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Lars Kepler - Lazarus

Lazarus

4.3 von 5 Sternen bei 15 Bewertungen

Band 7 der

Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 640

ISBN: 9783785726501

Termin: Februar 2019

  • Kurzmeinung

    Scalymausi
    Spannender Thriller den ich kaum aus der Hand legen konnte, obwohl es stellenweise auch etwas unrealistisch war.
  • Kurzmeinung

    SaintGermain
    Lesehighlight 2019 - Top-Thriller, den man nicht aus der Hand nehmen kann/will.

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  • Seit Jahren ist Joonna Linna auf der Jagd nach Jurek Walter gewesen, bis er anscheinend vor Jahren bei einem Polizeieinsatz getötet wurde. Doch wie erklären sich die dann die vielen Morde, die in letzter Zeit eine grausame Linie durch Europa ziehen? Die Getöteten waren alles keine Unschuldslämmer, sondern haben mit ihren Taten selbst Angst und Schrecken verbreitet. Sieht sich da jemand als Gerechtigkeitsengel, der die Welt von „Unrat“ säubern will? Für Joonna Linna sieht es nach Taten aus, die nur Jurek Walter begangen haben kann, besonders ab dem Moment, als der Schädel seiner toten Ehefrau bei einem Grabschänder gefunden wird. Joonna versteckt seine Tochter, und obwohl niemand seine Gedanken teilt, macht er sich auf die Jagd nach Jurek, doch der hat sich gerade erst wieder warm gemacht, denn das Morden geht weiter. Kommt es endlich zum Showdown zwischen Joonna und der Bestie Jurek?


    Das Autorenduo Lars Kepler legt mit dem Buch „Lazarus“ den 7. Fall ihres Ermittlers Joonna Linna vor, der die Hatz nach dem Serienmörder Jurek Walter fortführt und die gleichbleibend die Spannung der Vorgänger auf hohem Niveau hält. Der Schreibstil ist flüssig, fesselnd und rasant und erzeugt eine düstere Stimmung, die sich auf den Leser sofort überträgt. Die Autoren haben ein geschicktes Händchen dafür, den Leser schon von Beginn an wie eine Spinne einzufangen und die Gänsehaut zum Dauerzustand zu machen. Die besonders persönlichen Verbindungen von Linna zu Walter geben dabei zusätzlich Spannung, denn die Jagd geht bereits über Jahre und Jurek hat es vor allem auf die Aufmerksamkeit von Joonna abgesehen, die ihn immer wieder antreibt. Die Ermittlungen sind fast minutiös geschildert, der Leser ist hautnah dabei, wenn immer mehr Tote geborgen werden, die unter den grausamsten Methoden ihr Leben verloren haben. Durch geschickte Wendungen bleibt der Fall bis fast zum Ende wieder undurchsichtig: alles ist möglich, nichts scheint so, wie es sich darstellt.


    Die Charaktere wurden im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt, und wer die Serie bereits kennt, der fühlt sich ihnen sofort wieder verbunden. Joonna Linna ist ein Mann, der sich von nichts ablenken lässt, seinen Gegner bereits lange studieren konnte und weiß, dass dieser ihn ganz persönlich treffen will. Er ist zäh und ausdauernd, aber er besitzt auch das nötige Einfühlungsvermögen für seine Kollegen und die Opfer. Jurek Walter ist wie ein unbesiegbarer Geist, immer eine nasenlänge voraus, ein Chamäleon, dass für andere wie der nette Nachbar wirkt, dafür umso gefährlicher ist aufgrund seiner dunklen und grausamen Seite.


    „Lazarus“ ist wieder einmal ein psychologisch geschickt geschriebener Pageturner, an dessen Seiten man kleben bleibt und wie im Fieber mit Linna auf die Jagd geht. Verdiente Leseempfehlung!


