Mark Helprin - Wintermärchen (Minileserunde) Start 21.11.2018

  • Das ist wieder so lang geworden :-? Aber in diesem letzten Kapitel ist auch viel passiert...


    Ein goldenes Zeitalter (806-860)

    Peter verschläft den Beginn des neuen Jahrtausends... irgendwie finde ich das lustig. Der Zeitpunkt, auf den das Buch hingearbeitet hat, kommt endlich und der Protagonist verschläft ihn :loool: Bemerkenswert war hier noch, dass die anderen Mechaniker ihn schlafen lassen und die Rede davon ist, wie viel Ehrfurcht sie für ihn verspüren.


    Im Folgenden wird beschrieben, wie chaotisch alles in der Stadt ist; es heißt, dass die Tiere im Vergleich zu den Menschen "ein Musterbeispiel an Korrektheit und Selbstbeherrschung" wären (S. 807), die Rede ist von Plünderern, die Polizei weiß nicht, gegen wen sie vorgehen soll und es wird der Vergleich zu einem Krieg gezogen (S. 809), sprich: der Autor gibt sich große Mühe, möglichst anschaulich zu machen, wie aussichtslos und furchtbar die Lage zu sein scheint. Interessant fand ich, dass die Berichterstatter der Sun, die nicht umkommen, anstatt zu fliehen zurückkehren, um über ihre Erlebnisse zu schreiben, da sie "fühlten, dass dies das Richtige war, auch wenn alles andere zum Teufel ging" (S. 809). (Es würde mich wirklich nicht überraschen, falls der Teufel noch auftauchen würde :loool:) Diese Beschreibungen haben mich daran erinnert, dass wir über das 'Phönix aus der Asche'-Motiv geredet hatten - die Berichterstatter glauben, dass erst einmal alles untergehen müsse, damit ein Neubeginn möglich wird und dies schien der Autor auf jeden Fall mit seiner Darstellung zu unterstützen. Alles wurde zerstört, also war ich gespannt darauf zu sehen, wie der Neubeginn sich gestalten würde.

    Auffällig war auch, dass Peters Maschinen tadellos funktionieren und die Sun mit Licht und Strom versorgen, obwohl der Rest der Stadt im Dunkeln liegt. :!: Das weist auf eine besondere Begabung von Peter hin, da ja nur er die Maschinen reparieren konnte - später heißt es sogar, die Mechaniker hätten ohne ihn vermutlich mehrere Monate dafür gebraucht.

    Harry ist sehr traurig darüber, dass die Stadt brennt, und erinnert sich an eine glorreiche Zeit zurück, in der die Stadt "jung" war. Die Menschen seien freundlicher und die Stadt unschuldig gewesen... alles liest sich sehr nostalgisch und wird unglaublich harmonisch beschrieben, als habe es keinerlei Probleme gegeben. :-s Auch die religiöse Komponente kommt hier wieder, da es heißt, Gott und die Natur hätten "Wohlgefallen" an all dem gefunden (S. 811). Er vergleicht die Stadt mit einem Kind, das nun gealtert ist und hässlich stirbt; Praeger widerspricht ihm hier und sagt, dass stattdessen neue Wege gebaut werden. Ich fand es sehr interessant, dass die beiden Männer hier einen ganz anderen Blick auf die Lage hatten - Praeger sieht eine glorreiche Zukunft, Harry eine verklärte Vergangenheit. Es zeigt, wie verschieden die beiden sind, doch auch die Zuneigung, die zumindest Praeger für den alten Mann hat, wurde deutlich.


    Harry erfährt, dass die Sun das einzige Gebäude in der Stadt ist, dass noch Licht hat, was ihn überrascht, weil sein letzter Wissensstand war, dass die Maschinen gestoppt sind. Als er die strahlenden Lichter sieht (im wahrsten Sinne das Licht in der Dunkelheit, was ja zu deiner Theorie passen würde, dass die Sun ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt ist), glaubt er, etwas Großes müsse ganz nahe sein und bricht zu dem Gebäude auf. Unterwegs wird er von drei Männern, überraschenderweise nicht Short Tails, verfolgt und er erschießt sie, als sie ihn bedrohen. :shock: Der Anachronismus wurde hier ganz besonders deutlich, nicht nur, weil er eine ältere Waffe benutzt hat, sondern auch, weil es explizit hieße, dass die Vergangenheit "hervor[trat], um ihn zu beschützen" (S. 814). Diese Formulierung fand ich sehr schön; es war auch bemerkenswert, dass er zuvor noch niemanden getötet hatte, aber irgendwie hatte dieses Ereignis viel weniger Konsequenzen, als ich erwartet hatte - es heißt einfach, er habe die Lektionen, die ein jüngerer Mensch hieraus gezogen hätte, in seinem langen Leben schon erlernt ?( Ich frage mich, wieso dieser Moment dann eingebaut wurde.

    Die Sun wird nun als "Paradebeispiel für Helligkeit und Fleiß" (S. 815) präsentiert und es wird betont, dass die Angestellten arbeiten wie nie zuvor. Es heißt auch, dass sie voller Hoffnung seien, obwohl die ganze Stadt in Flammen steht, was Penn auf ihre Jugend zurückführt. Viel interessanter ist aber, dass Harry die Gemälde von Beverly und Peter in seinem Büro hat und diese anschaut, als er von Bedford Informationen über den Chefmechaniker bekommt. Wir wissen ja, dass es sich dabei um Peter handelt... und endlich rückt ein Treffen der Männer in greifbare Nähe. Harry erfährt, dass die Mechaniker einen neuen Chef ernannt haben, was ihm zunächst gar nicht gefällt, da er nichts davon wusste. Zudem ist er verständlicherweise sehr irritiert, dass er nicht mit dem Mann sprechen kann, weil dieser ein Nickerchen hält und seine Kollegen ihn so respektieren, dass sie ihn schützen wollen... also geht er einfach zu den Mechanikern und behauptet, den Mann nur anschauen, nicht wecken zu wollen. Sehr glaubwürdig :lol: Sie sagen ihm aber wirklich, wo 'Mr Überbringer' ist … und er geht und sieht Peter. Das wurde toll beschrieben und dieses Zitat: "Er sah die Vergangenheit auferstehen, er sah die Vergangenheit triumphieren. Er sah Zeit und Tod besiegt." (S. 818) war beinahe ein Gänsehaut-Moment; es wurde deutlich, wie bedeutsam dieses Treffen ist. Harry ist natürlich sehr glücklich und denkt, er könnte glücklich sterben, doch die Narrative sagt ausdrücklich, er werde noch ein weiteres bedeutsames Ereignis erleben, bevor er stirbt. Ich frage mich, was das wohl sein wird? Vermutlich wird es mit der gerechten Stadt zu tun haben :-k Schön fand ich, dass sein Glück so deutlich wurde und es hieß, er werde bis zu seinem Tod so euphorisch sein.


