Dhonielle Clayton - Schönheit regiert / The Belles

  • Buchdetails

    Titel: The Belles 1. Schönheit regiert


    Band 1 der

    Verlag: Planet!

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 512

    ISBN: 9783522505833

    Termin: Februar 2019

  • Bewertung

    3.7 von 5 Sternen bei 11 Bewertungen

    73,6% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "The Belles 1. Schönheit regiert"

    Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles! Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …
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    Pasghetti
    Anfang schwach und gewöhnungsbedürftig, mit weiterem Verlauf jedoch immer besser werdend
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    Yvonne80
    Gesellschaftskritik sucht man leider vergebens

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  • Die Gris, die in Orléans leben, werden mit fahler, grauer und verrunzelter Haut geboren. Nur die Belles können sie vor einem Leben in unerträglicher Eintönigkeit retten. Auch Camelia ist eine Belle. Sie ist schön und begehrt und hat magische Fähigkeiten. Darüber hinaus ist sie ehrgeizig und möchte als Beste am Hof der Königin leben. Aber das ist gefahrvoll, denn hinter den Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass andere ihre Fähigkeiten ausnutzen wollen. Sie muss eine Entscheidung treffen. Das Schicksal von vielen hängt von ihr ab, nicht nur das der Belles, sondern auch das der Bewohner von Orléans.

    Das Cover ist ein echter Hingucker und so bin ich auf das Buch aufmerksam geworden. Es behandelt ein ungewöhnliches Thema. Wir leben in einer Welt, in der das Aussehen so viel gilt und in der Schönheitsideale vorgegaukelt werden, die schwer zu erreichen sind. Macht es uns wirklich glücklicher, wenn wir uns den Körper nach Schablone zusammenbauen lassen? Obwohl diese Geschichte märchenhaft ist, macht sie nachdenklich.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr ausführlich und bildhaft, lässt sich aber gut lesen. Es ist eine sehr persönliche Geschichte, die Dhonielle Clayton in diesem Buch verarbeitet hat.

    Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass man sich an ihnen reiben kann. Eigentlich gab es kaum Sympathieträger, aber dennoch sind sie interessant. Die Belles sind oberflächlich und Camelia ist am schlimmsten. Sie ist begehrt und genießt die Aufmerksamkeit. Dabei ist sie überzeugt, dass niemand ihre Schönheit übertrumpfen kann. Am Anfang gab es nichts, was sie sympathisch macht, doch sie entwickelt sich weiter und dann konnte ich auch mit ihr fühlen.

    Ich will natürlich nicht zu viel verraten, aber es geht schon ganz schön heftig zu und mit dem Ende hatte ich nicht gerechnet. Mir hat das Buch gut gefallen und ich bin schon gespannt auf den Folgeband.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Dhonielle Clayton - The Belles 1: Schönheit regiert“ zu „Dhonielle Clayton - Schönheit regiert / The Belles“ geändert.
  • Die Geschichte hält leider nicht, was der Klappentest und das Nachwort versprechen.


    Das erste Mal gepackt hat mich das Buch, als sich ein Kleinkind von ihrer Mutter anhören muss, dass ihre Anlagen mangelhaft sind (S. 126). An dieser Stelle hätte die Autorin das erste Mal die von ihr gewollte Gesellschaftskritik anbringen können. Sie gibt an, dass sie darauf aufmerksam machen möchte, dass Schönheit und der Körper nicht alles sind. Schade, dass die Autorin diese Chance weder an dieser, noch an anderer Stelle nutzt. An keiner Stelle im Buch wird der Schönheitswahn wirklich thematisiert und vor allem kritisch hinterfragt. Ich hatte eher den Eindruck, dass alle Figuren im Buch den Schönheitswahn gutheißen und unterstützen.


    Der Schreibstil von Dhonielle Clayton ist einerseits sehr bildhaft, aber dadurch auch etwas langatmig. Leider hat die Autorin es dennoch nicht geschafft, mir Camelia oder eine der Nebenfiguren wirklich nahe zu bringen. Obwohl die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Camelia erzählt wird, konnte ich keine Bindung zu ihr aufbauen.


