David Pawn - Pekunaria

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  • Inhalt: (Amazon.de)

    Sophus Schlosser ist zurück. Diesmal benötigt man auf der Heilerstation seine Hilfe, um einen perfiden Zaubertrank unschädlich zu machen, der Muggel und Zauberer gleichermaßen in geldgeile Automaten verwandelt. Selbst seine große Liebe Lyra Bascomb ist betroffen, liegt in einem Bett der Heilerstation und redet von Anlageberatung und Dividenden.

    Sophus gerät in einen Gefängnisausbruch, stürzt in die winterlich kalte Holtemme, verfolgt Gauner auf einem Skateboard, studiert intensiv den „Playboy“, sucht verbissen einen Portschlüssel und schlägt den preisgekrönten Magier Tiberius Weissner nieder. Bei all dem hat er nur ein Ziel, seine Lyra aus den Klauen des gefährlichen Zaubertranks zu retten. Er ist Mitglied eines Teams erstklassiger Heiler um die Leiterin des Tränkelabors, von manchem zu Beginn ob seines Status belächelt und verhöhnt, sich aber immer mehr als starker Helfer beweisend.

    Was passiert, wenn man die Welt von Harry Potter mit einer Arztserie kreuzt? Pekunaria!


    Der Autor: (Amazon.de)

    David Pawn, geboren 1961 in Magdeburg, lebt heute in Dresden, ist glücklich verheiratet und ist stolz auf seine beiden erwachsenen Kinder. Bereits als Kind lebte er seine Fantasie beim Schreiben aus und blieb diesem Hobby auch während des Studiums treu. Der studierte Diplom-Ingenieur arbeitet heute hauptberuflich als Softwareentwickler in Leipzig und ist somit gezwungen, täglich zu pendeln. Die Zeit im Zug vertreibt er sich sinnvoll mit dem Schreiben seiner Geschichten. Ursprünglich eher im Grusel- und Horrorgenre beheimatet, wechselte er inzwischen ins Fantasy-Fach. Als seinen bisher größten Erfolg betrachtet er die Zaubertränke-Reihe, die Motive aus den bekannten Romanen von J.K.Rowling aufgreift, um diese in einer eigenen Welt in Deutschland zu verarbeiten. Er neigt dazu in seinen Büchern Helden zu erschaffen, die diese Bezeichnung nur eingeschränkt verdienen, sondern eher durchschnittliche Typen sind, die im Laufe der Geschichte über sich hinauswachsen müssen. Außerdem betrachtet er die Dinge gern mit einem Augenzwinkern. Er ist aktives Mitglied der Autorenvereinigung „Qindie“.


    Aufbau:

    16 nicht-nummerierte Kapitel

    Zitate


    Meinung:

    "Pekunaria" ist der zweite Band der Reihe um Sophus Schlosser, einen Besenbinder aus Wernigerode. Wer den ersten Band gelesen hat weiß, dass die Bücher mehr oder weniger im "Harry Potter"-Universum spielen, allerdings in Deutschland; meiner Meinung nach gelingt es dem Autor sehr gut, die bereits bekannte Welt mit eigenen kreativen Ideen zu verknüpfen und die kleinen Ungenauigkeiten, die mir aufgefallen sind, lassen sich leicht verschmerzen. Pawn schafft es wirklich, sein Setting lebendig wirken zu lassen und es war faszinierend, nach und nach mehr darüber zu erfahren. Ich freue mich schon darauf, in den Fortsetzungen weitere Einblicke zu erhalten, da es hier noch sehr viel Potential gibt und bisher alles stimmig, gut durchdacht und interessant war.


    Die Geschichte selbst konnte mich fesseln. Mir hat gefallen, dass die Ereignisse aus "Amortentia" Konsequenzen hatten und sie hier noch eine große Rolle gespielt haben, doch der Rest der Handlung war ebenfalls packend. Die humorvolle Formulierung aus der Inhaltsangabe, dass in dem Buch Elemente einer Arztserie verarbeitet werden, ist definitiv zutreffend; der Fokus liegt darauf, dass eine geheimnisvolle Krankheit bekämpft werden muss, die sowohl Menschen ohne Magie als auch Hexen und Zauberer befallen kann und dafür sorgt, dass ihnen plötzlich nur noch Geld wichtig ist. Die Vorstellung, dass beispielsweise Gespräche über eine Anlageberatung das Symptom einer magischen Krankheit sein könnten, fand ich unterhaltsam und kreativ. In diesem Zusammenhang gab es ein paar lustige Szenen, obwohl der Ernst der Lage trotzdem angemessen dargestellt wurde - schließlich verändern die Betroffenen sich ganz enorm. Dies wird vor allem durch das Verhalten von Lyra deutlich, die nicht nur Sophus' große Liebe, sondern auch Heilerin ist. Normalerweise ist ihr das Wohl ihrer Patienten sehr wichtig und sie steht für die Gleichberechtigung nichtmagisch Begabter ein, doch je weiter ihre Krankheit fortschreitet, desto mehr verliert dies für sie an Bedeutung, was erschreckend war.


    Die Suche nach einem Gegenmittel wurde spannend dargestellt und als Leser hofft man die ganze Zeit, dass die Experten es bald finden werden, um die Betroffenen heilen zu können. Für mich war es zudem faszinierend zu sehen, wie Magie in einem wissenschaftlichen Kontext angewendet wurde und ich mochte, dass ein wenig Detektivarbeit geleistet werden musste, um Anhaltspunkte und schließlich die richtigen Zutaten zu finden. Dabei war es schön zu sehen, wie engagiert Sophus sich beteiligt hat und dass er hier zeigen konnte, dass er durchaus begabt ist und einen entscheidenden Beitrag leisten kann, gerade, wenn es um Zaubertränke geht. In diesem Zusammenhang gab es ein paar Entwicklungen, die viel Potential für die nächsten Bände liefern und ich bin schon sehr gespannt darauf, wie es hier weiter gehen wird. Die Hinweise darauf, was in der Fortsetzung passieren könnte, machen definitiv neugierig auf mehr und ich habe vor, den dritten Teil bald zu lesen.

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    1. Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform


    Carpe Diem.
    :musik: Ellen Barksdale - Mord mit spitzer Feder (gelesen von Vera Teltz)

    2022 gelesen: 8 Bücher mit 2490 Seiten | gehört: 0 Bücher mit 0 Minuten

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