bei mir. Eigentlich noch nie, aber irgendwann ist immer das erste Mal. So auch bei „Her fear & his darkness“ - ich hatte vorher schon drei Bücher begonnen, nichts begeisterte, also... vielleicht... Dark Romance?

    Und außerdem ein Debüt, das ich sonst vermutlich wieder ewig schieben würde? Nunja. Was soll ich sagen.


    Das Buch enthält direkt eine Triggerwarnung und wie das halt mit solchen Warnungen ist, spoilern sie ein wenig. In diesem Fall ist das aber okay, weil allein der Inhalt schon aussagt, dass die Protagonisten ein paar spezielle Probleme haben. Elizabeth klammert sich an ihre Angst, Parker an seine Wut.

    Direkt zu Beginn wird man als Leser ins kalte Wasser geschmissen, zusammen mit Protagonistin Elizabeth, kurz Lizzy, die ihr neues Zimmer am College bezieht. Was folgt ist eine beschleunigte Kennenlernphase.

    Die ersten drei - zugegebenermaßen sehr kurzen - Kapitel handeln von zwei, vier, sechs Wochen später, was mich an sich schon irgendwie aus der Bahn geworfen hat, zumal ich auch überhaupt keine Gelegenheit hatte, mir ein Bild von Lizzy zu machen.


    Die Geschichte wird in der Ich Perspektive erzählt, aus Sicht von Lizzy - und ich glaube nicht, dass ich das jemals geschrieben habe, aber an dieser Stelle hätte ich mir Parkers Blickwinkel dazu gewünscht, weil sich die Story nun mal hauptsächlich um die beiden und ihre Dämonen dreht.

    Auch wenn sich mir die Umstände ihres Zusammentreffens überhaupt nicht offenbart haben.

    Klar, sie gehen ans gleiche College, laufen sich zwangsläufig über den Weg und ich habe die Faszination und Anziehung zwischen ihnen gesehen, manchmal auch gespürt, aber verstanden... habe ich sie nicht. Lizzys Beweggründe Parker heiß zu finden... okay. Ja. Got it! Aber seine? Hmpf. Schwierig.


    Nichtsdestotrotz sind sie der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte.

    Auch wenn meine Erwartungen diesbezüglich etwas enttäuscht wurden.

    Vielleicht bin ich auch schon vorbelastet, wer weiß, aber unter Dark Romance verstehe ich etwas Anderes.

    Nicht grundlegend, aber an der Umsetzung kann man noch viel rund schleifen. Der Schreibstil ist gut, atmosphärisch passend für eine solche Geschichte, auch wenn sich da noch der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat. Der Umgangston ist derb, rauer, collegemäßig, düster.

    Das passt und lenkt die Gefühle in die richtige Richtung.

    Auch wenn die Magnetisierung von Lizzy und Parker aus der Luft gegriffen schien - die Gefahr, die um sie herum pulsiert kann man schmecken.

    Gute Sache. Weit weniger gut ist, dass ich Lizzy ihr Auftreten nicht gänzlich abgekauft habe. Die kurzen Zwischenblenden aus ihrer Vergangenheit sind bestimmt grausam zu lesen... wenn man die Verzweiflung und das Entsetzen spüren könnte. Wenn sie in der Gegenwart nicht so sprunghaft wäre.

    Wenn ihre Gefühle mich nicht nur erreichen würden, wenn sie sich um Parker Gedanken macht.

    Sie ist mir als Charakter irgendwie zu unstet gewesen. Genau wie Parker, den ich noch weniger durchschauen konnte - auch wenn ihn das umso interessanter und unberechenbarer macht - die Logik der Handlungen und Emotionen der Protagonisten entzog sich mir manchmal einfach. Das Chaos gehört vermutlich zur Story, doch ein bisschen Konstanz hat noch keinem geschadet.


    Spannung... war durch Parker und ein paar kleine Machtdemonstrationen am College definitiv gegeben, wenn auch nicht im Sinne von Nervenkitzel und was passiert als nächstes? Es hat sich vielmehr angefühlt wie eine Chaosspannung.

    „Hilfe, wo bin ich und was mache ich hier?“ - sowas in der Art.

    Es sind einige krasse und gewalttätige Momente dabei, vor allem aufgrund der Selbsterhaltungstriebe, die hier aufeinander treffen, doch richtig schocken konnten sie mich nicht. In einem Rutsch gelesen war das Buch dennoch.


    Fazit:


    „Her fear & his darkness“ in drei Worten? Brutal, gefährlich, ausbaufähig.

    Eine tolle Idee, mit starker Atmosphäre und passender Anziehungskraft - die aber leider nicht gänzlich ankommt.

    Beide Charaktere sind gut aufgemacht, um noch mehr in die Tiefe gehen zu können, sollten sich bei diesem ersten Band allerdings erstmal ordnen. In dem vorherrschenden Chaos kommen die Emotionen nicht sehr zur Geltung und auch die Handlung ließ mich einige Male verwirrt den Kopf schütteln.

    Dark ja. Romance... in den Kinderschuhen.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️💫(3,5/5)

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