Marco Monetha - Jonas

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  • Geht so...


    Klappentext (Quelle amazon):


    "Vor zwanzig Jahren war sie eine tolle, lebenslustige Frau, die mir das Gefühl gab, wichtig zu sein. Wichtig für sie. Ich hätte für sie getötet. Aber seit zehn Jahren geht es stetig bergab."

    Jonas steckt fest. In seinem kleinbürgerlichen Leben. In seiner Ehe. Bis zu jener Nacht, als in einem Wald, ganz in der Nähe seines Hauses, ein Mädchen entführt und ein anderes misshandelt zurückgelassen wird. Jonas war dabei, als es geschah, doch er hat es nicht verhindert, sondern nur zugesehen. Damit wendet sich das Blatt für ihn: Aus dem Zeugen wird ein Gejagter. Während eine Sonderkommission nach dem vermissten Mädchen sucht, gerät Jonas in einen Strudel aus psychopathischer Gewalt und Devianz. Er braucht also ein Versteck, einen Plan und Verbündete. Doch wem aus seinem näheren Umfeld kann er trauen, und wer spielt ein falsches Spiel?



    Jonas Richter, gefangen in einer lieblosen Ehe mit Miriam, beobachtet eines abends einen Überfall auf zwei Mädchen. Der Täter verletzt Kimberley, die ältere der beiden Schwestern schwer und entführt die 12jährige Joselyn. Jonas geht nicht zur Polizei, behält das Ganze für sich .... bis Jonas in den Mittelpunkt des Täter gerät.


    Nach dem Debüt " Eric " hat der Autor Marco Monetha nun einen neuen Thriller in ähnlichem Umfeld geschaffen. Die Hauptperson Eric aus dem ersten Band hat auch hier als Nebenfigur seinen Platz. Dreh und Angelpunkt ist jedoch nun Jonas. Ein zögerlicher, unsicherer Postbote, der zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Mir war es zeitweise regelrecht unsympathisch, seine Tiraden über seine ach so verhasste Ehefrau Miriam ermüdend. Die Idee, einen Zeugen in den Mittelpunkt zu rücken, hat mir an und für sich gut gefallen. Man erlebt damit als Leser eine ganz andere Perspektive auf eine Tat und ihre Folgen. Der Punkt an dem Jonas vom Zeugen zum Verfolgten wird, weil er die Tat beobachtet hat, ist sehr gut geschrieben und glaubhaft.

    Leider hat der Autor durch sehr viele Nebenstränge, die chronologisch und handlungstechnisch bunt durcheinander gemixt sind, sehr viel Potential verschenkt. Denn durch das auf und ab, die vielen Perspektivwechsel, in denen man sich nie so richtig an eine Figur gewöhnen, geschweige denn hineinversetzen konnte, ergibt sich eine etwas wirre Story. Das und die Tatsache, dass ein Täter sehr früh bekannt ist, nimmt der Geschichte sehr viel Spannung. Meiner Meinung nach hätte abgespeckt werden dürfen. In der Personenzahl, den Handlungssträngen und in den eher langatmigen Details.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

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