Anthony Horowitz - Ein perfider Plan / The Word is Murder

  • Buchdetails

    Titel: Ein perfider Plan: Hawthorne ermittelt


    Band 1 der

    Verlag: Insel Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 363

    ISBN: 9783458177821

    Termin: Neuerscheinung März 2019

  • Bewertung

    3.4 von 5 Sternen bei 8 Bewertungen

    67,5% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Ein perfider Plan: Hawthorne ermittelt"

    Keine sechs Stunden, nachdem die wohlhabende alleinstehende Diana Cowper ihre eigene Beerdigung geplant hat, wird sie in ihrem Haus erdrosselt aufgefunden. Ahnte sie etwas? Kannte sie ihren Mörder? Daniel Hawthorne, ehemaliger Polizeioffizier und inzwischen Privatdetektiv im Dienst der Polizei, nimmt die Spur auf. Aber nicht nur den Fall will er lösen, es soll auch ein Buch daraus werden, und dafür wird Bestsellerautor Anthony Horowitz gebraucht. Der wiederum sträubt sich zunächst, ist jedoch schon bald unrettbar in den Fall verstrickt. Fasziniert von der Welt des Verbrechens ebenso wie von dem undurchsichtigen Detektiv und dessen messerscharfem Verstand.Ganz im Stil von Holmes und Watson begeben sich Hawthorne und Horowitz auf die Suche nach dem Mörder einer scheinbar harmlosen älteren Frau, in deren Vergangenheit allerdings schon bald dunkle Geheimnisse auftauchen. Eine atemberaubende Jagd beginnt …
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  • Buchmeinung zu Anthony Horowitz – Ein perfider Plan


    „Ein perfider Plan“ ist ein Kriminalroman von Anthony Horowitz, der 2019 im Insel Verlag in der Übersetzung von Lutz-W. Wolff erschienen ist. Der Titel der englischen Originalausgabe lautet „The Word is Murder“ und ist 2017 erschienen.


    Zum Autor:

    Anthony Horowitz, geboren 1956 in Stanmore, gehört zu den erfolgreichsten Autoren der englischsprachigen Welt, in Deutschland ist er vor allem durch seine Jugendbuchreihe um Alex Rider bekannt. Neben zahlreichen Büchern hat Anthony Horowitz Theaterstücke und Drehbücher zu verschiedenen Filmen und Fernsehserien (unter anderem Inspector Barnaby) verfasst. Seit seiner Jugend ist er Sherlock-Holmes-Fan. Anthony Horowitz lebt mit seiner Familie in London.


    Klappentext:

    Keine sechs Stunden, nachdem die wohlhabende alleinstehende Diana Cowper ihre eigene Beerdigung geplant hat, wird sie in ihrem Haus erdrosselt aufgefunden. Ahnte sie etwas? Kannte sie ihren Mörder?

    Daniel Hawthorne, ehemaliger Polizeioffizier und inzwischen Privatdetektiv im Dienst der Polizei, nimmt die Spur auf. Aber nicht nur den Fall will er lösen, es soll auch ein Buch daraus werden, und dafür wird Bestsellerautor Anthony Horowitz gebraucht. Der wiederum sträubt sich zunächst, ist jedoch schon bald unrettbar in den Fall verstrickt. Fasziniert von der Welt des Verbrechens ebenso wie von dem undurchsichtigen Detektiv und dessen messerscharfem Verstand.

    Ganz im Stil von Holmes und Watson begeben sich Hawthorne und Horowitz auf die Suche nach dem Mörder einer scheinbar harmlosen älteren Frau, in deren Vergangenheit allerdings schon bald dunkle Geheimnisse auftauchen. Eine atemberaubende Jagd beginnt …


    Meine Meinung:

    Der erste Eindruck und der Klappentext waren vielversprechend. Ganz im Stil von Holmes und Watson wird der Fall aus der Sicht eines bekannten Autors geschildert, nämlich aus der von Anthony Horowitz. Daniel Hawthorne ist der geniale Detektiv, der den Schriftsteller gewählt hat, um zum Fall ein Buch zu schreiben. Der Autor war einverstanden und so kommt es zur Zusammenarbeit. Allerdings ist es in der Praxis schwerer als in der Theorie, gemeinsam zu agieren. Grund dafür sind vor allem fehlende Kommunikation und eine gewisse Antipathie der beiden Hauptfiguren. Die Erzählperspektive ist die Sicht des Schriftstellers auf die Dinge, Hawthorne gibt eher rätselhafte Andeutungen von sich und rügt gerne seinen Partner. Gerade auch Informationen über Hawthorne sind von geringer Aussagekraft, da dieser gerne im Hintergrund agiert. Es werden äußere Merkmale beschrieben, der Charakter bleibt im Verborgenen. So agiert der Detektiv mal freundlich, mal aggressiv und Horowitz kann nicht erklären, warum dies so ist. Die Gedanken des Detektivs bleiben unbekannt. Dafür erfährt man etwas mehr über den erfolgreichen Schriftsteller und seine Arbeitsweise. Er ist wie im richtigen Leben auch als Drehbuchautor tätig und trifft bekannte Persönlichkeiten. Man erfährt einiges über seine Wünsche und beruflichen Hoffnungen. Auch er merkt, dass die Zusammenarbeit mit Hawthorne besser sein könnte, erwägt sogar die Zusammenarbeit zu beenden, aber ihn hat der Fall dann doch gefangen genommen.

