Bücherwichteln im BücherTreff

Geschichte über das Leben eines jungen Mannes

Anzeige

  • Liebe Community,


    Bücher, die über das Leben junger Menschen (v.a. Männer) berichten haben mich schon immer inspiriert. Sie halfen mir stets mein eigenes Leben zu leben. Sie gaben mir Tipps, Weisheiten und Erfahrungen und förderten so meine Meinungsbildung. Jedoch habe ich nie wirklich gezielt jene Bücher herausfiltern können.


    Meine Frage: Kennt Ihr Bücher, die das Leben junger Menschen erzählen? (Gerne mit einer ganz kurzen Beschreibung)


    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    David

  • Hallo David und willkommen! Ich lese ebenfalls gern Bücher aus männlicher Sicht (so einfach sind die gar nicht zu finden), und würde dir "Der Kastrat" von Richard Harvell ans Herz legen. Ein tolles, tolles Buch, das sogar in der Schweiz spielt. Vom Titel lass' dich nicht abschrecken; es ist wirklich lesenswert und ungewöhnlich!


    Außerdem ist Donna Tartt bekannt für ihre psychologischen Geschichten, die sie meist aus der Sicht junger Männer schildert. Zu nennen wäre da an erster Stelle "Die geheime Geschichte". Ihr Stil ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, da ziemlich detailliert und manchmal fast behäbig. Trotzdem könnte sie in dein Suchschema passen.


    Und wenn es erotisch und etwas spukig, aber trotzdem tiefgründig sein darf, empfehle ich "Haus der Schatten" von S. Y. Blank.


    Alle Tipps haben mich auf persönlicher Basis sehr bereichert. Ich hoffe, du erhältst noch viele Empfehlungen und bedanke mich für diesen Thread, den ich mitverfolgen werde. :thumleft:

    1. (Ø)

      Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG


  • Vielleicht findest du in diesem Thread noch etwas Passendes. "Zeit der Nähe", der Vorschlag von gaensebluemche , hat mich tief berührt. Ich glaube, ich habe auch eine Rezension geschrieben. Und noch etwas ist mir eingefallen. "Paperboy" habe ich zwar nur in Englisch gelesen, aber ich denke, die deutsche Übersetzung ist sehr einfühlsam.

  • Charles Fox ist fünfzehn, als er dem Paradies entrissen wird. Er wuchs in Australien umgeben von unberührtem Buschland auf, doch nun beginnt sein neues Leben in einem Internat, wo Knaben zu Männern geformt werden sollen. Die Mitschüler drangsalieren ihn, Freundschaft findet er ausgerechnet bei einem Lehrer, der sich erotisch zu ihm hingezogen fühlt. Als er in den Ferien endlich wieder in die geliebte Natur eintaucht und der gleichaltrigen Margaret begegnet, spürt Charles zum ersten Mal ein großes, ungekanntes Verlangen. "Was sie begehren" ist ein Roman der ersten Liebe, der unvergleichlichen Intensität der Jugend. Als er 1937 erschien, wurde er zu einer Sensation. Jetzt endlich liegt er auf Deutsch vor.

  • Völlig überraschend trifft Elio seine erste große Liebe: Der Harvard-Absolvent Oliver ist für sechs Wochen bei Elios Familie an der italienischen Riviera zu Gast, wo er ein Buch abschließen will. Oliver ist alles, was Elio will, vom ersten Moment an. Die Zuneigung ist gegenseitig, doch Schüchternheit und Unsicherheit veranlassen beide zur Zurückhaltung. Ein fast unerträgliches Spiel von Verführung und Zurückweisung beginnt. In einem kurzen Sommer zwischen Obsession und Angst, Verlangen und Verzweiflung suchen zwei Menschen nach dem Augenblick der absoluten Erfüllung.

  • Great Falls, 1960. Dell und Berner Parson sind Zwillinge und fünfzehn Jahre alt, als ihre Eltern eine Bank überfallen. Mit dilettantischem Enthusiasmus der stets gut gelaunte Vater, widerstrebend die Mutter, eine Lehrerin mit künstlerischen Ambitionen und dem Traum von einem anderen, besseren Leben. Am Tag danach packt sie die Koffer, um zusammen mit ihren Kindern den Mann zu verlassen. Doch die Polizei kommt ihr zuvor. Für Dell, der sich bislang für die Schule, Bienenzucht und Schach begeistert hat, beginnt weit weg von den Eltern ein neuer Alltag in Kanada. Er lernt, dass nur der Zufall ein Leben retten kann, das aus der Bahn geraten ist ... und Gnade.

