Bianca Iosivoni - Falling Fast

  • Inhalt:
    Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich trauen, all die Dinge zu tun, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie längst verloren geglaubt hat. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ...

    Rezension:
    Mutig sein und die Dinge tun, die sie sich früher nie getraut hätte. Diese beiden Dinge nimmt Hailee sich vor, bevor sie sich auf einen wochenlangen Roadtrip begibt, ohne festes Ziel vor Augen.
    Chase kehrt für den Sommer in seine Heimatstadt Fairwood zurück, in der ihn nichts reizt, bis er auf Hailee trifft. Die beiden fühlen sofort die besondere Verbindung, die zwischen ihnen besteht, doch Hailees Zeit in Fairwood ist begrenzt.


    "Falling Fast" ist der Auftakt einer Dilogie von Bianca Iosivoni, der die Geschichte der einundzwanzig Jahre alten Hailee DeLuca und des zweiundzwanzig Jahre alten Chase Whittaker erzählt.
    Die Geschichte wird aus den Ich-Perspektiven der beiden erzählt.


    Die Bücher von Bianca Iosivoni konnten mich bisher fast alle komplett begeistern, sodass ich mich sehr auf Hailee und Chase gefreut habe! Ich mag Bianca Iosivonis Schreibstil total gerne und so ließ sich die Geschichte sehr gut lesen!


    Hailee ist seit über zwei Monaten alleine auf einem Roadtrip, als sie in Fairwood ankommt. Hier hat ihr bester Freund Jesper gewohnt, mit dem auch Chase befreundet war. Durch Jesper kommen die beiden in Kontakt und von Beginn an besteht zwischen den beiden eine besondere Verbindung, doch macht es Sinn, diese zu erforschen, wenn Hailee schon bald weiterreisen wird?

    Mir hat besonders Chase richtig gut gefallen, denn er ist ein netter und aufmerksamer Kerl, der für seine Freunde alles tun würde, egal was es ihn kostet! Mit Hailee dagegen hatte ich leider so meine Probleme, obwohl ich sie eigentlich auch sehr mochte! Sie nimmt sich vor mutig zu sein, und will Dinge erleben, für die sie bisher nicht den Mut hatte. Sie ist irgendwo zurückhaltend und ängstlich, aber auch lebensfroh und mutig. Besonders am Anfang fand ich sie etwas widersprüchlich, aber das hat sich mit der Zeit gebessert.
    Was allerdings dafür gesorgt hat, dass ich nicht komplett mit ihr warm geworden bin, war, dass wir erst sehr spät hinter ihr großes Geheimnis kommen! Sie hat vieles vor dem Leser geheim gehalten und so hat man leider nur wenig über Hailee selbst erfahren und das hat mich fast schon genervt, denn so hatte ich immer das Gefühl sie nicht wirklich zu kennen!


    Die Entwicklung der Geschichte hat mir aber gut gefallen! Ich fand zwar, dass sich stellenweise ein paar Längen eingeschlichen haben und an manchen Stellen hätte ich mir ein wenig mehr Spannung gewünscht, aber durch den tollen Schreibstil und auch die angenehme sommerliche Atmosphäre hat mich das kaum gestört! Auch die Rolle von Jesper und die vielfältigen Nebencharaktere haben mir sehr gut gefallen!
    Das Ende hat noch mal alles auf den Kopf gestellt und das Buch endet an einer sehr fiesen Stelle. Man bekommt endlich ein paar Erklärungen, die dafür gesorgt haben, dass man Hailee deutlich besser versteht, aber dann ist das Buch auch schon vorbei und hat mich ehrlich gesagt etwas zwiegespalten zurückgelassen. Ich muss sagen, dass ich mir letzten Endes ein wenig mehr von dem Buch erhofft hatte, eben weil mir die anderen Bücher von Bianca Iosioni immer richtig gut gefallen haben!
    Für mich kamen die Erklärungen fast schon zu spät, aber mir hat die Geschichte dann trotzdem so gut gefallen, dass ich am liebsten sofort mit dem zweiten Band weitermachen würde! Auch, weil ich die Hoffnung habe, dass mir Hailee in diesem Band besser gefallen wird!
    Bianca Iosivoni spricht in "Falling Fast" viele ernste Themen an und es gibt eine Triggerwarnung. Mir hat der Themenmix sehr gut gefallen und ich finde, dass die Autorin die Themen sehr gelungen umgesetzt hat. Ich bin definitiv gespannt, wie die Geschichte von Hailee und Chase im zweiten Band weitergehen wird!