    Er erzählt Peter strahlend von seiner Kindheit und dass sie sich kannten. Peter kann ihn sich nicht als Jungen vorstellen, was verständlich ist, aber irgendwie fand ich es traurig, als Harry meint, es war eitel zu denken, dass er Peter etwas bedeutet habe oder dass dieser ihn erkennen würde… :| Auch wenn die Begegnung der beiden Männer hier eher kurz abgehandelt wurde und Peter sich nicht viel hat anmerken lassen, auch nachdem er sich erinnern konnte, ich bin mir sicher, dass die ganze Familie ihm viel bedeutet hat, obwohl das hier nicht deutlich wurde. Zum Glück hat Harry bald erfahren, dass Peter sich an gar nichts erinnern kann. Er zeigt ihm die Porträts, die so wirken, als wären sie lebendig. Auffällig war, dass Beverly als "erhaben und schön" beschrieben wurde, während Peter verlegen wirkte und als wäre er "nicht im gleichen Maß in das strahlende Geheimnis eingeweiht, das Beverly mit solcher Macht und Zuversicht umgab." (S. 822) Irgendwie fand ich dieses Zitat sehr aussagekräftig... es passt dazu, dass Beverly scheinbar genau wusste, was noch passieren würde. Ich frage mich aber wirklich, wieso sie ihren Partner nicht einweihen konnte? Sie wusste ja schon damals, dass ihm noch viel bevorstehen würde...

    Auf jeden Fall erinnert Peter sich jetzt wieder - ENDLICH - und zugleich heißt es, dass Harry seine Rolle gespielt und damit wohl auch die Lebensaufgabe, über die er sich zuvor Sorgen machte, erledigt hat.


    Es folgt eine kurze Szene, in der es darum geht, dass Cecil herausfinden soll, wie weit die Feuer sich ausgebreitet haben. Zudem erfährt man, dass er sich Sorgen darüber macht, ob die Objektive (?) stabil bleiben werden, da diese von großer Bedeutung seien. ?( Mootfowl sagt ihm, darüber solle er sich keine Gedanken machen; Cecil versteht das nicht, er meint, sie seien doch so kurz vor dem Ziel. Daraufhin fragt Mootfowl ihn, was passieren werde, wenn die Brücke geschlagen ist und hält... was eine sehr gute Frage ist, muss ich sagen. Cecil spricht voller Ehrfurcht und Begeisterung von ewigem Heil, dem Himmel auf Erden - daraufhin meint Mootfowl, dass man sie in einem solchen Paradies ja nicht mehr brauchen würde, was tatsächlich auch ein gutes Argument ist. Er habe daher seine Meinung geändert und wünsche sich dies nicht mehr. Sie würden mögen, wie es ist, und fänden den „dauernde[n] Krieg zwischen Gut und Böse“ (S. 825) nicht schlecht. :!: Dann ist die Rede davon, sie würden nicht nur 100, sondern vielleicht sogar 1000 oder 2000 Jahre warten wollen. Außerdem wird Peter erwähnt und Mootfowl meint, dass ein Sieg nicht absolut sein müsse und das niemand erreicht habe, "nicht einmal Beverly Penn oder irgendjemand von denen, die vor ihr waren." (S. 826). Dies impliziert, dass sie eine ganz bestimmte Mission auf der Erde hatte und diese nicht erfüllen konnte, aber auch, dass Peter noch die Chance hat, einen Ausgleich zu schaffen. Es ist die Rede, dass Peter Vorgänger hat und niemand von ihnen es geschafft hätte, ihnen die Angelegenheit aus der Hand zu nehmen. Ich bin WIRKLICH gespannt darauf, was dahinter steckt :scratch:


    Peter, der immer noch starke Schmerzen hat, bekommt in der Zwischenzeit ein Gespräch der Marrattas mit Asbury, Christiana und Jessica mit, wobei er erfährt, dass sie sein Pferd haben (:lechz:) und ein wichtiges Tablett in einem Tresorraum sei. Dann trifft er auf Cecil und fragt ihn, ob er Werkzeug für die Sprenung eines Tresors besorgen könne. Cecil läuft los, um es zu besorgen, was mich ein wenig verwirrt hat, da der vorherige Dialog ein wenig so klang, als stünden er und Peter trotz aller brüderlicher Liebe zwischen ihnen nicht auf einer Seite ?( Aber na ja. Als nächstes spricht Peter Asbury auf das Pferd an und sagt ihm, dass es ihm gehört. Christiana ist traurig, weil sie den Hengst wieder verlieren wird, was ich verstehen kann - aber zugleich hoffe ich, dass Peter und Athansor endlich wieder vereint sein werden. Auch wenn er sagt, dass er wieder dorthin "zurückkehren wird, woher er gekommen ist" (S. 830) - also wird diese Begegnung wohl von kurzer Dauer sein :(

    Carpe Diem.
    :study: Neal Shusterman - Scythe: Der Zorn der Gerechten

    2019 gelesen: 6 Bücher mit 1749 Seiten

  • Besonders interessant war hier, dass Peter Hardesty sagt, sie sollen ihre Tochter ausgraben... er sagt, sie werde leben, das wisse er von Beverly. :shock: Habe ich irgendetwas verpasst? Hat er diese Informationen gerade erst erhalten? Das wäre wieder ein Indiz dafür, dass Beverly in die Zukunft sehen konnte, aber wann hat sie ihm das mitgeteilt? Hardesty erkennt auf jeden Fall Beverlys Namen und identifiziert Peter nun als den unbekannten Mann, der immer neben ihr stand auf den Bildern. Er fragt, warum er nicht gealtert sei, was Peter selbst nicht weiß. Schön fand ich, dass er sich bei Mrs Gamely, die er Sarah nennt, dafür entschuldigt hat, dass er so grob zu ihr war, da sein Verhalten mich wirklich gestört hatte. :)


    Peter und Cecil versuchen dann, den Tresor zu öffnen und im Zuge dessen bekommt der Leser ein paar interessante Informationen. Es heißt, ihre Existenz in der Gegenwart sei für sie voller Leid (S. 830), aber auch, dass beide ahnen, dass sie sich bald über all das erheben werden :!: Sie spüren, dass eine Vereinigung von "Chaos und Ordnung" bevorsteht... was ja wieder auf den Anbruch eines neuen Zeitalters hindeutet. Zugleich erinnern sie sich zurück an die Vergangenheit, die ihrer Meinung nach die Blütezeit der Stadt war; sie wird also erneut, wie schon durch Harry, idealisiert.

