Nick Stein - Der Tote vom Töpfermarkt

  • Buchmeinung zu Nick Stein – Der Tote vom Töpfermarkt


    „Der Tote vom Töpfermarkt“ ist eine Kriminalkomödie von Nick Stein, die 2019 Independently published erschienen ist.


    Zum Autor:
    Nick Stein ist das Pseudonym eines Autors mit ostfriesischen Wurzeln, der nach fünfunddreißig Jahren im Fernen Osten nun in den hohen Norden zurückgefunden hat.
    Auf Reisen durchs Land und auf die Inseln und besonders bei Spaziergängen durch die Wälder fliegen ihm die Ideen für seine Geschichten zu. Der Naturliebhaber siedelt seine Krimis gern im Umweltschutz-Milieu an, denn die Erhaltung der schönen Landschaft und Natur liegt ihm sehr am Herzen.


    Klappentext:
    Ausgerechnet am Tag des großen Fests liegt ein Toter in der Festscheune. Was tun? Die Polizei zu rufen, kommt nicht in Frage. Der Markt würde sofort beendet werden, und das wäre eine Katastrophe für das niedersächsische Dörflein Großenrode. Das Dorf muss wohl oder übel selbst ermitteln. Es gibt es so viel zu klären! Wer ist der Tote? Ist es tatsächlich Brad Pitt, wie einige der Dorfbewohner vermuten, oder sieht er ihm nur sehr ähnlich? Viele Indizien deuten darauf hin, dass der amerikanische Schauspieler hier einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.Während der Töpfermarkt weitergeht, das große Ereignis, das alle zwei Jahre Südniedersachsen erschüttert, beginnen die Dörfler mit ihren Untersuchungen. Und sie kommen zu erstaunlichen Ergebnissen.Ist der Tote an Hornissenstichen verendet? Oder an den Bissen von Vampirfledermäusen? Ist er gar vergiftet oder mit einer teuren Vase erschlagen worden? Jeder folgt einer anderen Theorie, ein wenig recht haben indes alle mit ihren Vermutungen.Schließlich ruft ein Verwandter den ostfriesischen Kommissar Lukas Jansen auf den Plan, damit er dem Dorf bei der Aufklärung hilft. Das Ergebnis seiner Arbeit überrascht nicht nur ihn selbst


    Meine Meinung:
    Beim Lesen dieses Buches wurde ich mehrmals positiv überrascht. Schlechte Erfahrungen hatten den Begriff humorvoll bei Krimis zu einem Warnsignal werden lassen, aber hier trifft er voll und ganz zu. Die Story ist etwas abgedreht, wird aber mit aller Konsequenz verfolgt. Liebevoll gezeichnete Figuren mit einem Hang zum Naturschutz bilden das Gerüst der Handlung. Wenn da eine Leiche am größten Tag des Dorfes auftaucht, dann muss sie schon mal warten, bis der Töpfermarkt vorbei ist. Das sieht im Dorf jeder ein, aber ein jeder befürchtet auch, dass gerade sein Lieblingsgetier etwas mit dem Toten zu tun haben könnte. Vielleicht sind viele der seltenen Arten doch gefährlicher wie man glaubt. Aber aller Sorgen zum Trotz werden erste Ermittlungen eingeleitet und Lukas Jansen betritt die Bühne. Er spricht mit allen Beteiligten, nimmt deren oft ungewöhnlichen Aussagen zur Kenntnis. Mit ein paar Bier und dem ungetrübten Blick eines Außenstehenden kommt er zu überraschenden Schlüssen. Er klärt den Fall und am wichtigsten, der nächste Töpfermarkt ist nicht gefährdet. Dieses Werk hat mich sehr gut unterhalten und mich des öfteren zum Schmunzeln gebracht.


    Fazit:
    Eine gelungene Kriminalkomödie, die den Spagat zwischen Krimi und Komödie locker schafft. Ideenreichtum und liebevoll gezeichnete Figuren lassen mich zu vier von fünf Sternen (80 von 100 Punkten) greifen. Selbstverständlich spreche ich auch eine Leseempfehlung aus.

    :Hörbuch P. D. James - Drei Fälle für Adam Dalgliesh

    :Hörbuch Graham Norton - Ein irischer Dorfpolizist

    :lesend Ulrike Renk - Tage des Lichts

    :lesend Lorenz Stassen - Opferfluss