Edyta Zaborowska - Sklave, bis der Tod uns scheidet!

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»Sklave, bis der Tod uns scheidet!«: Der...

4.5|2)

Verlag: Marterpfahl Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 147

ISBN: 9783944145457

Termin: August 2015

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  • "SKLAVE,BIS DER TOD UNS SCHEIDET!"


    -          Der Herr Baron sinkt auf die Knie -


    von Edyta Zaborowska


    Der vielschichtige Inhalt des vorliegenden Erotikromans findet in vielerlei Hinsicht sicher ein dankbares Lesepublikum: Er ist vom alten Adel und ein Liebling der Regenbogenpresse, und Sie verdingt sich aus dem Rotlicht-Milieu! Gemeinsam ist ihnen die intensive Orientierung auf das Sexuelle - und zwar auf die sado-masochistische Variante. Das Ganze findet in aller Öffentlichkeit und unter ständiger Beobachtung durch die Regenbogenpresse statt, zielt dabei aber keineswegs auf ein heiteres Ende ab. Es gibt eine atemlos absolvierte Liebesgeschichte, garniert mit Mystery- und Krimi-Elementen. Gelegentlich wird die Grenze der Realität zumindest gestreift, was aber den Rahmen der spannenden Erzählung nicht sprengt. Auch eingefügte juristische, soziale und moralische Betrachtungen verkraftet der Roman mühelos. Man wird das Büchlein kaum halbgelesen aus der Hand legen, von welchem Blickwinkel aus man es auch lesen mag.


    Inhalt: Vor dem absehbaren Ende seines Lebens will der attraktive und steinreiche, jedoch unheilbar an Krebs erkrankte Baron Ludwig es noch einmal wissen: vitale Sinnlichkeit unter der Peitsche einer sadistischen Eheherrin fehlt in der Bilanz seines ansonsten recht erfolgreichen Daseins, und er ist entschlossen, sie sich nachhaltig zu verschaffen. Hanna, die bisher ein Dominastudio betrieben hat, erweist sich als die ideale Partnerin dafür. Es kommt schnell zur Eheschließung, und damit sind die Rollen neu definiert: Hanna wird die unwidersprochene Herrin über das gesamte Vermögen und übt im Rahmen eine strikten „Female leaded Relationship“ sadistische Dominanz aus, der sich der Baron zu gerne unterwirft. Die Skandalpresse hat ihre helle Freude daran.


    Doch der Schein trügt: Hanna findet heraus, dass die adlige Familie unter einer bizarren Tradition lebt, mit immer wieder sadistisch auftretenden Schlossherrinnen und männlichen Stammhaltern, die das masochistische Pendent stellen. Darüber hinaus erfährt sie von der Familie lange versteckt gehaltene Aufzeichnungen, aus denen hervorgeht, dass jede der bisherigen dominanten Herrinnen am Hof nach der Geburt eines Sohnes den Tod gefunden hat.


    Das Geschehen bleibt jedoch hauptsächlich zentriert um Hannas rabiate Dominanz, die sie im Schloss der stets nach immer pikanteren Nachrichten gierenden Regenbogenpresse zur Schau stellt und der Ludwig sich uneingeschränkt unterwirft. Die Riege der Nebenfiguren schließt noch ein paar weitere interessante Personen ein, darunter Ewa, mit der Hanna gemeinsam das Dominastudio führt, den stummen Leibwächter Adam und Hannas junge Hausangestellte Aimée, welche allesamt so fein charakterisiert sind, dass man sie als Leser(-in) gerne einmal kennenlernen möchte ….


    An Härte mangelt es der Erzählung indes nicht, das sado-masochistische Element wird genügend ausgereizt, bleibt aber auch als extrem gesteigertes Verhalten noch realistisch und trotz einiger metaphysischer Elemente durchaus geerdet. Und was den Stil angeht, so verzichtet die Autorin auf Vulgarität und auf Peinlichkeiten, was bei diesem Genre ja nicht selbstverständlich ist. Hinsichtlich der Spannung wird ebenfalls der Bogen gespannt. Schnell fragt man sich als Leser(-in): Was füht die von Hanna hinsichtlich des Millionenerbes ausgebootete Exfrau von Ludwig im Schilde? Warum interessiert sich ein junges und sehr attraktives Verbrecherpaar auffällig für das Anwesen? Was hat es mit der sadistischen Hausherrin Lucy auf sich, die an selber Stelle vor 150 Jahren einen qualvollen Tod fand? Und unter welchen Umständen starb auch Ludwigs Mutter so kurz nach seiner Geburt?


    Fazit: Ein Buch nicht nur für Freunde des sinnlichen Schmerzes, sondern auch für die, die prickelnde Erotik in eine ansprechende und spannende Rahmenhandlung eingebettet haben möchten.






    Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.



    H.H.

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