Nika S. Daveron - Das Tor zur Geisterwelt

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Everqueen - Das Tor zur Geisterwelt

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Verlag: In Farbe und Bunt Verlags- UG

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 336

ISBN: 9783959361125

Termin: Mai 2018

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  • Everqueen (Das Tor zur Geisterwelt) - Nika S. Daveron


    Verlag in Farbe und bunt

    336 Seiten

    Urban Fantasy

    Band 1

    22. Mai 2018


    Inhalt:


    Ludmillas Leben steht Kopf! Nicht genug, dass sie mit ihrer Mutter aufs Land ziehen und sich nun in einer neuen Schule zurechtfinden muss.

    Nein, nach dem Tod ihrer Tante sieht sie plötzlich Geister!

    Schnell erfährt sie von ihrem durchsichtigen neuen Freund Albert, dass dies nicht die Seelen von Verstorbenen sind, sondern Manifestationen starker Gefühle, Wünsche und Gedanken. Von nun an ist es Ludmillas Aufgabe, sich um diese Wesen zu kümmern, denn sie ist die nächste Everqueen.


    Meinung:


    Ja, ich weiß nicht so genau, was ich erwartet hatte.

    Geister, Jugendliche, eine Jagd, Highschool und mehr. Klang genau nach mir.

    Und ist es irgendwie auch. Aber auf eine abstruse Art und Weise.

    Ich mochte die Geschichte. Allerdings ist sie sehr ausbaufähig und zwar aus vielerlei Gründen.

    Das fängt mit diesen unmöglichen Namen an. Sorry, meine Meinung. Jana, Susanna, Marcus und vielleicht Albert.

    Das geht noch in Ordnung. Aber Ludmilla, Silberlinde und Siegfried? Come on!

    Wir sind in der Neuzeit, nicht irgendwo im alten Preußen oder so.

    Ich hatte jedoch Glück, denn im Laufe der Geschichte gewöhnt man sich daran, zumal sie teilweise auch zu den jeweiligen Protagonisten passen.

    Dennoch ist das für mich schon ein großer Knackpunkt gewesen.


    Nun zur Story selbst.

    Ludmilla ist sechzehn Jahre jung, gerade mal wieder umgezogen, befindet sich im typischen Teenagermodus - alles scheiße, Eltern doof, Schule doof - und lässt aber hin und wieder eine gewisse Reife durchblitzen.

    Die Erzählung erfolgt in der personellen Perspektive, untermalt mit ein wenig... ja, jugendlichem Trotzkopfhumor, der mich schon schmunzeln ließ und das, obwohl ich keinen Bezug zu den Charakteren aufbauen konnte. Nach dem Tod ihrer Tante Nike fällt ihr ein Erbe zu, das sie sich nicht merkwürdiger hätte vorstellen können.

    Sie ist die Everqueen und soll zukünftig die Geister aus der Geistersuppe lenken, kontrollieren und ja... eigentlich weiß sie selbst nicht so genau was sie da zu tun hat. Erst einmal muss Ludmilla dafür sorgen, dass sie Anschluss in der Schule findet und nicht direkt als Verrückte mit Selbstgesprächsdrang durchgeht.

    Gar nicht so einfach, wenn die Geister ihrer Tante an ihr kleben wie Kaugummi.


    Würde ich die Geschichte mit einfachen Worten erzählen, würde ich sagen „Everqueen“ ist ein typisches Teenagerdrama mit Geisterzuschuss, aber ohne greifbare Spannung. Für mich war das leider nur so dahin erzählt, auch wenn sich die Story unheimlich schnell lesen ließ.

    Ludmilla braucht nicht viel Zeit, um mit dem Geistersehen klar zu kommen, auch wenn noch einige Fragen offen sind. Gemeinsam mit Albert geht sie der Vergangenheit der Everqueens auf den Grund, nähert sich dem Feind - denn was wäre so eine Welt bloß ohne Widersacher?

    So richtig verstanden habe ich die Aufgaben der beiden Kontrahenten immer noch nicht, auch wenn ich Ludmillas Part wesentlich interessanter fand.

    Doch sie stellt im Laufe der Geschichte leider nicht viel mit ihrer Fähigkeit an, außer, dass sie ein paar Geister herumscheucht. Da fehlte mir die Gefahr.

    Und eine gewisse Portion Mut. Und ganz, ganz viele Emotionen.


    Ein weiterer Punkt, über den ich gestolpert bin, war, dass es keine klar erkennbare Zeitlinie gibt. Ludmilla geht zur Schule, ist zuhause, trifft sich mit Freunden, es ist Sonntag, Freitag, Sommer, Herbst und zack ist sie siebzehn ohne überhaupt gefeiert zu haben.

    Es kam mir so vor als ginge die Zeit vorüber ohne, dass ich es bemerke. Was an sich ja gut ist, aber andererseits auch an der Authentizität der Protagonistin kratzt, wenn sie sich sonst wie ein Teenager verhält, aber nicht mal den eigenen Geburtstag feiert.


    Kurz gefasst ist diese Geschichte etwas chaotisch. Es gibt viele gute Ansätze, viele Rätsel, wo der Leser hätte selbst nachdenken können, wo man sich einbringen könnte, aber die Lösung folgt meist auf dem Fuße. Emotional gesehen bleiben die Charaktere recht oberflächlich, Ludmillas Schwärmerei für den einen und dann für den anderen kann ich leider absolut nicht nachvollziehen. Ein paar Spannungsspitzen sind dank der Geistersuppe dann doch noch vorhanden, aber nichts, was mich aus dem Stuhl gerissen hätte.


    Fazit:


    „Everqueen“ ist der Auftakt zu einer Trilogie (soweit ich weiß), die ich nicht weiter verfolgen werde.

    Die Idee fand ich echt schön, während des Lesens gibt es einige humorvolle Momente und auch Ludmillas Ansichten waren teilweise echt amüsant.

    Doch von einer Geistergeschichte erwarte ich mir einfach mehr, selbst wenn sie in der realen Welt spielt.

    So war es für mich nur eine nette Abendunterhaltung, die sich gut weglesen lässt. Leider reicht das oberflächliche Geplänkel nicht aus, um mich zu fesseln und in die Geisterwelt zu entführen - trotzdem verabschiede ich mich mit einem guten Gefühl von Ludmilla.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️(3/5)

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