Jilliane Hoffman - Nemesis

  • Kurzmeinung

    Pasghetti
    Sehr spannend geschrieben, nichts für zarte Nerven, es fehlt aber an Substanz
  • Kurzmeinung

    EmilyE
    Recht spannend geschrieben, aber die Story hat mir einfach nicht gefallen
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  • Dies ist der vierte Band der Cupido-Reihe von der Autorin Jilliane Hoffman. Lang, lang ist es her, dass ich die Bände „Cupido“ und „Morpheus“ gelesen habe. Ich denke, es wäre hilfreich gewesen, wenn das nicht so ewig her gewesen wäre und wenn ich den Band „Argus“ gelesen hätte. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht die Staatsanwältin C.J. Townsend, der die traumatischen Erlebnisse von einst immer noch Probleme bereiten. Nun ist sie zurück in Miami, um einigen hochrangigen Persönlichkeiten das Handwerk zu legen, die mit Snuff-Videos in Verbindung gebracht werden. Der Serienmörder Cupido, William Rupert Bantling, macht ihr keine Angst mehr. Dann tauchen wieder Frauenleichen auf, die gebrandmarkt wurden. Townsend wird zu Nemesis, um dem "Spiel ohne Grenzen" ein für alle Mal ein Ende zu bereiten. Dafür muss sie zu Mitteln greifen, die nicht den Vorschriften entsprechen.

    Auch dieses Mal konnte mich die Autorin von Anfang an packen. Es ist keine leichte Kost, die sie da beschert, umso schlimmer, dass es wirklich Menschen gibt, die auf so etwas stehen.

    C.J. Townsend ist eine interessante Persönlichkeit, die trotz oder gerade deshalb, weil die Vergangenheit Wunden bei ihr Townsend hinterlassen hat, sehr stark ist. Zum Glück ist ihr Mann Dominick Falconetti ein liebevoller Mensch, der sie unterstützt. Sie ist inzwischen fast fünfzig Jahre, aber sie möchte dennoch ein Kind adoptieren. Doch welche Risiken wird sie tragen wollen?

    C.J. ist sich voll bewusst, welche Risiken sie auch bei der Verfolgung der Club-Mitglieder eingeht. Sie könnte verurteilt werden. Aber die Sache ist für sie inzwischen viel zu persönlich, sie muss es zu Enge bringen, denn die Abgründe ihrer Gegner sind grenzenlos. Ich kann ihre Gefühle nachvollziehen, auch wenn ihre Handlungen grenzwertig sind.

    Die Spannung baut sich gut auf und gegen Ende gibt es nochmals eine Steigerung.

    Ein sehr brutaler und schockierender Thriller, der mich aber komplett gefesselt hat.

  • Großartiger Abschluss der CJ Townsend-Reihe - spannender Thriller bis zur letzten Seite


    Ich hatte hohe Erwartungen an die Fortsetzung der CJ-Townsend-Reihe meiner Lieblingsautorin Jilliane Hoffmann - und ich wurde nicht enttäuscht!

    Gewohnt spannend geht es gleich zu Anfang zur Sache - das offene Ende des vorherigen Bandes, hatte es ja schon angekündigt: es tauchen wieder gebrandmarkte Frauenleiche auf, die auf den Dunstkreis des Snuff-Rings deuten, der schon in "Argus" seine blutige Spur in CJs Leben und Arbeit hinein zieht.

    Auf sich allein gestellt und in den Grauzonen des Legalen unterwegs, stürzt sich CJ in den Kampf gegen die einflussreichen, der High Society entstammenden, Mitglieder des Snuff-Rings.

    Bei all dem muss man wissen, dass die Beschreibung der Gewalt, der misshandelten Körper usw. nichts für Zartbesaitete ist... Es ist zum Teil schon härtere Kost, wie z.B. "Evil" von Ketchum oder "Grazie" von Chelsea Cain. Wenn man das weiß, kann man sich gut darauf einstellen - ich kannte diese Art Szenen ja auch schon aus "Argus".

    Was mir sehr gut gefallen hat, ist CJ selbst - eine mutige, willensstarke und beeindruckende Frau, die Leib und Leben riskiert, um die perversen Machenschaften des Zirkels zu stoppen. Bei all dem Kämpferinnen-Pathos bleibt sie aber doch so menschlich, sie möchte eine Mutter sein und auch die Szenen mit ihrem Mann Dominick waren wieder sehr schön geschrieben.

