Lee Child - Past Tense

  • Produktbeschreibung bei amazon.de/Meine Übersetzung:


    Der am heißsten erwartete Thriller des Jahres 2018 folgt unserem Helden Jack Reacher auf die abenteuerliche Suche in der Vergangenheit seines Vaters und findet seinen Höhepunkt in der bis dato magenumdrehendsten, haarsträubendsten und blutstockendsten Zeitbombe eines Abenteuers.


    Jack Reacher plant der Herbstsonne auf einem epischen Roadtrip durch Amerika von Maine nach Kalifornien zu folgen. Er kommt dabei nicht weit. Auf einer Landstraße, tief in den Wäldern von Neu-England sieht er ein Hinweisschild zu einem Ort, an dem er noch niemals gewesen ist - den Ort, an dem sein Vater geboren wurde. Er denkt sich, was macht ein Tag mehr schon aus? Und er macht einen kleinen Umweg.


    Zu diesem Zeitpunkt bleibt nicht weit entfernt ein Wagen liegen. Zwei junge Kanadier versuchen nach New York zu kommen um dort einen Schatz zu verkaufen. Sie landen in einem Motel mitten im Nichts. Es ist ein seltsamer Platz ... aber alles, was sich finden lässt.


    Am nächsten Morgen erkundigt sich Reacher im Bürgerbüro nach dem alten Haus seiner Familie. Und er bekommt gesagt, dass niemand mit dem Namen Reacher jemals in dieser Stadt gelebt habe. Er weiß, dass sein Vater niemals zurückgekehrt ist. Nun fragt er sich, ob er überhaupt je dort war.


    So beginnt ein weiterer nägelvernichtendes, adrenalingeladenes Abenteuer für Reacher. Die Gegenwart kann sehr angespannt sein, aber die Vergangenheit noch schlimmer. (Hier lässt sich ein Wortspiel nicht wirklich gut übersetzen). Das ist verdammt sicher.


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Lancona, New Hampshire steht auf einem Schild an dem Jack Racher vorbeikommt, nachdem ihn ein Handwerker, der ihn per Anhalter mitgenommen hatte mitten in einem Wald in Neu England sitzen lassen muss. Und da dies der Geburtsort seines schon vor längerer Zeit verstorbenen Vaters Stan gewesen ist, zu dem er bisher keine weitere Beziehung gehabt hat, beschließt Jack mal ein Auge darauf zu werfen.


    Patty und Shorty kommen mit einem sehr großen Koffer in einem sehr alten Honda aus Kanada. Sie planen den Inhalt dieses Koffers in New York zu veräußern um dann mit dem Geld an die Küste zu fahren um dort eine Surfschule zu eröffnen. Als Kartoffelbauer hat sich Shorty um die Wartung des 18 Jahre alten, gebraucht erworbenen Hondas nie gekümmert und nun gibt es einige Probleme mit dem Motor. Mit Müh und Not schaffen es die beiden in ein absolut abgelegen liegendes Motel. Dieses ist gerade frisch renoviert und das junge Paar hat die Anlage zusammen mit den sehr zuvorkommenden Angestellten für sich. Aber irgendetwas scheint ein wenig seltsam.


    In Lancona muss Reacher feststellen, dass sein Vater - oder irgendwelche anderen Reachers - nicht in den Volkszählungen aus der Jugend seines Vaters erfasst sind. Er erfährt aber, dass es vermögende Unternehmer mit Mafia-Verbindungen gibt, deren Abkömmlinge nachts weiblichen Angestellten auf dem Nachhauseweg auflauern um sie sexuell zu bedrängen. In einer überaus befriedigenden Sequenz verdeutlicht Reacher dem jungen Mann nachhaltig, dass 'Nein' wirklich 'Nein' bedeutet. (Intellektuell natürlich eher fragwürdig, aber emotional ziemlich befriedigend.) Die Reaktion des Vaters ist es, seine Arbeitgeber in Boston zu verständigen, die ein Team nach Lancona auf den Weg schicken - weswegen die örtliche Polizei Reacher so schnell wie möglich aus der Stadt haben möchte. Dabei sind sie gegenüber dem ehemaligen Kollegen sehr freundlich, denn der Junge ist bereits bekannt - und dementsprechend ist die Polizei nicht wirklich an einer Verhaftung Reachers interessiert. Wohl aber an Ruhe in Lancona und daran, dass es keine Kollateralschäden gibt. Und sie gucken für Reacher in die Polizeiarchive und finden dort den Fall eines anderen Reachers, der vor 70 Jahren auch mal den übergriffigen Sohn eines reichen Mannes handfest in seine Schranken verwiesen hat. Eine Familientradition also.


    Als nach einem Ausdehnen des Suchkreises Reacher eine Industrieruinensiedlung besucht, wird er Zeuge, wie zwei Männer einen älteren Herrn attackieren - und prompt bringt er eine weitere Familie in der Gegend gegen sich auf.


    Mit diesen Bedrohungen im Hintergrund forscht er - trotz der polizeilichen Bitte, doch endlich das Weite zu suchen - weiter seiner Familiengeschichte nach und macht einige sehr überraschende Entdeckungen.


    Tja, und dann ist da noch die Geschichte mit dem Motel im Wald. Das ohne Handyempfang. Mit dem kaputten Festnetzanschluss. Und den neun Honda-Quads vor einer Scheune. Und den sich bei aller Freundlichkeit zunehmend unheimlich verhaltenden Personal.


    Eine wahre Thriller-Lesefreude - besonders für Altfans, die nach den eher politisierten Geschichten der letzten Zeit - die auch ihren Wert haben - wieder mal eine nitty-gritty-Reacher-Geschichte des alten Stils lesen möchten. Absolut empfehlenswert. Auch als Einstieg in die Reihe. :thumleft::study: