Phoebe Locke - Rachemädchen / The Tall Man

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Rachemädchen- Eine ist verschwunden: Ein...

4.3|2)

Verlag: Fischer Scherz

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783651025684

Termin: April 2019

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  • Rachemädchen - Phoebe Locke


    Fischer Scherz

    352 Seiten

    Thriller

    Einzelband

    24. April 2019


    Inhalt:


    1990 Vier Mädchen folgen einem Schatten in den Wald.

    2000 Die junge Mutter Sadie Banner verschwindet kurz nach der Geburt ihrer Tochter Amber spurlos.

    2018 Ein Filmteam will die Wahrheit über Amber Banner aufdecken.

    Die rätselhafte junge Frau wurde gerade des Mordes angeklagt und freigesprochen.

    Aber welcher düstere Schatten liegt über ihr?

    Und ist sie tatsächlich unschuldig?


    Unheimlich, geheimnisvoll, gefährlich: Nach diesem Thriller willst du nicht mehr allein im Wald spazierengehen.


    Meinung:


    Eine Kleinstadtlegende. Zwei Geheimnisse. Drei Zeiten.

    Und ein verwirrtes Ich, das über dieser Geschichte gebrütet hat.

    Zu Beginn klang alles super spannend, gruselig, gänsehautmäßig.

    Hände, die aus den Schatten nach dir greifen.

    Sadie und Miles Banner, glücklich über die Geburt ihrer Tochter.

    Und dann ein Cut. Besagte Tochter wurde gerade von einem Verbrechen freigesprochen.

    Was ist also passiert?


    Anfangs war ich sehr euphorisch als ich in die Geschichte eingetaucht bin.

    Erzählt wird aus der personellen Perspektive, aufgeteilt in Sadies Vergangenheit 1990, die Vergangenheit von diversen Personen 2016 und Ambers Gegenwart 2018. Dazwischen immer mal wieder Tagebucheinträge.

    So weit, so schön. Der Grundstein ist ein Film über Ambers Geschichte.

    18 Jahre jung und schon eine Mörderin. Oder? Bis kurz vor Schluss wird nämlich nicht gesagt wen sie ermordet haben soll.

    Ob sie schuldig oder unschuldig ist, das war beim Lesen nie ganz klar.

    Diesbezüglich muss ich sagen, dass die Autorin das clever konstruiert hat.

    Man macht sich als Leser Gedanken was passiert sein könnte.

    Warum Amber sich so verhält wie sie es tut. Das ungute Gefühl, das hervorgerufen wird, wird noch unterstützt durch gelegentliche Einsicht in Ambers Denkweise 2016. Rückblickend betrachtet ist das wirklich gut gespielt gewesen von der Autorin.


    Leider hab ich während der Story ein paar Probleme gehabt.

    Sie konnte mich zwar insoweit packen, dass ich wissen wollte, was mit der Familie Banner nicht stimmt, aber Spannung würde ich das nicht nennen.

    Ich empfand die ganzen Erzählstränge als etwas chaotisch.

    Man braucht sie, um die Geschichte als Ganzes zu verstehen, ja.

    Aber das wird erst zum Schluss klar und währenddessen schwankte ich zwischen Abbruch und Durchziehen hin und her.

    Auch wenn mir die Story ja im Grunde gefallen hat. Nur hat der Klappentext völlig falsche Erwartungen gesetzt - zum Beispiel Angst vorm Alleinsein im Wald.

    Was für meinen Geschmack viel zu wenig thematisiert wurde.


    Und auch die Atmosphäre, die man erzeugen wollte, kam nicht bei mir an.

    Dafür war ich viel zu genervt von der Produktionsleitung des Filmteams, das sich um Amber Banners Betreuung kümmern sollte.

    Dieses gesamte Drumherum - das Gewusel und das „Unter Druck setzen“ für die richtigen Szenen und Einstellungen in der Gegenwart - hätte man streichen können. Ein Interview wäre sinniger gewesen, denke ich. Greta, die Assistentin der Leitung, als Partnerin.

    Die Pro und Contra von Ambers Fall gegeneinander aufwiegt.

    Aber ich schätze, das hätte so nicht funktioniert und ich musste das ertragen.

    Das war neben einem, naja, irgendwie leicht emotionslosen Schreibstil, mein größter Kritikpunkt.


    Fazit:


    „Rachemädchen“ hat mich überrascht mit dem Ausgang der Geschichte.

    Man kann gewisse Verbindungen schon im Laufe der Handlung erahnen, aber so ganz sicher ist man sich nie.

    Amber Banners Fall ist gut konstruiert und durchdacht, für einen Thriller aber leider nicht mitreißend genug.

    Die Hintergründe der Geschichte hätten ausgereifter sein können, die Ich Perspektive wäre der emotionalen Ergriffenheit zugute gekommen.

    Eine gewisse Angespanntheit begleitet den Leser durch die Seiten, aber richtige Spannung habe ich vergeblich gesucht.

    Nichtsdestotrotz möchte ich das Spiel mit den Gedanken der Leser lobend hervorheben - es gibt nicht viele Thriller, die das so hervorragend können.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️?(3,5/5)

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Phoebe Locke - Rachemädchen“ zu „Phoebe Locke - Rachemädchen / The Tall Man“ geändert.

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