Jean Mattern - September / Septembre

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  • Originaltitel: Septembre (2015)


    Klappentext:


    München 1972.

    Es sollten die heiteren Spiele werden …

    In diesem Spätsommer gibt es, egal ob Mann oder Frau, wohl auf der ganzen Welt niemanden, der nicht heimlich für Mark Spitz schwärmt.

    Die Welt feiert Olympia.

    Doch dann nimmt der 'Schwarze September' die israelische Delegation als Geiseln und eine Tragödie beginnt.


    über den Autor:


    Jean Mattern wurde 1965 geboren und wuchs in Deutschland auf. Er lebt in Paris, wo er als Verlagslektor arbeitet. 'September' ist sein vierter Roman.


    Meine Meinung:


    Rein literarisch habe ich noch nie was über das Olympia-Attentat was gelesen und soweit ich das beurteilen kann ist dieser Teil so gut wie möglich recherchiert und wiedergegeben worden. In dieser wahren Geschichte verwoben gibt es noch eine zu seiner Zeit skandalöse Liebesbeziehung zwischen zwei Journalisten. Wer Drama und Tragödien mag wird auf alle Fälle ganz gut bedient. Ich habe persönlich ein ersten Einblick über den Ablauf des Olympia-Attentats in München erhalten. Der Autor macht es im Prinzip verdammt gut, aber für mich persönlich passt der reale Hintergrund und die fiktive Liebesgeschichte nicht wirklich zueinander. Ist äußerst schwer zu beschreiben, denn letztlich passt es schon rein, aber für mich will es nicht reinpassen. Sehr schön und sehr respektvoll geschrieben. Ich fürchte man muss es selber lesen um sich ein eigenes Bild zu machen.


    Fazit:


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    1. September

      (Ø)

      Verlag: Berlin Verlag


    :study: Harry Potter und der Orden des Phönix 27 / 958 Seiten

    :study: Die App (Arno Strobel) 65 / 362 Seiten

    :study: Das Alphabet des Herzens (James R. Doty) 21 / 271 Seiten


    SUB: 701

  • Danke Gaymax! Tatsächlich steht dieses Buch im französischen Original seiit Längerem auf meiner WuLi, da ich Mattern schätze. Ich warte auf ein günstiges Angebot, da es nicht dringlich ist.


    Ich weiß nicht, wo Du genau generationell stehst, doch das Attenttat damals war wirklich ein traumatisches Erlebnis und zerstörte das Bild von den "friedlichen Spielen". Die Bilder gingen unaufhörlich durch die Presse, bzw waren im TV, und man so seine inneren "Bilder". Es gibt wohl andere Bücher, in denen das Thema auf die ein oder andere Weise aufgegriffen wird. Unten verlinkt eines davon.

    Alain Claude Sulzer - Aus den Fugen

    Wilhelm Genazino - Aus der Ferne. Auf der Kippe/Bilder und Texte

    Byung-Chul Han - Agonie des Eros

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

  • :-k Ich bin mir zwar nicht 100% sicher, aber ich glaube, es könnte Dir sprachlich, stilistisch gefallen. Ich bin ca. 10 Jahre später im Leben anwesend gewesen. Aber so wie Du es beschreibst kommt es im Buch durchaus auch rüber. Vielleicht sind die 160 zu lesenden Seiten auch etwas zu kurz, dass werde ich aber erst wissen, wenn ich das Buch mit einem anderen vergleiche.

    Würde zwar noch gerne ein paar Zeilen schreiben, aber dann würde ich zuviel des Inhalts wiedergeben. Auf alle Fälle kommt es gut rüber, dass das Attentat nach dem zweiten Weltkrieg ein absolutes Disaster war für Deutschland, die Behörden etc.

    Da ich kein Zeitzeuge bin kann ich nur mutmaßen. Ich glaube der Autor hat es ganz gut getroffen. Könnte aber auch sein, dass er 50 Seiten hätte mehr schreiben können.

    Wenn er diese beiden Plots so verbinden wollte wie er es getan hat, dann ist es ihm gelungen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob ich die beiden Plots in einem solchen Kontext lesen wollte.


    Ich hoffe ich habe jetzt zu viel verraten, aber ich glaube schon, dass es Dir gefallen könnte bzw. es kein totaler Flop wird. Ich tippe auf 3 - 4,5 Sterne. :-kO:-)

    :study: Harry Potter und der Orden des Phönix 27 / 958 Seiten

    :study: Die App (Arno Strobel) 65 / 362 Seiten

    :study: Das Alphabet des Herzens (James R. Doty) 21 / 271 Seiten


    SUB: 701

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