Selma J. Spieweg - Tod dem Zaren

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Tod dem Zaren: (Boris und Olga 1) – Cloc...

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Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 466

ISBN: 9781505696196

Termin: Dezember 2014

  • Eins gleich vorweg, ich habe das Buch im Rahmen eines Gewinnspieles erhalten, was ich allerdings nicht in meine Bewertung einfließen lassen werde.


    Das Buch beginnt in einem alternativen Russland im Jahre 1897, wo sich der alternde Soldat Boris Sergejewitsch mit seiner Einheit in kopfloser Flucht vor weit überlegenen Osmanischen Truppen befindet. Aber Boris ist kein gewöhnlicher Soldat, er ist ein blauer Krieger, oder besser DER blaue Krieger, schließlich hat er als einziger von 1000 „Freiwilligen“ die Prozedur, die ihn dazu gemacht hat, überstanden. Mit einer Teilpanzerung und einem künstlichen, quantenmagischen Arm versehen, vermag er es, sich alleine gegen eine größere Gegnermenge zu behaupten, was auch der Sinn des Experimentes gewesen war, eine Armee unbesiegbarer Krieger für das Zarenreich zu erschaffen.

    Leider hat man bei der Konstruktion jedoch ein paar Fehler gemacht, der schwerwiegendste wird ihm auch jetzt auf der Flucht zunächst zum Verhängnis, das Öl, welches seine mechanischen Glieder in Bewegung hält, kristallisiert bei großer Kälte und verdammt ihn so zur Bewegungslosigkeit. So wird er dann von der jungen Anarchistin Olga entdeckt, die sich zunächst vor dem bösen Soldaten fürchtet, ihn im Verlauf der Handlung aber in ihr Herz schließt, ebenso wie Boris sie, die er für eine seiner Halluzinationen hält, in seines.

    Immer wieder erfahren wir in kleinen Rückblenden von der Zeit im Lazarett, wo man Boris in den blauen Krieger umgebaut hat, hier nehmen auch seine vermeintlichen Halluzinationen ihren Ursprung, die ihn immer wieder heimsuchen, aber wohl nur Erinnerungsfragmente an die Zeit in der Hölle, wie er es nennt, sind.

    Im weiteren Verlauf der Handlung bekommen es Boris und Olga mit einer Bande Leichenfledderern, dem Zaren Nikolaj, der Ochrana sowie mit Lew Tolstoi und Ilja Repin zu tun, mit den letzteren und dem Zaren reisen sie eine Weile gemeinsam, was vor allem durch Olgas Antipathie „Tod dem Zaren“, für einige Schmunzler gesorgt hat.

    Lew Tolstoi und Repin sind dann auch der einzige Kritikpunkt am ersten Band, denn der viel zu schnell kommende Schluss und der Dialog der beiden, der kein gutes Ende für Boris und die kleine Anarchistin in Aussicht stellt, haben mir die Geschichte ein bisschen madig gemacht.


    Der Schreibstil von Frau Spieweg ist angenehm klar, gut zu lesen und die Handlung hatte mich auch direkt gepackt. Abgesehen vom für mich nicht so tollen Ende, eine gute Geschichte, für die ich gerne 4 von 5 Sternen vergebe.

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Selma J. Spieweg - Boris & Olga 1 Tod dem Zaren“ zu „Selma J. Spieweg - Tod dem Zaren“ geändert.

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