    1. Kanada

      (Ø)

      Verlag: dtv Verlagsgesellschaft


  • »Abwesend und doch anwesend hat er mich durch meine Kindheit begleitet, in der Trauer der Mutter, den Zweifeln des Vaters, den Andeutungen zwischen den Eltern. Von ihm wurde erzählt, das waren kleine, immer ähnliche Situationen, die ihn als mutig und anständig auswiesen. Auch wenn nicht von ihm die Rede war, war er doch gegenwärtig, gegenwärtiger als andere Tote, durch Erzählungen, Fotos und in den Vergleichen des Vaters, die mich, den Nachkömmling, einbezogen.« Wer war dieser Karl-Heinz Timm, geboren 1924 in Hamburg, gestorben 1943 in einem Lazarett in der Ukraine? Warum hat er sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet? Wie ging er mit der Verpflichtung zum Töten um? Welche Optionen hatte er, welche Möglichkeiten blieben ihm verschlossen? Wo ist der Ort der Schuld, wo der des Gewissens bei den Eltern, die ihn überlebt haben?

  • Ein Dorf in Ostfriesland, Kühe grasen auf den Wiesen, ab und zu zerreißt der Lärm eines Tieffliegers die Stille. Hinter den getrimmten Tujenhecken des Neubauviertels blühen die Blumen, in den Auffahrten glänzen frisch gewachste Neuwagen.

    In diese Welt wird Mitte der Siebzigerjahre Daniel Kuper, Spross einer Drogistendynastie, hineingeboren. Ein schmächtiger, verschlossener Junge mit viel zu viel Fantasie und zu wenigen

    Möglichkeiten. Doch bald geschehen seltsame Dinge: Mitten im Sommer kommt es zu heftigem Schneefall, ein Kornkreis entsteht, ein Schüler stellt sich auf die Bahngleise, Hakenkreuze tauchen an den Hauswänden auf. Für all das wird Daniel Kuper verantwortlich gemacht. Und je mehr er versucht, die Vorwürfe zu entkräften, desto stärker verstrickt er sich in ihnen. Daniel Kuper beginnt einen Kampf gegen das Dorf und seine Bewohner. Sie sind es, gegen die er aufbegehrt, und sie sind es, gegen die er am Ende verliert.

    ›Gegen die Welt‹ ist ein großer deutscher Roman: über die Wende in Westdeutschland, über Popkultur in der Provinz und über Freundschaften, die nie zu Ende gehen.

    1. (Ø)

      Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG


  • Aufgewachsen in dem trostlosen, spießbürgerlichen Neubauviertel Neue Vahr Süd – mit Anschluss an die Autobahn –, steht Frank Lehmann zum ersten Mal in seinem Leben vor einem echten Problem: Er hat schlicht und einfach vergessen, den Wehrdienst zu verweigern. Und während er nun in der Kaserne Strammstehen und bedingungslosen Gehorsam lernen soll, proben seine Freunde schon einmal die proletarische Weltrevolution. Und es kommt noch schlimmer, denn der Auszug von Zuhause in eine chaotische Wohngemeinschaft stellt Frank vor existenzielle Fragen wie: Wer macht den Abwasch? Und: Wer darf eigentlich Sibille küssen?

