Peter Prange - Unsere wunderbaren Jahre

  • Buchdetails

    Titel: Unsere wunderbaren Jahre


    Band 1 der

    Verlag: FISCHER Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 976

    ISBN: 9783596036066

    Termin: Oktober 2017

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 19 Bewertungen

    84,2% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Unsere wunderbaren Jahre"

    Wie wir wurden, was wir sind: Der Bestseller-Roman über die Bundesrepublik – eine bewegende Familiengeschichte von Erfolgsautor Peter Prange, in der die gesamte Nachkriegszeit bis zur Gegenwart lebendig wird. Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden – vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien. Als die D-Mark unsere Währung war: noch nie wurde so von Deutschland erzählt. Es ist der Roman der Bundesrepublik. Es ist unsere Geschichte.
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  • Kurzmeinung

    Studentine
    Lebendig erzählte jüngere deutsche Geschichte und unterhaltsamer Schmöker, der sich gut weglesen lässt.
  • Kurzmeinung

    Mapa
    Der Leser begleitet mehrere Freunde von der Einführung der D-Mark bis zur Einführung des Euro - ein gelungener Roman

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  • Inhalt (Quelle: Inhaltsangabe ebook)
    Es ist der 20. Juni 1948. Das neue Geld ist da – die D-Mark. 40 DM „Kopfgeld“ gibt es für jeden. Für die drei so verschiedenen Schwestern Ruth, Ulla und Gundel, Töchter des geachteten Fabrikanten Wolf in Altena. Für Tommy, den charmanten Improvisateur, für den ehrgeizigen Jung-Kaufmann Benno, für Bernd, dem Sicherheit das Wichtigste ist. Was werden die sechs Freunde mit ihrem Geld beginnen? Welche Träume und Hoffnungen wollen sie damit verwirklichen? Schicksalhaft sind sie alle verbunden – vom Wirtschaftswunder über die Geschäfte zwischen den beiden deutschen Staaten bis zum Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall. Sechs Freunde und ihre Familien machen ihren Weg, erleben über drei Generationen die Bundesrepublik der D-Mark – und den Beginn der neuen, europäischen Währung. Authentisch, spannend und detailreich ist der Roman ›Unsere wunderbaren Jahre‹ von Bestseller-Autor Peter Prange ein Spiegel unserer Biographien – und ein wahres deutsches Märchen.


    Über den Autor (Quelle: Amazon.de)
    Peter Prange ist als Autor international erfolgreich. Er studierte Romanistik, Germanistik und Philosophie in Göttingen, Perugia und Paris. Nach der Promotion gewann er besonders mit seinen historischen Romanen eine große Leserschaft. Seine Werke haben eine internationale Gesamtauflage von über zweieinhalb Millionen verkaufter Exemplare erreicht und wurden in 24 Sprachen übersetzt. Mehrere Bücher wurden verfilmt bzw. werden zur Verfilmung vorbereitet. Der Autor lebt mit seiner Frau in Tübingen.


    Mein Leseeindruck:
    Der Autor erzählt deutsche Geschichte ab der Einführung der D-Mark im Jahr 1948 bis in die jüngere Gegenwart anhand der Familie Wolf und einigen Freunden. Ausgangspunkt ist die Kleinstadt Altena in Nordrhein-Westfalen.


    Anhand der verschiedenen Lebenswege der Figuren lässt der Autor die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen nach dem 2. Weltkrieg in den beiden deutschen Staaten sehr anschaulich lebendig werden. Der Leser wird mitgenommen in die junge und idealistische DDR, in die Großstadt Düsseldorf und in das heimatliche Kleinstädtchen Altena. Er erlebt u. a. den Wirtschaftsaufschwung, die Ankunft der Gastarbeiter, Studentenproteste in der BRD, die schrittweise Versöhnung mit dem ehemaligen Kriegsgegner Frankreich, die Planwirtschaft in der DDR, die Aussöhnung mit dem Staat Israel, den Strukturwandel in NRW oder die Einführung des Euro im Jahr 2002.


    Mir persönlich fehlte die Zeit des RAF Terrors, die komplett übersprungen wurde und ja nicht ganz unwichtig in der Geschichte der BRD gewesen zu sein schien.:-k Auch über die Ölkrise der 70er Jahre hätte ich gern mehr gelesen, zumal ich die wirtschaftlichen Entwicklungen und Zusammenhänge im Buch super interessant fand. Dafür war die Schilderung des Mauerfalls am 9.11.1989 aus der jeweiligen Perspektive der Figuren äußerst spannend geschrieben - die Atmosphäre aus Erwartung, Ungewissheit und Spannung hat der Autor sehr gut dargestellt. Auch die Zeit der Wende mit ihren politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umbrüchen wurde sehr interessant, ausführlich und gut erzählt.