    Fazit:
    "Falling Fast" von Bianca Iosivoni ist ein Auftakt, der mich etwas zwiegespalten zurücklässt.
    Leider bin ich mit Hailee nicht wirklich warm geworden, weil ich fast während des gesamten Buches das Gefühl hatte sie nicht richtig zu kennen. Das fehlende Puzzlestück kam für mich fast schon zu spät und mir hat auch ein wenig die Spannung gefehlt. Hier lege ich aber große Hoffnung auf den zweiten Band!
    Mir hat besonders Chase richtig gut gefallen und ich mochte die Atmosphäre total gerne! Die Entwicklung der Geschichte hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und nach dem Cliffhanger am Ende kann ich es kaum erwarten mit "Flying High" zu starten!
    Ich vergebe gute drei Kleeblätter.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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    :study: Über das Leben. Und den Mut, es zu leben …




    Inhaltserzählung:

    Als ich in meinen Honda gestiegen und losgefahren bin, wusste ich genau, wie dieser Sommer enden würde. Ich kannte das Endziel, obwohl alles dazwischen eine Überraschung blieb. Und das hier, diese ... Chance gehört nicht zum Plan. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wie ich damit umgehen soll. Was ich mit dieser ... Hoffnung anstellen soll, die da auf einmal in mir aufkeimt und die ich nie haben wollte. (Hailee, Seite 428)

    "Erzähl mir was." "Ach, da gibt es nicht viel zu wissen. In Wahrheit bin ich eine böse Hexe, tausend Jahre alt, und hab mich nur verzaubert, um auszusehen wie eine Einundzwanzigjährige", behauptete ich spontan. "Und was ist dein Plan, du böse Hexe?" "Na, dem Prinzen sein Herz stehlen, natürlich." "Und macht mich das zum Prinzen in dieser Story?", fragt er interessiert. "Oder zum Jäger, der es auf die böse Hexe abgesehen hat?" (Chase und Hailee, Seite 280)

    Autorin:

    Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.


    Nach dem Abitur studierte sie Sozialwissenschaften in Hannover und arbeitete in einer Online-Redaktion. Inzwischen ist sie freiberufliche Autorin, tippt am heimischen Schreibtisch, schreibt gerne in Cafés und reist durch die Welt, vor allem nach Schottland. Den Kampf gegen die tägliche Ideenflut hat sie längst aufgegeben. Ob unterwegs oder zu Hause, was immer dabei sein muss: Notizheft, Stifte, Buch, Schokolade und jede Menge Koffein.



    Bewertung:

    Das Cover ist wunderschön und super kreativ gestaltet. Es passt sich dem Titel total gut an. Zur Geschichte passt es allerdings gar nicht, da diese auf der Erdoberfläche und nicht im Himmel stattfindet ... aber schon ironisch, wenn wir an die Wolke 7 denken ... <:-D


    Der Schreibstil ist leicht zu lesen, für mich aber doch etwas anders als in ihrem Buch "Der letzte erste Blick". Da empfinde ich ihren Schreibstil irgendwie als viel angenehmer und eindringlicher. Hier in der Geschichte kann mich der Schreibstil nicht genauso emotional packen. Ich weiß selbst nicht genau, woran das liegt. Die Erzählweise von Hailee kommt mir etwas langgezogen vor … musste es hin und wieder weglegen, weil ich nicht warmgeworden bin. Ich war selbst sehr überrascht, da ich das von der Autorin nicht kenne. Ich war aber guter Hoffnung, dass sich das legen würde, jedoch war dem nicht so. Mich konnte die Geschichte nicht so richtig einnehmen. Es wird nur langsam etwas spannender. Ich finde, die Autorin lässt Hailee viel zu viel Spielraum für ihre Gefühle und Gedanken. Normalerweise ist das ja umgekehrt!!! :-D Hier sorgt das aber für Lahmheit und langgezogenen Passagen. Hailee lässt uns zwar sehr übermäßig an ihren Gedanken und Gefühlen teilhaben, es bleibt dennoch einiges bedeckt … Ich empfinde das Zeitgefühl zu der Entwicklung und umgekehrt daher recht angenehm und stimmig. Auch weil zwischendurch Einblenden der Gedanken und Gefühlen Hailee und Chase zu lesen sind. Die Autorin scheint mir das gut durchdacht zu haben.


