Sam Feuerbach - Der Totengräbersohn 3

  • Kurzmeinung

    Mapa
    tolle Fantasy, spannend, witzig, überraschende Wendungen
  • Kurzmeinung

    solis1505
    Der dritte Teil gefällt mir bisher am besten
  • Händeringend sucht der Totengräbersohn nach einer Möglichkeit, seinen Herrn Emicho zu retten. Hierzu führt ihn eine dringliche Mission über das höchste und unwegsamste Gebirge des Weltenreiches ins geheimnisvolle Sumpfland. Doch die wahre Gefahr der Mission lauert im Verrat, im Misstrauen und in der Verzweiflung.


    Bei "Der Totengräbersohn 3" handelt es sich um den 3. Teil der "Der Totengräbersohn" Serie (wie unerwartet! :lol:) von Sam Feuerbach und ist mit 4 Bänden Stand jetzt abgeschlossen.


    Die Inhaltsangabe ist schon recht kurz, fasst aber grundlegend die groben Ereignisse (auf Seiten Farins) zusammen. Auf der anderen Seite haben wir noch Aross, als zweiten Hauptcharakter, die ebenfalls eine ziemlich große Reise durch macht, denn sie begibt sich auf Seefahrt in ein fernes, fremdes Land und auf dem Schiff passieren mehr als genug merkwürdige, nervenaufreibende und außergewöhnliche Dinge.


    Wie schon in den beiden Teilen davor versteht es Herr Feuerbach einfach, eine einnehmende, großartige Story zu schreiben, die vollgepackt ist mit Humor, Action, Wunderlichem, Geheimnisvollen und äh ... wütend machendem?



    Die Story entwickelt sich hin bis zu einem Klimax, immer weiter und irgendwie auch immer schneller drehend - wenn ich das richtig hören konnte wurden die Kapitel zum Ende hin auch immer Kürzer, immer Häufiger wurde die Hauptperson des Kapitels gewechselt, dass ein richtiger Sog entstanden ist und dann bildliche Gesprochen, in eben jenem Klimax explodiert ist, der dann wieder langsam verraucht ist und in ein sanftes Ende überging. Das nenne ich mal eine Punktlandung :lol:

    Für mich ist die Geschichte klassische High Fantasy, der Kampf zwischen Gut und Böse und die Beweggründe der Bösen und die Charaktere selber werden eher weniger beleuchtet, sie sind halt die Antagonisten und Böse, weil sie Böse sind. Funktioniert auch und macht zumindest das Lesen einfacher auch wenn die Geschichte vielleicht dadurch nicht so komplex wird. Ich hätte es schon gut gefunden, wenn man etwas mehr über die Beweggründe wüsste oder was den einzelnen dazu bewogen hat, sich dem Bösen anzuschließen, denn die sind ja nicht durchgehend von Dämonen besessen und macht es mir persönlich es manchmal schwer, diese Charaktere als solche zu akzeptieren.


    Der Schreibstil und vor allem Wortwahl dabei ist immer gut und leicht verständlich, Kurze Sätze wenn es angebracht ist aber auch die "längeren" sind nicht zu komplex. Das gesamte Buch ist mit viel Witz geschrieben, was aber auch einfach an dem Dämon in Farins Kopf liegen kann - die Szenen sind meist zum schreien komisch :totlach: Jeder Charakter hat seine eigene Art zu Reden, jeder Charakter, die Beschreibungen werden der Welt gerecht und die Action haltigeren Szenen sind zum weg inhalieren und Herr Feuerbach kommt hierbei für mich einfach genau auf den Punkt. Auch wenn Szenen viel umschrieben werden und viele Bildvergleiche gezogen werden, so werden die Beschreibungen nie allzu verschwurbelt, aber doch häufiger mal überzogen, so dass der "schöne Mann" mit seinem "schönen Gesicht" und dem "schönen Lächeln" irgendwann schon fast was karikaturenhaftes in meinem Kopf bekommen hat.

    Aber genau dieses überzogene macht den Witz für mich aus und hat mir ausnahmslos gefallen.


    Und zuletzt nochmal ein paar Sätze zum Sprecher, Robert Frank. Ich mochte ihn nicht. Ich habe ihn bisher nicht in Enyador nicht gemocht und ich mochte ihn nicht im ersten Teil vom Totengräbersohn. Im zweiten habe ich ihn akzeptieren gelernt. Und im dritten finde ich ihn mittlerweile ziemlich angenehm - und unglaublich passend!

    Durch seine Art schafft er die überzogene Sprachgewalt von Sam Feuerbach nochmal zu verstärken, die Stimmen, die Robert Frank den Figuren zuteilt (die sehr Unterschidlich ausfallen) verleihen den Charakteren mehr Tiefe, mehr ja, Charakter. Aross kommt immer wunderbar als "trotziges kleines Gör" rüber und seine Stimme trieft dann vor Trotz. Farin klingt immer etwas leichtgläubig und ... ein bisschen dümmlich und gutmütig - bei Ekel hört man immer den glucksenden Unterton. Es passt wie der Dämon zum Knappen :wink: Er ist immer noch gelegentlich wahnsinnig laut, und manchmal fiept es in meinen Ohren, aber mittlerweile habe ich mich wohl dran gewöhnt.

    Vielleicht, wenn ich mir jetzt die ersten beiden Teile anhören würde, dann würde ich auch anders drüber denken.


    Insgesamt bekommt das Buch daher :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb: Sterne, leichte Abzüge in der B-Note wegen der wenigen unangenehmen Stellen, die der Sprecher mir einfach zu laut ist und dass die Bösen halt einfach nur Böse sind :lol:

    Mein Jahr 2019 (SuB 296/365): :study:: 55 :musik:: 40 :wuetend:: 2

    Aktuelles Jahr (SuB 365/375): :study:: 26 :musik:: 21:wuetend:: 0