Peter Rock - Meine Wildnis / My Abandonment

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  • Verlagstext

    Ein dreizehnjähriges Mädchen lebt mit seinem Vater in einem riesigen Naturschutzgebiet im Westen der USA. Caroline kennt alle Geheimnisse des Waldes, vor allem aber weiß sie, wie man sich in der Wildnis verbirgt. Denn niemand darf ihr und ihrem Vater auf die Spur kommen. Erst als ein Jogger ihre Behausung entdeckt, verändert sich ihr Leben: Sie ergreifen die Flucht. In einer Welt, die nicht die ihre ist, muss sich Caroline neu bewähren. Und schon bald geht es für sie um Leben oder Tod. Die Ereignisse, die Peter Rock seine einzigartige Heldin mit ihrer erstaunlich aufrichtigen und warmen Stimme schildern lässt, beruhen auf einer wahren Begebenheit. ›Meine Wildnis‹ erzählt von Überleben und Hoffnung und entführt uns an die Ränder der Gesellschaft.

    Der Autor

    Peter Rock wurde 1967 in Salt Lake City geboren. Nach dem Studium in Yale arbeitete er als Rancher und Museumswärter, unterrichtete Englische Literatur in Yale und an der University of Pennsylvania und lebt heute mit Frau und Töchtern in Portland, Oregon. ›Meine Wildnis‹ ist sein erster ins Deutsche übersetzter Roman.


    Inhalt

    Caroline lebt - wie andere Obdachlose auch - mit ihrem Vater im Stadtwald von Portland. Als Wohnsitzloser muss man überlegt handeln, um möglichst nicht aufzufallen. Als eines Tages ein Jogger Caroline auf ihrem Ausguck in einem Baum entdeckt, werden die Behörden aufmerksam auf Vater und Tochter. Miss Jean Bauer, der Caroline ihre ehrliche Anteilnahme glaubt, testet das Mädchen. Caroline ist gesund und intelligent, ihr Vater hat sie regelmäßig unterrichtet. Die Behörde hat ihre eigene Vorstellung davon, wie ein Mädchen leben sollte und versucht für Vater und Tochter einen Kompromiss zu finden zwischen dem Feiheitsdrang des Vaters und einem Minimum an zivilem Lebensstil. Doch trotz eines Maximums an Freiheit kann Carolines Vater, der Kriegsveteran ist, nicht unter anderen Menschen leben. Er fühlt sich ständig beobachtet. So brechen Vater und Tochter wieder auf, um Abstand zwischen sich und die anderen zu bringen. Bisher hat Caroline die Lebensweisheiten ihres Vaters stets kritiklos übernommen, z. B. soll man nur sprechen, wenn man etwas zu sagen hat. Doch allmählich kann Caroline die Paranoia des Vaters nicht mehr mit ihren eigenen Erfahrungen zur Deckung bringen. Sie ist inzwischen 13 Jahre alt und es ist abzusehen, dass sie die Regeln dieses wohnsitzlosen Lebens nach eigenen Maßstüben beurteilen wird.


    Fazit

    Peter Rock erzählt Carolines Geschichte in einfachen Worten aus der Ichperspektive eines Mädchens, das anders spricht als Menschen, die in Häusern leben. Das Leben nach eigener Fasson und der wahre Grund für diesen Lebensstil geben dem Buch eine ganz eigene, melancholische Stimmung. Experimentierfreudigen Lesern unbedingt empfohlen.


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