Maggie Stiefvater - Wie Eulen in der Nacht / All the Crooked Saints

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Wie Eulen in der Nacht

1.8|3)

Verlag: Knaur TB

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 304

ISBN: 9783426522820

Termin: November 2018

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  • Klappentext:


    Jeder träumt von einem Wunder -

    aber nicht jeder ist bereit dafür.


    Wem nur noch ein Wunder helfen ann, der findet seinen Weg in die Wüste Colorados zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch wer sein Wunder nicht aus eigener Kraft vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.


    Daniel Soria pflegt diese Tradition voller Ernsthaftigkeit und Hingabe, doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein.


    Eigene Beurteilung:


    Nach einer spannenden und kurzweiligen Leseprobe hatte ich diese Buch angefordert und leider muss ich sagen: Die Leseprobe ist tatsächlich das Beste an diesem Buch gewesen.


    Ab hier Eigenzitat aus amazon.de:


    Worum geht's? Nun, da ist die aus Mexiko vor der katholischen Kirche geflohene Familie Soria, die Wunder tun kann und dies auch gerne tut. Seitdem sie sich in Colorado niedergelassen hat, gibt es einige sehr streng befolgte Regeln, die in Mexiko nicht wirklich zum Tragen gekommen sind, denn eigentlich benötigen die Menschen, die zu den Sorias kommen zwei Wunder. Eines, das ihr Problem verdeutlicht und eines, das greift, sobald sie das Problem richtig verstanden haben und beginnen, sich lösungsorientiert zu verhalten. Also: Diagnose und klientenzentrierte Therapie.


    Und das ist auch der ganze Witz dieses Buchs. Die Handlung mit dem Regelbrecher, der in die Wüste fliehen muss, die Familienangehörigen die ihn suchen, der Neuankömmling, der das Herz einer erklärten Eiskönigin bricht und die verschiedenen seltsamen Erscheinungsformen der ersten Wunder (die mich stark an "Die Insel der besonderen Kinder" erinnerte, ohne ähnlich interessant zu sein) und die ständig auftauchenden, zum Teil eher albernen Wortspiele und überreizten rhetorischen Mittel machen das Lesen zu einer ziemlich zähen Sache und auch die Tatsache, dass die neueste Generation der Sorias einen Piratensender betreibt, hebt den Unterhaltungswert nur geringfügig. Die Charaktere werden nicht wirklich lebendig, sondern wirken eher wie Staffage, die in der narrativen Welt von Ort zu Ort geschoben wird - und diese narrative Welt ist in sich überaus spartanisch eingerichtet. Und was das mit den Eulen soll... ?


    Nein, das Buch gefällt mir so ganz und gar nicht - und auch wenn ich bereits gelesen habe, dass dies das Schlechteste gewesen sein soll, was Maggie Stiefvater geschrieben hat, so hält es mich zunächst vom Erwerb anderer Titel dieser Autorin ab. :thumbdown:

  • Starker Schreibstil und kreative Ideen, aber etwas durchwachsen


    Klappentext

    „Jeder träumt von einem Wunder, aber nicht jeder ist bereit dafür.


    Wem nur noch ein Wunder helfen kann, der findet stets seinen Weg in die Wüste Colorados und zur außergewöhnlichen Familie Soria. Doch die Wunder der Sorias sind unberechenbar und wer sie aus eigener Kraft nicht vollenden kann, zahlt einen hohen Preis.

    Auch Daniel Soria bewirkt diese Wunder mit der Ernsthaftigkeit und Hingabe, die es braucht. Doch dann bricht er die wichtigste Regel seiner Familie: Er mischt sich in ein Wunder ein. Dadurch entfesselt er eine Magie, die seinen Tod bedeuten könnte.“


    Gestaltung

    Mir gefällt das Covermotiv unheimlich gut, denn es wirkt auf mich sehr geheimnisvoll und rätselhaft. Durch die dunklen Blumen und den Hintergrund erinnert der rote Kreis an einen Blutmond. Die Eule davor kommt so sehr gut zur Geltung. Auch mag ich die Art, in welcher das Bild gezeichnet ist, da die Rosen und die Eule sehr real aussehen, obwohl man ihnen ansieht, dass sie gezeichnet wurden. Die verschnörkelte Schriftart des Titels passt super zu diesem Motiv und verstärkt den Effekt des Geheimnisvollen. So ist alles sehr stimmig. Besonderes Highlight ist zudem der farbige Papierschnitt!


    Meine Meinung

    Ich lese immer wieder gerne Geschichten von Maggie Stiefvater, da die Autorin interessante Ideen hat und mich oft in geheimnisvolle Welten entführen kann. In „Wie Eulen in der Nacht“ konnte sie mich mit der Thematik der Wunder verzaubern, denn in diesem Buch geht es um Daniel Soria. Seine Familie kann Menschen zu Wundern verhelfen. Der einzige Haken: sie dürfen nicht eingreifen, wenn die Menschen das Wunder vollenden müssen. Doch genau dies tut Daniel und so befreit er eine magische Kraft, die ihn das Leben kosten könnte…


    Von Maggie Stiefvater war ich schon einen sehr bildreichen und poetischen Schreibstil gewohnt. Diesen führt sie in „Wie Eulen in der Nacht“ fort, wodurch es immer wieder zu sehr schönen Metaphern oder Vergleichen kommt, die das Lesen sehr stimmungsvoll machen. Besonders gefallen hat mir dieses Mal das Setting, denn das Buch ist in den 60er Jahren angesiedelt. Dieses Flair hat die Autorin super vermittelt und authentisch rübergebracht. Durch das Auftreten ihrer Figuren und die Beschreibungen des Handlungsortes fühlte ich mich in der Zeit zurückversetzt, was mir echt gut gefallen hat.