    Nach dem Klappentext zu urteilen hatte ich eine Protagonistin erwartet, die erkennt, dass Schönheit nicht Alles ist. Auf den ersten Seiten wird Camelia auch als ein sehr eigensinniges Mädchen eingeführt, das durchaus das Potential hat, die Welt zu erschüttern. Leider bleib davon nicht sehr viel übrig, als sie erst einmal am Hof angekommen war. Ich hatte erwartet, dass Camelia sich mit den klassischen Schönheitsidealen ihrer Welt auseinandersetzt, dass sie neue Erkenntnisse gewinnt und anfängt, sich mit der gängigen Praxis der Behandlungen auseinander zu setzen. Ich wünschte mir eine Protagonistin, die sich widersetzt. Leider findet Camelia diese Stärke nicht.


    Für mich war “The Belles – Schönheit regiert” eher ein Abenteuerroman, in dem es Camelia darum ging, ihre eigene Haut gegen eine leider wahnsinnige, zukünftige Herrscherin, zu verteidigen. Der gesellschaftskritische Roman, den ich mir erhofft und den mir der Klappentext auch versprochen hatte, den habe ich leider nicht bekommen.


    Von mir gibt es 2 :bewertung1von5::bewertung1von5:, denn das Buch hält für mich nicht, was der Klappentext und die Autorin versprechen. Das Beste am Buch ist tatsächlich das Cover, das wirklich wunderschön ist.

    Gruß
    Yvonne

    Nicht die haben die Bücher recht lieb, welche sie unberührt in den Schränken aufheben, sondern, die sie Tag und Nacht in den Händen haben, und daher beschmutzet sind, welche Eselsohren darein machen, sie abnutzen und mit Anmerkungen bedecken.
    (Erasmus von Rotterdam)

  • Kurzbeschreibung:


    Glitzernd, glanzvoll, grausam– willkommen in der Welt der Belles!



    Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen … („Quelle: Amazon.de“)


    Aufbau des Buches

    Das Buch ist in einen Prolog und 52 Kapitel unterteilt und umfasst insgesamt 493 Seiten als Hardcover oder E-Book.


    Gestaltung

    Auf dem Cover ist malerisch eine junge Frau von hinten, in einem atemberaubenden Kleid zu sehen mit Blumen umringt. Die Aufmachung mit dem Blumen wird in den Kapitelüberschriften fortgesetzt. Ansonsten ist der Rest in Weiß gehalten. Ein sehr erfrischendes Cover der den Frühling ankündigt. Ich vergebe die volle Punktzahl.


    Autorin

    Dhonielle Clayton wuchs in Washington, D. C. auf und verbrachte die meiste Zeit mit einem Stapel Bücher unter dem Tisch ihrer Großmutter. Bevor sie vom Lesen zum Schreiben wechselte, arbeitete sie als Lehrerin und Bibliothekarin. Neben der Leidenschaft für Bücher liebt sie das Reisen, vor allem außerhalb der USA. Wenn sie nicht unterwegs ist, lebt sie in New York City, wo sie immer auf der Suche nach dem besten Stück Pizza ist. („Quelle: E-Book“)


    Inhalt:

    Unsere Hauptprotagonistin ist Camilia. Sie ist eine von 6 Belles, die es an den königlichen Hof schaffen will. Wir starten, als die jungen Damen ihre Fähigkeiten zur Schau stellen. Eine schafft es an den Hof, aber es ist nicht, wie man annehmen sollte Camilia sondern eine Ihre Schwestern. Die anderen jungen Damen werden auf Teehäuser verteilt, in denen Sie nun leben und arbeiten und die Reichen der Reichen schöner, schlanker und strahlender machen. Es verlangt so einiges von den Mädchen ab. Nach kurzer Zeit jedoch, wird Camilia an den königlichen Hof zitiert. Sie soll ab jetzt die Belle am königlichen Hof werden. Was ist passiert? Was ist mit Ihrer Schwester? Diese und weitere Fragen stellen sich unserer Protagonistin. Sie ist eine aufgeweckte und intelligente junge Dame und damit eckt sie nicht nur einmal an. Die Ereignisse verstricken sich bis zum fulminanten Höhepunkt.


