Daniel Goleman & Richard J. Davidson - The Science of Meditation. How to Change Your Brain, Mind and Body

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  • Klappentext/Meine Übersetzung:


    Dies ist das erste wahre Expertenbuch über die Meditation, das Ihnen nicht nur zeigen wird, wie Sie ihre Technik verbessern - egal, ob sie ein Anfänger sind oder jemand, der bereits seit Jahren meditiert -, sondern auch, wie Meditation Ihre persönlichen Eigenschaften, und Ihr ganzes Leben, zum Besseren verändert.


    Daniel Goleman - der bestverkaufende Verfasser von "Emotionale Intelligenz" - und Professort Richard J. Davidson schöpfen aus ihrer vierzigjährigen Forschung, sowohl im Bereich der Wissenschaft, wie auch aus der Weisheit führender Yogi um zu untersuchen, wie das Üben wirklich Gehirn, Denken und Körper verändert. Sie zeigen mit faszinierenden Geschichten, was wirklich funktioniert und weswegen es das tut.


    Sie werdenIhnen helfen, Aufmerksamkeit und Meditation in ihr Leben zu bringen - was "The Science of Meditation" zu essentiellem Lesematerial in der heutigen beschäftigten Welt macht.


    Eigene Beurteilung:


    Ja, der Klappentext ist wirklich so gestelzt - und nicht wirklich so ganz beschreibungsadäquat. Denn um eine Anleitung zur Verbesserung der eigenen Meditationspraxis geht es hier eher nicht.


    Ab hier Eigenzitat aus amazon.de:


    Goleman und Davidson sind beide gut ausgebildete psychologische Forscher und scheuen dabei auch vor hochtechnischer Diagnoseapparatur nicht zurück. Beide haben vor mehr als 40 Jahren, zu Beginn ihrer Studienzeit mit dem Meditieren begonnen. Richardson hat sich dabei stark den indischen Traditionen zugewendet und Goleman hat sich zunächst ein wenig mit der Zen-Mediatin beschäftigt. Sehr schnell kamen die beiden auf die Idee, ihre Erfahrungen aus der Mediation mit ihren Studien und dann auch mit ihren Doktorarbeiten zu verbinden, was zu Beginn der 70er Jahre in den USA nicht ganz ungefährlich gewesen ist. Richardsons Doktorvater sprach von einer "karriereverhindernden" Vorgehensweise.


    In den folgenden Jahrzehnten haben die beiden immer mit den neuesten Erhebungs- und Analyseverfahren in diesem Bereich weitergeforscht und später unter dem Einfluß des Dalai Lamas ihre Aufmerksamkeit von der indischen zur tibetischen Meditationstradition verschoben und an einigen sehr angesehenen Studien teilgenommen. Sie und einige ihrer Mitstreiter sind dadurch sehr stark an der Verbreitung der "weichen" meditativen Praktiken, die auch als Mindfulness bekannt geworden sind beteiligt - so etwa auch in Zusammenarbeit mit Jon Kabat-Zinn.


    Zunächst stellt das Buch sehr ausgiebig die Entwicklung der Erforschung der Meditation in den letzten vier Jahrzehnten vor, wobei die Studienaktualität bis in das Jahr 2016 reicht. Hierbei wird etwa auch das sehr interessante Projekt des Max Planck-Instituts in Leipzig vorgestellt, dessen endgültige Auswertung noch aussteht, und zu denen drei unterschiedliche Schnelllernprogramme für die Studienteilnehmer entwickelt worden sind.


    Dabei stellt sich schnell heraus, dass viele Studien, deren Ergebnisse zu allerlei populärwissenschaftlichen Artikeln zur Förderung von Gesundheit, Glück und Arbeitsproduktivität geführt haben, entweder wissenschaftlich hinterfragbar sind, oder in Wirklichkeit gar nicht die Aussagen geben, die in diesen Artikeln dann als "Beweise" angeführt werden. Sehr kritisch setzen sich die Autoren dabei auch mit ihren eigenen Arbeiten aus der Vergangenheit auseinander.


    Im Folgenden geht es dann darum, was Mediation - zumindest Teile der europäischen Tradition, die indischen, tibetischen und die Zen-buddhistischen - wirklich oder mit großer Wahrscheinlichkeit zu leisten vermag. Dabei ist es durchaus so, dass Meditation nicht gleich Meditation ist und so die hier dargestellten Traditionen untereinander - aber auch in ihren jeweiligen internen Ausdifferenzierungen - durchaus unterschiedliche Ziele verfolgen und diese mit unterschiedlichen Techniken erreichen. Hierzu kommen dann noch Beobachtungen zu einigen der neueren, ans moderne Leben angepasste Techniken der Meditation, wie sie im Moment überall angeboten werden.


    Abschließend beweisen die Autoren ein gewisses Sendungsbewusstsein mit der Überzeugung, dass insbeondere die Loving-Kindness-Traditionen, denen auch der Dalai Lama folgt, einen wichtigen Beitrag für die Zukunft leisten können. Viele Literaturhinweise in den Endnoten, sowie ergänzende Ausführungen laden dann zum weiteren Studium ein und ein Index ermöglicht das schnelle wiederauffinden von interessanten Passagen.


    Thich Nhat Hanh, ein weiterer Lehrer des Dalai Lama, wird zwar an einer Stelle kurz erwähnt, seine Beiträge gerade zur Verbreitung einer liebend-anerkennenden Meditation werden hier aber nicht vorgestellt, was ein wenig wie eine verpasste Gelegenheit aussieht - wenn es aber auch so genug in diesem Buch zu finden gibt. Wang Liping, der bekannte Meister der daoistischen Drachentorschule hat sich - wie auch andere daoistische Schulen - gleichfalls die Verbreitung der meditativen Techniken verschrieben um die Welt besser zu machen und diese Tradition ist ebenfalls sehr breit gefächert und hätte meiner Meinung nach zumindest eine Erwähnung verdient, aber - wie gesagt - das Buch ist so schon sehr voll. Auf jeden Fall lesenswert und auch eine Hilfe für die Entwicklung der eigenen Praxis, wenn man genau liest und sich zu den betreffenden Dingen ein paar Notizen macht. :study::montag::thumleft:

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