    Fehlten die 70er Jahre ganz, waren die Kapitel im neuen Jahrtausend mir fast schon wieder zu ausführlich. Es war ganz nett zu lesen und vieles endete sehr harmonisch, aber einige Längen waren drin, was nicht unangenehm, aber meiner Meinung nicht unbedingt notwendig war. Was mir außerdem nicht so gut gefiel war, dass der Autor sich als Figur selbst in die Geschichte brachte. Das fand ich irgendwie unnötig, denn in meinen Augen verschafft er sich als Autor der über 900 Seiten eigentlich genügend Geltung. Irgendwie schien er die Idee zum Buch mit in die Handlung einbauen zu wollen, was ich aber nicht so richtig gelungen fand.:eye: Als er dann im Buch auch noch auf eins seiner anderen Werke verwies, musste ich schon echt die Augen verdrehen. :roll: Meine negative Einstellung milderte sich etwas beim Lesen der Danksagung, als er erwähnt, dass es sich um sein persönlichstes Buch handelt, da es um seine Heimatstadt Altena geht.


    Abgesehen von diesen Kritikpunkten war es ein richtig schöner und unterhaltsamer Schmöker, der sich wunderbar weglesen lässt. Es war schön, die Figuren durch die Geschichte und ihren Alltag zu begleiten. Manchmal braucht es einen solchen Roman, um sich zu verdeutlichen, was alles Geschichtsträchtiges in unserem Land passiert ist - das Buch war einfach lebendige Geschichte, mit der ich mich ein Stück weit identifiziert habe. Von mir gibt es dafür :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:



    Ein Zitat, das mir sehr gut gefallen hat, möchte ich gern noch dalassen (bin halt ein Kind der DDR :lol::wink:):

    Zitat

    „Die DDR war ein Land mit außerordentlich hoher Lesekultur«, sagte er, nachdem er ihnen ein Glas Wein und das Du angeboten hatte. »In keinem anderen Land in Europa, weder im Osten noch im Westen, wurde mehr gelesen als hier.«“

    Liebe Grüße,
    Tine



    :study: J. R. Ward - Fallen Angels - Die Ankunft (MLR)

    :study: Celeste Ng - Kleine Feuer überall

  • Danke, Studentine.


    Bei diesem Titel, trotz anderen Themas, kann man ja garnicht anders als auf das wunderbare Buch von Reiner Kunze hinzuweisen..., oder?


    Aus Hunderten von Gesprächen, die der Dichter Reiner Kunze mit Schülern, Lehrlingen, Arbeitern und Soldaten der Nationalen Volksarmee führte, und aus Erfahrungen mit seiner eigenen halbwüchsigen Tochter entstanden diese Prosatexte, in denen er mit knappen, lakonischen Worten den Alltag von Jugendlichen in der DDR schildert. Der Titel, ein Zitat aus der "Grasharfe" von Truman Capote, ist bittere Ironie, denn nach allem, was Reiner Kunze erfahren hat, sind die Jahre der Entwicklung für kritische junge Menschen, die sich im sozialistischen Deutschland selbst verwirklichen wollen, gar nicht so wunderbar. Da werden schon Kinder, Spielzeugmaschinenpistolen im Anschlag, zum Haß auf den Klassenfeind gedrillt. Da lernen Elf- und Zwölfjährige in der sozialistischen Wehrerziehung, wie man Menschen tötet. Beklemmender noch als die Machtausübung von oben schildert der Autor die perfekten Unterdrückungsmechanismen, durch die Spießer und Ordnungshüter der Jugend Spontaneität austreiben und harmlose individuelle Lebensäußerungen: Jeans tragen, Jazzgruppen nachreisen, auf dem Brunnenrand Gitarre spielen, gammeln, trampen, ein Orgelkonzert in der Kirche besuchen ... Die Erstausgabe erschien 1976 in der Bundesrepublik. Kurz darauf wurde Reiner Kunze aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Bei uns lösten "Die wunderbaren Jahre" eine Betroffenheit aus, die diesen stillen Prosaband, in dem "keine einzige Zeile zufällig und so auch keine Zeile überflüssig ist" (Böll), zu einem Bestseller machte. Inzwischen ist das Buch in zehn Sprachen übersetzt worden. Es wurde nach einem Drehbuch von Reiner Kunze und unter seiner Regie verfilmt.

    Jan Trefulka - Der verliebte Narr

    Banana Yoshimoto - Kitchen

    Ernst Wiechert - Wälder und Menschen

    Trésor de la poèsie indienne - Des Védas au XXIème siècle (Schatzkiste der indischen Poesie - Von den Veden bis ins XXI.Jahrhundert)

    Constant Tonnelier - 15 days of prayer with Saint Therese de Lisieux


    (Un-)Gelesenes: https://www.buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#library

  • Bei diesem Titel, trotz anderen Themas, kann man ja garnicht anders als auf das wunderbare Buch von Reiner Kunze hinzuweisen..., oder?

    Danke für den Hinweis :thumleft:, ist gleich mal auf meiner Wuli gelandet. Ich war ganz überrascht, denn ausgehend von deiner Inhaltsbeschreibung finde ich sowohl titeltechnisch als auch inhaltlich sogar die ein oder andere Parallele zwischen den beiden Büchern. :-k Mal schauen.

    Liebe Grüße,
    Tine



    :study: J. R. Ward - Fallen Angels - Die Ankunft (MLR)

    :study: Celeste Ng - Kleine Feuer überall

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