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Tanja Steinborn - Auf der Suche nach der blauen Blume

Die Legenden Lýsistratas: Auf der Suche ...

4.8 von 5 Sternen bei 3 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: TWENTYSIX

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 396

ISBN: 9783740725310

Termin: Juni 2018

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  • Die Legenden Lysistratas (Auf der Suche nach der blauen Blume) - Tanja Steinborn


    TWENTYSIX

    396 Seiten

    High Fantasy

    Band 1

    28. Juni 2018


    Inhalt:


    Meyla ist fassungslos, als der Kronprinz des Landes sie beschuldigt, seine Verlobte vergiftet zu haben.

    Gemeinsam mit einem Bauern, der davon träumt, ein Ritter zu sein, und einer handvoll weiterer Gefährten begibt sie sich auf eine abenteuerliche Reise durch die mystische Landschaft Lýsistratas.

    Ziel ist es, die sagenumwobene Blaue Blume zu finden, das einzige, was die zukünftige Prinzessin noch retten kann.

    Dabei begegnet Meyla nicht nur allerlei Geschöpfen aus ihrem Lieblings-Legendenbuch, sondern auch loyalen Freunden und der einzig wahren Liebe.


    Meinung:


    Haaach, was für ein wahnsinnig tolles Abenteuer!

    Ich hätte nie gedacht, dass so eine schöne Geschichte zwischen diesen Seiten steckt! Ich bin ganz verliebt in die Geschichte rund um Meyla, Balfour und ihre Gefährten. Auch wenn ich mich mit den Namen ein bisschen schwer tue - aber dadurch wohnt den Worten ein ganz besonderer Zauber inne. Mein erstes Buch der Autorin und ich muss sagen: Sie schreibt großartig!

    Frau Steinborn versteht es den Leser zu fesseln und in eine Welt zu entführen, ihn mit auf Reisen zu nehmen und ihm ein Land zu zeigen, das noch so viel mehr zu bieten hat - Gutes wie Böses.

    Hab ich schon gesagt, dass ich verliebt bin?


    Ich wusste - mal wieder - wirklich nicht genau was mich erwartet und die Autorin eröffnete mir die Welt Lysistratas.

    Ein Land, aufgeteilt in vier Reiche, vier Regionen, wobei der Westen der Sitz des Königs ist.

    Und genau dort beginnt diese Geschichte voller Wunder, Magie, unwirklichen Wesen, Gefahren, Geistern, Giften, Liebe, Verlust und Freundschaft. „Die Legenden Lysistratas“ haben sich in mein Herz geschlichen und ich bin begierig darauf den Weg mit Meyla fortzusetzen. Meyla, die ungestüme Hochadlige mit Hang zum Sarkasmus, feurigem Charakter und einem großen Geheimnis.

    Allgemein diese komplette Bandbreite der Protagonisten hat mich hellauf begeistert. Fast jeder ist wichtig für den Verlauf der Geschichte, man fühlt sich ihnen verbunden, ohne dass aus der Ich-Perspektive erzählt wird.

    Die Autorin hat es geschafft mir die verschiedenen Persönlichkeiten einfach so nahe zu bringen.

    Ich konnte im Laufe der Handlung immer wieder neue Züge und Seiten an ihnen entdecken.

    Mein Herz schlägt natürlich für Balfour und Meyla, aber auch Prinzessin Nansaidh hat es mir angetan.

    Doch nicht nur die Hauptfiguren sind der Autorin gut gelungen.

    Auch die Antagonisten - mit denen ich irgendwie nicht gerechnet habe - halten ihren Platz in Lysistrata ganz gut.

    Böse Zauberer, fliegende Gestalten mit Schnabelmasken, hinterlistige Adlige, unziemliche Damenbegrabscher - das ist nur ein Bruchteil dessen, womit sich Meyla und ihre Gefährten herumschlagen müssen.


    Atmosphärisch gesehen landet man mit diesem ersten Band gefühlt im Mittelalter, ich hab davon ja nicht so viel Ahnung, aber es gibt unzählige Burgen, man reist zu Fuß und Pferd, schickt Brieftauben, Späher und Spione in alle Ecken des Landes, betreibt Viehzucht und lebt von dem, was man selbst anbaut oder von exotischen Inseln importiert, so man denn Geld hat.

    Der Schreibstil der Autorin bringt es dem Leser unheimlich nahe, ich fühlte mich sofort in der Zeit zurückversetzt und habe den Aufenthalt in allen Teilen des Landes unheimlich genossen.

    Würde ich nun einen gefühlsmäßigen Vergleich ziehen - nur vom Gefühl beim Lesen, nicht vom Inhalt oder sonstwas - könnte man dieses ersten Band gut und gerne mit Eragons Reise durch seine Welt vergleichen.


    Fünf Gefährten begeben sich vom Westen in den Norden, auf der Suche nach einem Heilmittel für die Prinzessin.

    Sie durchqueren dabei düstere Wälder, sumpfiges Land, heruntergekommene Städte, verfluchte Dörfer und reißende Flüsse.

    Es ist ein wahnsinnig angenehmes Abenteuer, das mich nicht mehr losgelassen hat.


    Fazit:


    „Die Legenden Lysistratas“ erzählen in angemessenem Tempo von fünf sympathischen Reisenden, die sich für eine Prinzessin in Gefahr begeben.

    Das humorvolle Geplänkel, die Stationen, die sie auf ihrem Weg durchlaufen, die Magie, die eindrucksvolle Natur und die Art wie die Autorin die Gefühle lenkt, schmälert und wachsen lässt, machen diese Geschichte für mich zu einem echten Lesegenuss.

    Wer auf Ritterlichkeit, alte Legenden, das abgrundtief Böse, Intrigen, Spannung und vor allem Authentizität steht, der macht bei dieser High-Fantasy Story absolut nichts falsch!


    Eine klare, mehr als deutliche Leseempfehlung!


    Bewertung:


    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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