Niamh O'Connor - Opferspiel / If I never see you again

  • Verlagstext

    Eine Frau – ein Killer – ein tödliches Spiel ohne Regeln

    Jo Birminghams Leben als alleinerziehende Mutter und Kommissarin bei der Dubliner Polizei gleicht einem Drahtseilakt. Dass ihr Chef gleichzeitig ihr Exmann ist, macht die Situation nicht gerade leichter. Als eine Folge brutaler Morde die Stadt erschüttert, entdeckt Jo den entscheidenden Hinweis, der eine Spur zum Täter liefert. Auch scheint zwischen den Morden und dem mysteriösen Entführungsfall „Katie Freeman“ eine Verbindung zu bestehen. Das Mädchen muss Schreckliches erlebt haben, denn obwohl sie körperlich unversehrt zurückgekehrt ist, spricht sie seitdem kein Wort mehr. Dabei kann nur sie die Polizei zu ihrem Peiniger führen …


    Die Autorin

    Niamh O'Connor gehört zu Irlands bekanntesten Kriminaljournalistinnen und hat bereits sechs Sachbücher über wahre Verbrechen verfasst. Ihre Tage verbringt sie meist im Strafgerichtshof in der Nähe der Anklagebank, abends führt sie Interviews mit der Polizei, den Opfern und den Tätern. „Opferspiel“ ist Niamh O'Connors erster Thriller, der in ihrer Heimat Irland begeistert aufgenommen und für einen Preis als bestes Debüt nominiert wurde.


    Inhalt

    Liamh O'Connors Ermittlerin Jo Birmingham hat den Fall eines nekrophilen Serienmörders aufzuklären, der die Leichen seiner Opfer so drapiert, dass man ihn für einen religiösen Fanatiker halten könnte. Verknüpft sind die Taten mit dem Schicksal eines Kindes, das durch eine Entführung traumatisiert wurde. In der Figur der Ermittlerin begegnet dem Leser eine junge Frau, die sich als allein erziehende Mutter eines Pubertierenden und eines Einjährigen durchschlägt. Ihre ohnehin schwierige Situation als Frau bei der Kriminalpolizei Dublin wird zusätzlich kompliziert, weil der Vater ihrer Kinder ihr Vorgesetzter ist. O'Conner geht im Nachwort ausführlich auf ihr Motiv ein, einen Krimi mit einem traumatisierten Verbrechensopfer in der Nebenrolle zu schreiben, um auf die in Irland damals noch fehlende Möglichkeit der Nebenklagevertretung für Opfer von Verbrechen und deren Angehörige aufmerksam zu machen.


    Fazit

    O'Connors erster Band mit Jo Birmingham lässt sich zum Typ Thriller mit abgehackten Körperteilen zählen; die Auflösung des Plots hat mich weniger begeistert. Empfehlen kann ich das Buch Lesern, die sich für den Handlungsort interessieren oder die gern innerhalb einer Reihe die persönliche Entwicklung des Ermittlers verfolgen.


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    "The three most important documents a free society gives are a birth certificate, a passport, and a library card!" E. L. Doctorow

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Liamh O'Connor - Opferspiel / If I never see you again“ zu „Niamh O'Connor - Opferspiel / If I never see you again“ geändert.