    Peters Wunde bricht bei der Anstrengung der Arbeit erneut auf und er hat starke Schmerzen, doch das spielt beinahe eine untergeordnete Rolle. Kurz danach finden sie das Tablett, das als lebendiger Gegenstand beschrieben wird. Peter sagt, niemand werde es jemals einschmelzen können. Als Hardesty es noch hatte, wurde es nicht als lebendig beschrieben, oder? :-k

    Peter will Athansor alleine abholen, er und Cecil verabschieden sich. Cecil ist darüber sehr traurig; es heißt, er habe seine Zeit mit Peter gehabt, aber sie sei vorbei. Peter sagt ihm, alles sei anders und alles gehe für sie zu Ende. Wenn nichts mehr von Cecil übrig bleibe, werde ihn eine andere Zeit überwältigen und für sich beanspruchen :?: Was auch immer damit gemeint sein soll... auf jeden Fall sagt Peter, er müsse gehen und als er Cecil anlächelt, spürt dieser in dem Lächeln eine Verheißung, die ihn dazu bringt zu gehen. Sind hier wieder Peters besondere Kräfte am Werk?


    In dem Augenblick, in dem er Athansor sieht, verlassen ihn die besonderen Kräfte, die ihn bis an diesen Ort gebracht haben und auch der Hengst wird als kleiner beschrieben und mit einem "Gaul, der einen Milchwagen zieht" verglichen (S. 839). Es wird jedoch betont, dass seine Augen immer noch „vollendet schön“ sind. Ich fand dieses Treffen zwischen den beiden wirklich schön und es wurde Zeit :love: Tatsächlich war es aber nicht so emotional, wie ich erwartet hatte, vielleicht auch, weil Peter ihm gleich sagt, er werde bald zu Hause sein. Dann stellt er das Tablett beiseite (vergisst er es einfach oder ist das Teil eines Planes, den er plötzlich im Kopf hat?) und reitet los. Es wird geschildert, dass die Feuerbrust erlischt, sie aber fast alles verschlungen hat, wobei zugleich betont wird, dass die Stadt zerstört, nicht jedoch tot ist. Der Autor beschreibt ein paar Momente, in denen deutlich wird, dass noch Leben vorherrscht und das war hoffnungsvoll.

    Interessant war, dass sich ihnen plötzlich 50 weitere Pferde angeschlossen haben und sie völlig synchronisiert sind. Sie reiten an ein paar Short Tails vorbei, die sehr überrascht sind, was Peter genießt. Er weiß aber auch, dass sie bald Pearly erzählen werden, was sie gesehen haben und dass dieser dann genau wissen würde, was Peter vorhabe - da weiß er dann mehr als ich :totlach:. Dann schicken sie die Pferde in den Fluss, den sie durchqueren, bevor sie verschwinden. Athansor ist somit das einzige Pferd in Manhattan... was bestimmt eine Bedeutung hat, auch wenn ich bisher nicht verstehe, wieso alle Pferde verschwinden mussten.

    Peter steigt ab, sagt zu Athansor, dass er wohl weiß, wohin es geht. Das Pferd niest, Peter sagt, er wolle doch wohl nicht mit einer Erkältung "dort oben" ankommen (S. 843), womit wohl der Himmel gemeint ist O:-). Er spricht davon, damals (als er und Athansor in der Vergangenheit verschwunden sind?) nicht hineingekommen zu sein und dass der Hengst seinetwegen noch auf der Erde geblieben sei, was irgendwie traurig ist und das besondere Band zwischen ihnen betont. Ich frage mich aber, wieso Peter nicht reingekommen ist? Er hat ja eine Theorie, doch die kann ich nicht so ganz glauben.

    Peter sagt Athansor, dass er dies alleine schaffen müsse. Der Hengst beginnt dann immer schneller und schneller zu laufen, bis der Boden unter ihm erbebt und er außer Sichtweite ist. Peter wird traurig, weil er weiß, dass er ihn nie wieder sehen wird :cry:, aber er weiß zugleich, dass das Pferd nach Hause zurückkehren wird, was immerhin ein Trost ist... auch wenn ich es unglaublich traurig finde, dass diese Freundschaft so (für mich plötzlich) zu Ende geht. Wir hatten uns ja danach gesehnt, dass sie wieder aufeinander treffen, doch kaum haben sie sich wieder, verabschieden sie sich für immer? Irgendwie dachte ich, Athansor würde eine größere Rolle spielen. :(

    Als nächstes begleiten wir ganz kurz den Hengst selbst. Er drückt sich vom Boden ab, als wolle er fliegen… doch es gelingt ihm nicht :shock: Er ist davon geschockt, dass er plötzlich an die Erde gebunden zu sein scheint (S. 844), beschließt aber, es so lange zu probieren, bis er endlich fliegt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich hier geärgert habe und dachte, dass das doch nicht das Ende der Geschichte von Athansor gewesen sein kann - das wäre sehr unbefriedigend gewesen.


    Zur gleichen Zeit holt ihre Familie Abby aus dem Grab, was heißt, dass sie Peter wohl vertraut haben (ich weiß nicht, ob ich das nur auf sein Wort hin getan hätte), doch Martin ist der Einzige, der wirklich an ihr Erwachen glaubt. Die anderen sind verständlicherweise skeptisch und finden die ganze Situation sehr skurril, aber sie brechen alle gemeinsam auf, während es beginnt hell zu werden - was eine schöne Symbolik ist. Auch in dem Rest der Stadt herrscht Aufbruchstimmung, was gut zum Anbruch eines neuen Zeitalters passt.

    Jackson denkt mittlerweile darüber nach, was er tun soll, da er an dem Erfolg seines Vorhabens zweifelt; er habe es schon unter besseren Bedingungen versucht, sei aber auch dann gescheitert. Wir erfahren, dass die Maschinen bereit seien und es bedeutsam ist, dass kaum noch jemand weiß, was genau der Wolkenwall ist, obwohl er durch die Straßen ziehe, um die Seelen der Menschen zu reinigen (S. 847) :!: Ich weiß um ehrlich zu sein auch noch nicht ganz genau, was der Wolkenwall sein soll, aber da Peter und Athansor nach ihrer Begegnung damit wohl an der Pforte zu Althansors Zuhause waren, habe ich eine ungefähre Vorstellung.

