Alyssa Day - Atlantis - Das Herz des Kriegers / Atlantis Unleashed

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  • Inhalt / Klappentext

    Vor elftausen Jahren haben die Krieger von Atlantis geschworen, die Menschheit vor den Herrschern der Nacht zu beschützen. Doch jetzt vereinen sich die mächtigen Kräfte der Finsternis. Nur noch zwei Seelen können den Sieg der Dunkelheit aufhalten: die Seele eines Kriegers und die Seele einer schönen Menschenfrau.

    Lord Justice hat sich für seinen Bruder geopfert und Unaussprechliches erlitten. Keely ist ene Wissenschaftlerin aus dem 21. Jahrhundert, hin- und hergerissen zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Wirklichkeit und Illusion - zwischen namenlosem Schrecken und unwiderstehlichem Verlangen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem verlorenen Stern Artemis. Doch das Böse droht sie beide zu zerstören.


    Mein Fazit

    Die Story wirkte auf mich eher konfus. Atlantis, alte römische Geschichte, Götter, Mayas und Vampire - die Autorin wirft alles in einen Topf. Leider fehlt mehr mir ein stimmiges Gesamtkonzept. Es mag allerdings auch daran liegen, dass es sich hier um eine Reihe handelt und ich ein Buch mittendrin erwischt habe. Auch fühlte ich mich währen des Lesens recht häufig an andere Autorinnen erinnert. Gena Showalter bspw. kam mir öfter in den Sinn.


    Die Geschichte selbst zieht sich insgesamt doch sehr in die Länge und es geht dabei weniger um die beiden Protagonisten als Paar an sich. Ich hätte mir gewünscht, dass den beiden mehr Platz eingeräumt würde um zusammen zu wachsen. So gibt es z.B. kaum Erklärungen über Justice oder über Atlantis im allgemeinen. Die vorhandenen Dialoge zwischen Keely und Justice tragen leider auch nicht so richtig dazu bei als Leser ein konkreters Bild von beiden zu bekommen. Sie waren für mich da, blieben aber leider immer irgendwie im Status von Nebendarstellern. Für meinen Geschmack drehte sich denn auch zuviel der Zeit um andere Personen, die Planung eines bevorstehenden Krieges und die vermeintlich labile psyschische Verfassung Justice'.

    Gefallen hingegen hat mir die Idee von Keelys übersinnlicher Gabe. Sie ist eine Objektdeuterin. Berührt sie einen Gegenstand, offenbart dieser ihr seine Geschichte. Damit kann die Autorin immerhin eine kleine Brücke zu Justice persönlicher Geschichte schlagen. Leider ist mir das insgesamt zu wenig.


    Als sehr störend habe ich auch die merkwüdige Ansprache einiger Frauen empfunden. Eine Nebenfigur wird als "Ms" angesprochen, Keely häufig als "Frau Dr. McDermott". Da sich die Geschichte zum Teil in Amerika abspielt, sollte man sich meiner Meinung nach schon entscheiden, welche Form der Ansprache man wählt. Das mag nur ein Detail sein, aber mich hat es gestört.


    Insgesamt bekommt das Buch von mir :bewertung1von5: Stern und nicht wirklich eine Leseempfehlung.

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