    Fazit:

    Der Einstieg in dieses Buch war gar nicht so einfach. Der Ort in dem wir uns befinden ist Orléans, was ich anfangs mit New Orleans gleichgesetzt habe. Das hat mich etwas abgelenkt. Des weiteren war schwierig sich in die Welt einzufinden und herauszufinden, was eine Belle überhaupt ist und was sie macht. Wir als Leser geraten geradewegs in die Geschichte bei der die neue Belle für das Königshaus ausgewählt werden wird. Alle wollen natürlich an den königlichen Hofe, jedoch nur eine bekommt die Chance. Unsere Hauptprotagonistin ist Camelia, wie die Blume. Mit Ihr machen wir alle Höhen und Tiefen in dieser Geschichte durch und man kann sich vorstellen, das es davon so einige geben wird.

    Es stehen Dinge wie Aussehen, Macht, Schönheit und Geld ganz oben auf der Tagesordnung. Die Menschen sind geblendet von Schönheit und Perfektion. Aber auch, wie sollte es anders sein, Intrigen und Auseinandersetzungen, sind weit verbreitet. Leider währt die Schönheit nur eine Weile und muss immer wieder erneuert werden um die Fassade der Perfektion aufrecht zu erhalten. Es gibt Personen die als Freunde auftreten und sich zum Schluss jedoch als Feinde herausstellen, aber zum Glück, gibt es hier aber auch die andere Seite, in der aus Feinden, Freunde werden. Es gibt so viel in diesem Buch zu entdecken. Lest und entscheidet selbst, ob ihr in dieser Welt leben wollt, könnt oder nicht.

    Das Buch bekommt 4 von 5 :bewertung1von5:.


    Ich freue mich schon sehr auf die weiteren Teile dieser Reihe.


    Das Buch wurde mir freundlicherweise vom Verlag über netgalley.de zur Verfügung gestellt. Danke an dieser Stelle an Planet! In der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart.





    Sich das Lesen zur Gewohnheit machen heißt, sich einen Ort zu schaffen, in den man sich vor fast allem Elend des Lebens zurückziehen kann.
    W. Somerset Maugham


  • Schöne Botschaft verpackt in einer Handlung, die zum Schluss Vollgas gibt!


    Klappentext

    „Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …“


    Gestaltung

    Mit dem durchsichtigen Schutzumschlag aus Plastik und dem draufgedruckten bunten Blumenmuster erzeugt das Cover einen richtig tollen optischen Effekt, da das Kleid so aus mehreren Ebenen zu bestehen scheint. Die Farbwahl gefällt mir dabei besonders gut, da die Rot-, Rosa- und Grüntöne frühlingshaft frisch wirken und schön zueinander passen. Auch finde ich es hübsch, wie das Kleid den Titel umrahmt und der Blick so über das Cover geleitet wird.


    Meine Meinung

    In „The Belles“ geht es um das Thema Schönheit, was meiner Meinung nach eng mit unserer Gesellschaft und den Schönheitsidealen verknüpft ist. Allerdings gibt es in dem Buch die Besonderheit, dass die Menschen durch einen Fluch unscheinbar geworden sind. Nur durch die Belles können sie sich von der restlichen Bevölkerung abheben und besonders werden. Eine solche Belle ist Camelia, die an ihrem 16. Geburtstag in die Welt des Palastes eingeführt wird. Aber das junge Mädchen erkennt mit der Zeit, dass es nicht so ist, wie sie es sich immer vorgestellt hat…


    Bezüglich des Themas der Schönheit fand ich die Botschaft des Buches gut, da es vermittelt, dass die Menschen nach immer mehr streben und dafür einiges in Kauf nehmen, ohne mögliche Konsequenzen zu bedenken oder überhaupt ihr Tun zu hinterfragen. Wenn man das Buch also genau liest, regt es zum Nachdenken an. Gleichzeitig hätten für mich die kritischeren Töne etwas mehr herausstechen können, da die Figuren für mich zumindest gen Ende des Buches ruhig etwas reflektierter hätten sein können.


