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Volker Klüpfel, Michael Kobr - Erntedank

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Erntedank

4.3|76)

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783492303019

Termin: Mai 2013

  • Kurzbeschreibung Amazon:
    Wie ein Schock trifft den Allgäuer Kriminalkommissar Kluftinger der Anblick des toten Mannes in einem Waldstück bei Kempten: Auf der Brust der Leiche liegt, sorgfältig drapiert, eine tote Krähe. Im Lauf der Ermittlungen, bei denen der Kommissar tief in die mystische Vergangenheit des Allgäus eintaucht, stößt er auf weitere rätselhafte Hinweise - der Beginn eines Katz-und-Maus-Spiels, bei dem die Zeit gegen Kluftinger läuft. Denn alle Zeichen sprechen dafür, dass das Morden weitergeht. Zu allem Überfluss quartiert ihn seine Frau wegen eines Wasserrohrbruchs auch noch beim ungeliebten Arzt Dr. Langhammer ein Spannung, Humor und Lokalkolorit: Diese Mischung, die "Milchgeld", das Erstlingswerk des Autorenduos Kobr/Klüpfel, auf Platz 25 der bundesweiten Focus-Bestsellerliste katapultierte, zeichnet auch den neuesten Fall um den eigenbrötlerischen Kommissar Kluftinger aus.


    Meine Meinung:


    Nachdem mich der 1. Krimi des Autorenduos Klüpfel und Kobr mit Kommissar Kluftinger so begeistert hat, habe ich nun den 2. Fall gelesen.
    Auch dieser ist wieder sehr kurzweilig und mit einer gehörigen Prise Humor gewürzt. Zwischendurch gab es einige wenige "Krimilängen", bei denen ich mich ernsthaft fragte, ob man den Roman noch diesem Genre zuordnen kann. :wink:
    Allerdings wurde man währenddessen durch überaus witzige Szenen, wie z. B. in einem Spaßbad oder beim "Trivial Pursuit" mit dem bereits aus dem 1. Teil bekannten Ehepaar Dr. Langhammer entschädigt.
    Dass Volker Klüpfel und Michael Kobr durchaus in der Lage sind, Spannung zu erzeugen, beweisen sie in einem fulminanten Finale, in dem uns Kommissar Kluftinger einen für mich überraschenden Täter präsentiert.
    Alles in allem ein lesenswertes Buch!

    1. (Ø)

      Verlag: Dietrich (Maximilian)


    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Nach Milchgeld von Volker Knüpfel, Michael Kobr habe ich jetzt den zweiten Band der Reihe gelesen und kann mich Ritas Urteil auch diesmal wieder anschließen.


    Es macht einfach Spaß, diese Krimis zu lesen, und die Autoren haben eine gute Mischung zwischen Szenen aus Kluftingers Privatleben und den Ermittlungen gefunden. Nebenbei lernt man noch einiges Neue aus dem Sagenschatz des Allgäus.
    Ich wünschte mir für die folgenden Bände lediglich, dass Kluftingers Mitarbeiter ein besseres Profil bekämen. Obwohl es nur drei sind, kann man sie leicht verwechseln.


    Den Täter hatte ich eigentlich schon vorher im Visier:


    Marie

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • @ Marie,


    es freut mich, dass dir das Buch gefallen hat und mit deiner Erläuterung hast du recht :).
    Ich muss leider gestehen, dass ich als Kommissarin sicher den Beruf verfehlt hätte, denn die meisten Mörder würden nie entlarvt :loool:
    Ich bin eine absolute Niete, wenn es darum geht, in Krimis den Mörder zu erraten 8)

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Ich habe das Buch jetzt gerade ausgelesen und muss sagen, dass ich wirklich begeistert bin! :thumleft:
    Einerseits beschreibt das Buch das Privatleben des etwas kauzigen Kommissars Kluftinger - und allein das ist schon lesenswert genug. Andererseits ist die Krimigeschichte auch superspannend und bis zum Ende echt fesselnd.
    Gerade das Finale hat mir gut gefallen! :thumright:


    Ein supertolles Buch, das ich unbedingt empfehlen würde! :cheers:

  • Meine Rezi:
    Man merkt, dass die zwei Autoren mit Kommissar Kluftinger wachsen und es hier eine Steigerung zum ersten Fall gibt.
    Dieser Fall ist schon etwas anspruchsvoller, rätselhafter und mysteriös. Ich war positiv überrascht!


    Diesmal müssen Kluftinger und seine Kollegen sich mit einem Gedicht und örtlichen Sagen rumschlagen, um an den Täter zu kommen. Ein Rätsel löst das andere ab und die meiste Zeit tritt die Polizei auf der Stelle. Aber es gibt immer wieder eine Aussage oder etwas Schriftliches, so dass man als Leser nie in ein Loch fällt und es langweilig wird. Zumindest empfand ich so.


