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Stefan K. Heider - Bauernschädel

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Bauernschädel

5|1)

Verlag: Independently published

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 252

ISBN: 9781731005229

Termin: November 2018

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  • Kopflos in Goldegg


    Bauernschädel, Kriminalroman von Stefan K. Heider, 250 Seiten erschienen im Selbstverlag.


    Job und Freundin verlieren, eine Familie zerstören, einen abgetrennten Kopf finden. Ja, bei Ferl läuft‘s.


    Ferdinand Lässe genannt Ferl reist mit seiner Michaela ins kleine Bergdorf Goldegg. Sein Schwiegervater Sepp hat Geburtstag und aus diesem Grund soll eine Überraschungsparty stattfinden, doch die beiden mögen sich nicht besonders. Immer wieder erntet Ferl von Joseph gemeine Seitenhiebe, bis ihm im alkoholisierten Zustand das sogenannte „Kragenknöpferl“ platzt. Er offenbart ein Familiengeheimnis, welches die Familie entzweit. Auch Ela will nichts mehr von ihm wissen und schmeißt ihn raus. Und da es schlimmer immer geht, findet er im Wald den abgetrennten Kopf seines Freundes Christoph. Auch das ist dem Unglücksraben Ferl nicht neu. Als Kind beim Spielen, vor etlichen Jahren ist ihm das bei einem Urlaub mit seinen Eltern hier in Goldegg, schon einmal passiert. Und so kommt es wie es kommen muss, ehe sich der Antiheld versieht, steckt er bis über beide Ohren in einem Kriminalfall. Bei seiner Suche nach dem Rest seines Freundes und dem wahren Täter gerät er in Gefahr, kann er seine Beziehung retten und den Mörder finden?


    Durch die Einteilung in kurze knackige Kapitel, die mit einem, den Inhalt zusammenfassenden Titel überschrieben sind, lässt sich das Buch zügig lesen. Die Kapitel enden immer wieder mit Cliffhängern, deshalb kann man dieses Buch ganz schlecht aus der Hand legen. Der bildhafte, humorvolle und zynische Erzählstil, z.B. auf Seite 34 „So leise wie möglich krachte ich ins Haus“ oder auf Seite 176 …die Tür ging nur mit hohem Druck und äußerst wehklagend auf… und die lebhaften Dialoge lassen den Leser durch die Seiten fliegen. Des Öfteren ist es mir passiert, dass ich an besonderen Stellen laut lachen musste. Der Autor hat in seinem Werk den persönlichen Erzählstil aus der Sicht des Protagonisten gewählt, so fühlt man sich ganz nahe am Geschehen. Heider hat in den Texten, durch verwendete Fußnoten humorvolle, bzw. erklärende oder selbstironische Highlights gesetzt, das fand ich sehr innovativ und gab dem Geschriebenen seinen ganz besonderen Charme, das macht Heider authentisch, chapeau! Der Plot war logisch aufgebaut, ich konnte gut folgen und am fulminanten Ende wurde der Fall zu meiner Zufriedenheit aufgelöst. Das ganze Buch hindurch habe ich „mit ermittelt“, doch den Täter konnte der Autor, durch eine überraschende Wendung am Ende, bis zum Schluss geheim halten. Die handelnden Charaktere agierten nachvollziehbar und waren sympathisch, bis auf die Bösen natürlich, aber so soll es ja auch sein

    .

    Eine hervorragende Lektüre für Krimifans, die gerne „besondere Krimis“ lesen, gerne selbst mit rätseln bis zum überraschenden Ende, sich humorvoll aber auch spannend unterhalten lassen wollen. Mein Geheimtipp und verdiente 5 von 5 Sterne wert. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

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