    Die Handlung fand ich geradezu anziehend, denn je weiter man las, desto mehr wurde man in die Geschichte gezogen. Fast schon gleicht die Geschichte einer Autobahnfahrt, bei der man immer mehr Gas gibt bis zum Schluss Vollgas gefahren wird, denn das Ende des Buches ist wirklich…wow. Da geht die Post ab! Und es bleibt auch einiges offen, was meine Neugierde auf den zweiten Band so richtig anheizt! Was ich auch mochte war, dass es trotz einiger etwas vorhersehbarer Aspekte auch überraschende Wendungen gab. So wurde es nicht langweilig beim Lesen.


    Der Schreibstil der Autorin ist sehr bildreich und blumig. Dies passte für mich gerade zu Beginn des Buches gut zur Handlung, da Camelia hier in eine ihr fremde und neue Welt eintaucht. Dieses Gefühl der Überforderung wird durch den Schreibstil gut auf den Leser transportiert. Ein wenig muss man sich zwar an die Beschreibungen gewöhnen, aber im Nachhinein kann man sich dadurch die prachtvollen Kleider oder die Welt ziemlich gut vorstellen.


    Camelia fand ich eine angenehme Protagonistin, da sie als Belle zwar mit strengen Regeln und Gesetzen aufgewachsen ist, doch im Inneren ihren eigenen Willen beibehalten hat. So bricht sie langsam aus dem Belles-Korsett aus und entwickelt sich weiter. Ihre Entwicklung fand ich überzeugend, da sie nicht von jetzt auf gleich passiert, sondern realistisch und schleichend. Am Ende präsentiert sich Camelia als mutige junge Frau, die ihren eigenen Weg geht.


    Fazit

    „The Belles – Schönheit regiert“ hat mir gut gefallen, da die Protagonistin eine realistische Entwicklung durchläuft und sich nicht immer an die ihr vorgegebenen Regeln hält. An der Handlung mochte ich, dass sie mit jeder Seite immer temporeicher wurde und das Ende macht wirklich Lust auf die Fortsetzung. Obwohl ich mir etwas mehr Reflexion von den Charakteren gewünscht hätte, fand ich die Botschaft des Buches toll, da sie zeigt, dass wir nach hohem streben und dafür vieles in Kauf nehmen.

    4 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    1. The Belles 01 – Schönheit regiert

    2. The Everlasting Rose (erscheint am 5. März 2019 auf Englisch)

  • Inhaltsangabe:
    Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles! Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse. Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte. Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden: Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern? Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen … (© Netgalley / Planet!)



    Meine Meinung:

    Auf "The Belles" war ich schon sehr gespannt, nachdem mir das Buch zum damaligen Erscheinungszeitpunkt der englischen Originalausgabe gefühlt überall auf Goodreads begegnet ist. New Orleans ist eine faszinierende Stadt und allein diesen Ort als Schauplatz für eine Geschichte zu wählen, bietet jede Menge Potenzial. Nachdem im Februar die deutsche Übersetzung des Buches erschienen ist und es auf zahlreichen Blogs rezensiert wurde, habe ich meine anfangs hohen Erwartungen allerdings ein wenig zurückgeschraubt, denn statt Lobeshymnen gab es auch viele kritische Stimmen zum Buch, die besonders die fragwürdige Botschaft hinterfragten. Vermutlich war es auch diesem Umstand geschuldet, dass ich ein besonderes Auge auf den Umgang mit dem Thema Schönheitswahn im Buch hatte, denn ich wusste bereits zum Vornerein, dass sich die Autorin am Ende noch in einer persönlichen Nachricht dazu zu Wort melden würde.


