Megan Abbott - Das Ende der Unschuld / The End of Everything

  • Buchdetails

    Titel: Das Ende der Unschuld


    Verlag: KiWi-Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 288

    ISBN: 9783462045390

    Termin: August 2013

  • Bewertung

    3.3 von 5 Sternen bei 6 Bewertungen

    65% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Das Ende der Unschuld"

    »Ein psychologischer Thriller der Extraklasse« Brigitte »Das Ende der Unschuld« ist ein atmosphärisch dichter, hochspannender Roman über zwei dreizehnjährige Mädchen, über das Erwachen der Sexualität, über Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, Lügen und Geheimnisse. Eine zutiefst verstörende und verzaubernde Lektüre. Selten hat ein Roman das Drama der Jugend in all seiner Schönheit und Härte so schmerzlich treffend eingefangen. »Kühl, düster, genial!« Elle
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  • Verlagstext

    »Das Ende der Unschuld« ist ein atmosphärisch dichter, hochspannender Roman über zwei dreizehnjährige Mädchen, über das Erwachen der Sexualität, über Väter und Töchter, Familie und Freundschaft, Lügen und Geheimnisse. Eine zutiefst verstörende und verzaubernde Lektüre. Selten hat ein Roman das Drama der Jugend in all seiner Schönheit und Härte so schmerzlich treffend eingefangen.

    Die dreizehnjährige Lizzie und ihre Freundin Evie sind unzertrennlich. Nachbarmädchen, die Badeanzüge und Hockeyschläger tauschen, zusammen zur Schule gehen und scheinbar keine Geheimnisse voreinander haben. Doch eines Nachmittags ist Evie verschwunden. Einziger Anhaltspunkt: ein rotbrauner Wagen, den Lizzie morgens durch den Ort hat fahren sehen. Auf einmal steht Lizzie im Zentrum der Aufmerksamkeit: War Evie unglücklich? Hatte sie Sorgen? Hatte sie Lizzie von einem möglichen Verfolger erzählt? Würde sie zu einem Fremden ins Auto steigen?Lizzie versucht sich an Details zu erinnern und beginnt nachzuforschen. Um ihre Freundin zu finden, aber auch weil sie die Nähe von Evies zutiefst erschüttertem Vater sucht, für den sie heimlich schwärmt. Auf nächtlichen Streifzügen durch die Kleinstadt macht Lizzie seltsame Entdeckungen. Schritt für Schritt kommt sie einem Geheimnis auf die Spur und muss sich fragen, wie gut sie ihre beste Freundin überhaupt kannte.


    Die Autorin

    Megan Abbott, geboren in Detroit, hat bislang sechs Bücher veröffentlicht, für die sie zahlreiche Auszeichnungen bekam, darunter den Edgar-Allan-Poe-Award und den Edgar Award, die höchste Auszeichnung für amerikanische Krimiautoren. „Das Ende der Unschuld“ ist ihre erste Veröffentlichung auf Deutsch.


    Inhalt

    Lizzie und Evie sind in diesem Sommer dreizehn. Die Mädchen teilen alles miteinander, eine von ihnen allein ohne die Freundin kann man sich nur schwer vorstellen. Gerüche von Babypuder und Lipgloss, ein Bett mit Volants wie ein rosa Kuchen; mit zuckrigen Details skizziert Megan Abbott amerikanische Kleinstadtidylle pur. Nach jahrelangem Fußballspielen werden die Mädchen neuerdings von Evies älterer Schwester Dusty im Feldhockey trainiert. Doch die Idylle ist von kurzer Dauer. Zum Ärger ihrer Tochter sitzt Lizzies gerennt lebende Mutter bis spät in der Nacht mit ihrem neuen Freund auf der Terrasse, und Lizzie wird neuerdings durch beunruhigende Träume aufgestört. Auf dem Heimweg von der Schule verschwindet eines Tages Evie von einer Minute zur anderen. Lizzie als beste Freundin, die Evie zuletzt gesehen hat, sieht sich plötzlich in der Rolle einer wichtigen Zeugin. Als sie in Gedanken die Ereignisse wieder und wieder an sich vorbeiziehen lässt, fallen Lizzie kaum spürbare Veränderungen bei Evie auf. So war Evies Interesse am Hockey in der Zeit vor ihrem Verschwinden plötzlich zurückgegangen.


    Harold Shaw, ein Nachbar der Freundinnen, wird ebenfalls vermisst. Es wundert nicht, dass nun im Ort Geschichten über Kindermörder kursieren und Mr Shaw als Hauptverdächtiger gilt. Seit Lizzie von der Polizei verhört wurde, kippt die Normalität in der kleinbürgerlichen Nachbarschaft in eine bedrückende Stimmung. Alles klingt auf einmal falsch. Harmlose, lange zurückliegende Erlebnisse mit der Familie Shaw bekommen plötzlich eine bedrohliche Bedeutung. Väter und Brüder könnte man seither mit völlig anderen Augen betrachten. Lizzie nimmt ihre Rolle sehr ernst, möchte dringend dabei helfen, dass Evie wiedergefunden wird. Die Erwachsenen sind mit eigenen Sorgen ausgefüllt. Ted, Lizzies Bruder, verbarrikadiert sich in seinem Zimmer. Die Schutzbedürftigkeit der Kinder scheint kein Erwachsener mehr wahrzunehmen; Lizzie wird beinahe wie eine Erwachsene behandelt. Niemand stört sich offenbar an zweideutigen Situationen zwischen Kindern und Erwachsenen. Schließlich kennen sich die Familien seit Jahren.


    Fazit

    Lizzies schockierend plötzliches Erwachsenwerden, ausgelöst durch das Verschwinden ihrer besten Freundin, beschreibt Megan Abbott geradezu bedrückend. Die zunehmende Vergiftung der Beziehungen, Lizzies Zweifel an ihrer Wahrnehmung und die sich auflösende Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit lassen einen raffinierten Psychothriller vermuten. Anders als Publishers Weekly sehe ich "Das Ende der Unschuld" eher als atmosphärisch beklemmende Studie des abrupten Endes einer Kindheit. In seiner Direktheit könnte das Buch einige Leser befremden.


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