    Ein ganz klarer Daumen hoch und Leseempfehlung für Thrillerfans, die auf Spannung und unerwartete Wendungen stehen!

  • Fulminanter Abschluss


    Im letzten Teil um die Staatsanwältin C. J. Townsend geht es heiß her. Als nämlich die Leiche einer jungen Frau aufgefunden wird, deutet alles auf den Snuff-Club “Spiel ohne Grenzen“ hin. Die Mitglieder verfolgen live über das Internet, wie der sogenannte Spielführer die ausgewählten Opfer brutal foltert und vergewaltigt, sie können sogar ihre eigenen kranken Fantasien miteinbringen und dem Spielführer Anweisungen geben. Um diesen Monstern endlich Einhalt zu gebieten, muss C. J. das Gesetz selbst in die Hand nehmen...


    Der Titel und das Cover des Buches passen wie die Faust auf's Auge. Der schwarze Panther macht neugierig und gibt auch einen Hinweis auf die spannende Geschichte!


    Da es sich um den vierten Teil einer Reihe handelt, sollte man zuerst die vorherigen Bände gelesen haben, auch, bevor man die Rezension dazu liest. :D


    Der Schreibstil ist wie gewohnt angenehm, die Geschichte rauscht durch die kurzen Kapitel nur so an einem vorbei! Der Beginn des Buches aus der Sicht eines der Opfer weckt sofort die Neugier und wirft den Leser direkt ins Geschehen. Die Spannung steigt in einem angemessenen Tempo und man kann gar nicht genug davon bekommen. Die Szenen führen dem Leser eindrücklich die Grausamkeit dieser Bestien vor's Auge - wenn man sich vorstellt, dass es wirklich solche Personen gibt, bekommt man eine richtige Gänsehaut.

    Es ist aber auch ein schönes Wiedersehen mit den Protagonisten, die man von den vorherigen Teilen schon kennt und ins Herz geschlossen hat. Einzig C. J.s Unfähigkeit, Dominick die Wahrheit zu sagen, sorgt für leichte Aggressionen meinerseits. :D So nobel ihre Gründe auch sein mögen, dadurch, dass er ahnt, dass etwas im Argen liegt und er sich somit konstant Sorgen macht, finde ich diese Geheimnistuerei nicht gerechtfertigt.


    Nichtsdestotrotz ist es ein wirklich gelungener Abschluss. Es ist zwar schade, aber lieber hört man auf, solange es am schönsten ist. :) 5 Sterne! Ich hoffe, Jillian Hoffman wird noch viele weitere spannende Bücher schreiben. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Brutal und blutig...


    Chief Assistant C.J. Townsend, von der Staatsanwaltschaft Miami - Drade, weiss eines ganz sicher : Die Frauenleiche, die von einem Angestellten auf einer Mülldeponie gefunden wurde, kann nicht das Opfer des als Cupido bekannten Serienkillers sein. Obwohl die Tote die selben Merkmale aufweist, wie die früheren Opfer von Cupido. Ein Brandzeichen, das einen Blitz in einem Kreis darstellt. Denn Cupido ist tot und so liegt der Verdacht nahe, dass ein Nachahmer sein Unwesen treibt. Doch es kommt noch schlimmer. Plötzlich verschwindet wieder ein Mädchen und C.J Townsend taucht tief in die Kreise der Snuff Videos und ihrer Täter ein.


    Dies ist der vierte Teil rund um C.J Townsend und den Serientäter, der Cupido genannt wird. Und die Autorin führt die Leser so hervorragend in die Details ein, dass auch Neuleser wie ich, den Überblick behalten und die Details verstehen. So nimmt sie nicht nur immer wieder mal Bezug zu den alten Fällen und erklärt auch, wie Townsend den Serienkiller William Rupert Bantling, zur Strecke gebracht hat. Jilliane Hoffman mischt auch immer wieder private Details, wie der grosse Kinderwunsch von Townsend und ihrem Mann Dominick, der als Ermittler arbeitet, unter. So hatte ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir Vorwissen fehlt.