    Bevor ich näher darauf eingehe, was ich damit meine, möchte ich zuerst ein paar Worte zur Story an sich loswerden. Im Buch geht es um die Bewohner der Stadt New Orleans, die gemeinsam mit sogenannten "Belles" zusammenleben, deren Bestimmung es ist, dafür zu sorgen, dass die Leute schön aussehen. Dafür haben die Belles magische Kräfte, die ihnen mehr Spielraum zur Veränderung von äusseren (und auch inneren) Attributen geben, als es jede Schönheitsoperation ermöglichen würde. Von diesen Kräften wird mächtig Gebrauch gemacht und die Belles haben durch ihre Gabe eine besondere Bedeutung in der Gesellschaft gewonnen. Im Buch wird vor allem auf die Protagonistin Camelia fokussiert, die an der Auswahl zur persönlichen Favoritin der Königin teilnimmt und unbedingt gewinnen will. Doch als sie es in die Riege der Obrigkeit schafft, muss sie feststellen, dass nicht alles so ist, wie es den Anschein macht. Sie entdeckt nicht nur böse Machenschaften, die mit Belles angestellt werden, sondern muss auch jedem Wunsch der boshaften Prinzessin Sophia nachkommen, die ganz und gar dem Schönheitswahn verfallen ist. Sie verlangt von Camelia Sachen, die überhaupt nicht ihren Werten entspricht und stellt damit ihre Loyalität auf die Probe. Und Camelia hat die Wahl: Entweder sie gehorcht, oder sie setzt ihr eigenes Leben aufs Spiel.


    Diese Idee hätte eine Grundlage für einen interessanten Plot geboten, aber leider schöpft die Autorin nicht annähernd das Potenzial aus, das ihr eigens geschaffenes Worldbuilding ermöglicht hätte. Die Story plätschert die meiste Zeit vor sich hin und ich habe immer wieder vergeblich darauf gewartet, dass endlich mal etwas passiert, das ein bisschen Action in die Sache reinbringt. Doch stattdessen wird nur immer wieder auf die Gabe der Belles fokussiert und am laufenden Band in aller Ausführlichkeit geschildert, wie sie ihre Kräfte an den Menschen ausüben, um sie nach ihren Wünschen schöner zu gestalten. Was am Anfang als Einblick noch interessant war, wurde irgendwann einfach nur noch eintönig. Die Autorin verwendet die gesamte Zeit über eine sehr blumige, poetische Sprache und wirft mit Adjektiven um sich, die jeden Thesaurus neidisch erblassen lassen würde. Doch ein ausschmückender Schreibstil allein reicht leider noch nicht, um eine Geschichte gut zu machen und ich wäre froh gewesen, wenn die Autorin ihre Kreativität mehr in die Ausarbeitung eines Plots investiert hätte, als in die ellenlangen Umschreibungen von irgendwelchen Schönheitskuren.
    Das führt mich auch gleich zum nächsten Kritikpunkt, denn sowohl dem Plot, als auch den Charakteren fehlt es an Tiefgang. Die ganze Zeit über wird das Thema Schönheitswahn nur oberflächlich behandelt und die versprochene (kritische) Botschaft, die die Autorin im Nachwort erwähnt, bleibt aus. Die Figuren bleiben die ganze Zeit über blass und bis auf die bösartige Prinzessin Sophia, scheint keine der Charaktere irgendwelche herausstechende Eigenschaften aufzuweisen. Zu allem Übel gibt es noch dazu einen erzwungenen Liebesplot, der ebenfalls lieblos hin geklatscht wirkt und damit überhaupt nicht glaubwürdig erscheint.


    Fazit:

    The Belles verspricht eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Schönheitswahn und kann dieses Versprechen letztendlich nicht halten. Der Plot ist zäh und unspektakulär und die Charaktere bleiben allesamt blass. Die Geschichte kratzt nur an der Oberflächlichkeit bei einem Thema, das mehr Tiefgang voraussetzen würde. Sehr schade, denn man hätte so viel aus der Idee machen können. Für mich war das Buch insgesamt eine Enttäuschung und deshalb kann ich nur 2.5 Sterne vergeben.

  • The Belles (Schönheit regiert) - Dhonielle Clayton


    Thienemann Esslinger Verlag

    512 Seiten

    Band 1

    Fantasy

    27. Februar 2019


    Inhalt:


    Glitzernd, glanzvoll, grausam – willkommen in der Welt der Belles!

