Willem Eicke den Hertog - Und Gott lacht…

  • Kurzmeinung

    tom leo
    Ostermeditation aus dem KZ-Dachau..., beeindruckend!
  • Predigt eines holländischen Pfarrers gehalten am Ostermontag 1944 im KZ Dachau


    BEMERKUNGEN :

    Die sogenannte Kapelle des Blockes 26 im KZ Dachau versammelte seit Ende des Jahres 1940 Geistliche beider Konfessionen (welch’ Blütezeit in dunkler Periode, für ökumenische Kontakte und Tiefe!), dann auch andere Häftlinge, zu Gottesdiensten.


    Osternmontagabend 1944: Eine der traditionellen liturgischen Texte auf Ostern ist Johannes 20,11-18, also die Begegnung des Auferstanden mit Maria von Magdala am Grabe. Jene war in tiefer Trauer gekommen, wie zu einem letzten Geleit, einem letzten Besuch beim geliebten Herrn. Sie ist wie blind und taub für das, was da geschieht, was sich ankündigt. Etwas, was so außerhalb des Erwarteten steht, dass es nur wie von außen kommen konnte und kann : das Angesprochenwerden durch den Meister, seine Gegenwart. Und wenn die Botschaft verstanden wird würde man sie am Liebsten festhalten, für sich haben, den Geliebten beschlagnahmen. Doch wir sind eingeladen, hinauszugehen, weiterzugeben.


    Der Prediger geht hier mit den ihm Zuhörenden den Weg von der Ohnmacht des Verzweifelten hin zu einer staunenden Feststellung. Im Kontext der Lagerhaft wird diese Osterpredigt, die in der Betrachtung des Lachens Gottes steht, zu einer tieftreffenden Einladung zu einer enormen inneren Ausdehnung und Freude, zu einem Lachen im Angesicht des Todes, in einer Verfaßtheit innerer Trauer. Anstoß, der letztlich nicht von uns kommen kann, sondern Wachgerufen-Werden durch den Anderen.


    Christus ist auferstanden ! Er ist wahrhaft auferstanden !


    Frohe Ostern !


    Verlag: Neubau-Verlag, München

    Bindung: Unbekannter Einband

    Seitenzahl: 15

    ASIN: B0000BJD1X

    Termin: 1946