  • Was verdankt ein von der Mutter »Glückskind« genannter Sohn dem Vater? Der ist in dem neuen Roman, in dem Christoph Hein alle Register seiner erzählerischen Kunst und seiner geschichtsdiagnostischen Kompetenz entfaltet, eine unausweichliche Antriebskraft. Jedoch in einem alles andere als positiven Sinn: Der Sohn, in der entstehenden DDR lebend, muss seit seiner Geburt im Jahr 1945 vor dem kriegsverbrechischen toten Vater sein ganzes Dasein im Fluchtmodus zubringen: psychisch, physisch, beruflich, geographisch, in Liebesdingen. Es gibt zahlreiche Versuche, aus dem Schatten des Vaters herauszutreten: Er nimmt einen anderen Namen an, will in Marseille Fremdenlegionär werden, reist kurz nach dem Mauerbau wieder in die DDR ein, darf dort kein Abitur machen, bringt es gleichwohl, glückliche Umstände ausnutzend – Glückskind eben –, in den späten DDR-Jahren bis zum Rektor einer Oberschule – fast. Am Ende erkennt er: Eine Emanzipation von der allgemeinen und der persönlichen Geschichte ist zum Scheitern verurteilt. Durch solche Verkettung von Vergangenheit und Gegenwart wird aus dem Glückskind ein Unheilskind. Gerade dadurch verkörpert er wie in einem Brennspiegel bis ins kleinste Detail die unterschiedlichsten Gegebenheiten Deutschlands in den politischen, gesellschaftlichen und privaten Bereichen. Ironisch-humoristisch, anrührend, ohne Sentimentalität oder Sarkasmus erzählt Christoph Hein ein beispiellos-beispielhaftes Leben in mehr als sechzig Jahren deutscher Zustände.

  • Geschichte geht durch diese Familie, die eigentlich eine halbe ist: Großmutter, Vater, Enkelsohn. Krieg und Vertreibung haben sie zerrüttet. In Zeiten des Kalten Krieges träumt Frank Friedrich von der Freiheit. Seine Mutter Polina übersiedelt für ihn in den Westen. Sein 11-jähriger Sohn Jakob hat andere Pläne: er hofft auf eine Karriere als Sportler. Doch dann passiert das Unglück: Frank verliebt sich in Eva. Sie wird die DDR niemals verlassen können. Im März 1983 wird Frank verhaftet – drei Wochen nach der Hochzeit mit Eva.

    1. (Ø)

      Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG


  • Geschichte eines Jungen, der dem Leben nicht standhält.

    »Sie beauftragten mich, Arnes Nachlaß einzupacken.« Hans, der Ich-Erzähler, kommt nicht umhin, die kleinen und großen Schätze zu sichten, die Arne Hellmer, dieser außergewöhnliche Junge, mit dem er zwei Jahre lang ein Zimmer teilte, zurückließ. »Wie ein Eindringling in seine Welt, seine Tränen, seine verborgenen Hoffnungen« kommt sich Hans vor und entfaltet, angeregt durch die Fundstücke des Nachlasses, Arnes Geschichte.

    Vor dem Hintergrund des Hamburger Hafens und seiner Werften gewinnt sein Leben nach und nach Kontur. In ruhigen, atmosphärisch dichten Bildern entwirft Siegfried Lenz das Psychogramm eines Jugendlichen, der das Unglück früh kennenlernt; eines Außenseiters, der verzweifelt nach Nähe und Geborgenheit sucht.

  • – Ein Ausflug in deinen Kopf, das wäre, glaube ich, ein Abenteuer!

    Mädchen trifft Junge wieder. Traum wird Wirklichkeit wird Albtraum. Am Stadtrand, dort, wo die Hochhäuser stehen. Ein Fest wirft seine Schatten voraus, und der Herbst kommt. Laub fällt. Regen, Regen, Regen. Und am Ende gerät die Zeit aus dem Takt, steht die Kirche in Flammen. Ein Kurzschluss? Brandstiftung? Die Folge all der Kreuzzüge, die im Namen von Eifersucht, Trauer, Rache und Überzeugung geführt wurden? Die Frage, die bleibt: Was, wenn sich alle bisherigen Gewissheiten in Rauch auflösen?

    Woran überhaupt glauben?

  • Ein Befreiungsschlag, ein Aufbruch in ein neues Leben – mit unglaublicher Sprachgewalt erzählt der junge französische Autor Édouard Louis die Geschichte einer geglückten Flucht aus einer unerträglichen Kindheit: inspiriert von seiner eigenen. ›Das Ende von Eddy‹ ist sein Debütroman, der zu einem großen Erfolg und einer der meistdiskutierten Veröffentlichungen des Jahres wurde.

  • Zerrissen zwischen zwei Kulturen – ein beeindruckend sinnlicher Roman um bengalische Einwanderer in Amerika.