    Die Welt von Orléans wird von Hässlichkeit bestimmt, und nur die Belles können den Menschen Schönheit verleihen. Camelia ist eine Belle – schön, begehrt, mit magischen Fähigkeiten. Am Königshof will sie allen zeigen, dass sie die Beste ist. Doch hinter den schillernden Palastmauern lauern dunkle Geheimnisse.

    Camelia erkennt, dass ihre Fähigkeiten viel stärker und gefährlicher sind, als sie es je für möglich gehalten hätte.

    Sie sind eine Waffe, die sich andere zunutze machen wollen. Daher muss sie sich entscheiden:

    Soll sie die Tradition der Belles bewahren oder ihr eigenes Leben riskieren, um ihre Welt für immer zu verändern?

    Das Schicksal der Belles und von Orléans liegt mit einem Mal in ihren Händen …


    Meinung:


    In einem Land, in dem nur dein Aussehen bestimmt, wie erfolgreich und angesehen du bist, würde ich nicht leben wollen. Aus einem Land, in dem du aufs Äußere reduziert wirst und der Charakter keinerlei Macht hat, würde ich sofort fliehen.


    Camelia Beauregard und ihre Schwestern sind die Hüterinnen der Schönheit.

    Mit ihnen fallen und entstehen alle äußeren Merkmale der Menschen.

    Das Land Orléans wurde früh von einem Fluch ereilt, an den jeder glaubt und nach dem jeder danach strebt der oder die Schönste zu sein, um grauer Haut und grauen Haaren direkt nach der Geburt zu entgehen.

    Schönheit ist Macht. Schönheit ist Handelsware. Und vor allem liegt Schönheit hierzulande nicht im Auge des Betrachters, sondern in den Händen der Belles.

    Jede Generation bringt besondere Mädchen hervor, die mit Gaben gesegnet sind. Sie können Menschen durch Berührung formen. Die Leute zahlen Geld dafür. Und das ist beängstigend.


    Der Leser steigt direkt in die feierliche Prozession des Beauté-Carnevals ein.

    Aus der Ich-Perspektive von Camelia wird die Auswahlzeremonie der Belle-Favoritin beschrieben.

    Die königliche Familie, die Orléans regiert, wählt die stärkste und schönste Belle aus, um im Palast zu dienen und den Regenten die Schönheit zu gewährleisten. Jede der sechs Belles wünscht sich diesen Platz.

    Sie wurden gedrillt und erzogen und ihr ganzes Leben wurde danach ausgerichtet einmal Herrinnen über die Schönheit zu sein. Ich konnte Camelias Eifer zu Beginn also recht gut nachvollziehen.

    Rückwirkend betrachtet ist ihre Position allerdings bemitleidenswert.

    Denn sie ist nicht frei. Keine der Belles ist das.


    Der Schreibstil der Autorin ist ja, wie soll ich das ausdrücken... speziell.

    Für mich war er angenehm zu lesen, auch wenn ich einige ausschmückende Passagen nur überflogen habe.

    Sich in die Welt der Belles einzulesen braucht ein wenig Zeit - aber wenn man erstmal drin ist, geht alles leichter von der Hand. Die Spiele der Reichen und Königlichen um die Schönheit sind skrupellos.

    Ein Punkt, der mich definitiv überrascht hat, hätte ich doch in der hochgestochenen Welt etwas mehr Diskretion erwartet. Aber Orléans ist nur nach außen hin heil. Im Inneren brodelt es gewaltig. Und Camelia wird immer mehr Kern des Ganzen. Es wird feurig, wenn sie ihre Macht überschätzt.

    Es wird spannend, wenn sie das Ausmaß des großen Spiels um die Schönheit begreift.

    Der Wahnsinn der königlichen Familie schwappt wie eine Welle durch die gesamte Geschichte.

    Die Atmosphäre schwankt von Friede-Freude-Eierkuchen zu düster, dreckigen Zickenkriegen und Giftanschlägen.

    Der entstehende Kontrast war ziemlich beeindruckend.