    Ich habe keine Ahnung, warum ich so in einer offenen Wunde herumstochere. Warum ich so wütend auf ihn bin, denn bis vor ein paar Tagen kannte ich ihn nicht einmal. Aber es ist fast so, als müsste ich wütend auf ihn sein. Für Jesper. Weil er es nicht mehr sein kann. (Hailee über Chase, Seite 130)


    Hailee leidet ja angeblich unter Angstzuständen, die bei mir nicht richtig angekommen sind. Die Autorin hat diese nicht ausreichend beschrieben und Hailees Verhalten danach angepasst. Das macht es für mich einfach unglaubwürdig! Ein Beispiel ist, dass sie Chase einfach so intime Dinge und über ihre Ängste vorbehaltlos erzählt - das passt nicht zu einem Angsterkrankten. Sie ist sprunghaft in ihrem Verhalten, jedoch kann ich mich persönlich gut reinversetzen, da ich auch solche Züge habe … in bestimmten Situationen, die für andere so normal sind, bin ich verängstigt, und in Situationen, wo die anderen vorsichtig, gar ängstlich reagieren, bin ich mutig. Ist schwer zu erklären …


    Jesper taucht als er selbst nur kurz und recht am Anfang in der Geschichte auf. Diese Passagen mit ihm finde ich sehr schön und gibt nochmal einen ganz anderen Einblick in seine Beziehung zu Hailee. Leider fehlt hier der Einblick der Beziehung zu Chase - vielleicht erscheint sie rückwirkend im zweiten Band, hätte sie aber gerne in diesem Zusammenhang gelesen.


    Chase ist für mich ein typischer Jugendcharakter in der Geschichte und hat seine eigenen Dämonen zu bezwingen. Ich hatte ja das Gefühl, dass er seine eigenen, persönlichen und nicht so schöne Gründe hatte, Jesper Fallen zu lassen … Ich dachte, das hat mit seinem Vater und Onkel und ihren Erwartungen an ihn zu tun. Vielleicht auch mit seinem süchtigen Bruder … Ich konnte mir nämlich nicht vorstellen, dass er Jesper aus Böswilligkeit oder Arroganz links liegen hat lassen. Dafür scheint er mir nicht den Charakter zu haben. Es stellt sich nach und nach heraus, wie er wirklich ist, ohne die Neugier auf ihn für Band 2 vollends zu decken.


    "Ich mag keine Überraschungen." Weil sie nie schön sind. Ist es da wirklich ein Wunder, dass ich keine Überraschungen mag? Nicht mal in Pralinen. Ich weiß lieber vorher, was drin ist, statt irgendeinen ekligen Likör runterschlucken zu müssen. Brr! (Hailee, Seite 117)


    Es gibt hier nicht nur eine Komponente, die die Atmosphäre der Geschichte beinhaltet; da kommt vieles zusammenkommen, also die Tage und das Gemeinschaftsgefühl. Dann dürfen wir nicht vergessen, dass es keine gewöhnlichen Treffen sind, sondern wegen Jespers Tod. Das ist wieder eine Komponente. Mh, also im Gegensatz zu den vielen anderen Liebesromanen von LYX finde ich , dass die Entwicklung zwischen den Beiden langsam ist … ist mal echt erfrischend! Bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Vielleicht liegt es auch daran, dass es mir so langsam vorkommt … dieses saloppe Geschnulze finde ich furchtbar!


    Die Geschichtsgrundlage ist super und die Idee dazu gefällt mir total! Die Umsetzung hat die Autorin für meinen Geschmack leider viel zu langatmig hinbekommen. Ich tat mich immer wieder schwer, weiterzulesen, weil keine Spannung aufkam und sich alles wie Kaugummi zog. Man merkt der Autorin dennoch an, dass sie sich mit den Charakteren auseinandergesetzt hat, auch wenn Hailees Person etwas schwach und unrealistisch auf mich wirkt. Mit den Krankheitsthemen hätte sich die Autorin etwas besser konfrontieren sollen, um sie wirklichkeitsgetreu wiederzugeben. Schließlich werden hier Eindrücke auf Leser geweckt, die die Krankheiten nicht als so schwerwiegend, gar als harmlos ansehen. Bücher und ihre Geschichten dazu sollten einen Wahrheitsanteil beitragen.


