Sebastian Niedlich - Der Tod ist schwer zu überleben

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Der Tod ist schwer zu überleben

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Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783862657407

Termin: November 2018

  • Beschreibung


    Gestorben wird immer, aber selten so vergnügt: „Der Tod ist schwer zu überleben“ von Bestsellerautor Sebastian Niedlich jetzt als eBook bei dotbooks.

    Es gibt Traumjobs. Es gibt Höllenjobs. Und es gibt den Job, vor dem sich Martin bisher erfolgreich gedrückt hat – denn eigentlich soll er Nachfolger seines besten Freundes werden, dem leibhaftigen Tod. Stattdessen gibt es nun plötzlich andere Kandidaten für den Job, zu denen eine mordlustige Studentin, ein liebenswerter Pazifist und eine trinkfeste Russin gehören. Aber ist einer von ihnen die richtige Wahl? Während das natürliche Gleichgewicht zwischen Leben und Tod immer mehr aus den Fugen gerät, muss Martin sich die Frage stellen, ob er sich wirklich vor seiner Verantwortung drücken darf. Und noch dazu findet er heraus, dass ein Mensch, den er über alles liebt, vielleicht bald sterben muss – und das muss er unter allen Umständen verhindern!

    Darf man sich über das Ende des Lebens amüsieren? Comedy-Autor Sebastian Niedlich ist ein Meister darin, seine Leser zum Lachen zu bringen – und erzählt trotzdem bewegende Geschichten, die lange in Erinnerung bleiben.


    Quellle : Amazon


    Meine Meinung : :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Die humorvolle Geschichte von Sebastian Niedlich wird von Martin erzählt. Martin kann seit seiner Kindheit den wahrhaftigen Tod, der sich selbst Thanatos nennt, sehen und ist mit ihm befreundet, beide sind im Laufe der Zeit sogar zu besten Freunden geworden.


    Im ersten Kapitel gibt es direkt einen Spoiler, wird der Anfang bereits das Ende sein? Martin steht kurz davor sich eine Brücke hinunter zu stürzen, um Selbstmord zu begehen. Greift S.Niedlich hier dem Ende vor? 349 Seiten lassen dies herausfinden. Ist der Titel des Buches gleichzeitig Martins Schicksal? Oder wird an dieser Stelle ein Cliffhanger zu einem weiteren Teil erschaffen?


    Wir begleiten Martin bei seinem Berufswechsel vom Arzt zum Gärtner, beim Zusammenfinden mit der Familie, physisch wie emotional, bei seinem Treffen mit dem Tod und dessen Problemlösung, sich um einen Nachfolger zu bemühen. Thanatos (der Tod) fühlt sich nicht gut und wird langsam kraftlos. Wir sind bei den Treffen der anderen möglichen Nachfolgern dabei. Dennoch bleibt immer wieder die Frage offen, ob Martin nicht der Richtige für diesen umfassenden Job ist, auch wenn er dies nicht möchte, verständlich -> schließlich ist es unabdingbar, dass man sterben muss, wenn man diesen Job annimmt. Diese Möglichkeit ist der rote Faden, der durch die Geschichte führt und uns am Ende darüber aufklärt, ob der Anfang des Buches auch gleichzeitig das Ende von Martin sein wird.


    Zwischendurch gibt es immer wieder ein paar Geschehnisse aus den letzten Jahren die in Erinnerung gerufen werden, wie die Fußball WM, Vulkanausbrüche, Bürgerkriege, die Fukushima Katastrophe, der Tod von Amy Winehouse oder Johannes Heesters und Ähnlichem was in den Jahren 2009-2012 (dort kam auch der letzte Batman Teil mit Christian Bale ins Kino) geschehen ist.


    Bei einigen Geschehnissen dachte ich, ach ja das gab es ja auch in diesen Jahren.


    Bedingt dadurch, dass Martins Sohn Tobias gerne Filme schaut und ins Kino geht, wird auch auf einige Filmklassiker immer wieder mal hingewiesen und teilweise humorvolle auch emotionale Vergleiche gezogen.


    Um die Geschichte mit dem kompletten Hintergrund zu verstehen, sollte man die Vorgänger “Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens” / “Der Tod, der Hase, die Unsinkbare und ich” gelesen haben. Es werden aber auch hinreichende Rückblicke gegeben, um der Erinnerung auf die Sprünge zu helfen und / oder die Geschichte auch für neue Leser verständlich zu gestalten.