    Das einzige Manko das ich finden konnte, war die emotionale Verbindung zur Protagonistin.

    Die wurde durch den teilweise sehr blumigen Schreibstil etwas getrübt. Ich wurde zwar von Camelias Gedanken mitgerissen und konnte ihre Gefühle nachvollziehen, aber mein Herz hing nicht ganz mit drin.

    Nichtsdestotrotz hat mir die Story imponiert und gesamte Weltenaufbau war komplex und anziehend.

    500 Seiten, die extrem fix gelesen sind.


    Fazit:


    Ich bin ehrlich, ich hatte ein bisschen Angst vor der Geschichte aufgrund der Seitenanzahl.

    Völlig unbegründet, denn was die Autorin hier geschaffen hat, ist unglaublich, neu, aufregend und vor allem vom Inhalt her sehr überraschend. Ob Machtspielchen, Intrigen bei Hof, grausame Herrscher oder entsetzliche Strafen und Entstellungen - das Leben der Belles ist abwechslungsreich und unterhaltsam.

    Faszinierend und erschreckend zugleich. In der Realität würde man so etwas niemals sehen wollen, in der Buchwelt finde ich das hitverdächtig. Abzüglich der Emotionalität natürlich.

    Was kann alles passieren, wenn die Schönheit einen zu hohen Stellenwert einnimmt?


    Eine Story voller Verzweiflung, Drohungen, schönen Wahnsinnigen, Lügen und Schwesterliebe - in einer Welt die um jeden Preis den Schein wahren will.


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️(4/5)

  • The Belles hat mich neugierig gemacht. Der Klappentext und auch das schöne Cover. Also war ich gespannt was mich mit diesem Buch erwarten würde.


    Wenn man das Buch in den Händen hält, fällt einen direkt die schöne Covergestaltung auf. Der Umschlag selbst ist durchsichtig gehalten und trägt den Schriftzug sowie das Blumenarrangement für die Kleid Gestaltung. Nimmt man den Umschlag ab, sehen wir nur die Rückansicht der Person sowie ihr weißes Kleid mit den Zweigandeutungen. Cover und Umschlag passen einfach perfekt zusammen.


    Auf den Inhalt der Geschichte möchte ich nicht weiter eingehen. Lest euch den Klappentext durch und entscheidet ob dieser euch interessiert und so wie mich neugierig macht.


    Der Einstieg fiel mir ehrlich gesagt nicht ganz so leicht. Doch nach einiges gelesenen Seiten kam ich immer mehr in die Geschichte rund um The Belles rein.


    Der Inhalt halt mir letztendlich sehr gut gefallen. Man merkt den ernstgemeinten Hintergrund und das die Autorin hier wirklich Gedanken darum gemacht hat. Liest man das Nachwort erfährt man das sie ungefähr 10 Jahre an diesem Buch gearbeitet hat. Die Erfahrungen darin sogar weit mehr als 20 Jahre. Ich muss sagen, das man das wirklich merkt. Man merkt das Dhonielle Clayton eine Botschaft vermitteln will – dem Schönheitswahn.


    Schaut man sich die Rezensionen zu dem Buch an, sind die Meinungen ein wenig geteilt. Es gibt Leser denen es nicht gefallen hat und Leser den es gefallen hat. Ich gehöre zu den letzteren.


    Trotz den anfänglichen Startschwierigkeiten hat mir The Belles mit seiner Botschaft sehr gut gefallen.


    Das Buch ist in der Ich Form gehalten und enthält sehr viele Details.


    Gern hätte ich viel mehr über Camelia erfahren. Dennoch hat sie mir als Charakter sehr gut gefallen. Daher hoffe ich mehr über sie in den nächsten Bänden zu erfahren.


    Die Autorin hat viele weitere Charaktere in diesem Buch geschaffen, welcher jeder für sich einzigartig und interessant war.


    The Belles war für mich ein sehr schönes Buch mit einem ernsten Thema, welches einen wirklich zum Nachdenken anregt. Ich kann diese Buch daher an jedem weiter empfehlen.

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