    Besonders aber im Privatleben von Kommissar Kluftinger geht es wieder lustig zu und ich musste oft schmunzeln. Dr private Kluftinger isch oifach genial!
    Auch hatte ich das Gefühl, in diesem Fall war eher mehr privates von dem Kommissar zu lesen, als berufliches, sprich Polizeiarbeit. Der Fall an sich spielte sich für mich eher am Rande ab. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich den "privaten" Kluftinger einfach mehr mag.
    Aber nichts ist besser, als die kleinen Tobsuchtsanfälle begleitet mit den gebührenden, tiefbayrischen, Flüchen, die mich immer wieder zu einem Grinsen verführten.

    Was mich allerdings störte, (worauf die Autoren es aber wahrscheinlich abgesehen hatten) waren die fehlenden Kapitel und nur gekennzeichneten Abschnitte, die dadurch immer zum Weiterlesen verleiteten. Das war zwar auch schon beim ersten Band der Fall, worauf ich damals allerdings nicht eingegangen bin.
    Es wird alles gut beschrieben und man kann sich die weitflächigen Wiesen mit ihren Kühen und das ländliche Leben richtig gut vorstellen.
    Das Buch lässt sich leicht und flüssig lesen und ist ein schöner deutscher Krimi, so wie ich sie mag!


    Ich hab die gebundene Weltbildausgabe, deren Schutzumschlag richtig schön ist. Oben werden 3 riesige Glocken von Kühen auf einem Brett gezeigt und darunter eine Wiese durch die sich ein klapperiger Holzzaun schlängelt.
    In der Mitte in Fettschrift und schön groß sichtbar steht "Erntedank", darunter kleiner "Kluftingers zweiter Fall", beides in Weiß. Über dem "Erntedank" stehen die zwei Namen der Autoren in Hellblauer Schrift, ebenfalls etwas kleiner.
    Auf der Rückseite am linken unteren Rand ist dann noch ein Rabe abgelichtet, der seinen gewissen Teil zum Buch beiträgt.


    Fazit:
    Ein abwechslungsreicher Krimi mit humorvollen Einblicken in das Privatleben des Kommissars.
    Ich freue mich nun schon auf den dritten Fall.
    4 Sterne

  • Heute abend 20.15 Uhr läuft die Verfilmung als Erstausstrahlung auf Bayern 3.


    Ich sehe Herbert Knaup gern, wäre aber nie auf die Idee gekommen, den Kluftinger mit ihm zu besetzen. Andererseits kann nicht alles, was ermittelt, übergewichtig ist und aus Bayern kommt, mit Ottfried Fischer verfilmt werden. :wink: Ich bin auf jeden Fall gespannt.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Ich glaube nicht, dass ich die Verfilmung dieses wunderbaren Krimis ansehen werden kann. :cry: Ich fand das Buch so schön. Aber der Film wird hoffentlich irgendwann noch mal ausgestrahlt.


    Liebe Grüße Katzke

  • Heute abend 20.15 Uhr läuft die Verfilmung als Erstausstrahlung auf Bayern 3.

    Das habe ich soeben im TV entdeckt und wollte es in den "Fernsehsendungen" posten, die Info steht aber ja eh schon hier. :D
    Mal sehen, ob ich bei diesem Film bleibe... :wink:

    Liebe Lesegrüße
    Eure Süße
    :study::)


    Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.

  • Hmmm, :scratch: . Von Knaup als Kluftinger war ich positiv überrascht. Er bewegte sich genauso wie ich es mir bei Kluftinger immer vorgestellt habe. Mein "Kopfkino-Klufti" war nur nicht so groß. Langhammer kam etwas blass daher, vielleicht, weil seine Rolle erheblich kleiner war als im Buch.
    Aber die Geschichte: Ist sie nicht im Buch ganz anders?


    Andererseits: In Making of äußerten die Autoren sich ganz begeistert von der Verfilmung ihrer Geschichte. Und die beiden müssten es eigentlich wissen.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)

  • Aber die Geschichte: Ist sie nicht im Buch ganz anders?



    So habe ich es jedenfalls in Erinnerung.... :scratch:

    Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht überwindet, erst dann wird es Frieden geben.
    Jimi Hendrix

  • Ich lese das Buch ja gerade, bin schon halb durch und werde, wenn ich es beendet habe eure Spoiler mit meiner "frischen" Erinnerung öffnen und dann hoffentlich etwas dazu sagen können :mrgreen:


    EDIT: Uff, blöder langer Satz :uups:

  • EDIT: Uff, blöder langer Satz :uups:


    Du bist eben der Thomas Mann des Büchertreffs! :mrgreen:
    Hier scheint momentan das Kluftinger-Fieber ausgebrochen zu sein. Deswegen habe ich mir schnell "Milchgeld" von meinem SUB geangelt und werde das Buch demnächst lesen. Man kann ja sonst gar nicht mitreden!


