Adèle Bréau - Ein fast perfekter Urlaub /Les Devoirs de vacances

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Ein fast perfekter Urlaub: Vier Heldinne...

3.5|1)

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783548290911

Termin: Juli 2018

  • Achtung! Dritter Teil!


    Inhaltsangabe (Quelle Amazon):


    Mathilde, Lucie, Alice und Éva, vier so liebenswerte wie chaotische Pariserinnen, erholen sich in der Bretagne von ihrem turbulenten Großstadtleben. Doch die Sommerferien halten einige Überraschungen bereit und stellen die Freundschaft der "fast perfekten Heldinnen" auf eine harte Probe: Ein plötzlicher Todesfall im Freundeskreis, die aufgedeckte Affäre von Alices Tochter mit ihrem doppelt so alten Klavierlehrer und ein brisantes Detail aus Lucies Vergangenheit überschatten die Urlaubsidylle.


    Eva, Mathilde, Lucie und Alice sind auch weiterhin noch befreundet, obwohl sich die Lebensumstände geändert haben. Mathilde ist getrennt von Max und hat einen neuen Freund. Auch Eva hat sich von ihrem Ehemann getrennt, geniesst den kleinen Sohn Jef und einen neuen Mann an ihrer Seite. Lucie ist nach wie vor glücklich mit Christophe, geht jedoch mit dem Fitnesstrainer fremd. Alice, schwanger mit 40, muss ihrer 15 jährigenTochter Laura den Tod des Vaters beibringen. Und sorgt sich um Laura, denn die hat ein Verhältnis mit ihrem 30jährigen Klavierlehrer. Die Freundinnen beschliessen den Urlaub gemeinsam in der Bretagne zu verbringen. Mit Kind und Kegel und den neuen Partnern.



    Dies ist der dritte Teil rund um die vier Freundinnen aus Paris. Zum besseren Verständnis sollten unbedingt zuerst die ersten beiden Teile gelesen werden. Die habe ich gelesen, und habe trotzdem die Beziehungen als sehr verflochten und teilweise verwirrend empfunden. Das Personenverzeichnis mit den wichtigsten Eckdaten der Figuren zu Beginn des Buches empfand ich als absolut notwendig. Ich habe das Ebook gelesen, und so war das Zurückblättern jedoch leider etwas mühsam. Zu Beginn wird zwar auf ein paar Seiten die Beziehungen der einzelnen Figuren zueinander noch einmal vertieft erörtert. Doch da die vier Freundinnen sich auch in ihren Beziehungen weiter entwickelt haben, kommen noch mehr neue Figuren und Namen hinzu. Und die verflossenen Männer leben auch wieder in Beziehungen, und die Partnerinnen haben teilweise auch Familie. Ehrlich gesagt, wurde mir das etwas zu viel und zu ausschweifend. Dazu kommen schnelle Perspektivwechsel, die von einer Freundin zur anderen springen. Und den Leser immer wieder zu einer Neuorientierung zwingen. Dadurch werden die einzelnen Lebensumstände etwas oberflächlich erzählt, und ich empfand nicht wirklich Nähe zu den Figuren. Oft musste ich mich fragen, wie die Person denn nun genau in Beziehung zu den Freundinnen steht. Durch die vielen Wechsel, empfand ich die Handlung zudem als schleppend. Es braucht unheimlich lange, bis alles in die Gänge kommt. In diesem Jahr, das heisst in diesem Buch, wird die Freundesgruppe neu gemischt. Da geht es oft um Gefühle und Beziehungen. Dadurch habe ich zeitweise die Interaktionen untereinander vermisst.

    Das grosse Thema in diesem Buch ist die Frau um die 40. Aspekte wie : " Was will/ erwarte ich von meinem Leben " und " wie gestalte ich es " sind zentral. Eine Frau beschränkt sich, zum Beispiel, auf ihr Aussehen und strebt nach körperlichen Perfektion. Eine andere trägt noch einmal ein Baby aus. Die Dritte sucht fast krampfhaft nach der Trennung einen neuen Lover. Und die Vierte jubelt ihrem Freund wohl ein Kuckuckskind ins Nest… Gut beschrieben, wie Frauen mit 40 ihre Leben noch mal neu gestalten und auch Abschied von der Unbeschwertheit der Jugend nehmen.

    Die Geschichte spielt zum grossen Teil in Paris und in der Bretagne. Der französische Charme der gehobenen Mittelschicht drückt so richtig durch. Etwas enttäuscht war ich über die Ferien in der Bretagne. Die waren doch sehr oberflächlich beschrieben und Landschaftsbeschreibungen haben weitgehend gefehlt.

    Mir hat dieser dritte Teil weniger gefallen als die beiden vorderen. Leider fehlte es an Struktur und so war die Handlung doch etwas chaotisch.


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