    Gänsehautfeeling für :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    1. Lazarus

      (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)


    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2018: 326/ 128525 Seiten

  • Obwohl Jurek schon vor Jahren für tot erklärt wurde, nachdem er von Kugeln getroffen in den Fluss stürzte und nicht mehr auftauchte, ist Joona überzeugt, dass er lebt. Bestärkt in dieser Überzeugung wird er durch eine Mordserie, die sich über ganz Europe erstreckt. Dann wird auch noch der Schädel von Jonnas toter Ehefrau bei einem Grabschänder entdeckt. Keiner will Joona glauben, daher bringt er sich erst einmal mit seiner Tochter Lumi in Sicherheit.

    Jurek will sich an Joona und Saga rächen. Er sucht sich Helfer und ist seinerseits auf der Jagd nach Joona. Erst einmal will er alle die, welche Joona am Herzen liegen, lebendig begraben.

    Wird es Linna endlich gelingen, Jurek Walter außer Gefecht zu setzen? Es wird ein Wettlauf gegen die Zeit.

    Ich mag die spannenden, wenn auch brutalen Thriller von Lars Kepler. Sie sind wohl nicht jedermanns Sache wegen ihrer Grausamkeit und nicht immer ganz logischen Handlungsaufbaus. Auch dieses Buch hat mich von Anfang an wieder gefesselt. Viele Handlungsstränge und Perspektivwechsel bringen viel Spannung und ein hohes Tempo in die Geschichte.

    Die Charaktere sind gut gezeichnet. Linna hat die ganz besondere Fähigkeit, sich in Mörder hineinversetzen zu können. Das macht ihn zwar zu einem guten Ermittler, doch auch zu einem Mann, der einsam ist, da sein Privatleben immer unter seinem Job gelitten hat. Die Jagd nach Jurek Walter ist für Joona zur Obsession geworden. Spezial-Agentin Saga Bauer ist auch eine intelligente und fähige Ermittlerin, die gut mit Joona zusammenarbeitet. Aber als er sie vor Jurek warnt, glaubt sie ihm nicht. Sie hat Mitleid mit Linna, da er ihrer Meinung nach unter Verfolgungswahn leidet. Das ist ein Fehler, den sie noch bitter bereuen wird. Viktoria habe ich auch nicht verstanden. Sie wusste wie gefährlich Jurek ist, macht seltsame Beobachtungen und will sich dennoch nicht schützen lassen.

    Jurek hat nun Unterstützung und ist Saga und Joona immer mindestens einen Schritt voraus. Er ist ein grausamer Psychopath, dabei aber auch unheimlich clever.

    »Wenn du in einen Abgrund schaust, dann schaut auch der Abgrund in dich hinein« (S. 478)

    Die Atmosphäre ist dieses Mal noch düsterer als in den Vorgängerbänden und es gibt eine Vielzahl von Verlusten. Aber die Spannung steigt stetig bis zum Showdown am Ende.

    Ein temporeicher, sehr spannender und brutaler Thriller.

    1. Lazarus

      (Ø)

      Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Hardcover)


  • Quer durch ganz Europa werden Menschen umgebracht. Sie weisen 2 Gemeinsamkeiten auf: Sie sind alle nicht unbescholten und sie haben alle auf die eine oder andere Weise mit Joona Linna zu tun. Dieser befürchtet nun, dass der Serienkiller Jurek Walter nicht tot ist und Rache an ihm üben will Während sich Joona mit seiner Tochter versteckt, macht er sich Sorgen um Valeria. Saga Bauer und Nathan glauben nicht, dass Walter noch lebt und suchen den "Biber", den sie für den Täter halten.

    Das Cover ist hervorragend gemacht und ein echter Eye-Catcher. Dazu passt es natürlich zur bisherigen Reihe.

    Der Schreibstil des Autoren-Ehepaars ist ausgezeichnet. Die Charaktere sind brillant herausgearbeitet, die Orte werden gut beschrieben. Zusätzlich sieht man die Entwicklung, die die Protagonisten seit ihrem 1. Fall durchgemacht haben.

    Die Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite auf sehr hohem Niveau ohne wirklich abzufallen. Manches was auf den ersten Blick unlogisch erscheint, wird am Ende doch glaubwürdig aufgelöst.