    Jackson will eine Brücke aus Licht bauen und erteilt den Befehl, sie zu schlagen, während der Hengst seinen Mut zusammen nimmt, um einen erneuten Flugversuch zu starten. Alles kommt zusammen; es folgt eine wunderschöne Beschreibung einer Bahn, die in die Höhe steigt. Jackson betrachtet das Schauspiel, doch die Brücke findet keinen Halt und bricht zusammen. Es heißt ausdrücklich, dass nur eine Erinnerung an dieses Bild bleiben und sich alle Menschen immer danach sehnen werden, was... irgendwie traurig ist. :|


    Nun trifft Peter endlich wieder auf Pearly und sie 'unterhalten' sich. Wir bekommen endlich ein paar Antworten; Pearly sagt, dass er Peter nichts tun konnte, da Beverly ihn beschützt. :!: Er versucht aber, sein Gegenüber zu verletzen und sagt, dass ihre Liebe wohl vorbei sei, da jemand es geschafft habe, ihn schwer zu verletzen. Peter sagt, Liebe übertrage sich von Seele zu Seele und währe ewig, was er schön gesagt hat und diese Botschaft hinter der Geschichte gefällt mir auch gut, obwohl sie teilweise nicht wirklich deutlich wurde. Ich hätte auch gerne mehr darüber erfahren, wie genau Beverly Peter beschützt, aber ich glaube, das wird wohl ein Rätsel bleiben.

    Die Männer kämpfen dann miteinander und schließlich sagt Pearly ihm, sie hätten es geschafft, Athansor zu schlachten, weshalb die Dinge sich nun geändert hätten :shock: Peter will es nicht glauben, aber Pearly zeigt ihm die blutigen Gliedmaßen eines weißen Pferds. :cry: Bei diesem Anblick ist Peter geschlagen, was ich sehr gut nachvollziehen konnte - hier war ich wirklich fassungslos und habe mich gefragt, ob das tatsächlich das Ende ist, dass Helprin sich ausgesucht hat. Es wäre irgendwie grausam gewesen. Interessanterweise war die Rede davon, dass das Pferd ihm Unverwundbarkeit gebracht habe (S. 855) ... aber er hatte ja sein Gedächtnis verloren und wurde tatsächlich schwer verletzt, obwohl der Hengst zu diesem Zeitpunkt definitiv am Leben war. Allerdings ist er glaube ich erst verletzt wurden, nachdem Abby tot war, oder? Besteht hier ein Zusammenhang? 8-[

    Pearly sagt ihm, er werde Beverly nie wieder sehen und dass auf ihn ein gewöhnliches Ende warte, dass er sein Ziel nicht erreichen könnte. Niemand werde sich an ihn erinnern, alles war umsonst, was so klingt, als habe Peter die ganze Zeit einen großen Plan verfolgt und als würden die beiden sich schon lange bekämpfen - habe ich irgendetwas verpasst? :-s

    Carpe Diem.
    :study: Neal Shusterman - Scythe: Der Zorn der Gerechten

    2019 gelesen: 6 Bücher mit 1749 Seiten

  • Plötzlich hören sie donnernde Hufe, die ganze Insel bebt. Peter begreift, dass Athansor noch lebt und dass es wohl ein anderes Pferd gab, dass die Insel nicht verlassen hat und getötet wurde. (Hier frage ich mich ja, ob Pearly ihn nur quälen wollte oder ob sie wirklich dachten, den Hengst getötet zu haben...) Peter sagt, so wie der Hengst laufe, werde er es schaffen zu fliegen, was definitiv positiv ist. Dann... hat der Autor mich eiskalt erwischt. Peter sagt, dass er nun wisse, was er zu tun habe. Er drückt das Schwert gegen sich und blickt an Pearly vorbei, sagt "Stoß fest zu" (856). Das Schwert wird tief in ihn hineingestoßen und er ist tot :shock: Und direkt danach wird beschrieben, wie Athansor abhebt, dass er zu seinem Weidegrund hinter dem Wolkenwall zurückkehrt; seine Liebe zu denen, die auf der Erde sind, hält ihn fast zurück, aber nun wird er davon befreit und ist zu Hause... und dies hat erst funktioniert, nachdem Peter tot war, also denke ich, er hat sein Leben geopfert, damit sein Hengst nicht mehr auf der Erde festgehalten wird? :cry: Zugleich wird das Tablett, das Peter hatte liegen lassen, von Licht beschienen und der Hof beginnt in goldenem Licht zu erstrahlen... und Abby wacht auf :thumleft:, was mir fast schon zu kurz abgehandelt wurde. All das ist direkt nach Peters Tod passiert, also denke ich, dass es auch davon ausgelöst wurde... zumindest würde ich die Abfolge der Ereignisse so interpretieren. Hardesty sinniert auch darüber, dass in Gottes Augen alles miteinander verbunden sei. Kurz denkt er an Peter und stellt einen Zusammenhang her, doch dann geschieht etwas "Wunderbares". Die Zeit scheint sich zu verdichten und er sieht plötzlich vergangene und künftige Momente.


    Wind erfasst sie, trägt sie höher und höher. Sie blicken von oben auf die Stadt, die wie "ein Gemälde aus getriebenem Gold und lebhaften Wolken" (860) wirkt - das wurde sehr gut beschrieben, muss ich sagen. :D


    Epilog (861-863)

    Der Epilog knüpft nahtlos an das Ende des vorherigen Kapitels an; es heißt, das Gold sei echt und bedecke die Ozeane, außerdem ist die Rede von der Verheißung eines guten Endes - was ja positiv ist.

