Celine Clair - No love at work

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No Love at work

3|1)

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 150

ASIN: B07RYF887X

Termin: Mai 2019

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  • Handlung:

    Fabian hat in seinem Beruf Mist gebaut. Durch Mirell, eine attraktive Rechnungsprüferin, die seine Unterlagen kontrollieren soll, droht seine Nachlässigkeit aufzufliegen. Also macht Fabian sich daran, Mirell um den Finger zu wickeln, damit sie ihm hilft, seinen Fehler zu vertuschen. Kann ja nicht so schwer sein, eine heiße Singlefrau zu verführen... denkt er...


    No love at work hat mich mit der Versprechung von Humor und Erotik sowie einem sehr gelungenen Cover geködert. Der Einstieg liest sich vielversprechend und die humorvollen Stellen sind tatsächlich gelungen. Der Roman schafft es, trotz des vorhersehbaren Happy Ends, an einigen Stellen zu überraschen. Die Erotik spart No love at work sich bis zuletzt auf, kostet sie aber angenehm aus und überzeugt mit einem schlüssigen Ende.
    Positiv punkten können auch sympathische Nebenfiguren, die die Handlung mitbeeinflussen und erheblich auflockern.


    Ob man mit der Lektüre zufrieden ist, hängt maßgeblich davon ab, welche Erwartungen man daran knüpft. No love at work ist ein Unterhaltungsroman, der gar nicht von sich selbst behauptet, Tiefe zu besitzen. Wer sich von vornherein darauf einstellt, flache Figuren und eine geradlinige Handlung vorzufinden und sich einfach ein bisschen prickelnde Ablenkung wünscht, kann mit diesem Roman im Prinzip überhaupt nichts verkehrt machen.


    Was mich dennoch gestört hat: Wenn es wenigstens einen einzigen nachvollziehbaren Grund gäbe - irgendetwas, das mir hilft, zu verstehen, wieso Mirell Fabian anziehend findet...

    Aber das bleibt der Roman den Leser/innen schuldig. Fabian ist von Seite 1 an unsympathisch und Mirell wird einfach als sexuell ausgehungerte Singlefrau dargestellt, die zwar eigentlich intelligent und unabhängig ist, sich aber nicht der unerklärlichen Wirkung dieses manipulativen Matchos entziehen kann. Hm.


    Sprachliche Unfeinheiten haben mein Lesevergnügen zusätzlich geschmälert. Der Schreibstil mit seinen ständigen Substantivierungen war (jedenfalls während der ersten beiden Drittel des Buches, zum Schluss wurde es besser) bar jeder Raffinesse und hat überhaupt nicht dazu beigetragen, eine erotische oder emotional ansprechende Atmosphäre aufkommen zu lassen.


    Demzufolge war ich angenehm überrascht, als am Ende doch noch eine gut geschriebene Erotikszene und eine menschlich nachvollziehbare Lösung zustandekamen. Die genannten Schwächen dürften sich, glaube ich, mit einer gezielten Überarbeitung beheben lassen


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    Anmerkung: Ich danke herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Daran war nicht die Bedingung einer positiven Bewertung geknüpft.



    "There are three rules for writing a novel. Unfortunately, no one knows what they are."

    W. Somerset Maugham

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