    Auch das Tempo ist sehr hoch; es lässt einen kaum Zeit für eine Pause, sodass man das Buch nicht weglegen möchte.

    Klar: Es gibt hier sehr viele Leichen und insgesamt ist es auch sehr grausam und schrecklich beschrieben. Aber: Genauso soll ein Thriller sein, oder? Und da komme ich zu meinem einzigen Kritikpunkt: Auf dem Cover steht als Genre Schwedenkrimi. Dies ist aber ein Thriller in bester Manier und sicher nichts für klassische Krimi-Leser. Wer aber Thriller mag, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

    Das Ende des Buches ist nur zum Teil ein "Happy End", aber es riecht förmlich nach einer Fortsetzung.

    Fazit: Lesehighlight 2019 - Top-Thriller, den man nicht aus der Hand nehmen kann/will. 5 von 5 Sternen

  • Spannung ja, aber leider dem übernatürlichen Bösen untergeordnet


    Zum bereits siebten Mal darf Super-Ermittler und Wunder-Hirn Joona Linna die (schwedische) Menschheit vor dem Bösen retten. Jemand bisher totgeglaubtes läuft ihm in “Lazarus” über den Weg. Doch zu Beginn sind es nur Taten, die Ähnlichkeit aufweisen und merkwürdige Vorkommnisse. Ist hier also tatsächlich Joonas langjähriger “persönlicher” Freund am Werk?


    “Lazarus” vereint zwei Dinge meisterlich: Grundlegende Spannung durch kurze Kapitel und regelmäßige Einsprengsel an Brutalität sowie die schon fast “Lars-Kepler-übliche” Ungenauigkeit in manchen Bereichen.


    Bei dem Autorenduo gibt es zunehmend nicht mehr einfach einen bösen Gegenspieler, sondern gerne den allwissenden und übermächtigen Bösewicht. Das gibt zwar viel Spannung her, wird aber immer wieder davon getrübt, dass die Geschichte stark ins Unrealistische abdriftet.


    Auch manche Charaktere handeln stark wider dem was man erwarten könnte, alles zugute des Storyverlaufs. Wenn man nicht zu tief ins Detail analysiert was passiert, sondern sich nur durch die Seiten treiben und unterhalten lässt, funktioniert der Thriller aber ganz gut. Diesen Effekt noch verstärkt hätte wohl die eine oder andere Straffung im Mittelteil.


    So ist “Lazarus” eine nicht optimal ausgewogene Mischung zwischen Tempo, Spannung, Brutalität sowie detailreicher Erzählung mit Längen und unrealistischen Abschnitten und Wendungen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Das Buch ist der 7. Band der Joona Linna Reihe. Für ein besseres Verständnis sollte man schon die Vorgängerbände gelesen haben.

    Das Buch handelt von dem Katz- und Maus-Spiel zwischen Joona Linna und Jurek Walter. Dabei wird Jurek Walter als unverwundbarer, super schlauer und perfider Bösewicht dargestellt. Das Buch ist mit Leichen gepflastert und die Brutalitäten werden ausführlich beschrieben. Ich bin zwar nicht zart besaitet, aber manchmal wurde es mir auch zu viel. Der Schreibstil ist relativ einfach.. Die Charakterisierung der Personen ist flach. Es wird sehr stark mit den Schwarz-Weiß-Schema gearbeitet.

    Meiner Meinung nach lässt die Reihe immer mehr nach. Einen möglichen Folgeband werde ich wahrscheinlich nicht mehr lesen.

    Das Buch erinnert mich an eine amerikanische Thrillerserie. Es ist kein typischer skandinavischer Krimi.

    Fan von Action ohne Tiefgang werden an diesen Buch bestimmt Gefallen finden. Für mich war es nichts.

    Sub: 5400:twisted: (Start 2017: 5312)

    gelesen 2019: 84 / 1 abgebrochen

    gelesen 2018: 80 / 2 abgebrochen / 32745 Seiten

    gelesen 2017: 86 / 4 abgebrochen / 33551 Seiten
    gelesen 2016: 101 / 6 abgebrochen / 40098 Seiten


    :montag: Arnaldur Indridason - Verborgen im Gletscher

    :study: Bernhard Aichner - Der Fund

    Lesen... das geht 1 bis 2 Jahre gut, aber dann ist man süchtig danach.