    Der Leser wird nun angesprochen und in die Geschichte einbezogen, da der Erzähler sagt, wir müssten die Menschen nun "in ihrer neugeborenen Stadt zurücklassen" (S. 861). Außerdem bekommt man ein paar Informationen über das Schicksal einiger Charaktere: Jackson und seine Kumpanen verschwinden, da er seine Brücke nicht bauen konnte, doch er sieht es als Privileg, in 100 Jahren von vorne beginnen zu können. Harry stirbt bald, von Glauben erfüllt. Jessica bekommt einen Sohn von Praeger de Pinto, der in der Zukunft wohl die Sun leiten wird. Es heißt, Pearly habe weiterhin einen festen Platz in der Stadt. Dies wird damit begründet, dass „ohne ihn alles nur aus Milch und Honig sein [würde], und das genügte nicht, um die Welt in Gold zu verwandeln." (S. 862); dass es eine Balance zwischen Gut und Böse geben müsse, wurde ja schon im letzten Kapitel erwähnt, aber trotzdem stört es mich, dass er überlebt hat und weiter seine Pläne verfolgen kann, während Peter sterben musste. :evil:

    Die Geschichte sagt uns dann quasi noch, dass man sich die Fragen bezüglich Peters Schicksal selbst beantworten müsste :roll: Es wäre ja auch zu schön gewesen, wenn wir endlich konkrete Antworten bekommen hätten. Die anderen Protagonisten werden überhaupt nicht mehr erwähnt... und tatsächlich bin ich ein bisschen enttäuscht. Die Verbindung zwischen ihnen war schon wichtig, da Peter das Tablett von Hardesty geholt hat und dieses letztlich entscheidend war (auch wenn ich es um ehrlich zu sein fast vergessen hatte :uups:), aber ich hatte hier mehr erwartet, da es so viele und auch starke Verknüpfungen zwischen ihnen gab.

    ______________________________

    Ich... weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich das Ende - und das Buch an sich - bewerten soll. Irgendwie fand ich die Entwicklungen unbefriedigend. Es gibt die neue Stadt, die auch schön beschrieben wurde, aber ich hatte mir das gewaltiger und bedeutsamer vorgestellt. Ich fand es schade, dass Peter tatsächlich tot ist. Mich hat verärgert, dass Pearly lebt und als Notwendigkeit beschrieben wurde. Es wurde nicht wirklich erklärt, wie das Zeitreisen funktioniert und wieso einige Menschen unsterblich sind beziehungsweise immer wieder nach einer bestimmten Zeitspanne auftauchen können. Für mich ist jetzt mehr denn je unklar, wieso uns diese ganzen Charaktere ausgiebig vorgestellt wurden, weil sie letztlich nicht wirklich eine große Rolle gespielt haben. Sehr gut gefallen hat mir, dass Athansor nach Hause gefunden hat, aber zugleich fand ich es schade, dass sein Wiedersehen mit Peter nur so kurz war. Ich hätte gerne mehr darüber erfahren, wie Beverly Peter beschützt hat und inwiefern Athansor und Peters besondere Kräfte im Zusammenhang standen. War er eine Art Schutzengel? War Beverly auch eine Art Schutzengel? Wäre Pearly dann das Gegenteil davon? ?( Es ist fast schon frustrierend, dass es hier nur vage (interessante) Andeutungen, aber keine konkreten Aussagen gab. Peter schien ja auch plötzlich genau zu wissen, was zu tun ist... was für mich ein Rätsel blieb. Es scheint wohl ein Merkmal des Genres Magical realism zu sein, dass die fantasievollen Elemente nicht erklärt werden, aber ich finde es trotzdem schade.

    Ich bin mir auch nicht so ganz sicher, was jetzt eigentlich der übergreifende Plot war, da der Autor so viele Handlungsstränge aufgemacht hat :loool: Es kam mir auch ein wenig so vor, als hätte er den Faden verloren. Wenn ich überlege, wie viele verschiedene Theorien wir aufgestellt hatten... und letztlich ist fast alles davon im Sand verlaufen, oder zumindest fühlt es sich gerade so an.


    Bei der Bewertung würde ich momentan zu 2,5 Sternen tendieren, allerdings weiß ich es wie gesagt noch nicht endgültig; vielleicht würde ich auch aufrunden? Es gab Aspekte, die mir gefallen haben, der Autor kann toll beschreiben und ich mochte die Charaktere, aber das alles war ein bisschen seltsam und ich habe das Gefühl, dass es so viele Andeutungen gab, die letztlich keine große Rolle gespielt haben... und der Epilog war zwar ganz nett, vor allem, da er uns noch Informationen über die Charaktere gegeben hat, aber es blieb auch noch viel offen. Das war vermutlich die Absicht des Autors, da es auch heißt, Jackson würde es in der Zukunft erneut versuchen, doch ich fand das irgendwie frustrierend, vor allem, wenn ich bedenke, wie viele Seiten verwendet wurden, um auf das Ende hinzuarbeiten. :| Aber mal sehen. Ich muss das Buch sacken lassen :loool:


    Ich bin auf jeden Fall schon gespannt darauf, was du zu dem letzten Kapitel sagen wirst. Bleibt es denn dabei, dass wir uns den Film noch anschauen? Wenn ich mich richtig erinnere, hatte er dir ja gut gefallen, also hoffe ich, dass es mir auch so gehen wird.

    Carpe Diem.
    :study: Neal Shusterman - Scythe: Der Zorn der Gerechten

    2019 gelesen: 6 Bücher mit 1749 Seiten

  • Peter verschläft den Beginn des neuen Jahrtausends... irgendwie finde ich das lustig. Der Zeitpunkt, auf den das Buch hingearbeitet hat, kommt endlich und der Protagonist verschläft ihn :loool: Bemerkenswert war hier noch, dass die anderen Mechaniker ihn schlafen lassen und die Rede davon ist, wie viel Ehrfurcht sie für ihn verspüren.

    Ja das war schon sehr witzig, noch ulkiger fand ich allerdings Harry Penns Wutanfall, als er hört er habe einen neuen Mechaniker :mrgreen: Hab mir nur gedacht: "Wenn der mal wüsste..:" :mrgreen:

    Das weist auf eine besondere Begabung von Peter hin, da ja nur er die Maschinen reparieren konnte - später heißt es sogar, die Mechaniker hätten ohne ihn vermutlich mehrere Monate dafür gebraucht.

    Ja es war ja auch wirklich besonders, da er ja nur mit einer Hand wedeln musste und die Teile wieder an ihren Platz schwebten. Ganz normal war das nicht. Und dass dann die anderen Respekt vor ihm haben, kann ich da schon verstehn :-, Muss ja wie eine Art "Gott" gewirkt haben für sie :mrgreen:

    Harry ist sehr traurig darüber, dass die Stadt brennt, und erinnert sich an eine glorreiche Zeit zurück, in der die Stadt "jung" war. Die Menschen seien freundlicher und die Stadt unschuldig gewesen... alles liest sich sehr nostalgisch und wird unglaublich harmonisch beschrieben, als habe es keinerlei Probleme gegeben. :-s

    Ich hab mir das mal vorgestellt, als eine Stadt die neu aufgebaut wird. Am Anfang ist alles klein und jeder packt bei jedem mit an. Erst wenn die Stadt wächst gibt es dann gehäuft Probleme wie Gier, Kriminalität und Ähnliches... dachte ich mir so :-k Von daher kann ich seine vielleicht trotzdem ein wenig verblümte Sicht schon verstehen. Zumal alle älteren Semester ja auch immer wiederholen, dass "früher alles besser" war :P

    Diese Formulierung fand ich sehr schön; es war auch bemerkenswert, dass er zuvor noch niemanden getötet hatte, aber irgendwie hatte dieses Ereignis viel weniger Konsequenzen, als ich erwartet hatte - es heißt einfach, er habe die Lektionen, die ein jüngerer Mensch hieraus gezogen hätte, in seinem langen Leben schon erlernt ?( Ich frage mich, wieso dieser Moment dann eingebaut wurde.