    „Ein Buch ist nicht bloß ein Buch, Hails. Es ist die Chance, etwas von sich selbst in der Welt zu hinterlassen, wenn man eines Tages nicht mehr da ist.“

    (Jesper, Seite 62)


    Gerade das letzte Kapitel platzt vor Spannung - und hinterlässt ein unglaubliches und für den Leser überraschendes Ende! Teilweise bin ich sehr erfreut, aber auch sehr frustriert! Denn dieser Cliffhanger schreit nach Band 2, und obwohl ich kein absoluter Fan des Buches bin, spüre ich den Drang, die Fortsetzung lesen zu müssen/wollen …



    Fazit:

    Kommen wir zur kurzen Zusammenfassung; einfach gehalten, trotz schwerer Themen wie Trauer, Krankheit und Sucht. Es bleiben viele Fragen offen, die sich im nächsten Band klären lassen können. Die ganze Geschichte in sich gleicht einer durchschnittlichen Bootstour - mal ganz flach im Gewässer, dann mit kleinen Unebenheiten konfrontiert. Am Zielort erwartet einem die langersehnte Überraschung!


    Für mich absolut kein Highlight und für Zwischendurch bei Langeweile gut zu lesen, aber das reicht dann auch! Auf jeden Fall ist es ein ganz anders geschriebenes Werk von der Autorin als ihr bisherigen Werke.


    3,5 Sterne

    Für manche Menschen gibt es keine zweite Chance, kein Später und kein Morgen. Nur das Hier und Jetzt. (Hailee, Seite 23)


    Vielen Dank an das Lesejury-Team und dem Lübbe Verlag für das bereitgestellte Exemplar und die Bewilligung zur Teilnahme an der Leserunde. Diese machen mir immer viel Spaß! Ich hoffe, im dritten Liebesanlauf zur Leserunde schafft es endlich ein Roman, der mich voll begeistern kann. :-D

    :study: In Büchern zu lesen bedeutet zu träumen :study:

    :friends:Lesen & lesen lassen :friends:

    :-,Reich bestückte Scheichin mit einem exklusiv vielseiteigen Harem:-,

    :twisted: Wer zu viel ironiert, bekommt einen Sarkasmus! :twisted:


    :queen: Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht. :king:

    (Abraham Lincoln)




  • "Falling Fast" ist der erste Teil um die Geschichte von Hailee und Chase und wird abwechselnd aus deren Perspektiven erzählt.


    Chase ist während der Semesterferien zurück bei seinen Eltern, um in der Firma zu helfen, die er später gemeinsam mit seinem Bruder übernehmen soll. Überschattet wird sein Aufenthalt von gleich mehreren Dingen, die ihm schwer auf dem Gewissen liegen: dem Geburtstag seines verstorbenen besten Freundes Jesper; dem Verschwinden seines Bruders, dessen Geheimnis Chase vor allen bewahren muss; und der Verzweiflung, in eine Zukunft zu blicken, die er nicht selbst gewählt hat. An Jespers Geburtstag trifft er zufällig auf eine junge Frau, von der er sofort fasziniert ist. Hailee ist auf der Durchreise in dem kleinen Städtchen Fairwood, als ihr Auto einen Motorschaden erleidet und sie auf unbestimmte Zeit dort festsitzt. Die Wartezeit auf die Reparatur wird jedoch sehr angenehm, als Chase und sie sich näher kommen und beschließen, den Sommer gemeinsam zu genießen - ohne Versprechungen und ohne Gedanken an die Zukunft.


    Chase und Hailee waren mir sofort sympathisch. Chase ist ein total süßer, humorvoller Gentleman, der dennoch nicht langweilig wirkt und sehr selbstsicher auftritt. Er nicht frei von Fehlern und hat in der Vergangenheit ein paar unkluge Entscheidungen getroffen, was ihn sehr menschlich erscheinen lässt und seinem Alter entspricht. Er ist ein Charakter, in den ich mich auch verlieben würde, wenn er vor mir stände. :D:love:

    Hailee mag ich ebenfalls sehr, auch wenn sie mir manchmal etwas widersprüchlich erschien und man nur sehr wenig über sie erfährt. Zu Beginn wird sie als sehr schüchtern, beinahe soziophob dargestellt, was im weiteren Verlauf der Handlung jedoch kaum noch eine Rolle spielt und daher unglaubwürdig erscheint. Auch macht sie ein großes Geheimnis um ihre Vergangenheit und den Grund für ihre Reise, die sie nach Fairwood geführt hat; nicht nur vor Chase, sondern auch vor dem Leser. Dennoch hat sie eine sehr herzliche, freundliche, empathische Art an sich, der ich mich nicht entziehen konnte.

