George R.R. Martin - Feuer und Blut

  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Dank Reinhard Kuhnert ist die Chronik hörenswert ist. Trotz unzähliger, oft ähnlicher Namen unterhaltsam.
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  • Hier mal mein erster Eindruck von George R.R. Martins neuem Buch bzw, Buchreihe.



    Inhaltsangabe von Amazon

    Zitat


    Was für Tolkiens Fans das Silmarillion ist, erscheint nun von George R.R. Martin – die epische Vorgeschichte von »Das Lied von Eis und Feuer« / »Game of Thrones«! Drei Jahrhunderte, bevor die Serie beginnt, eroberte Aegon Targaryen mit seinen Schwestergemahlinnen und ihren drei Drachen den Kontinent Westeros. 280 Jahre währte die Herrschaft seiner Nachkommen. Sie überstanden Rebellion und Bürgerkrieg – bis Robert Baratheon den irren König Aerys II. vom Eisernen Thron stürzte. Dies ist die Geschichte des großen Hauses Targaryen, niedergeschrieben von Erzmaester Gyldayn, transkribiert von George R.R. Martin.


    Mein Eindruck bisher:


    Ich habe jetzt 150, von den insgesamt 802 Seiten des Buches (EBook) gelesen und bin ein bisschen ambivalent.

    Als großer Fan der ursprünglichen Reihe wurde ich sofort wieder in den Bann dieser Welt gezogen.

    Es geht dann auch sofort los, ohne lange Vorreden. Martin verliert keine Zeit und lässt die Targaryens, mit Feuer und Blut, über Westeros kommen.

    Man bekommt etlichen Background über König Aegon und seine Frauen/Schwestern Vysenia und Rhaenys Targaryen, nebst ihren Drachen. Dies bewerkstelligt der Autor quasi nebenher, ohne die Geschichte dabei zu verlangsamen, oder auszubremsen.

    Dabei vergisst er auch nicht, seine Welt erneut reichhaltig auszustaffieren, denn ich wollte z.B. schon immer alles über Vysenias Schwert "Dunkle Schwester" und dessen Verbleib wissen.

    Und Martin liefert!


    Bis hierhin bin ich sehr zufrieden mit dem Buch. Doch nun kommt das große "Aber":

    Irgendwie fehlt dem Buch eine Geschichte und damit meine ich eine persönliche Geschichte. Helden mit denen man mitfühlen kann, weil man intime und persönliche Dinge mit ihnen erlebt. So gibt es auch kaum Dialoge, oder die berühmten Intrigen, Geheimnisse und alles was diese Welt ausmacht.

    Das hier fühlt sich ein bisschen an, wie im Geschichtsunterricht, wo ich über Alexander den Großen gehört habe. Es ist die sehr ausführliche Chronologie eines Landes, welches es nie gegeben hat.

    Spannend ist es allemal, wo ich sowieso einen Faible für altertümliche Geschichte habe.

    Aber als Substanz für einen Roman erscheint es mir etwas dünn zu sein. Was ich auch noch negativ anmerken muss: Die vielen Namen!

    Ich habe es beim Lied von Eis und Feuer schon oft gelesen, dass Leser bemängelt haben, es würde zu viele Namen geben. Dies habe ich nie so empfunden, was aber daran gelegen haben mag. dass ich die Serie schon ein Stück weit gesehen habe, als ich die Bücher begann.

    Aber hier übertreibt er es eindeutig! Wenn man einen 5-fach verschachtelten Satz liest, in dem es um 5 oder 6 Kinder und Enkel geht, die alle Rhaena, Rhaenys, Maegor, Daenys und Aerys heißen....

    Mir ging es jetzt öfter so das ich Dinge 3x lesen musste, oder fragend zurückblättern... "Wer war nochmal...".

    Mittlerweile bin ich schon dazu übergegangen, mir die wichtigen Namen zu markieren, um sie bei Bedarf nachschlagen zu können.

    Zuletzt noch eine Sache.

    Die Ereignisse folgen sehr schnell aufeinander und werden teilweise auf wenigen Seiten abgehandelt, bevor dann der nächste große Konflikt, oder Wendepunkt kommt.

    Dann plötzlich springt Martin aber immer wieder in die Zeit davor und lässt Menschen agieren, die 20 Seiten vorher schont das Zeitliche segneten.


    Also bisher ist mein Eindruck folgender:
    Martin setzt jede Menge Grundwissen beim Leser voraus, was in Ordnung ist.

    Aber ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass er selbst schon so tief in seiner Welt drin steckt, dass er den Leser mitunter vergisst.

    Auf mich wirkt das Ganze mitunter, als würde er mit sich selbst reden.

    Es wirkt alles ein wenig sprunghaft und stellenweise keimte in mir gar der Verdacht, dieses Buch wurde nur geschrieben, um nochmal ein paar Millionen einzusacken.

    Was ich sehr schade finde, denn grundsätzlich gefällt es mir richtig gut.

    "Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend - bewahre aber das Aussehen einer Rose" Pita Amor

  • Hast Du es denn zwischenzeitlich schon zu Ende gelesen?

    Ich habe mir heute in der Bücherei das Buch bestellt. Deine Einschätzung hat mich neugierig gemacht.

  • Hast Du es denn zwischenzeitlich schon zu Ende gelesen?

    Hallo Jessy


    Mir fehlen noch 80 Seiten.

    Ich bin zwischendurch krank geworden und musste mit Fieber das Bett hüten. Mein Vorhaben war es eigentlich, dann eine Rezension zu schreiben und das werde ich wohl auch noch machen.

    Mein Eindruck hat sich aber, im Verlaufe des Buches, ein wenig gebessert, Im Großen und Ganzen würde ich allerdings bei meiner Einschätzung bleiben.

    Das Buch ist aber durchaus lesenswert, wenn man ein Hardcore Fan ist und einen Faible für Geschichte hat.

    Wer eine Story erwartet, wie im ursprünglichen Werk, der wird vielleicht enttäuscht sein.

    "Ich bin eitel, hochmütig, tyrannisch, blasphemisch, stolz, undankbar, herablassend - bewahre aber das Aussehen einer Rose" Pita Amor

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