Lauren Groff - Licht und Zorn / Fates and Furies

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Licht und Zorn

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Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 432

ISBN: 9783442715503

Termin: Januar 2018

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  • Inhalt / Klappentext


    Manchmal gründet das Wunder einer idealen Ehe nicht in der Aufrichtigkeit, sondern im Verschweigen. Als Lotto und Mathilde heiraten, kennen sie sich erst wenige Wochen. Sie sind jung und schön und einander vollkommen verfallen. Ihr Glück ist förmlich mit Händen greifbar, und über die Jahre ist ihre Vertrautheit so tief, dass sie sich auch wortlos zu verstehen scheinen. Doch was wissen sie wirklich voneinander? Ahnt Lotto, welchen Zorn Mathilde hinter ihrem sanften Lächeln verbirgt? Und was geschieht, wenn sich eine einzige Annahme in ihrem Beziehungsgeflecht als Illusion herausstellt?


    Die Autorin


    Lauren Groff, 1978 geboren, lebt in Gainesvolle, Florida. Neben den Romanen "Arcadia" und "Die Monster von Templeton" veröffentlichte sie zahlreiche Erzählungen, unter anderem in "The New Yorker" und "The Atlantic". Mit Licht und Zorn stand sie auf der Shortliste des National Book Award.


    Mein Fazit


    "Licht und Zorn" ist ein Buch, bei dem mir die Einordnung nicht so eindeutig gelingen will. Mag ich es? Würde ich es noch einmal lesen? Darüber muss ich noch eine Weile nachdenken, denn beide Fragen kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar beantworten. Ich habe das Buch geliehen bekommen. Allein aufgrund der Beschreibung hätte ich es wohl niemals gekauft.

    Und dennoch bin ich auf eine sehr eigene Art von der Geschichte fasziniert. Mir ist nämlich noch nie ein Buch in die Hände gefallen, bei dem ich beide (!) Hauptfiguren furchtbar unsympathisch fand, aber trotzdem weiterlesen wolle. Lotto ist in seiner ganzen selbstverliebten und selbstherrlichen Art für mich schon ganz knapp an der Grenze zur absoluten Unausstehlichkeit gewesen. Ich hatte permanent das Bedürfnis, diese Figur durch die Buchseiten hindurch anzuschreien. So unselbstständig, planlos und naiv.... und dazu diese ständige Überzeugung talentiertes und besser als der Rest der Welt zu sein. Für mich war es schwer, das Buch da nicht in die Ecke zu werfen.

    Der zweite Teil des Buches (Zorn) ist dann ganz Mathilde gewidmet. Und auch wenn sie mit allem anderen als einer glücklichen Kindheit gesegnet ist - ihre Entscheidungen als Erwachsene haben sie für mich auch nicht in einem besseren Licht stehen lassen.


    Groffs Schreibstil ist gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind oft sehr knapp und präzise, fast wie eine Schauspielanleitung. Unterbrochen werden die Ausführungen häufig durch Einschübe, die den jeweiligen wirklichen Zustand erklären. So fragt sich Mathilde an einer Stelle, ob das Gesicht ihres Mannes nass von Schweiß oder Tränen ist. Die Autorin fügt dann in Klammern [ ] die richtige Antwort ein. Diese Einschübe finden sich überall im Buch. Am Anfang fand ich sie verwirrend, letztlich habe ich mich aber daran gewöhnt und fand sie nicht mehr störend.


    Die Geschichte hat einige Längen, die ich zum Teil auch quergelesen habe. Aber im letzten Drittel nimmt die Geschichte eine solche Fahrt auf und ist so mitreißend, dass ich mich dem schwer entziehen konnte. Alles in allem vergebe ich dem Buch :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:.

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