    Die Geschichte ist sehr komplex, da sich neuere Morde, mit Cold Cases und Verbrechen, die Cupido begannen hat, mischen. Gerade die neueren Fälle, in denen die Opfer noch lebend in den Mittelpunkt gestellt werden, sind sehr grausig. Denn ein zentrales Thema sind Snuff Videos und "die Beschaffung " der Opfer für diese abscheulichen Verbrechen an jungen Frauen. Das ist definitiv keine leicht Kost und es geht brutal, blutig...und abscheulich zur Sache. Als sehr spannend empfand ich die Tatsache, dass Staatsanwältin Townsend sich nicht damit begnügt, die Verbrecher vor den Richter zu stellen. Ihre Methode, sie zur Rechenschaft zu ziehen, muss ich hier leider spoilern. Hat mich emotional sehr mitgenommen….und wirft Fragen auf!

    Den Schreibstil von Jilliane Hoffman mag ich sehr und hat mich abgesehen von wenigen Längen im Privatleben der Staatsanwältin, wieder begeistert.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Abrechnung

    Nemesis, Thriller von Jilliane Hoffman, 521 Seiten, erschienen im Wunderlich-Verlag.
    Der abschließende Band der Cupido-Reihe
    Auf einer Müllkippe in Südflorida wird die enthauptete Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf der Schulter trägt das Opfer ein Brandzeichen. Staatsanwältin C.J. Townsend ist alarmiert, das Brandzeichen weist auf eine Mordserie hin, für die vor einigen Jahren ein dubioser Club verantwortlich war. Diesem Club gehörte auch Bill Bantling alias Cupido an, der C.J. vor vielen Jahren brutal vergewaltigt und verletzt hatte. Bei diesem Club handelt es sich um etliche schwerreiche Prominente, Sportler und auch Politiker, die Unmengen von Geld dafür bezahlen um live am Bildschirm die Schändung und Tötung junger Frauen mitzuerleben. Bald wird C.J. klar, dass den Opfern vor Gericht niemals Gerechtigkeit widerfahren würde, da die Mitspieler bei diesem „Spiel ohne Grenzen“ zu reich und zu einflussreich sind um jemals von der Justiz belangt zu werden. Als wieder eine junge Frau verschwindet, muss C.J. eine folgenschwere Entscheidung treffen.
    Das Buch teilt sich in überschaubare 94 Kapitel, in einer angenehmen Länge. Im auktorialen Stil erzählt Hoffman, den finalen Teil der Reihe um die Juristin C.J. Townsend. Überdeutlich sind die Chatverläufe oder Telefonnachrichten dargestellt. Eigennamen und besondere Phrasen sind fett gedruckt, Gedanken, Zitate und Rückblicke sind kursiv dargestellt, Smileys wurden verwendet. Vor dem Kapitel 75 wurde ein zur Story passendes Poem der Schriftstellerin Nikita Gill eingefügt. Ebenso vor Kapitel 5 ein Vers aus dem AT (Hesekiel 25,17). Die handelnden Personen hatten Tiefe und waren hervorragend gezeichnet, auch das Setting hat Hoffman mit ihren bildhaften Beschreibungen gut dargestellt. Ich könnte mir die Story sehr gut als Film vorstellen. Die emotionsgeladenen Dialoge, besonders zwischen C.J. und ihrem Gatten Dom machten den Thriller überaus lebendig. Gut gefallen hat mir, dass auch aus dem Privatleben der Ermittlerin einiges erzählt wurde, das macht die Charaktere sympathisch.
    Die bisherigen Bücher habe ich vor Jahren schon gelesen, war aber sofort wieder in der Geschichte drin. Es ist mir außerordentlich schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen, die Spannung beginnt auf den ersten Seiten und endet beim Schlusspunkt. Ich finde die Protagonistin hat sich im Laufe der Jahre, vom ersten Buch an, emotional sehr weiterentwickelt. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich absolut nachvollziehen. Ihre Taten jedoch nicht. Und das ist der Punkt an dem ich etwas enttäuscht war, stets bewies die Protagonistin Rückgrat und Korrektheit, sie war immer ein Vorbild darin das Gesetz zu wahren, egal welche Emotionen sie berührten. Doch hier nimmt sie das Gesetz selbst in die Hand, welches sie Kraft ihres Amtes schützen sollte und kommt damit auch noch durch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Townsend mit ihren einschlägigen Beweisen und der Liste mit Namen, nicht auf legalem Weg, diesen Verbrechern Einhalt hätte gebieten können.
    Der Titel des Buches „Nemesis“ ist wie auch in den Vorgängerbänden sehr gut gewählt. Dieses Buch ist gut als Einzelband zu lesen, denn die Vorgeschichte ist gut in die Erzählung integriert. Jedoch sollte man sich die gesamte Reihe nicht entgehen lassen. Eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

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