    Das hab ich mich auch gefragt und tatsächlich nicht weiter drüber nachgedacht. Aber vielleicht hatte es im Rahmen der ganzen übergeordneten Ereignisse, die dort geschehen sind und aufgrund Harrys Alter einfach keine große Bedeutung mehr....

    Ich frage mich aber wirklich, wieso sie ihren Partner nicht einweihen konnte? Sie wusste ja schon damals, dass ihm noch viel bevorstehen würde.

    Ich frage mich generell wozu Beverly gebraucht wurde.... Beziehungsweise was mit ihr ist... hieß es nicht auch sie solle auferstehen? Bzw alle die auf der Insel begraben waren? Was war jetzt beverlys "Nutzen" außer ihre Verbindung zu Peter? So viele Anspielungen wurden gemacht, sie kann die Sterne sehen, sie hat Schriften, an die sie sich nicht erinnern kann, sie geschrieben zu haben.... für was??:scratch:

    Sie würden mögen, wie es ist, und fänden den „dauernde[n] Krieg zwischen Gut und Böse“ (S. 825) nicht schlecht. :!:

    Ja, weißt du, auch wieder so eine Stelle. Da versuchen sie es ja anscheinend schon mehrmals so eine gerechte Stadt zu erreichen... über mehrere hundert jahre hinweg und jetzt fällt denen das auf :roll:

    Es ist die Rede, dass Peter Vorgänger hat und niemand von ihnen es geschafft hätte, ihnen die Angelegenheit aus der Hand zu nehmen. Ich bin WIRKLICH gespannt darauf, was dahinter steckt :scratch:

    Ich vermute einfach, dass Peter nicht der erste Zeitreisende ist und dieses Ereignis schon mehrmals stattfinden sollte, anscheinend aber immer vereitelt wurde. Meine so wurde das angedeutet...

    er sagt, sie werde leben, das wisse er von Beverly. :shock: Habe ich irgendetwas verpasst? Hat er diese Informationen gerade erst erhalten? Das wäre wieder ein Indiz dafür, dass Beverly in die Zukunft sehen konnte, aber wann hat sie ihm das mitgeteilt?

    Ich weiß jetzt gerade gar nicht mehr, aber war der Tresorraub vor dieser Szene wo er Hardesty darauf anspricht? Er weist Cecil ja nochmal auf eine Klaviermusik hin, vielleicht ist diese Musik die Sprache Beverlys und gibt ihm so die Dinge vor?

    Als Hardesty es noch hatte, wurde es nicht als lebendig beschrieben, oder? :-k

    Ne, aber zumindest schon als sehr bedeutsam. Aber ich gebe zu... auch ich habs vergessen :-,

    Wobei das jetzt wirklich Ironie wäre, wenn am Ende nicht die Brücke die gerechte Stadt ausgelöst hätte (die ja nicht gehalten hat), sondern das Tablett, was ja zumindest den Hof golden erleuchtet hat :-k

    Athansor ist somit das einzige Pferd in Manhattan... was bestimmt eine Bedeutung hat, auch wenn ich bisher nicht verstehe, wieso alle Pferde verschwinden mussten.

    Hab ich auch nicht kapiert ?(

    aber er weiß zugleich, dass das Pferd nach Hause zurückkehren wird, was immerhin ein Trost ist... auch wenn ich es unglaublich traurig finde, dass diese Freundschaft so (für mich plötzlich) zu Ende geht. Wir hatten uns ja danach gesehnt, dass sie wieder aufeinander treffen, doch kaum haben sie sich wieder, verabschieden sie sich für immer? Irgendwie dachte ich, Athansor würde eine größere Rolle spielen. :(

    Ja das hat mich auch mehr als enttäuscht, weil gerade zu Beginn das Treffen so intensiv geschildert wird, hatte ich das Gefühl, dass es zunehmend immer mehr an Wichtigkeit verlor.

    Es heißt ausdrücklich, dass nur eine Erinnerung an dieses Bild bleiben und sich alle Menschen immer danach sehnen werden, was... irgendwie traurig ist. :|

    Ja, was muss das aber auch für ein eindrückliches Spektakel gewesen sein :drunken:

    Ich hätte auch gerne mehr darüber erfahren, wie genau Beverly Peter beschützt, aber ich glaube, das wird wohl ein Rätsel bleiben.

    Dito...

    Athansor zu schlachten, weshalb die Dinge sich nun geändert hätten :shock: Peter will es nicht glauben, aber Pearly zeigt ihm die blutigen Gliedmaßen eines weißen Pferds. :cry: Bei diesem Anblick ist Peter geschlagen, was ich sehr gut nachvollziehen konnte - hier war ich wirklich fassungslos und habe mich gefragt, ob das tatsächlich das Ende ist, dass Helprin sich ausgesucht hat.

    Haha, ich auch. Ich dachte so. Wenn die nächsten drei Sätze das nicht revidieren, schmeißt du das buch in die Ecke und liest nicht mehr weiter :totlach:

    Zum Glück hat Helprin sich da nochmal retten können :batman:

    Pearly sagt ihm, er werde Beverly nie wieder sehen und dass auf ihn ein gewöhnliches Ende warte, dass er sein Ziel nicht erreichen könnte. Niemand werde sich an ihn erinnern, alles war umsonst, was so klingt, als habe Peter die ganze Zeit einen großen Plan verfolgt und als würden die beiden sich schon lange bekämpfen - habe ich irgendetwas verpasst? :-s

    Ich vermute ja, dass es einfach schon öfter passiert ist, dass es diese Zeitreisen gab. Ich weiß halt nicht, ob es immer mit Gedächtnisschwund einherging, aber man hatte ja generell das Gefühl und ich glaube das wurde auch mal erwähnt, dass gerade Peter und die Short Tails eine längere Geschichte und mehrere Verfolgungsjagden hinter sich haben. Warum nicht auch über mehrere Jahrhunderte hinweg? Scheint ja für eine gewisse Anzahl an Personen ja zu funktionieren.