    Auch sämtliche Nebencharaktere konnten mich vollkommen überzeugen. Manche mochte ich - insbesondere Clayton :love: - andere eher nicht, doch alle waren so ausführlich und authentisch gezeichnet, dass ich vollkommen in die Geschichte abtauchen konnte und sie sich echt für mich anfühlten.


    Die Handlung konnte mich, anders als die Charaktere, leider nicht vollkommen überzeugen. Mir hat sehr gefallen, dass Chase und Hailee Zeit bekommen, sich kennen zu lernen und ihre Gefühle füreinander authentisch entstehen zu lassen. Allerdings ging es mir insgesamt ein bisschen zu viel um die beiden und ihre Gefühle füreinander, und ein bisschen zu wenig um die anderen Themen der Geschichte. Jesper und sein Schicksal haben mich sehr berührt, und ihm wurde sich ausführlich gewidmet. Aber all die anderen Baustellen in Chase Leben haben leider kaum Aufmerksamkeit bekommen und sind am Ende des Buches noch immer am selben Punkt, wie zu Beginn. Auch Hailees Hintergründe blieben mir leider zu lange im Dunkeln und waren für mich am Ende auch nicht ausreichend beleuchtet. Ich habe das Gefühl, dass hier zu viel Entwicklung in den zweiten Band verlegt wurde, um das Ende des ersten Teils an den Punkt zu bringen, an den es nun geendet hat - mit einem riesigen Cliffhanger, der einem gar keine andere Wahl lässt, als den zweiten Band auch zu lesen.


    Und schlussendlich war dieses Geschehen am Ende auch nicht ganz plausibel für mich. Es wirkte auf mich eher wie eine Kurzschlussreaktion, und nicht wie eine konstante Entwicklung.


    Fazit:

    Mir hat diese Liebesgeschichte sehr gefallen und in die Charaktere habe ich mich regelrecht verliebt. Ich werde auf jeden Fall weiterlesen, weil ich wissen muss, wie diese Geschichte weitergeht, und weil ich unbedingt nach Fairwood zurück will. Allerdings kamen mir die privaten Themen und Probleme der Protagonisten zu kurz, hier hätte ich mir viel mehr Entwicklung gewünscht. Und auch das Ende war für mich nicht vollkommen plausibel. Daher gibt es gute :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne für den ersten Teil der Dilogie.

    Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen. Kurt Tucholsky :wink:


  • Absolut toll - lässt aber einen Haufen offener Fragen zurück

    Inhalt:

    Nur bei ihm kann ich mich fallen lassen

    Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zuhause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge zu trauen vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe …

    (Quelle: Buchrücken „Falling fast“ von Bianca Iosivoni“


    „Falling fast“ ist der erste Band der neuen Dilogie von Bianca Iosivoni. Da ich zuvor die FIRSTS-Reihe der Autorin gelesen habe und total begeistert war, musste ich unbedingt auch dieses Buch kaufen! Die Geschichte handelt von Hailee DeLuca und Chase Whittaker und wird in den Ich-Perspektiven erzählt.

    Bisher haben mich die Bücher von Bianca Iosivoni immer überzeugt – vom Schreibstil her, von den Geschichten und den Charakteren und das von Anfang an. Bei „Falling fast“ habe ich ein bisschen länger gebraucht um damit warm zu werden.


    Aufmerksam geworden bin ich auf dieses Buch einerseits durch das wunderschöne Cover und andererseits durch die tolle Aktion auf Instagram zum Thema „Sei mutig“ und die Mutproben, die es jede Woche als Aufgabe gab.

