Lindsey Davis - Delphi sehen und sterben/See Delphi and Die

Delphi sehen und sterben

4.5 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 17 der

Verlag: Knaur TB

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783426502600

Termin: August 2010

  • Falco hatte schon viel Kundschaft aus allen möglichen Schichten und Gruppen, doch mit einem Auftrag seiner Schwiegermutter hätte er nicht gerechnet. Sein Schwager Aulus sollte eigentlich endlich was Vernünftiges tun und in Athen studieren, doch auf dem Weg dorthin ist er in eine Reisegruppe geraten, der eines Tages eine junge Braut abhanden kam - die wenig später ermordet aufgefunden wurde.


    Ein paar Jahre zuvor kam schon einmal eine junge Frau unter mysteriösen Umständen auf einer Griechenlandrundreise ums Leben. Spätestens als sich herausstellt, dass beide Damen ihre Reise beim gleichen Anbieter gebucht hatten, läuten bei Falco die Alarmglocken, und er lässt sich, natürlich nicht ohne Helena, auf einen Trip ein, der auf ganz andere Weise aufschlussreich ist als die üblichen Touren, die "Seven Sights Travel" sonst so anbietet ...


    Die Falco-Reihe ist ja eine der Krimiserien, bei denen mir die Ermittlungen an sich schon beinahe egal sind, weil ich die altbekannte Besetzung und den sarkastischen Humor so gerne mag. Aber natürlich beschwert sich die geneigte Leserin nicht, wenn ihr im Gesamtpaket auch noch ein spannender Mordfall geliefert wird, so wie hier.


    Nicht, dass das Buch nicht alleine schon wegen der Art lesenswert wäre, wie Lindsey Davis den Tourismus aufs Korn nimmt (der sich, wenn man ihr Glauben schenkt, damals abgesehen von den Verkehrsmitteln der Wahl gar nicht so sehr von heute unterschieden haben dürfte), eine Reisegruppe voller schräger Vögel erschafft und die alten griechischen Mythen mit der Handlung verwebt.


    Doch auch die Ermittlungen haben es in sich. So harmlos, wie sie scheinen, sind die Mitreisenden wohl fast alle nicht, und es wird ein paarmal richtig brenzlig für Falco und seine Mitstreiter (neben Helena hat er diesmal Albia, zwei Neffen und praktischerweise einen bärenstarken Kraftsportler im Schlepptau), während er mehr oder weniger ergeben der Reiseroute der Gruppe folgt. Für ihn ziemlich anstrengend, vor allem auf See, für die Leserschaft eine interessante Tour durchs alte Griechenland und ein buchstäblich bis zur allerletzten Seite mitreißender und wendungsreicher Fall.


    Einer der besten Fälle der Reihe, in dem sich Humor, Spannung und viel Atmosphäre perfekt die Waage halten.

    Why say 'tree' when you can say 'sycamore'?
    (Leonard Cohen)