    Das Leben Gogols gleicht einem Seiltanz: Der Sohn bengalischer Einwanderer in Amerika will sich so gern in der aufregenden neuen Welt zurechtfinden, die ihm Heimat und Fremde zugleich ist. Er studiert Architektur, trinkt Alkohol, hat wechselnde Freundinnen. Aber macht ihn das zum Amerikaner? Als sein Vater stirbt, beginnt seine umsichtig aufgebaute Fassade zu bröckeln …

  • Ein herzzerreißender Roman über wahre Freundschaft und Loyalität. --- Eigentlich ist er zu alt und sein Rücken macht ihm zu schaffen, aber Mr Reese geht in seinem einfachen Leben in den Bergen von Nevada ganz auf. Deshalb will er seine Farm eigentlich Horace übergeben. Der ist wie ein Sohn für ihn und sein bester Mann auf der Ranch. Aber obwohl auch Horace die Tiere und die Arbeit mit ihnen eigentlich liebt - es drängt ihn in die Stadt. Der Hütejunge muss sich und der Welt unbedingt beweisen, dass er mehr ist als das »Halbblut«, von dem die eigene Mutter nichts wissen wollte. Auch wenn er ahnt, dass es Mr Reese das Herz bricht, geht Horace nach Tucson, Arizona, um sich dort als Preisboxer ganz neu zu erfinden. Doch als Mr Reese zu lange nichts von dem Jungen hört, sorgt er sich und fährt los, um ihn zu suchen.

  • Mit Briefen an sein großes Vorbild Martin Luther King Jr. versucht Justyce, dem alltäglichen Rassismus etwas entgegenzusetzen. Und dann ist da noch Sarah-Jane, seine kluge, schöne ― und weiße – Debattierpartnerin. Als jedoch sein bester Freund Manny erschossen wird, scheint es, als ob selbst Martin Luther King Jr. keine Antwort mehr für Justyce bereithält.

    1. (Ø)

      Verlag: Rowohlt Taschenbuch


  • Hier wird die Geschichte eines jungen Mannes erzählt und es spielt in 4 unterschiedlichen Welten, in denen das Leben des Protagonisten jedes Mal eine andere Wendung nimmt und sein Leben ganz anders verläuft. Ein tolles Buch.

    1. 4 3 2 1

      (Ø)

      Verlag: Rowohlt Buchverlag


    :study: Charles Dickens - Eine Weihnachtsgeschichte

    :study: 2019 gelesen: 45 :study: SUB: 337

  • Ich kann dieses Buch von Boyne empfehlen, hat mir sehr gut gefallen.


    Klappentext amazon

    Seit seiner Geburt steht Cyril Averys Leben unter einem ungünstigen Stern. Als uneheliches Kind hat er nämlich keinen Platz in der konservativen irischen Gesellschaft der 1940er Jahre. Ein exzentrisches Dubliner Ehepaar nimmt ihn in die Familie auf, doch auch dort findet er nicht das Zuhause, nach dem er sich sehnt. In dem katholischen Jungeninternat, auf das sie ihn schicken, lernt er schließlich Julian Woodbead kennen und schließt innige Freundschaft mit ihm. Bis er mehr für den rebellischen Lebemann zu empfinden beginnt und auch dieser Halt für ihn verloren geht. Einsam und verzweifelt verlässt Cyril letztendlich das Land – ohne zu wissen, dass diese Reise über Amsterdam und New York ihn an den Ort führt, nach dem er immer gesucht hat: Heimat.

    "I used to think that the worst thing in life was to end up alone. It's not. The worst thing in life is to end up with people who make you feel alone."

    (Robin Williams)

  • dieses Buch hier ist unbedingt lesenswert. "Das Genie" über die Geschichte des William James Sidis. Habe zwei Bücher über sein Schicksal gelesen und beide haben mir zugesagt. Große Klasse :pray:

    2019: Bücher: 151/Seiten: 61 897
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
    ------------------------------

    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

    ------------------------------

    Lese gerade:

    Bergmann, Renate - Über Topflappen freut sich ja jeder: Weihnachten mit der Online-Omi
    Etzold, Veit - Seelenangst

Anzeige