    . und dies hat erst funktioniert, nachdem Peter tot war, also denke ich, er hat sein Leben geopfert, damit sein Hengst nicht mehr auf der Erde festgehalten wird? :cry:

    Das wäre sehr traurig :cry:

    Die Geschichte sagt uns dann quasi noch, dass man sich die Fragen bezüglich Peters Schicksal selbst beantworten müsste :roll:

    Ja total bescheuert, hab echt gedacht, der will mich verarschen. Wahrscheinlich weiß er selber nicht, wie er das jetzt noch hätte lösen sollen :wuetend:

    Ich bin mir auch nicht so ganz sicher, was jetzt eigentlich der übergreifende Plot war, da der Autor so viele Handlungsstränge aufgemacht hat :loool: Es kam mir auch ein wenig so vor, als hätte er den Faden verloren. Wenn ich überlege, wie viele verschiedene Theorien wir aufgestellt hatten... und letztlich ist fast alles davon im Sand verlaufen, oder zumindest fühlt es sich gerade so an.

    Jaaa genau so....

    Bei der Bewertung würde ich momentan zu 2,5 Sternen tendieren

    Ja, ich bin gerade so bei 3.... Weiß auch noch nicht so recht. Das Buch war leider nicht der Brüller. Gerade der Schluss hätte noch so viel rausreißen können, aber der war ja nun doch auch schon mehr als ... unspektakulär und schlauer sind wir auch nicht...

    Bleibt es denn dabei, dass wir uns den Film noch anschauen? Wenn ich mich richtig erinnere, hatte er dir ja gut gefallen, also hoffe ich, dass es mir auch so gehen wird.

    Ja gerne. Mir hat er wegen Coln Farrell gefallen *hüstel* Erinnern kann ich mich tatsächlich gar nicht mehr dran :totlach: Spricht jetzt auch nicht wirklich dafür oder? :pale:

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  • Ja es war ja auch wirklich besonders, da er ja nur mit einer Hand wedeln musste und die Teile wieder an ihren Platz schwebten. Ganz normal war das nicht. Und dass dann die anderen Respekt vor ihm haben, kann ich da schon verstehn :-, Muss ja wie eine Art "Gott" gewirkt haben für sie :mrgreen:

    Ja, ich kann mir auch vorstellen, dass er durch diese unglaublichen Fähigkeiten für die anderen wie ein Gott gewirkt hat... es war für sie ja offensichtlich, dass hier etwas vor sich geht, das sie nicht verstehen oder selbst nachmachen können. Zudem stammte er auch definitiv nicht aus ihrer Zeit und das ließ sich nicht wirklich bestreiten.

    Ich hab mir das mal vorgestellt, als eine Stadt die neu aufgebaut wird. Am Anfang ist alles klein und jeder packt bei jedem mit an. Erst wenn die Stadt wächst gibt es dann gehäuft Probleme wie Gier, Kriminalität und Ähnliches... dachte ich mir so :-k Von daher kann ich seine vielleicht trotzdem ein wenig verblümte Sicht schon verstehen. Zumal alle älteren Semester ja auch immer wiederholen, dass "früher alles besser" war :P

    Das stimmt schon, aber sooo klein war die Stadt in seiner Kindheit ja auch nicht mehr und dass es damals schon Kriminalität gab, weiß er nur zu gut, da er Peter kannte :loool: Aber die Überlegungen sind auf jeden Fall stimmig und es stimmt auch, dass viele ältere Menschen sagen, dass früher alles besser war. Von daher hat es schon gepasst - und Harry hatte garantiert auch eine naivere Sicht, da er vergleichsweise privilegiert aufgewachsen ist. Peter hätte bestimmt nicht zugestimmt, dass die Stadt damals völlig unschuldig war, auch wenn er sie selbst verklärt gesehen hat.

    Das hab ich mich auch gefragt und tatsächlich nicht weiter drüber nachgedacht. Aber vielleicht hatte es im Rahmen der ganzen übergeordneten Ereignisse, die dort geschehen sind und aufgrund Harrys Alter einfach keine große Bedeutung mehr....

    Und genau deshalb hat es mich ein wenig gestört, dass der Autor mehrere Seiten darauf 'verschwendet' hat, anstatt die Handlung weiter voranzutreiben :| Die Handlung wäre auch ohne diese Szene gut ausgekommen und da sie wirklich gar keine Konsequenzen hatte, hätte man sie weglassen können. Sie hat ja weder etwas für den Charakter noch für die Geschichte geändert und so kurz vor dem Finale war das dann für mich einfach... seltsam..

    Ich frage mich generell wozu Beverly gebraucht wurde.... Beziehungsweise was mit ihr ist... hieß es nicht auch sie solle auferstehen? Bzw alle die auf der Insel begraben waren? Was war jetzt beverlys "Nutzen" außer ihre Verbindung zu Peter? So viele Anspielungen wurden gemacht, sie kann die Sterne sehen, sie hat Schriften, an die sie sich nicht erinnern kann, sie geschrieben zu haben.... für was??:scratch:

    Ja, es hieß, dass alle Penns auferstehen würden, und wie du sagst - es gab diese ganzen Anspielungen, dass etwas übernatürliches vor sich geht, nur letztlich hat das alles gar keine wirkliche Rolle gespielt. Das fand ich wirklich schade, da ich gerade diesen Aspekt wirklich interessant fand. Und ja, es ist ein Merkmal des Genres, dass die magische Komponente nicht erklärt wird, meinetwegen, aber dass das alles dann auch nicht mehr wirklich relevant ist war doch wirklich, wirklich komisch. So haben wir am Ende nur erfahren, dass sie Peter irgendwie beschützt hat und auch definitiv in die Zukunft sehen konnte, aber ich hätte hier gerne noch mehr gehabt.

    Da versuchen sie es ja anscheinend schon mehrmals so eine gerechte Stadt zu erreichen... über mehrere hundert jahre hinweg und jetzt fällt denen das auf :roll:

    Das fand ich auch ein bisschen fragwürdig :roll: Da arbeiten sie jahrhundertelang (oder sogar für Jahrtausende?) auf dieses Ziel zu... und plötzlich denken sie, dass eine absolute Utopie vielleicht doch nicht das ist, was sie wollen? Okay :loool: Vor allem, da sie den Plan letztlich DOCH durchgezogen haben... Letztlich sollte diese Szene wohl nur dazu dienen, dass der Leser noch Informationen bekommt, aber na ja.

