Theresa Czerny - Galopp durch die Brandung

Die Pferde von Eldenau - Galopp durch di...

4 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 2 der

Verlag: Magellan

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783734850394

Termin: Januar 2019

  • Ein Buch, das sich anfühlt wie nach Hause kommen!


    Klappentext

    „Jannis’ Turnierambitionen sind im Moment auf Eis gelegt, denn Dari, sein vielversprechendes Springpferd, lässt sich nach einem traumatischen Erlebnis noch nicht wieder reiten. Stattdessen hilft er Frida, ihr Pony Liv für das alljährliche Strandderby fit zu kriegen. Das Derby hat Tradition: Seit Jahren schon ist es das Ereignis für Gut Eldenau, dementsprechend begeistert stürzen sich alle in die Vorbereitungen. Doch dann wird bei einem Reitunfall ein Mädchen verletzt und die Pferde des Guts geraten in Verruf. Sogar das Strandderby wird abgesagt. Ihre Ponys sollen unberechenbar sein? So ein Quatsch, findet Frida. Irgendwie müssen Jannis und sie das Gegenteil beweisen und damit nicht nur das Ansehen des Guts, sondern auch das Strandderby retten.“


    Gestaltung

    Mit den kräftigeren Blau-Türkistönen ist das Cover des zweiten Bandes farbintensiver als sein Vorgängerband, was mir gut gefällt. Auch finde ich es schön, dass auf diese Weise der weiße, verschnörkelte Rahmen besser zur Geltung kommt. Durch seine schwarze Farbe stricht das durch die Brandung galoppierende Pferd sehr schön hervor. Dieses Bild sieht nicht nur kraftvoll und elegant aus, sondern es passt auch schön zum Inhalt des Buches, da die Pferde hier auch oft durch die Brandung galoppieren. Ein rundum harmonisches Cover!


    Meine Meinung

    Der erste Band der „Pferde von Eldenau“ war für mich rundum ein Wohlfühlbuch und bereits als ich die ersten Zeilen der Fortsetzung las, fühlte es sich wie nach Hause kommen an. Ich fühlte mich direkt wieder wohl zwischen den Seiten und habe das See-Klima genossen, mir die Pferde bildlich vorgestellt und den Stallgeruch geradezu eingeatmet, obwohl er natürlich nur schwarz auf weiß vor mir stand. Ich mag den Schreibstil von Autorin Theresa Czerny einfach unheimlich gerne, weil sie es mit locker-leichten Worten schafft, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen, die mich geradezu in die Welt von Frida und Jannis versetzen und in mir den Wunsch wecken, in der Nähe von den beiden zu wohnen, weil die Landschaft so traumhaft schön sein muss. Ich liebe dieses Setting!


    Die Handlung gefiel mir auch wieder sehr, da es unsere beiden Protagonisten dieses Mal mit einer skrupellosen Bikergang zu tun bekommen, die erst die Wildpferdherde in Aufruhr versetzen, dann Frida bedrohen und zuletzt vor nichts mehr Halt machen. Ich fand es klasse, wie die Autorin mit wenigen Worten bei mir Gefühle der Abneigung gegenüber dem Tun der Biker ausgelöst hat. So konnte ich Frida und Jannis richtig gut verstehen. Wobei ich auch sagen muss, dass ich manchmal ein wenig über Frida den Kopf geschüttelt habe, weil sie nicht bemerkt, wie sie für Jannis fühlt. Bei ihm fand ich es süß und nachvollziehbar, da er es merkt, seine Gefühle aber von sich schiebt, um die Freundschaft zu wahren. Frida hingegen denkt lange Zeit nicht über die aufkeimenden Gefühle nach und als es ihr bewusst wird, reagiert sie etwas kopflos.


    Aber nicht nur die Biker sind Thema des Buches, es passiert auch ein dramatischer Unfall mit einigen Folgen. Diesbezüglich fand ich es klasse, dass auch aktuelle Themen wie Social Media und die Auswirkungen eines Shitstorms thematisiert wurden. Zudem muss Frida ihr Schulprojekt meistern und das Strandderby, das ihre Familie ausrichtet, retten, Jannis bekommt es wieder mit seinem Vater zu tun und Dari muss auch noch weiter versorgt werden… es ist also einiges los in „Galopp durch die Brandung“, was ich einfach klasse fand, da es so nie langweilig wird. Ich fand vor allem das letzte Drittel richtig gelungen, da es hier dramatisch wird und es Schlag auf Schlag zugeht. Zuvor habe ich die Geschichte auch sehr gerne gelesen, aber zwischenzeitlich waren manche Szenen vorhanden, die mir ein wenig zu lang waren wie z.B. die Nachtwanderung zum Moor.


    Was mir wieder gut gefallen hat, war auch wie die Autorin mich zum Miträtseln angeregt hat. Wie schon im ersten Band versuchte ich gemeinsam mit Frida, Jannis, Max und Linh den Schurken (dieses Mal in Form der Biker) auf die Spur zu kommen und hegte insgeheim einige Vermutungen. Toll fand ich, dass bei einigen Figuren bei mir direkt ein ungutes Gefühl geweckt wurde, sodass ich bei diesen immer auf der Hut war. Ob sich diesbezüglich mein ungutes Gefühl bestätigt hat oder nicht, verrate ich an dieser Stelle jedoch nicht…


    Fazit

    Ich liebe die Atmosphäre, die in „Die Pferde von Eldenau“ herrscht, denn ich fühle mich immer sofort wohl zwischen den Buchdeckeln dieser Geschichte und dieses Mal fühlte es sich an wie nach Hause kommen. Das Setting ist in meinen Augen große Klasse und die Figuren sind alle rundum sympathisch. Die Handlung hat mir gut gefallen, vor allem das letzte Drittel, da hier einiges passiert und es super spannend zugeht. Zwar gab es dieses Mal auch winzige Kleinigkeiten, die mich nicht ganz so mitgerissen haben, aber nichtdestotrotz konnte ich „Galopp durch die Brandung“ nur schwer beiseitelegen. Vor allem dann, wenn dramatische Ereignisse geschehen…und davon gibt es in diesem Band einige!

    Sehr gute 4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. Die Pferde von Eldenau – Mähnen im Wind

    2. Die Pferde von Eldenau – Galopp durch die Brandung

    3. ???978-3-7348-5039-4

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Theresa Czerny - Die Pferde von Eldenau. Galopp durch die Brandung“ zu „Theresa Czerny - Galopp durch die Brandung“ geändert.