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Robert Corvus / Bernhard Hennen - Totenmeer

Die Phileasson-Saga - Totenmeer

4 von 5 Sternen bei 2 Bewertungen

Band 6 der

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 672

ISBN: 9783453318502

Termin: November 2018

  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Nichts für Leser mit Arachnophobie, aber ansonsten eine würdige Fortsetzung des Abenteuers

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  • Kurzbeschreibung:

    Die Tangfelder des Sargassomeers erwürgen die Hoffnung der Seeleute, die in ihre Fänge geraten. Sie ersticken die Träume der Kauffahrer, den Stolz der Seesoldaten, den Mut der Hai-Jäger. Über die Jahrhunderte hat die Gier dieses Reiches ohne Wiederkehr auch einiges angesammelt, das Begehrlichkeiten weckt. Dieser Lockruf erklingt sogar in Sphären, deren Bewohner allen Göttern Feind sind. Die sechste Aufgabe ihrer Wettfahrt fordert von Asleif Phileasson und Beorn dem Blender, an diesem Ort etwas zu bergen, das kostbarer ist als profane Schätze. Doch nur einer von ihnen wird Erfolg haben ... (Quelle: Verlagswebsite)


    Autoren:

    Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Als Journalist bereiste er den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem Schreiben fantastischer Romane widmete. Mit seiner Elfen-Saga stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld. (Quelle: Verlagswebsite)

    Robert Corvus,1972 geboren, studierte Wirtschaftsinformatik und war in verschiedenen internationalen Konzernen als Strategieberater und Projektleiter tätig, bevor er mehrere erfolgreiche Fantasy-Romane veröffentlichte. Er lebt und arbeitet in Köln. (Quelle: Verlagswebsite)


    Allgemeines:

    „Totenmeer“ ist der sechste Teil der „Phileasson-Saga“.

    Erschienen bei Heyne im November 2018 als Klappenbroschur.

    672 Seiten gegliedert in Prolog, 7 Kapitel, die wiederum in mehrere Abschnitte unterteilt sind, und Epilog

    Glossar, Metrik und Dramatis Personae, Karten in der Klappenbroschur

    Erzählt wird in der 3. Person aus wechselnden Perspektiven und in zwei Erzählsträngen.


    Meine Meinung:

    Vorab eine wirklich ernst gemeinte Warnung: dieses Buch ist definitiv nicht für Menschen mit Arachnophobie geeignet. Spinnen und ihre Netze spielen eine entscheidende Rolle und sie nehmen sehr viel Raum in dieser Geschichte ein.

    Ich bin gespannt, wann ich den Gestank von Tang und Brackwasser wieder aus der Nase dem Kopf bekomme. Das Totenmeer ist wirklich so unangenehm, wie der Titel vermuten lässt. Verrottete Schiffe, fauliges Wasser, Tang und Algen soweit das Auge reicht und mittendrin noch ein paar Monster und zwielichtige Magier – das klingt doch nach einem guten Platz für die nächste Runde der größten Wettfahrt aller Zeiten.

    In dieser beschaulichen Gegend gilt es, die nächste Aufgabe zu lösen und ein mächtiges Artefakt zu bergen. Dieses hat allerdings schon andere auf den Plan gerufen, die nach dessen Besitz gieren, wenn auch aus verschiedenen Beweggründen. So werden unsere Helden von zwei Magiern erwartet, die einst befreundet nun aber erbitterte Feinde sind. Mächtig sind sie, aber bei all ihrer Kraft ist es ihnen nicht gelungen, den Dämon zu bannen, der über den Kelch wacht. Angesichts so übermächtiger Gegner müssen Bündnisse geschlossen werden und sogar die Thorwaler müssen kurzzeitig ihren Zwist begraben.

    Es ist wieder eine spannende Geschichte, wenn mir Tang, modriges Holz, Spinnen und Chimären auch irgendwann zu viel wurden. Auch Bernhards Hennen Begeisterung für Schwertkämpfe hat sich das ein oder andere Mal etwas inflationär Bahn gebrochen :wink: Aber das ist Jammern auf hohem Niveau, denn er seine Beschreibungen sind sehr ästhetisch und weit entfernt vom grausamen Gemetzel, dass einen in anderen Büchern begegnet. Allerdings kommen die Auseinandersetzungen mit den Monstern dieser Geschichte dann doch auch nicht ohne spritzende Sekrete und abgeschlagene Gliedmaßen aus. So eine Abenteuerfahrt um den Titel „König der Meere“ ist eben nichts für schwache Nerven.


    Ich freue mich nun darauf, das Sargassomeer hinter mir zu lassen und mich mit Phileassons Ottajasko auf dem Weg in hoffentlich angenehmere Gefilde anzuschließen. Ja – ich bin eindeutig auf der Seite des Foggwulfs.

    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von mir mit einer ungebrochenen Empfehlung an alle Abenteurer.


    Nach der Hälfte der Reihe wird es auch mal höchste Zeit auf die großartigen Cover von „Das Illustrat“, München und vor allem die Coverillustrationen von Kerem Beyit hinzuweisen. Ich finde diese allesamt so gelungen, dass ich sie mir auch als Großdruck an die Wand hängen würde.


    Fazit:
    Auch an unattraktiven Schauplätzen halten die Autoren den Leser fest im Griff – immer noch ein großes Vergnügen.

    Gelesen in 2019: 20 - Gehört in 2019: 19 - SUB: 400


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

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