Hanney Hill - Die Todesfrage

  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Sehr spannender, überraschender Debüt-Thriller mit klitzekleinen Fehlern
  • Vor 17 Jahren verschwand Alex Schenks Frau Anja mit ihrem gemeinsamen 2-jährigem Sohn Jonas beinahe spurlos. Die Polizei geht von einem Unfall aus, die beiden gelten als tot. Doch plötzlich bekommt Alex ein Video von dem "Unfall", wo man sieht, dass es keinesfalls einer war.

    Kommissar Berger ermittelt währenddessen am Fall eines Serienmörders in der gleichen Stadt, der Frauen entführt, vergewaltigt, quält und tötet.

    Das Cover ist zwar sehr schön, passt aber nicht wirklich zum Buch; weder passt die Fröhlichkeit noch das Motiv zur Handlung bzw. auch generell zum Genre.

    Der Schreibstil der Autorin ist - gemessen daran, dass es ihr Debüt ist - sehr gut. Die Charaktere und Orte werden ausgezeichnet dargestellt, auch wenn bei den Figuren etwas der Sympathie-Faktor fehlt.

    Der Plot des Buches ist sehr gut durchdacht und bringt Spannung von der ersten bis zur letzten Seite auf hohem Niveau. Zudem kamen viele Überraschungsmomente, denn mit dieser Auflösung habe ich in keinster Weise gerechnet (nur kleine Faktoren waren voraussehbar).

    Hin und wieder kamen zwar kleine Logikfehler vor (z.B. ist Anja bei der Entführung blond, auf dem Video von damals ist sie aber braunhaarig). Diese beeinträchtigten das Lesevergnügen aber nur sehr geringfügig.

    Das Ende selbst gefiel mir nicht so ganz; hier hätte man sich denn Schluss, der zu fröhlich und "rosarot" ist, sparen können.

    Dass Buch ist in sich abgeschlossen und klärt auch alle Fragen, trotzdem kann ich mir eine Fortsetzung gut vorstellen.

    Fazit: Sehr spannender, überraschender Debüt-Thriller mit klitzekleinen Fehlern. 4,5 von 5 Sternen

    1. (Ø)

      Verlag: Independently published