    Ich vermute einfach, dass Peter nicht der erste Zeitreisende ist und dieses Ereignis schon mehrmals stattfinden sollte, anscheinend aber immer vereitelt wurde. Meine so wurde das angedeutet...

    Ja, das wurde angedeutet. Ich glaube, mich stört daran wirklich, dass es eben nur Andeutungen gab und nicht klar gesagt wurde, wie das Kräfteverhältnis aussieht und wer genau alle 'Spieler' in diesem Kampf sind... wobei man hier natürlich sagen kann, dass das für die Handlung eigentlich keine Rolle gespielt hat, da klar wurde, dass es ein Konflikt zwischen 'Gut' und 'Böse' ist.

    Ich weiß jetzt gerade gar nicht mehr, aber war der Tresorraub vor dieser Szene wo er Hardesty darauf anspricht? Er weist Cecil ja nochmal auf eine Klaviermusik hin, vielleicht ist diese Musik die Sprache Beverlys und gibt ihm so die Dinge vor?

    Das wäre eine logische Abfolge gewesen, aber nein - Peter belauscht das Gespräch der anderen Charaktere und erfährt, dass sie sein Pferd und das Tablett haben, dann schickt er Cecil los, um die Werkzeuge für den Tresorraub zu holen und während er auf Cecil wartet, sagt er zu Hardesty, dass er seine Tochter aus dem Grab holen soll. Ich vermute einmal, wir sollen glauben, dass der Anblick der Porträts nicht nur seine Erinnerungen wiederhergestellt, sondern auch für diese Eingebungen gesorgt hat...

    Wobei das jetzt wirklich Ironie wäre, wenn am Ende nicht die Brücke die gerechte Stadt ausgelöst hätte (die ja nicht gehalten hat), sondern das Tablett, was ja zumindest den Hof golden erleuchtet hat :-k

    Ich hatte es auch so verstanden, dass das Tablett letztlich der Auslöser war, gerade wegen der von dir erwähnten Szene mit dem erleuchteten Hof und weil die Brücke nicht gehalten hat.

    Hab ich auch nicht kapiert ?(

    Schade... ich habe leider auch im Internet keine Erklärung gefunden :|

    Ja das hat mich auch mehr als enttäuscht, weil gerade zu Beginn das Treffen so intensiv geschildert wird, hatte ich das Gefühl, dass es zunehmend immer mehr an Wichtigkeit verlor.

    Das ging mir auch so. Am Anfang schien es die Geschichte von Peter, Beverly und Athansor zu sein und das ganze hat sich dann... verwässert, wenn du weißt, was ich meine, da immer neue Figuren und Handlungsstränge dazu kamen.

    Ja, was muss das aber auch für ein eindrückliches Spektakel gewesen sein :drunken:

    Auf jeden Fall. Es war auch toll beschrieben :love:

    Ich vermute ja, dass es einfach schon öfter passiert ist, dass es diese Zeitreisen gab. Ich weiß halt nicht, ob es immer mit Gedächtnisschwund einherging, aber man hatte ja generell das Gefühl und ich glaube das wurde auch mal erwähnt, dass gerade Peter und die Short Tails eine längere Geschichte und mehrere Verfolgungsjagden hinter sich haben. Warum nicht auch über mehrere Jahrhunderte hinweg? Scheint ja für eine gewisse Anzahl an Personen ja zu funktionieren.

    Ich denke auch, dass es diese 'Zeitreisen' etwa alle 100 Jahre gibt, zumindest wurde das ja angedeutet, als Cecil und Mootfowl darüber geredet haben, ob sie mit ihrem Plan noch einmal 100 Jahre warten wollen... nur weiß ich nicht, ob wirklich Peter selbst mehr als einmal durch die Zeit gereist ist. Wir haben ihn doch als Baby gesehen und dann erfahren, wie er aufgewachsen und an die Short Tails geraten ist... ich hatte nicht das Gefühl, dass es hier irgendwo einen Zeitsprung gab, aber es ist auch schon wieder lange her, seit wir die ersten Kapitel gelesen haben, also ist es definitiv möglich.

    Das wäre sehr traurig :cry:

    Ja :cry: Aber so, wie die Abfolge der Ereignisse geschildert wurde, kam es mir wirklich so vor...

    Ja total bescheuert, hab echt gedacht, der will mich verarschen. Wahrscheinlich weiß er selber nicht, wie er das jetzt noch hätte lösen sollen :wuetend:

    Sehr gut möglich :roll: Aber na ja, dann stelle ich mir einfach vor, dass er jetzt bei Beverly gelandet ist...

    Ja, ich bin gerade so bei 3.... Weiß auch noch nicht so recht. Das Buch war leider nicht der Brüller. Gerade der Schluss hätte noch so viel rausreißen können, aber der war ja nun doch auch schon mehr als ... unspektakulär und schlauer sind wir auch nicht...

    Nein, leider nicht - ich dachte wirklich, dass wir am Ende noch Antworten bekommen und das hätte bei mir auch viel rausgerissen, doch das war nicht in jeder Hinsicht der Fall. (Wobei ich mich auch ein bisschen frage, ob ich das Buch einfach nicht verstanden habe, wenn ich mir die vielen begeisterten Rezensionen auf Goodreads ansehe. Obwohl es dort auch viele enttäuschte Leser gibt, es gleicht sich ganz gut aus - die Geschmäcker sind eben verschieden) Auf jeden Fall habe ich mich letztlich für die 2,5 Sterne entschieden, einfach, weil drei Sterne bei mir "guter Durchschnitt" sind und ich dieses Buch ein kleines bisschen schwächer als das fand. Die Entscheidung ist mir aber nicht leicht gefallen.

    Ja gerne. Mir hat er wegen Coln Farrell gefallen *hüstel* Erinnern kann ich mich tatsächlich gar nicht mehr dran :totlach: Spricht jetzt auch nicht wirklich dafür oder? :pale:

    Okay, dann freue ich mich schon auf den Film :D Und Colin Farrell ist ja auch ein toller Schauspieler... Aber nein, so richtig ermutigend ist das tatsächlich nicht, dass du dich nicht mehr gut erinnern kannst :loool: Ich habe allerdings schon mehrfach gelesen, dass der Film ganz anders als das Buch sein soll. Aktuell klingt das für mich ermutigend, also mal sehen.

    Carpe Diem.
    :study: Neal Shusterman - Scythe: Der Zorn der Gerechten

    2019 gelesen: 6 Bücher mit 1749 Seiten

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