    Gruß
    mofre

  • Vom Film-Klufti war ich auch wider Erwarten richtig angetan. Herrlich schon alleine die Äpfelszene am Anfang :mrgreen:


    Der Fall war genauso aufgelöst wie im Buch, nur dass im Film


    Mein Senf zum Buch:

    Der 2. Fall für Kommissar Kluftinger: man hat einen Toten gefunden, dem offenbar die Kehle durchgeschnitten wurde. Auf seiner Brust liegt sorgfältig hindrapiert eine tote Krähe mit ausgebreiteten Flügeln. Kein schöner Anblick, besonders für Kluftingers im Zusammenhang mit Leichen sowieso schwachen Magen. Dass die Krähe nicht zufällig auf der Leiche liegt, ist ihm relativ schnell klar, aber was sie zu bedeuten hat, erschließt sich nicht ohne weiteres.


    Während er mit seinem Team fieberhaft an der Aufklärung des seltsamen Mordes arbeitet, ereilt den Kommissar noch ein häusliches Malheur - dank eines Wasserrohrbruchs ist die Wohnung teilweise unbe-wohnbar, und seine Frau hat um Notunterkunft ausgerechnet bei Langhammers ersucht, so dass Kluftinger ständig den aufgeblasenen Doktor (und dessen "Körnerfraß" zum Frühstück) ertragen muss.

    Die Polizei tappt immer noch im dunkeln, als eine weitere Leiche gefunden wird, wiederum unter einigermaßen bizarren Umständen ...

    Mit dem Prädikat "Kult" sollte man lieber vorsichtig umgehen, aber auf "Klufti" passt es wie die Faust aufs Auge. Der Allgäuer mit dem messerscharfen Verstand und einem Hang zu kleinen Missgeschicken ist im Gegensatz zu den Heerscharen von schicksalsgebeutelten eigenbrötlerischen Ermittlern, die man zur Zeit auf dem Krimimarkt findet, so herrlich normal in seinem Umgang mit den Kollegen, seine Sorgen drehen sich vorwiegend um die kleinen Probleme des Alltags, ohne dass er ein Langweiler wäre. Er ist im Grund ein Typ "wie du und ich". Ein wenig selbstkritisch, hier und da mal ungeschickt, mit einer tiefen Abneigung gegen Arroganz und Überheblichkeit ist er.

    Auch im zweiten Kluftinger-Krimi kommt neben Lokalkolorit und glaubhafter Charakterzeichnung der Kriminalfall nicht zu kurz. Spannend und diesmal auch ein bisschen gruselig fesselt das Rätsel der merkwürdigen Morde bis zum Schluss. Und wer Klufti kennt, weiß, dass es auch trotz der grausigen Bluttaten genug zu schmunzeln oder gar laut herauszulachen gibt.

    Dieser Band hält, was der erste versprach - wirklich eine der besten aktuellen deutschen Krimireihen, in der Spannung, Stimmung, Humor und Figuren einfach passen.

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Zum Ende des Buches (und in kurzen Sätzen):


    Sehr witzig geschriebene Geschichte, schrullige Charaktere - ein Krimi, wie ich ihn mag. Beim Mörder-Raten war ich nicht soooo schlecht, lag aber am Ende dann total daneben.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Auch "Erntedank" hat mich total begeistert :thumright:.
    Ich fand den zweiten Fall von Kluftinger ausgereifter, als "Milchgeld", somit hat er mir auch noch einen Tick besser gefallen. Spannend, witzig und Klufti ist mir nun so richtig ans Herz gewachsen ;)
    Beim Mörderraten lag ich total daneben, dass war doch sehr überraschend.


    Von mir gibt es auch 5 Sternchen : :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
    Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.


    :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:

  • Als der Film ausgestrahlt wurde, habe ich nur kurz mal reingeschaut, da ich zuerst das Buch lesen wollte.
    Mittlerweile bin ich beim Lesen und habe bei "Klufti" immer den Schauspieler Herbert Knaup vor Augen. :wink:
    Leider komme ich zeitbedingt momentan nicht so viel zum Lesen, komme deshalb nicht so wirklich schnell voran... :study:

    Liebe Lesegrüße
    Eure Süße
    :study::)


    Erinnerungen, die unser Herz berühren, gehen niemals verloren.

  • Ich habe nur die Verfilmung gesehen. Ich weiß nicht so recht was ich damit anfangen soll. Wenn das Buch genauso schlecht ist wie der Film, werde ich mit dem Buch wohl nicht viel anfangen können. Mal sehen, vielleicht läuft mir ein Klufti ja mal über den Weg.

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