  • Der Titel "Lazarus" spielt auf den biblischen Lazarus von Bethanien an, der vom Tod ins Leben zurückkehrte. Diese Anspielung und die Bezeichnung "Schwedenkrimi" haben mich neugierig auf das Buch gemacht.


    Die Geschichte ist äußerst temporeich und unglaublich spannend erzählt, das muss man den Autoren lassen. Dazu trägt auch die merkwürdige Sprache bei: relativ kurze Sätze, meist nach demselben Schema aufgebaut, meist pro Satz ein Absatz. Sehr viele Kleinigkeiten werden blitzlichtartig beschrieben, so wie das Auge des Protagonisten es wahrnimmt (z. B. eine verwehte Chipstüte), und der Leser bleibt im Unklaren über die Bedeutung - das steigert die Spannung enorm.

    Gestört hat mich allerdings der ständige Wechsel zwischen Präsens und Imperfekt bei einer linearen Handlung, manchmal sogar in einem Satz.


    Schwarz-Weiß-Schema

    Das sehe ich auch so.

    Der Ermittler Joona sieht alles, weiß alles, durchschaut alles, stellt sofort die richtigen Verbindungen her. Das gelingt seiner Kollegin Saga nicht so gut, sie agiert immer wieder unüberlegt, aber dafür ist sie über alle Maßen schön.

    Und der Bösewicht ist ein Psychopath und einfach nur abgrundtief böse. Er wird als manipulativ beschrieben - aber eben nur beschrieben; seine Handlungen sind von enormer physischer Grausamkeit bestimmt. Wieso er die Schritte der Ermittler immer voraussieht und seine Fallen entsprechend aufbaut, bleibt immer wieder unklar. Da wirkt die Geschichte unrealistisch und konstruiert.


    Mit manchen Erzählsträngen kam ich auch schlecht klar. Die eingestreuten Sexszenen sollten wohl das Klischee "sex and crime" bedienen - na gut. Aber wieso der Leser über viele Seiten hinweg in einen Pornodreh eingeführt wird, hat sich mir nicht erschlossen, aber jetzt habe ich was dazugelernt.

    Ähnlich detailliert werden die Prügeleien und andere Grausamkeiten beschrieben, und ich lese halt nicht gerne, wann und wo wem die Zähne durch die Wangen durchgedrückt und wie welche Knochen gebrochen werden.


    Also: wer tempo- und spannungsreiche Thriller liebt und sich vor Brutalität nicht fürchtet, der ist hier richtig.

    Meins wars einfach nicht.





    :study:John Ironmonger, Der Wal und das Ende der Welt.

    :musik:Gisa Klönne, Der Wald ist Schweigen.

  • Das Buch ist der 7. Band der Joona Linna Reihe. Für ein besseres Verständnis sollte man schon die Vorgängerbände gelesen haben.

    Das hat mich bisher abgehalten, ich hatte das Buch schon auf der WuLI.

    Der Titel "Lazarus" spielt auf den biblischen Lazarus von Bethanien an, der vom Tod ins Leben zurückkehrte. Diese Anspielung und die Bezeichnung "Schwedenkrimi" haben mich neugierig auf das Buch gemacht.

    Hattest Du denn die sechs Vorgängerbände gelesen ?

    "I used to think that the worst thing in life was to end up alone. It's not. The worst thing in life is to end up with people who make you feel alone."

    (Robin Williams)

  • Hattest Du denn die sechs Vorgängerbände gelesen ?

    Nein. Es mag durchaus sein, dass man die einzelnen Personen besser kennt, aber der Krimi ist so konstruiert, dass Du alles

    verstehst.


    :study:John Ironmonger, Der Wal und das Ende der Welt.

    :musik:Gisa Klönne, Der Wald ist Schweigen.

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