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Jean-Pierre Pecau - Ultima Thule / Ultima Thulé

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Das grosse Spiel, Bd:1: Ultima Thule

3.5|1)

Verlag: Bunte Dimensionen

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 48

ISBN: 9783938698075

Termin: Oktober 2009

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  • Das Große Spiel


    Band 1: Ultima Thule


    von Jean-Pierre Pécau (Autor), Thorn (Colorist), Leo Pilipovic (Zeichner)


    Inhalt: Mai 1945, die Westmächte haben bereits vor vier Jahren den 2. Weltkrieg gewonnen und pflegen einen brüchigen Waffenstillstand mit dem 3. Reich und den Nachfolgern Hitlers. Einzig Russland liegt mit Nazideutschland noch in einem Stellungskrieg vor den Toren Berlins. Dank der materiellen Unterstützung der Westmächte herrscht hier seit Jahren ein Patt, an dem sich beide Seiten zum Gefallen der Alliierten langsam aber sicher aufreiben. Als über einem internationalen Sperrgebiet bei Grönland ein französisches Luftschiff auf geheimnisvolle Weise abstürzt, macht sich das ehemalige Fliegerass Nestor Serge im Auftrag des französischen Geheimdienstes auf den Weg zur Absturzstelle. Dort scheint Nazideutschland ein schreckliches Geheimnis zu hüten…


    Seit ich als Jugendlicher zufällig den SF-Roman „Wenn das der Führer wüsste“ von Otto Basil in die Hände bekam und las, war ich fasziniert von fiktiven Geschichtsschreibungen über den Verlauf des 2. Weltkrieges. Der japanische Animethriller „Jin-Roh, die Wolfsbrigade“ oder „The Man in the high Castle“ sind noch weitere gelungene Beispiele für dieses Nischengenre.


    „Das Große Spiel“ vermischt diese Thematik mit esoterischen und okkulten Themenfeldern. Hierbei bedient sich der französische Autor Jean-Pierre Pecau der Grenzwissenschaften und Mythen, der sich die Nazis im Krieg bedienten und um die sich noch heute viele Spekulationen und Diskussionen drehen. Aus dieser reichen Quelle aus Mythen, Legenden und Spekulationen schöpft und verarbeitet er dabei jede Menge kuriose Ideen. Bei Darstellung der Ereignisse geht er noch einen Schritt weiter, denn sogar die geistigen Schöpfungen des 1937 verstorbene Horrorautor H.P. Lovecraft werden thematisiert. Auch die Technologie ist verändert. Deutschland verfügt hier über futuristische Düsenjäger, weit moderner im Design als die damaligen Entwicklungen.


    Dass Autor Pecau diese geballte Ladung an okkulten Nazispinnereien etwas überspannt, darüber sollte man sich nicht zu sehr stören. Alles in allem hatte ich es hier ja auch eher mit einer SF- oder Fantasystory zu tun, die sich realer Ereignisse bedient, um sie dann spannend in einer fiktiven Geschichte umzuschreiben. Nicht einmal der Humor kommt dabei zu kurz.


    Die Zeichnungen von Leo Pilipovic zeugen von einem hervorragenden Talent. Sie geben Stadtansichten, Mimiken, Bewegungsdynamik, Flugzeuge, Schiffe ungewohnt real wieder. Einzig die computerunterstützte Colorierung der Hintergründe stört bei dieser im Jahre 1945 spielende Story.


    Negativ aufgefallen sind mir auch einige logische Fehler im Storyablauf und die Tatsache, dass die Hauptfigur Nestor Serge etwas blass und behäbig rüberkommt, was aber durch die interessanten Nebenfiguren wettgemacht wird. Ich kenne das französische Original natürlich nicht und bin auch dieser Sprache nicht mächtig. Aber ich habe den Eindruck, dass der Übersetzer nicht immer ganz passend die Dialoge ins Deutsche übertragen hat. Was allerdings der Titel „Das Grosse Spiel“ mit alledem zu tun hat, das hoffe ich dann aber zumindest im nächsten Comicband zu erfahren.


    Fazit: A.H. würden bei solch einer geschichtlichen Entwicklung wohl entweder der Bart wegfliegen oder die mit Dosenmilch gescheitelten Haare zu Berge stehen. Ich sah es als Unterhaltung und fiktiven, aus Frankreich stammenden Geschichtsklamauk, an der ich meinen Spaß hatte.

    Das Amt des Dichters ist nicht das Zeigen der Wege, sondern vor allem das Wecken der Sehnsucht.



    H.H.

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Jean-Pierre Pecau - Das große Spiel Band 1“ zu „Jean-Pierre Pecau - Ultima Thule / Ultima Thulé“ geändert.

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