    Der Fall selber ist durchaus interessant und die Auflösung plausibel. Und doch war ich enttäuscht, weil mir die Figuren nicht nahe gekommen sind. Sie agierten als ob sie auf einer Bühne auftreten würden. Sie wirkten einfach nicht lebendig. Dafür entschädigen auch die zahlreichen Informationen aus dem Medienbereich nicht.


    Fazit:

    Trotz eines interessanten Kriminalfalles war ich enttäuscht, weil mir die Figuren fern blieben. Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. So vergebe ich nur zwei von fünf Sternen (50 von 100 Punkten) und spreche keine Leseempfehlung aus.

    :Hörbuch Hans Rosenfeldt - Wolfssommer

    :lesend C. S. Harris - Die Schatten von Westminster

    :lesend Arno Strobel - Die App

    :lesend Matthias Riedl - Mein Weg zur gesunden Ernährung

  • Interessante Rezension wampy, ich habe die Informationen aus dem Medienbereich lustigerweise nicht als Entschädigung, sondern als Belastung empfunden.:lol: Hier meine Rezi ohne Wiederholung des Klappentextes:


    Form und Stil:


    Das Buch ist aus der Sicht von Anthony Horowitz als Ich-Erzähler verfasst. Obwohl es wirkt, als würde eine reale Geschichte erzählt, handelt es sich um reine Fiktion. Wahr sind dagegen wohl die Fakten über die Person des Anthony Horowitz. Das Buch ist in viele einzelne Kapitel mit teilweise sehr amüsanten Überschriften gegliedert. Die Geschichte lässt sich leicht weglesen auch wenn man - wie so oft bei Krimis - besonders auf die Kleinigkeiten achten muss.


    Eigene Meinung:


    Ich persönlich finde, dass das Buch leider ein bisschen zu viel Selbstbeweihräucherung des Herrn Horowitz ist. Leider werden an vielen Stellen völlig unnötig und immer wieder seine ganzen Errungenschaften und bisherigen Erfolge aufgezählt. Immer wieder werden die ganzen Berühmtheiten aufgezählt, die man - insbesondere bei britischen Prominenten - teilweise überhaupt nicht kennt. Dieser Aspekt hat leider meinen Lesefluss doch deutlich gestört. Ich habe innerlich mit den Augen gerollt und gehofft, dass der gute Mann nicht wirklich ständig darüber nachdenkt, wie ach so wichtig und toll er doch ist. Das ist furchtbar schade, weil mir die Atmosphäre im Buch ansonsten wirklich gut gefallen hat. Ein paar Konfrontationen mit seiner Berühmtheit waren auch gut und witzig gemacht. Es war für mich nur leider zu viel.


    Die Idee selbst finde ich toll, die Vermischung von Realität und Fiktion wahnsinnig spannend (wie oft habe ich gegooglet, ob etwas real ist oder nicht). Auch der kriminalistische Hintergrund ist gut gewählt, fesselnd und hat einige Wendungen parat. Im Gegensatz zu vielen anderen Krimis habe ich den Täter auch nicht gleich erraten. Es gelingt dem Autor also auch wunderbar Finten zu legen.


    Fazit:


    Wenn ich von dem einen Kritikpunkt absehe, war es ein tolles und auch spannendes Buch, das mich einige Male zum Schmunzeln gebracht und gut unterhalten hat.

    "Ich frage mich, ob die Sterne leuchten, damit jeder eines Tages den Seinen wiederfinden kann." - Der kleine Prinz

  • Rezension zu Ein perfider Plan - Anthony Horowitz


    Kein Sherlock Holmes


    Als Erstes lernen wir Diana Cowper kennen, sie ist in einem Bestattungsinstitut und plant ihre eigene Beerdigung. Da ahnt aber noch keiner, dass sie noch am selben Tag sterben wird. War es Mord? Oder hat sie doch selbst sich das Leben genommen? Das ist die Frage, die sich Daniel Hawthorne stellt. Früher war er selbst bei der Polizei, aber nun ist er nur noch Berater. Warum es zur Kündigung kam, wird uns erstmal noch nicht erzählt. Hawthorne möchte allerdings nicht nur den Tod von Diana Cowper aufklären, sondern seine Ermittlungen auch als Buch veröffentlichen. Deshalb sucht er Anthony Horowitz auf, der Schriftsteller ist und sich durch einen Trick von Hawthorne auf die ganze Sache einlässt. Beide machen sich zusammen auf, um den Fall zu lösen.