    Die Handlung fand ich hingegen zunächst etwas trocken und vor sich hinplätschernd. Ich hatte zwar schon damit gerechnet, dass ich hier kein Feuerwerk an Action oder Rasanz erhalten würde, da ich Maggie Stiefvaters Stil kenne, aber bisher konnte mich die Autorin immer mit ihren magischen, kreativen Welten verzaubern und mit immer neu eingestreuten Rätseln an die Handlung fesseln. Dieses Mal ist ihr das nicht ganz gelungen. Ihre Ideen in „Wie Eulen in der Nacht“ fand ich echt klasse: eine Familie, die Wunder vollbringen kann ist meiner Meinung nach wirklich ausgefallen und einfach magisch. Allerdings konnte mich die Umsetzung nicht so ganz überzeugen, da Frau Stiefvater es dieses Mal nicht ganz geschafft hat, mich an die Seiten zu fesseln. Dies kam für mich viel zu spät, denn erst im letzten Drittel hing ich gebannt an den Seiten, um den Rätseln der Wunder und der Dunkelheit auf die Spur zu kommen.


    Zuvor waren es mir zu viele Charaktere, zu denen ich kaum eine tiefere Verbindung aufbauen konnte. Hier hat die Autorin angesichts der Fülle der Figuren nicht genügend Raum gehabt, um jeder Figur genügend Tiefe zu geben, sodass bei mir die verschiedenen Charaktere miteinander verschwammen. Sie haben sich nicht wirklich voneinander abgehoben. Daher fand ich es zu Beginn auch etwas schwer, dem Geschehen zu folgen. So fehlte mir einfach die von Maggie Stiefvater gewohnte große geheimnisvolle Atmosphäre, durch die ich hinter die Rätsel und Mysterien blicken möchte.


    Dieses Gefühl des Miträtselns kam ungefähr im letzten Drittel auf. Hier werden Hinweise gestreut und ich war gepackt von den Geheimnissen der Wunder, welche zu dem Zeitpunkt der Handlung ganz andere Formen annahmen als zuvor. So hat die Autorin sich in meinen Augen die Spannung für den Schluss aufgehoben. Hätte sie dies ein wenig mehr über die Geschichte verteilt, wäre ich schon viel eher von der gewohnten Maggie Stiefvater Magie gefangen genommen worden.


    Fazit

    Mit „Wie Eulen in der Nacht“ hat Maggie Stiefvater wieder ein Fest an poetischen und wunderschönen Beschreibungen geliefert, die ihren Schreibstil zu etwas ganz besonderem und einzigartigem machen. So liest man die Geschichte gerne, auch wenn ich mich anfangs etwas schwer tat aufgrund der Fülle der Charaktere, die sich nur schwer voneinander abhoben. Hält man jedoch durch wird man mit einem unglaublichen Ende belohnt, welches verzaubert und zum Miträtseln anregt. Zudem ist das Setting und die Atmosphäre sehr authentisch und zauberhaft. So ist „Wie Eulen in der Nacht“ etwas durchwachsen und nicht ganz so stark wie andere Werke der Autorin, aber dennoch ist es sehr poetisch, tiefgründig und voller kreativer Ideen!

    3 von 5 Sternen!


    Reihen-Infos

    Einzelband

  • Im kleinen Ort Bicho Raro in Colorado lebt die Soria Familie. Genau dieser Ort ist das Ziel zahlreicher Pilger, denn die Familie Soria vermag es Wunder zu vollbringen. Jedes Wunder besteht aus zwei Teilen. Beim ersten kann ein Soria weiterhelfen, den zweiten Part muss der Pilger selbst vollbringen. Es ist der Familie verboten, sich dann weiterhin einzumischen. Daran halten sich alle, bis Daniel Soria sich doch einmal einmischt und dadurch unheilvolle Magie entfesselt.


    Maggie Stiefvater ist durch ihre Fantasy-Romane berühmt geworden. Besonders Sam und Grace aus der „Nach dem Sommer“-Trilogie haben mich begeistert. Leider konnte mich ihr neuster Roman nicht fesseln. Ich bin überhaupt nicht in die Geschichte hineingekommen. Mir fehlte der rote Faden außerdem blieben die Charaktere blass. Keiner konnte mich für sich begeistern.


    Die ersten zwei Drittel des Buches musste ich richtig kämpfen, danach wurde es geringfügig besser, aber ich habe weder die Magie noch eine düstere Atmosphäre gespürt. Der Roman hat mich einfach kalt gelassen, weder Handlung noch die Charaktere konnten mich überzeugen.


    Fazit: Für mich war dieses Buch leider eine Zeitverschwendung. Ich hatte mir viel mehr davon erhofft und wurde leider in allen Bereichen enttäuscht.


    :bewertung1von5:

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