    Sebastian Niedlich kann natürlich nicht die Frage nach dem Sinn des Lebens beantworten oder was nach dem Tod geschieht, dennoch bietet das Buch viele Ansätze mit verschiedenen Aspekten um darüber nachzudenken und vielleicht für sich selbst den einen oder anderen Ansatz zu finden. Thanatos und Martin haben jeder seinen eigenen Glauben daran, was geschieht, wenn die Schmetterlinge ins Licht des Keschers gehen.


    Fazit


    Der rote Faden dieser tollen Geschichte zieht sich wie Roulette durch die Erzählung, rot oder schwarz… Leben oder Tod? Mal nachdenklich, berührend, poetisch und humorvoll mit unterhaltsamen Vergleichen, die einen zum Schmunzeln bringen, wenn man gerade einen Klos im Hals bekommt. Irgendwie ist es leichte Kost, andersherum aber auch nicht.

    Theoretisch habe ich gerade Zeit um direkt ein neues Buch anzufangen, aber diese Geschichte muss ich erst mal auf mich wirken lassen.


    Welche Figuren gibt es ?


    Hauptcharaktere :


    Martin (Erzähler)
    Heimatstadt Berlin, studierter Mediziner, Vater von Tobi(as), geschieden von Anja, Arzt, 34 Jahre, hängt den Arztkittel an den Nagel um Gärtner zu werden,

    Thanatos, der Tod

    bester Freund von Martin, 500 Jahre und ein paar Gequetschte alt, Erkennungsmerkmal singt “Ob-La-Di, Ob-La-Da”, trägt seit 500 Jahren den selben Umhang ohne ihn zu waschen, fängt Schmetterlinge (Seelen) mit seinem Kescher, hat keine Angst vorm Tod, sondern wird endlich in Ruhe die Schönheit der Vergänglichkeit bewundern, wenn es irgendwann soweit ist

    Bibi, das Leben

    kleine, fröhliche Mädchen im Schmetterlingskleid, es schafft neues Leben, ist ein junges quirliges Mädchen

    Anja

    Lehrerin, Mutter von Tobi, Ex Frau von Martin

    Tobias

    Sohnemann, liebt Batman und andere Super Helden


    Nebenrollen :


    Gemma

    Anwärterin für den Tod, aus Toronto, 23, studiert Betriebswirtschaft, Eltern aus Japan wohnhaft in Vancouver, sind vor der Geburt von Gemma nach Kanada gezogen, möchte nicht der Tod werden, wenn sie keine Menschen töten darf um zum Bsp Rache zu nehmen, mag Martin nicht

    Ursula & Rolf

    Anjas Eltern, die Mutter mag Martin nicht, er ist nicht gut genug für ihre Tochter

    Pierre

    Anwärter auf den Tod, schwarz, sportlich, Mitte 20, aus einer kleinen Stadt im Süden von Haiti, möchte die sterbenden Leute am Leben lassen, bis ihnen geholfen werden kann, kann Gemma nicht leiden, hilft den Kranken

    Witalina
    Anwärterin für den Tod, aus Tomsk (Russland), möchte nur bestimmte Menschen das Zeitliche segnen lassen - vermutlich - nur solche die sie von ihren Beschwerden erlösen kann, hat mehrere Verehrer, mehr Armbehaarung als ein Mann, "wirkt ständig wie ein Sumo-Ringer in Angriffshaltung", kann Gemma nicht leiden, hat einen verdammt guten Wodka, den Martin nicht so gut verträgt

    Wang Chang

    Anwärter auf den Tod, Reisbauer in China

    Tante Gerda

    Gott oder was immer da ist, der / die / das was uns geschaffen hat und über uns richtet

    Schmetterlinge

    die Seelen der Verstorbenen

    Martins Chef

    verständlicher, sympathischer Mann mit stark berlinerischem Akzent


    Schreibstil


    Gefühlvoll, Humorvoll, Tabubrechend

    Absätze / Kapitel sind eher kurz gehalten. Das Buch liest sich fließend, ist humorvoll und bietet immer wieder Stellen zum Nachdenken.


    In meiner EBook Version (über Amazon bestellt) gab es keine Möglichkeit auf ein Inhaltsverzeichnis zuzugreifen.





    Es ist doch immer wieder schön die ersten Zeile eines Buches zu lesen und in eine neue Geschichte einzutauchen oder sich von den ersten Worten eines Hörspiels davon treiben zu lassen :montag:

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Sebastian Niedlich - der Tod ist schwer zu überleben“ zu „Sebastian Niedlich - Der Tod ist schwer zu überleben“ geändert.

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