    Eine Kriminalgeschichte im Stil von Sherlock Holmes, jedoch mit meiner Meinung nach unsympathischeren Akteuren. Der Schreibstil ist wie immer bei Horowitz sehr schön zu lesen und auch der Spannungsbogen ist gut gelungen. Ich würde mir wünschen, dass die Charaktere sich weiter entwickeln und mir dann hoffentlich besser gefallen werden.

  • Anthony Horowitz - Ein perfider Plan

    Großartig !!!


    Wow, das war mein erster Anthony Horowitz und ich bin absolut begeistert. Wir haben hier eine tolle Sprache, einen Krimi, der seine Spannung bis zum Schluss aufrechterhält, einen wunderschönen Humor, der immer wieder durchschimmert, ein interessantes Ermittlerduo mit viel Reminiszenzen an andere Ermittlerduos und interessante Charaktere. Kurzum, ich habe hier einen perfekten Krimi gelesen.



    Und nicht nur das, Horowitz hat hier auch eine andere geniale Idee in die Tat umgesetzt. Anthony Horowitz ermittelt hier selbst in seinem Krimi, er und seine fiktive Ermittlerperson Daniel Hawthorne ermitteln hier gemeinsam, so dass in dieses Buch auch einige wahre Begebenheiten einfließen. Also haben wir hier eigentlich zwei Geschichten. Einmal den Kriminalfall und zum anderen gibt Horowitz auch einige Einblicke in seine Arbeitsweise als Autor, in den Entstehungsprozess eines Buches/Drehbuches. Etwas was ich sehr interessant und echt gelungen empfand.



    Zum anderen haben mir in diesem Buch die immer wieder kehrenden Verweise auf die Größen des Kriminalromans gefallen. Schon durch die Art der beiden ermittelnden Hauptfiguren werden Erinnerungen an andere Ermittlerteams geschaffen, dazu tauchen dann immer noch im Text weitere Verweise auf andere Größen auf. Schön gemacht!



    Und nun zum Fall: Eine wunderschöne Whodunit-Geschichte wartet hier auf den Leser. Genauso muss für mich ein Kriminalroman aussehen. Perfekt gemacht und ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt.



    Diana Cowper geht zu einem Bestattungsunternehmen, um ihre eigene Beerdigung zu planen und kaum sechs Stunden später ist die Frau tot. Daniel Hawthorne, ehemaliger Polizeiinspektor und inzwischen Privatdetektiv übernimmt die Ermittlungen und beauftragt Anthony Horowitz die Ermittlungen zu begleiten, um darüber ein Buch zu schreiben. Und die Beiden nehmen ihre Ermittlungen und die äußerst spannende Mörderjagd auf.



    Ich gebe eine unbedingte Leseempfehlung!

  • So rundum überzeugen konnte mich dieser Krimi leider nicht.


    Im Prinzip mag ich solche britischen Detektivgeschichten, und auch die etwas ungewöhnliche erzählerische Ausgangssituation fand ich ganz interessant, ebenso wie die reichlich spröde, aber hintergründige Figur des Hawthorne.


    Aber die Ausführung im einzelnen hatte mir dann einfach zu viele Längen und Wiederholungen, außerdem zu viel "Gewese" um den Autor und seine Schreiberei. Die Ausflüge und Abschweifungen ins aktuelle Mediengeschehen (insbesondere Film und Fernsehen und deren "Personal) waren für mich zu detailliert, vermutlich weil mich diesbezügliche Einzelheiten einfach nicht interessieren, dazu kommt erschwerend, dass ich manchmal nicht genau wusste, um was oder wen es geht :geek:.


    Bezüglich der Auflösung hat sich der Autor etwas einfallen lassen, konstruiert zwar, aber das gehört zu dieser Art Geschichten dazu. Was mir dann wiederum weniger gefiel, waren die sich am Ende über mindestens 10 Seiten hinziehenden Erläuterungen zu den Aufklärungsfeinheiten. So hinterhergeschoben finde ich das nur selten befriedigend.


    Klingt vielleicht ein bisschen schräg, aber mich hat gestört, wie oft (gefühlt immer) der eigentlich passende Genitiv umgangen und stattdessen ein Dativ verwendet wurde. Insgesamt fand ich die Sprache eher schlicht, Obwohl die Sprache auf den ersten Blick eloquent wirkt, auch gelegentlich mit wohlklingenden Fremdwörtern "aufgepeppt", fand ich sie insgesamt eher schlicht, manchmal fast ein wenig lieblos, was allerdings auch an der Übersetzung liegen kann. (Und man hätte "iphone" durchaus öfter durch "Handy" ersetzen können O:-)).

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