    Hailee will mutiger werden, was mir sehr gut gefallen hat und mich auch ein bisschen an mich selbst erinnert hat. Sie versucht neue Dinge, die sie sich sonst bisher nicht getraut hat, auf ihrem Roadtrip und dann in dem kleinen Ort Fairwood. Sie geht Risiken ein, möchte was Erleben und hält sich nicht mehr strikt an ihre Pläne. Das einzige was sie nicht sofort tut, ist sich auf Chase einzulassen, denn schon als sie sich das erste Mal begegnen, merkt sie, dass zwischen ihnen eine starke Verbindung besteht. Aber Hailee will bald weiterreisen, ist nur kurz auf Besuch da, das könnte doch gar nicht funktionieren, oder?

    Am Anfang der Geschichte habe ich mich ehrlich gesagt gefragt, wohin das ganze fühlen soll. Es war für mich nicht deutlich, worum es überhaupt geht. Ja, Hailees bester Freund ist gestorben und er wollte eigentlich seine Geschichte zu Ende schreiben und ihr das Manuskript zu lesen geben – aber alles weitere war irgendwie unklar. Jespers Tod (bester Freund) ist auch der Grund, warum Hailee nach Fairwood gekommen ist und dort Chase kennengelernt hat (weil dieser ebenfalls Jespers bester Freund war). Letztendlich lässt sie sich ja schließlich doch auf Chase ein und sie vereinbaren, gemeinsam Zeit zu verbringen, bis Hailee wieder „abreisen“ muss, wovon sie sich auch nicht abbringen lässt.


    Hailee und Chase waren mir von Anfang an sympathisch. Chase mit seiner ruhigen Art, der alles für seine Freunde und Familie tun würde, damit es ihnen gut geht – weshalb er sich auch nicht gegen seine Eltern auflehnt, als es darum geht ebenfalls ins Familiengeschäft einzusteigen oder er sich alle Mühe gibt um Hailee einige ihrer Wünsche/Träume zu erfüllen.

    Und Hailee, die sehr geheimnisvoll und zurückhaltend wirkt und nur selten aus sich rauskommt. Mit Hailee konnte ich mich, was die Zurückhaltung angeht, sehr gut identifizieren. Allerdings ist von vorneherein klar, dass sie etwas zu verbergen hat, die Frage ist nur: WAS? Es werden immer wieder Andeutungen gemacht, die ich eine Zeit lang nicht richtig zuordnen konnte.

    Weiter ging es mit den Nebencharakteren wie z.B. Jesper, Clayton, Eric, Lexi und Charlotte – auch die waren sehr liebevoll gestaltet und hatten alle einen vernünftigen Anteil an der Geschichte. Über sie hat man nicht zu viel und nicht zu wenig erfahren und sie boten tolle abwechslungsreiche Geschichten mit Jesper, Chase & Co.


    Nun, am Ende der Geschichte angekommen, denke ich, dass es vielleicht besser gewesen wäre, ein einziges dickes Buch aus der Story zu machen, statt zwei. Die Geschichte ist an sich sehr gut aufgebaut und lies sich sehr schön lesen, aber das Ende lässt mich irgendwie hilflos zurück. Einerseits, weil ich immer noch nicht wirklich die Gründe für Hailees Sturheit erfahren habe, sondern nur grob die Tatsachen und andererseits, weil ich mich frage – wenn das Motto des Buches „Sei mutig!“ ist, wie es dann überhaupt zu so einem Ende kommen kann. Ich bin entsetzt. Ist es mutig vor allem wegzulaufen, anstatt sich damit auseinanderzusetzen? Oder ist es mutig, genau dies zu tun? Ist es mutig, die Liebe seines Lebens aufzugeben? Oder ist es mutig, zu versuchen, diese Beziehung ins Rollen zu bringen? Ich war so aufgeregt auch das Ende, meine armen Nerven, und jetzt fühle ich mich ein bisschen verwirrt zurückgelassen. Mir fehlt irgendwie die Hintergrundgeschichte zu ihrem Verhalten und ich hoffe sehr, dass diese im zweiten Teil noch erzählt wird!


    Eindeutig steht aber für mich fest: ICH MUSS UNBEDINGT DEN ZWEITEN BAND LESEN! Ich muss wissen, wie es mit Hailee und Chase weitergeht. Ob es weitergeht. Wie es ihr geht. Ob erzählt wird, wie alles so weit kommen konnte. Warum hat das niemand mitbekommen? Und und und … So viele Fragen, auf die ich unbedingt eine Antwort brauche!


    - Ein absolut spannendes und äußerst nervenaufreibendes Buch! Es lohnt sich definitiv dranzubleiben!